Wenn du + gegen + misst kommt natürlich eine Spannung an, denn - liegt ja permanent am und geht durch das Leuchtmittel zurück zum Stecker.
Bei - gegen - kann auch nichts rauskommen weil du beim messen den Schalter und so aus hattest und somit eine Unterbrechung im Stromkreis hast!
Wenn man bei eingeschaltetem Licht am Pluspol der Batterie gegenüber dem stromführenden Anschluss der Scheinwerferbirne (also Plus gegen Plus) misst, dann misst man den Spannungsabfall innerhalb der Leitung. Im Idealfall wären das 0 Volt; dann würde in der Leitung nichts verlorengehen. Wenn man mit oben genannter Methode z.B. 1,5 Volt messen würde, würde das bedeuten, dass von z.B. 12,5 Volt am Batteriepluspol nur 11,0 Volt an der Glühbirne ankommen.
Gleiches gilt für die Masseleitung, die nicht übermäßig üppig dimensionert ist. Hier lohnt es sich, bei eingeschaltetem Scheinwerfer vom Masseanschluss der Scheinwerferbirne (unbedingt direkt dort) zum Minuspol der Batterie zu messen. Mag sich blöd anhören, weil man ja Masse gegen Masse misst. Ist es aber nicht, weil auch über der Masseleitung Spannung verloren geht, die der Birne fehlt. Wenn man an der Masse dirket an der Birne (Birne muss natürlich brennen) gegenüber dem Minuspol der Batterie z.B. 0,8 Volt misst, dann fehlen die zusätzlich zum vorher gemessenen Spannungsabfall über der Plusleitung. Zusammen ergeben die Verluste aus dem beiden Beispielen 1,5 Volt über der Plusleitung plus 0,8 Volt über der Masseleitung = zusammen 2,3 Volt. Das würde bedeuten, dass der Glühbirne von den angenommenen 12,5 Volt direkt an der Batterie nur 10,2 Volt übrig bleiben würden.
Wichtig dabei ist auch noch, dass der Zusammenhang zwischen Betriebsspannung und Leistung der Birne ein quadratischer ist. Das heißt: Halbe Spannung ergibt nicht halbe Leistung, sondern nur noch ein Viertel der Leistung. Eine Birne, die bei 12,5 Volt Betriebsspannung 55 Watt leistet, leistet bei 10,2 Volt rechnerisch nur noch 36,6 Watt. Das ist schon erheblich weniger.