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Alt 29.07.2017, 22:28 #11
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Hallo!

Weil ich nächste Woche einen Schub Teile bestellen will und dafür genau wissen muss, was verbaut ist, habe ich heute gleich mal weitergemacht. Nach dem Weglegen des Getriebes und Fegen des Bodens im Bereich des Motorraums gab es hier traumhafte Verhältnisse zum Weiterarbeiten am Motor:


Ein Golf 3 Schwungrad habe ich noch nie abgebaut. Es ist mit neun Zwölfkantschrauben fest, deren Größe ich mehrfach falsch eingeschätzt hatte. Erst hatte ich auf Größe 12 getippt und dann auf 10. Beides falsch: Die Größe hat sich mit 9 herausgerstellt. Zwölfkantstecknuss in dieser Größe habe ich keine, aber mit einem gekröpften Ringschlüssel in dieser Größe ging es ganz gut. Das Schwungrad habe ich beim Lockern der Schrauben mit der anderen Hand mit einem Lappen festgehalten. Für den Wiederzusammenbau werde ich eine passende Stecknuss kaufen, weil die Schrauben mit den Drehmomentschlüssel festgezogen werden sollen.

Schwungrad und Kupplungsscheibe sind ausgebaut:


Der Plan, die Kupplung jetzt bei dieser guten Gelegenheit mit zu erneuern, hat sich als richtig herausgestellt, denn die Kupplugsscheibe ist im fortgeschrittenen Stadium des Verschleißes. Die Beläge sind auf beiden Seiten schon bis auf den Grund der radialen Rillen abgenutzt:


Dafür ist die Reibfläche des Schwungrades in phantastisch gutem Zustand: Keine fühlbaren Riefen und keine blauen Stellen, die auf örtliche Überhitzung hindeuten. Nur Unmengen von Abriebsstaub habe ich herausgeholt. Die Kupplungsdruckplatte ist in fast genau so gutem Zustand. Die auf dem Foto sichtbare Braunfärbung der Reibfläche liegt irgendwie am Foto; in der Realität gibt es sie nicht:


Im Zentrum des Drucktellers ist deutlicher Verschleiß sichtbar. Ich werde sicherheitshalber einen neuen einbauen.

Jetzt ging es darum, die sechs Schrauben zu lösen, die die Kupplungsdruckplatte auf der Kurbelwelle halten. Sie sitzen sehr fest. Dazu muss die Druckplatte arretiert werden. Dafür habe ich mir ein Stück von einer Holzleiste wie im Bild gezeigt vorbereitet:


Die erste Anprobe verlief nicht zufriedenstellend, weil das Holzstück an der Stelle mit dem roten Pfeil an das große Abdeckblech anstieß:


Weil mir nicht danach war, es später geradebiegen zu müssen, bekam das Holtstück näher am Rand ein weiteres Loch:


Damit sah es vielversprechend aus:


Für das Lockern der sechs Schrauben musste ich schwereres Gerät auffahren: Den Drehmomentschlüssel "für das Grobe", der einen langen Hebelarm hat und der sich wie eine Ratsche in beide Drehrichtungen umschalten lässt. Ich habe ihn vorher auf das maximal mögliche Drehmoment (ca 220 Nm) eingestellt, damit er nicht auslöst und keine Schaden nimmt. Dazu eine kurze Verlängerung und eine Stecknuss der Größe 17:


Verlängerungen sollte man übrigens immer so kurz wie möglich nehmen, weil die Tendenz des Abrutschens damit geringer ist.

Fünf Minuten später waren die sechs Schrauben herausgedreht. Die Arretierung mit der präparierten Holzleiste hat bestens funktioniert:


Und ab war die Kupplungsdruckplatte:


Alle Kupplungsteile sind originale VW-Teile ohne VW Austausch-Zeichen. Das deutet ziemlich sicher darauf hin, dass es noch die erste Kupplung ist und dass der angegebene Kilometerstand des Autos mit ca. 73.500 km stimmt.

Jetzt noch eben das große Abdeckblech abbauen...


...wodurch der Dichtflansch sichtbar wird.


Kurz darauf war dieser auch abgebaut. Weil ich vorher genau deshalb die Ölwanne abgebaut hatte, war das jetzt ganz einfach:


Damit sind jetzt am Motor alle Demotagearbeiten beendet, mehr wird nicht abgebaut. Aber es ist ja auch kaum noch etwas da: Der Zylinderblock mit Kurbelwelle, Kolben und Pleuelstangen, die Ölpumpe, die Zwischenwelle, der zahnriemenseitige Dichtflansch und das Zahnriemenrad. Der gesamte Rest des Motors liegt mehr oder weniger sinnvoll verteilt bei mir herum.

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (30.07.2017 um 13:39 Uhr)
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Herby50 (08.08.2017)
 


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