Nicht mal in den Originalunterlagen wird das Getriebeöl erwähnt.
Das wird vermutlich daran liegen, dass die Werksfüllung Getriebeöl als sogenannte "Lebensdauerfüllung" gedacht ist. Das heißt, ein Wechsel ist nicht vorgesehen. Und eine Ölstandskontrolle im Rahmen der normalen Wartung nur dann, wenn das Getriebe von außen ölfeucht ist oder wenn es sonstige Anzeichen für Ölverlust gibt.
Trotzdem halte ich einen gelegentlichen Wechsel für sinnvoll und mache ihn alle ca. 100.000 Kilometer. Dazu gab es mal einen ausführlichen Bericht mit Hilfe eines Getriebe-Fachbetriebes in der Zeitschrift "Oldtimer Markt". Demnach ist der Abrieb der gehärteten Flanken der Zähne der Zahnräder für die Kugel- und Rollenlager sehr schädlich und verschleißfördernd. Abgesehen davon, dass das Öl über die Jahre altert und an Schmierfähigkeit verliert.
Von Lebensdauerfüllungen in Getrieben wurde deshalb ausdrücklich abgeraten. Auch dann, wenn die Fahrzeughersteller das anders empfehlen. Die Bezeichnung "Lebensdauerfüllung" wurde dort so aufgefasst, dass das Öl zwar nie gewechselt wird, dass die Lebensdauer des Getriebes dadurch aber nicht unerheblich herabgesetzt ist.