Ich wage mal ganz stark zu bezweifeln, dass im Golf 3 das Optimum an Halogentechnik erreicht war. Wenn ich nur an den Golf 4 denke, waren dessen Scheinwerfer in Halogen (ohne Linsen) um Welten besser.
Machen wir uns doch nix vor, beim Thema Licht merkt man ganz schön, dass der Golf 3 wahnsinnig in die Jahre gekommen ist.
Als ich letztens Mal den leihwagen mit Volladaptivem LED Licht gefahren bin, das war schon ein Träumchen.
Ich hab mir das nicht ausgedacht, Klarglas war funktionell wohl ein Rueckschritt aber natuerlich verschleissen Scheinwerfer mit den Jahren, LED ist nicht Halogen. Ich wuerde wetten, dass ein Golf 3 mit neuen DoKas besser abschneidet als ein Bora mit (neuen) H4-Scheinwerfern. Vielleicht ist H4 auch einfach nur beschissen, das gute Licht hatte ich wohlgemerkt nur mit DoKas.
Die Ursache dafür hat Design-Gründe und einen Namen: Klarglas. Der Scheinwerfer prägt das Gesicht eines Autos, und die Gestalter verlangen ungehinderten Blick in sein Inneres, dazu großzügig verspiegelte Zierflächen. Eine profilierte Streuscheibe ist da nur im Weg. Ohne sie jedoch wird es schwierig, das Licht perfekt auf die Straße zu lenken. Diese Aufgabe muß nun allein der Reflektor erfüllen – meistens mäßig. Beispiel VW Golf: Das beste Licht aller Baureihen lieferte die dritte (Bj. 91 – 98). Der Golf IV kam 1997 mit Klarglasoptik, und die Reichweite sank in dem Maße, in dem die Eigenblendung durch Streulicht stieg. Wer Wert auf perfekte Ausleuchtung legte, mußte Xenonlicht mitbestellen – wie heute beim Golf V.