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Alt 31.12.2016, 20:03 #1
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Meine Erfahrung zu dem Thema:
1.Bolzen gut ankörnern
2. Cobaltbohrer ist das Zauberwort. Damit hab ich eine Edelstahlschraube im alukopf meines motorradmotors angebohrt, der geht da wie butter durch.

Anschließend torx einschlagen und rausdamit.

Vorher gut rostlöser Einwirken lassen.


Wenn der bolzen sich beim bohren schon mitdreht:
Aufhören und versuchen mit nem schlitzschraubendreher den rest rauszuholen.

Hat bislang immer funktioniert,außer bei meiner Schraube vom abs sensor hinten. Da habe ich dann in die alte Schraube neues Gewinde geschnitten ^^

Einer standbohrmaschine erleichtert die Arbeit ungemein

Wichtig dazu:
Keine hohltorx verwenden



Geändert von golf bastler (31.12.2016 um 20:06 Uhr)
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Teletubby (01.01.2017)
Alt 01.01.2017, 10:50 #2
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Hallo und ein gutes Neues!

Und vielen Dank für die Tipps! Da ist ja echt was bei, was ich noch nicht kannte.

Zitat:
Zitat von DERChristian Beitrag anzeigen
Im eingebauten Zustand würde ich versuchen, den Bolzen vorsichtig mit einem links(!)drehenden Bohrer anzubohren und dann vorsichtig mit einem Linksdreher auszudrehen.
Linksausdreher kenne ich. Sie haben folgenden Nachteil: Bohrt man das Loch im abgebrochenen Bolzen zu dünn, bricht der Ausdreher ab. Bohrt man es zu groß, spreizt der Ausdreher den Bolzen, wodurch er sich im Innengewinde festklemmt und dann noch schwerer drehen lässt.


Zitat:
Zitat von DERChristian Beitrag anzeigen
Wenn du den Zylinderkopf ausgebaut hast würde ich den Bolzen einfach herauserodieren lassen. Dass ist die sicherste und schonendste Methode. Fräsereien und Drehereien retten so Werkstücke oder Werkzeuge in denen ein (Gewinde)Bohrer o.ä. abgerissen ist.
Hast Du damit praktische Erfahrung?


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Kopf würde ich versuchen drauf zu lassen, wobei da hinter dem Motor ist bescheiden zu arbeiten.
Den Zylinderkopf dazu angebaut zu lassen, das kann man vergessen. Denn das Ganze findet hier statt:


Ziemlich tief hinter dem Motor, der dazu auch noch in die ungünstige Richtung geneigt ist. Zum Ankörnen müsste man dort mit einem Spiegel arbeiten, und zum Bohren eine biegsame Welle nehmen, weil für eine Bohrmaschine kein Platz ist. Das kann eigentlich nur schiefgehen.

Es ist aber überhaupt kein Drama, den Zylinderkopf abzubauen. Denn der größte Teil der Vorarbeiten ist durch die eh nötige Demontage eh schon erledigt, und die Kühlflüssigkeit ist schon seit Wochen abgelassen. Als Vorarbeit müssten nur noch der Ventildeckel abgenommen werden und der Zahnriemen. Weil ich den Riemen eh erneuern wollte, ist das auch keine Mehrarbeit.

Der Abbau des Zylinderkopfes hätte darüber hinaus noch folgenen Vorteil: Im eingebauten Zustand sind die sechs Schrauben des Saugrohres nur extrem ungünstig zu erreichen; sie mit einem Drehmomentschlüssel festziehen, das ist so gut wie unmöglich. Wenn der Zylinderkopf abgebaut ist, könnte ich ihn mit Auspuffkrümmer und Saugrohr komplettieren und dann erst als Einheit anbauen.

Also: Dass ich den Zylinderkopf abbauen werde, ist für mich im Moment so gut wie sicher. Das werde ich sehr wahrscheinlich aber erst später in Angriff nehmen. Und zwar erst dann, wenn er danach zügig wieder angebaut werden kann. Dazu müssen aber erst die Öffnungen für die Klimaanlage in die Querwand eingearbeitet sein. Und die Umlenkwelle mit der Gummikugel der Schaltung möchte ich auch erneuern sowie evtl. weitere Lagerbuchsen. Das geht alles so am besten, wie es jetzt ist.

Auch wenn ich über das Problem des Auspuffbolzens am liebsten heute noch Klarheit hätte: Ich möchte den Motor möglichst nicht über längere Zeit offen ohne Zylinderkopf stehen lassen.


Zitat:
Zitat von Mustang80 Beitrag anzeigen
Ich kann es auf dem Bild leider schlecht erkennen aber wenn vom Bolzen noch ein wenig raus schaut,...
Zitat:
Zitat von DERChristian Beitrag anzeigen
Wie man auf dem Foto eigentlich gut sehen kann (??) ist der Bolzen in der Bohrung abgerissen.
Ja genau. Etwa zwei bis drei Millimeter unterhalb der Dichtfläche. Durch Vergleich mit einem intakten Bolzen weiß ich, dass der im Zylinderkopf steckende Bolzenrest eine Länge von ca. 12 mm hat.


Zitat:
Zitat von golf bastler Beitrag anzeigen
Meine Erfahrung zu dem Thema:
1.Bolzen gut ankörnern
2. Cobaltbohrer ist das Zauberwort. Damit hab ich eine Edelstahlschraube im alukopf meines motorradmotors angebohrt, der geht da wie butter durch.

Anschließend torx einschlagen und rausdamit.
Das gefällt mir im Moment (evtl. nach dem Erodieren) am besten.

Was ich auch schon überlegt habe; Den Bolzen schön mittig und gerade durchzubohren, z.B. mit 5,5 mm. Dann einen M8 Gewindebolzen an einem Ende auf einer Länge von ca. 15 mm auf 5,5 mm abdrehen lassen, so dass er genau in den aufgebohten Bolzen hineinpasst. Und ihn dann so mit Loctite 270 zu befestigen. Loctite 270 ist mit "hochfest" beschrieben und nur für Verbindungen, die danach nie wieder gelöst werden müssen.

Vorteile dieser Methode: Keine Hitze, keine Schläge. Denn ich habe Sorgen, dass sich der ausgebaute Zylinderkopf durch örtliche Hitze und Schläge verziehen könnte.

Was haltet Ihr davon?

Und wo ich auch schon dran gedacht habe: Einfach mal einen Motorenbaubetrieb damit zu konfrontieren. Die werden derartige Probleme öfter haben und deshalb im Besitz geeigneter Werkzeuge und Erfahrungen sein.

Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (01.01.2017 um 11:01 Uhr)
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