Dadurch ist es schon öfter als einmal passiert, dass Gewinde ausgerissen sind oder Bauteile verformt wurden.
Ja, nur wurden die denn auch wirklich genau nach den Vorgaben angezogen?
Ha, das ist ganz sicher. Zum Beispiel bei der Restauration eines VW-Porsche 914 ist auf diese Weise ein oberes Federbeinlager unrettbar krumm geworden, weil ich die Gewinde eingefettet und dann die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen habe. Und das war nicht die einzige schlechte Erfahrung mit eingeölten Gewinden. Ist ja auch logisch: Durch die herabgesetzte Reibung lässt sich die geölte Schraube bei gleichem Anzugsmoment weiter drehen als eine ungeölte. Das ist absolut unstrittig. In knapp bemessenen Fällen geht das unschön aus: Verformte Teile oder ausgerissene Gewinde.
In Fällen, die ich für kritisch halte, z.B. Innengewinden in Leichtmetall, reinige ich sowohl das Gewinde der Schraube als auch das Innengewinde vorher sorgfältig mit Nitro-Verdünnung. Mit Nitro-Verdünndung deshalb, weil sie Öl und Fett sehr gut löst und schnell verdunstet.
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Zitat von Rennrudi
Wenn ich jetzt mal Erbsen zählen darf, besteht ja auch die Möglichkeit, dass beim ausdrehen der alten Schrauben eh etwas Öl in´s Gewinde am Zylinderkopf bzw. Block reinläuft.
VW weist in Reparaturleitfäden ausdrücklich darauf hin, dass zur Montage eines Zylinderkopfes kein Öl in den Schraubenlöchern sein darf.
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Zitat von Rennrudi
Wie gesagt, wichtig ist, nicht die alten Schrauben wieder reinzudrehen, da diese eh schon gelängt sind.
VW weist in den Reparaturleitfäden auch immer ausdrücklich darauf hin, wenn Schrauben zu ersetzen sind. Zum Beispiel bei denen der Kühlmittelpumpe, was hier ja gerade Thema war. Bei den meisten Benzinmotoren gibt es diesen Hinweis bei den Zylinderkopfschrauben nicht; nur beim Sechszylinder und bei den Dieselmotoren ist das anders.
Um in diesem Punkt sicherzugehen, habe ich mich jetzt umentschieden und werde neue verwenden. Weil ich die alten noch habe, werde ich sorgfältig die Längen vergleichen.
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Zitat von Rennrudi
Jetzt will ich es aber wissen. Ich werde Morgen mal bei VW anrufen, und mal hören, was die dazu so sagen, und wie die das handhaben. Ich lerne ja immer wieder gerne was neues dazu
Da bin ich aber sehr gespannt. Bitte lass uns hier nicht dumm sterben!
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Zitat von Rennrudi
Sehr interessantes Thema
Ja, finde ich auch. Und es ist bestimmt auch eine Bereicherung dieses Forums, mit Dir einen erfahrenen und kommunikativen Fachmann bekommen zu haben.
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Zitat von Rennrudi
Die Schrauben für das Masseblech bei 25Nm, mit 8.8er Schrauben? Das ist Qualitatives Schrauben *daumenhoch*
Das ist die originale Schraube (M8X10), die auch neu verzinkt ist. Bei der gesamten Technik des Golf 3 ist mir noch keine Schraube mit einer Festigkeitsklasse unter 8.8 begegnet.
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Zitat von Rennrudi
Die Sachen auf den Bilder sehen super aus. Du arbeitest echt sauber.
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Zitat von LocoFlasher
Also hier nochmal Daumen hoch für diese absolut saubere Arbeit
Danke sehr! Nur so macht es mir Spaß. Und wie lange es dauert, ist mir ziemlich egal. Ich habe ja (hoffentlich) noch ein paar Jahre Lebenserwartung.
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Zitat von GTFahrer
Schmeiss diesen Strohhalm, äh Hosenrohr aus dem Wagen! Ebenso den Kat. Gleich auf die 1,6l/2,0l Anlage umbauen, dann dreht der Motor einfach freier oder anders gesagt schneller hoch. Das gibt dem trägen Aggregat endlich etwas Dynamik. Jetzt kommst du ja sowieso sehr gut an alles heran. Macht natürlich einen Krümmer mit zweiflutigem Ausgang erforderlich.
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Zitat von wolfi71
Das halte ich für eine sehr sinnvolle Aktion. Ist dnan zwar nicht Original, aber es bringt was. Und wenn er das nicht nutzt, der Wirkungsgrad des Motors wird besser, weil er weniger Widerstand überwinden muss, um das Abgas los zu werden.
Diese Idee hatte ich auch schon, habe sie aber wieder verworfen. Die Auspuffanlagen einschließlich Kat der Motoren AAM sind übrigens im Jahr ca. 1995 im Durchmesser größer geworden außer dem Nachschalldämpfer. Also: Der Auspuff bleibt so, wie er ist.
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Zitat von Rennrudi
Aber Ok, ... erstmal bin jetzt zu neugierig geworden, und außerdem wäre das für den Manfred ja dann wahrscheinlich auch leichter eine Entscheidung zu treffen, ob er die Schrauben benetzt oder nicht, wenn jemand mal bei VW nachfragt, auch wenn es im Werkstatthandbuch nicht explizit erwähnt wird.
Vielleicht können die ja etwas aus ihrer Erfahrung sagen. Leider ist es aber so, dass VW-Betriebe als nicht übermäßig auskunftsfreudig in solchen Sachen bekannt sind.