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| R.I.P. |
Hallo! Weil in letzter Zeit alle Golf 3 Angelegenheiten, die mit Elektronik zu tun haben (Radio Gamma, CD-Wechsler) so gut geklappt haben, habe ich jetzt mein letztes Projekt in dieser Richtung in Angriff genommen. Es geht um das Kombiinstrument, im Folgenden kurz "KI" genannt. Dass es in einem KI einen nichtflüchtigen Speicher-IC vom Typ EEPROM (Electrically erasable programmable read only memory = elektrisch löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher), im Folgenden auch kurz "Chip" genannt, gibt, wusste ich schon aus früheren Untersuchungen. Heute interessierte mich im Besonderen: + Wo und wie ist der Kilometerstand gespeichert? + Kann man den Kilometerstand ändern? + Wo und wie ist die Wegimpulszahl gespeichert? + Kann man die Wegimpulszahl ändern? + Was gibt es dort sonst noch zu entdecken? 1. Teil: Die Vorbereitungen Als Versuchskaninchen diente ein beschädigtes und unvollständiges KI, das ich vor Jahren mal umsonst auf dem Schrottplatz bekommen hatte. Es ist von MotoMeter und hat die VW Teilenummer 1H0 919 861 B und ist für die Motoren AAM und ADZ mit Schaltgetriebe. Um mit diesem Kombiinstrument (und auch anderen) einfach, schnell und zuverlässig arbeiten zu können, habe ich mir einen alten Instrumentenkabelstrang hergerichtet. Und zwar derart, dass ich alle Kabelenden abisoliert und verzinnt habe. Dann habe ich an restlos alle Kabel Fähnchen aus Klebeband gehängt, auf denen die Bezeichnung des Steckerkontaktes auf der KI-Seite und die jeweilige Funktion stehen (z.B. T28/27 - Geschwindigkeitsgeber). Zu einer Funktionskontrolle habe ich das KI erstmal mit dem stabilisierten und einstellbaren Netzteil Betriebsspannung versorgt und gesehen: Elektrisch scheint es o.k. zu sein. Auf dem Foto deutlich sichtbar der Kilometerstand: 164.332 mit der Anzeige "total" darüber. Über dei KI-Prüfmodus, der sich hier mittlerweile herumgesprochen haben sollte, habe ich mir alle Werte anzeigen lassen und notiert: Wegimulszahl 3.862, Tacho- und Drehzahlmeeser-Kennzahl 32.270 usw.. Dann habe ich das KI zerlegt, wozu erstmal die LCD-anzeigen ausgebaut werden mussten: Weiter geht das Zerlegen. Bis die Platine draußen ist. Das rot umramdete Bauteil ist der EEPROM Speicherchip, der Hauptgegenstand meines Interesses. Es ist ein Typ 93S56 des Halbleiterherstellers National Semiconducter, der später von SGS Thomson übernommen worden ist: Dieser Chip in SMD-Ausführung (SMD = Solderside Mounted Device = elektronisches Bauteil, das direkt auf der Lötseite der Platine sitzt und nicht durch Löcher gesteckt ist) musste jetzt raus, was manchmal nicht ganz einfach ist. Daran führte aber kein Weg vorbei, um ihn im Programmiergerät bearbeiten zu können Der Chip ist raus. Dabei wurden aber auch zwei Leiterbahnen beschädigt. Für ein später zu verwendendes KI werde ich diese Arbeit verfeinern müssen: Das ist der Chip mit einem Programmieradapter. Dieser Adapter ist nötig, weil SMD-Bauteile nicht direkt ins Programmiergerät eingesetzt werden können: Der Chip im Programmieradapter. Es ist eine ziemliche Fummelei, ihn dort richtig einzusetzten, weil das alles so klein ist. Am besten geht das mit einer Pinzette. So sieht der Programmieradapter von unten aus: Wie ein normales IC. Mit den acht Stiften kann er problemlos ins Programmiergerät eingesetzt werden: Um den Chip schnell und einfach zwischen Platine und Programmiergerät umbauen zu können, habe ich an die Leiterbahnen des Chip eine 40-polige sogenannte Schwenkhebelfassung, die ich noch rumliegen hatte, mit ganz dünnen Drähten gelötet. In diese Fassung kann man den Chip mit Programmiersockel schnell, einfach und sicher einsetzten. Aber Achtung, böse Falle: In die an die Platine angelötete Fassung muss der Chip mit Adapter anders herum eingesetzt werden als in das Programmiergerät: Sauber ist anders. Aber das macht hier nichts; Hauptsache, es funktioniert. Und das tut es, wie man auf dem zweiten Foto unzweifelhaft sehen kann: Fortsetzung im zweiten Teil Geändert von Teletubby (01.06.2014 um 20:54 Uhr) | |||
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