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Alt 25.01.2017, 00:25 #11
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Derartige Betriebe findet man unter den Namen "Galvanik" oder "Metallveredelung".

Sie sind leider selten geworden und werden immer noch weniger. Es sind nicht zuletzt auch EU-Vorschriften, die ihnen das Leben schwer machen, weil immer mehr teilweise unglaublich übertriebene Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen wegen der Chemikalien eingehalten werden müssen. Das ist wie oft in der EU: Es begünstigt Großkonzerne und benachteiligt Kleinbetriebe, die sich so etwas nicht leisten können.

Grüße Teletubby
Das Problem ist auch, dass kaum noch einer etwas neu verzinken lässt sondern neu kauft. Wenn ich die Schraubenpreise bei VW sehe, lohnen sich auch 75€.

Galvanikbäder sind schon recht giftig. Chrom VI war vor ein paar Jahren ein großes Problem (gelb verzinken oder Dacromet Beschichtung), da erbgutverändernd/krebserregend und mitterweile praktisch verboten.
Dazu kommt, das man bei alten Galvanikbetrieben gern mal 4m Erde ausheben und entsorgen muss.

Es steht doch sogar im Raum, Verchromen komplett zu verbieten, da es weniger schädliche Verfahren gibt.

Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Feuerverzinken ist für derartige Teile total ungeeignet, weil die dabei aufgebrachte Zinkschicht viel zu dick ist. Z.B. würden alle Gewinde unbrauchbar, weil sie durch das Zink zugesetzt würden. Bolzen würden nicht mehr durch die Löcher passen.

Der Vorteil von Feuerverzinken ist der, dass es wesentlich haltbarer ist, weil die Schicht viel dicker ist. Es ist gut geeignet für grobe Teile, z.B. Maste von Verkehrsschildern, Autobahn-Leitplanken, Stahlträger auf dem Bau oder Geländer von Brücken o.ä..
Neben der dann nicht eingehaltenen Passung Schraubengewinde/Mutter (das kann man bei der Herstellung der Schraube entsprechend berücksichtigen, für uns privat aber ungeeignet.

Neben der Passung gibt es Probleme mit Wasserstoffversprödung und bedingt durch die hohen Temperaturen mit der Dauerhaltbarkeit des Gewindes. Hochwertige Gewinde werden nach der Wärmebehandlung gerollt/gewalzt. Dadurch werden in den Gewindegrund Eigenspannungen eingebracht, welche die Dauerfestigkeit (ertragbare Spannungsamplitude) um mindestens 30% erhöhen.

Durch die hohen Temperaturen werden diese Eigenspannungen abgebaut und die Dauerfestigkeit entsprechend herabgesetzt.

Klar ist nicht jede Schraube schlussgerollt/-gewalzt. Die hochwertigen/da wo es drauf ankommt jedoch schon.

Fast an eine Feuerverzinkung (habe da aber keine Erfahrung) kommt die Beschichtung mittels Zink-Lamelle (Geomet 321). Damit würde ich gerne mal meinen Fahrzeugunterboden lackieren. Das ist echt ein geiles Zeug. Hält nach Norm 720h im Salzsprühnebel aus. Dein Verzinken (ich schätze es ist Zink-Nickel, ebenfalls 720h) Zink-Eisen "nur" 480h. Geomet geht aber wegen der höheren Schichtdicke auch nur für bereits ähnlich dick beschichte Schrauben.
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