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Hallo Ben, Da Du mich so persönlich angehst, antworte ich Dir mal etwas ausführlicher. Du präsentierst Dich hier als Kapazität auf, die Du sicherlich in einigen Bereichen auch bist. Du hast leider aber überhaupt nicht verstanden das die Leistungen heutiger Motoren ohne die optimierten Treibstoffe gar nicht möglich wären. Die DIN Normen für Kraftstoff erlauben es aber immer noch das praktisch jede Suppe in Deinen Tank laufen kann, die irgendwie zündet. VW hat viele Jahre lang einen 1600ccm Motor gebaut der mit 50 PS bereits an der Grenze der Zuverlässigkeit kratzte. Heute hat der Brot und Butter 1500er von VW 150PS und schiebt tonnenschwere SUV's durch den Stop and Go. Du bestehst nun darauf das so ein Motor mit dem billigsten Stoff fährt den irgendeine im Osten liegende Raffinerie ausspuckt. Das mit der 3-fachen Leistung sollte aber sogar den geizigsten Kraftstoffkäufer zum überlegen bringen. Um es mal ganz einfach zu erklären, nur mit dem Punkt Motorsauberkeit. Ich verstehe das diese "einfache Erklärung" vielen schon zu kompliziert ist. Vermutlich liest Du es gar nicht ganz durch. Zu viele Informationen. Ich verstehe... DIN Sprit hat nur so viele Additive, das er unter optimalen Bedingungen die Ablagerungen die sich bei seiner Verbrennung bilden wieder entfernt. Da kein Motor immer unter optimalen Bedingungen läuft, bedeutet das es immer bleibende Ablagerungen gibt. Der Markensprit ist von Haus aus sauberer als der aus, ich sage einmal, "anderen" Europäischen Raffinerien. Das bedeutet wenn der "freie Markt" nichts her gibt, kann der rohe Basis Sprit sogar aus einer Shell oder Aral Quelle stammen. Das beobachten dann ein unbedarfter Mitarbeiter, wie der No Name Tankwagen bei der Shell gefüllt wird. Was er dann zu dem Märchen "alles das Selbe" macht und bei Freunden und in Foren erzählt. Nun kauft der Mineralölhändler aber Additivpakete zum Rohsprit dazu. Die kommen extra hinzu und kosten extra. Der Renner ist dabei das "Basis DIN Paket" in Sommer oder Winter Ausführung. Das ist am billigsten. Die bösen Marken kippen in ihren Sprit aber extrem hoch entwickelten Stoff dazu, den sie oft gar nicht an die "Freien" verkaufen. Natürlich wollen sie das ihr Benzin und Diesel spürbar besser sind. "Freie" Mineralölhändler haben keine Entwicklungslabore, Motorenprüfstände usw. Kostet zu viel. OK, nun laufen "normale" Motoren natürlich mit dem billigen Sprit nach DIN. Die haben so große Tolleranzen, das es erst nach relativ langer Zeit spürbar auffällt wie sie verdrecken. Weil es so langsam geht, merkt man es auch lange Zeit gar nicht. Nun gibt es aber Motoren die unter Bearbeitung aller Tolleranzen gebaut werden, z.B. durch Tuning. Wenn der Brennraum bei so einem Motor nur wenig verschmutzt, wirkt das wie dem Serienmotor nach zehntausenden Kilometern. Wozu poliert der Tuner wohl Ventile und Brennräume, glättet Kanäle, plant Zylinderköpfe und stimmt auf dem Prüfstand Zündung und Einspritzung genau ab? Du weist doch sicher auch alles über Tuning, oder? Ein erweitertes, kombiniertes Problem ist das Motoröl. Seit den 50ern muss das Kurbelgehäuse in den Ansaugtrakt entlüften. Hochwertige Motoröle verdampfen deutlich weniger. Der Billigsprit Käufer glaubt natürlich auch das teures Motoröl Abzocke ist. Dazu glaubt er auch, aus Erfahrung, das öfter mal Öl nachfüllen normal ist. War es früher, mit mineralischen Ölen ja auch. Das Öl verteilt sich nun im Ansaugsystem, verbrennt mit im Brennraum, senkt die Klopfgrenze und bildet besonders hartnäckige Ablagerungen. Die kann das DIN Additiv aber nicht mehr entfernen. Was zu Ablagerungen, auch auf den Ventilen führt. Was Leistung mindert. Ganz gemein wird es nun bei den Direkteinspritzern. Da wird immer noch das Kurbelgehäuse "Blow By" in den Ansaugtrakt geschickt. Es wird aber vor die Ventile kein reinigender Sprit mehr gesprüht. Das bedeutet er verschmutzt davon, logisch. Weshalb viel Motoren bereits bei 50.000km geöffnet und gereinigt werden müssen. Verwendest Du nun aber hochwertiges Motoröl, kommt es zu deutlich weniger von diesen Ablagerungen im Ansaugtrakt und besseres Benzin verhindert das sie sich im Brennraum festsetzen. So betriebene Motoren erreichen ohne Probleme hohe Laufleistungen ohne Repearatur. Ich spreche nun gar nicht über andere Problemzonen wie Kolbenringzone und Kolbenringnuten, Kolbenlaufflächen im Zylinder, Ventilführungen etc. Die leiden alle unter minderwertigen Betreibsstoffen, die es leider, auch in Deutschland 2025, überall zu kaufen gibt. Ach ja, Reibungsminderung sieht die DIN gar nicht vor. Daher kommt bei einigen Premium Kraftstoffen die Leistungssteigerung bei hohen Drehzahlen und ein gewisser Minderverbrauch. So, kann man alles ignorieren, sind aber leider Tatsachen. Viel Spaß! Geändert von Golferrari (17.08.2025 um 15:39 Uhr) | ||
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