Das mit etwas Wärme wieder gangbar zu machen, wie es @COITUS beschrieben hat, ist bestimmt die beste Methode.
Alternativ, wenn man wie ich z.B. leider kein WIG-Schweißgerät hat und Angst hat, mit einem Brenner mehr abzufackeln als gewünscht (AW-Manschette z.B.), würde ich es mit einem wirklich guten Rostlöser fluten.
Dann auch die Aufnahme des Traggelenks in der Radnarbe etwas spreizen und dann auch das Traggelenk selbst durch Schläge auf den querlenker/das Traggelenk mit Hammer auf ein Holzstück als Unterlage etwas hinein- und heraustreiben. Das Traggelenk ist doch wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe an dem Zapfen auch etwas verjüngt, an der Stelle, an der die Schraube durch die Narbe geht.
Jedenfalls, viel Glück, es gibt kaum was Ätzenderes wie enorm festgerostete Sachen beim Schrauben.
Genau so, nur das Spreizen kann nach hinten losgehen, da Guss, aber im dümmsten Fall bricht wohl eher der Schraubendreher.
Das Traggelenk und der Querlenker, wenn ich das richtig verstanden habe, kommen ja sowieso neu. In der Werkstatt gehen die Jungs meist her und drücken das Traggelenk bis zum Anschlag von unten in die Radnabe. Dieses hat aber Baubedingt eine art Mittelstellung, steht es zu weit in die Radnabe rein, bekommst Du auch die Schraube nicht rein, ist es nicht weit genug drin ebenso. Die Auskerbung in der Radnabe fluchtet bei Y-max NICHT mit dem Zapfen des Traggelenks.
Das heisst: Hammerschläge von unten aufs Traggelenk führen allein zu nichts. Du hast 2 möglichkeiten bei festsitzender Schraube das ganze zumindest mechanisch zu lösen:
1) steife Verlängerung, Stahlrohr oder sonstwas, an der AW vorbei , nah mm Traggelenk ansetzen und mit Quarzhammer drauf pöllern, bis es sich leicht bewegt.
2) Trenngabel ansetzen, das ist die Möglichkeit die ich ausm Handwerk kenne, diese mit Quarzhammer eintreiben. Der Winkel der Gabelzinken treibt das Traggelenk weiter aus der Radnabe heraus.
Beides natürlich nur soweit, bis sich die Schraube gelockert hat, es geht hier um 1, vllt 2 mm. Es ist nur Rost, der durch von Oben eindringendes Spritzwasser blockiert. Rost ist aber porös und bricht nach ein paar Gesunden Schlägen, wodurch Rostlöser eindringen kann.
Nimmst Du hingegen Hitze, solltest du entweder die Antriebswelle herausziehen, was schwierig wird, da das Traggelenk noch drin sitzt oder den Gummibalg der AW durch ein Alublech schützen. Ich persönlich finds besser die AW drin zu lassen, da du ohne sie auch keinen halt mehr hast. Wenn dir das Traggelenk dann rausfliegt, hängt das Gesamte Federbein nur noch an der Kolbenstange des Stoßdämpfers.
Was evt noch hilft, das ist aber stark polnisch: Du kannst den Querlenker unter Spannung setzen, indem du zB einen Spreizer oder Scherenwagenheber zwischen Querlenker und Antriebswelle setzt, dann brauchst du nur noch gezielte Hammerschläge um den festsitzenden Zapfen herum.