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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| Hilfesuchender |
In der Lichtmaschine dreht sich eine Leiterschleife durch ein Magnetfeld. Dadurch wird vorerst ein Wechselstrom in diesen Leiter induziert, der später gleichgerichtet wird. Wo kommt das Magnetfeld her? Von einem Elektromagneten, der wiederum von der Lichtmaschine gespeist wird. Wo kommt das Magnetfeld her, wenn die Lichtmaschine noch nicht arbeitet? Von der Batterie über die Ladekontrollleuchte im Armaturenbrett. Leuchtet die Ladekontrollleuchte beim Einschalten der Zündung nicht, liegt keine Erregerspannung an der Lichtmaschine an, entsteht kein Magnetfeld, findet keine Induktion statt, können Verbraucher nicht versorgt und die Batterie nicht geladen werden. Jedoch bricht das Magnetfeld nie völlig ein, sodass auch bei fehlender Erregerspannung (bei defekter Ladekontrollleuchte) ein kleiner, vorhandener Restmagnetismus zum Induzieren einer kleinen Spannung genügt. Diese kleine Spannung baut ein größeres Magnetfeld auf ... das ganze bedingt sich selbst. Wenn Deine Ladekontrollleuchte nicht leuchtet und nicht defekt ist, ist der Stromkreis irgendwo unterbrochen. Beim Einschalten der Zündung kriegt diese Lampe Plus von der Batterie und die noch nicht arbeitende Lichtmaschine fungiert als Minus. Dieser Kreis ist höchstwahrscheinlich an den Schleifkohlen unterbrochen (dort, wo die Spannung am drehenden Leiter abgegriffen wird), da diese ein Verschleißteil darstellen. Die Schleifkohlen kannst Du für unter nem Zehner kaufen und einlöten. Den ganzen Spannungsregler (an dem sitzen die Schleifkohlen) kriegst Du für's Doppelte. Zum Test: An D+ (blaues Kabel unten an der Lichtmaschine) gegen Masse messen. Sind die Schleifkohlen hinüber, sollte da nur die Batteriespannung (die Lichtmaschine ist ja mit der Batterie verbunden) abfallen. Oder anders gesagt: Dort müssen bei 2.000 U/min 13,5 - 14,5V anliegen, sonst Regler und/oder Kohlen tauschen. TiM edit: wenn man's ganz genau nimmt, wird die spannung nicht in den rotierenden leiter sondern in die stehende spule induziert und die erregerspannung liegt am leiter an. also genau umgekehrt wie im physik unterricht ... Geändert von monoboy (04.02.2011 um 22:11 Uhr) | ||
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu monoboy für den nützlichen Beitrag: |
| | #2 | |||
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| R.I.P. |
Hallo! Zitat:
Als ich ein Auto in Arbeit hatte, bin ich eine Zeit lang ohne Armaturenbrett und damit ohne Kombiinstrument und damit ohne Ladekontrollleuchte gefahren. Mit der Folge, dass die Batterie nach einiger Zeit leer war. Das habe ich mit durch eine provisorische Ladekontrollleuchte (Glühlampe 12 Volt 2 Watt) zwischen den Klemmen 15 und 61 gelöst. Dadurch wurde die Batterie wieder geladen. Freundliche Grüße Teletubby | |||
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| | #3 | ||
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| Hilfesuchender |
Hallo, selbstgebaute Ladekontrolle, auch nicht schlecht. Aber ich frage mich, woraus Dein selbstgebauter Tacho bestand ![]() Remanenz kann reichen, muss aber nicht. Darüber hinaus wird der Eisenkern des Ankers ja auch irgendwann zum Dauermagneten. Jetzt habe ich aber eine viel kniffligere Frage: Ich habe meinen Valeo Spannungsregler getauscht, weil die Kohlen runter waren. Nun messe ich folgendes: Klemmspannung: >12,5V alles bestens Ladespannung: 13,5-14,5V auch super Reglerspannung bei STEHENDER LiMa (D+): >11,5V!!! Somit leuchtet meine Ladekontrollleuchte natürlich nicht, da die 1V Spannungsdifferenz dafür nicht reichen. Die Spannung an D+ kann bei stehender LiMa nur von B+ kommen. Da sich nix bewegt, wird auch nix induziert. Also müssen D+ und B+ über die Gleichrichterdioden Kontakt haben, was heißt, dass deren Sperrschicht ihrem Namen nicht mehr gerecht wird. Oder??? Da dort aber nur ein Strom von wenigen mA fließt, habe ich jetzt nicht unbedingt Angst, dass mir der Golf über Nacht abfackelt. Aber was die Batterie morgen früh sagt, lässt mich bangen. Stator, Rotor, Regler, Richter, Kohle und ein bisschen Verpackung. Aus mehr besteht so'n Ding doch nicht, was kann da noch kaputtgehen?! Die Dioden sollte man doch tauschen können? TiM | ||
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