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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| Modifizierer |
Hi, härter, tiefer, schneller bedeutet eigentlich immer anderes als vorher und weniger sanft. Wer da was anderes erwartet und hinterher heult, hat sich vorher nicht richtig informiert. Haut Euch mal mit nem Kissen vor die Birne und dann mit ner Dachlatte. Merkt´s was? Das ist der Unterschied... In unserem 1.8er sind dort wo sie passen, die günstigsten Lager vom VR6 drin . Von Motorintegrator, ebay etc. "Meyle" wenn ich richtig erinnere. Irgendwelche "Marken" Nachbauten. Kein teurer Tuning Kram. Von der im Vergleich zu den alten, deutlich abweichenden Gummi Härte abgesehen, waren auch noch die Löcher im Gummi mit irgendwelchen Einsätzen gefüllt die beim 1.8 fehlten. Der Schaltknüppel bewegt sich jetzt bei Lastwechsel kein bisschen mehr. Dadurch sind die Gänge, (auch durch die "von Essen" Schaltungs-Buchsen) und einen etwas geänderten Hebel, jetzt immer an der selben Stelle zu finden. Vermutlich auch nicht jedermanns Sache. Was objektiv "nachteilig" ist, man spürt eben den nicht ganz sanften Leerlauf. Unter 1200 Umdrehungen fängt er an etwas ruppig zu laufen und 50km/h im fünften macht keine Spaß mehr, ab 60 mit ruhigem Gasfuss geht es dann gerade. Die abgedrehte Schwungscheibe hat da wohl auch etwas Schuld dran. Muss ma sich eben klar sein, das nur Pudding weiche Lager den Motor richtig von der Karosse entkoppeln. Die alten waren völlig weich und zusammen gefallen nach 200.000 km. Schöööön weich! Hinterher saß der Motor fast 2cm höher, konnte man an der unteren Fahrwerksstrebe sehen, die übrigens arg belastet wird. Wir haben bei allen Reparaturen immer die "verstärkte" Version oder etwas von stärkeren Modellen genommen, wie z.B. TT Buchsem in die neuen Dreieckslenker eingepresst. Zusammen mit den Domstreben vorne, hinten, vorne unten und den ganzen anderen Modifikationen ist vom Komfort eines völlig ausgelutschten Golf 3 nicht mehr viel über. Wenn man dann noch ein Schraubfahrwerk einbaut und restlos alles neu und härter macht am Fahrwerk, was geht, muss man sich nicht wundern. Das direkte Fahrverhalten ist danach eben sehr Serien 3er untypisch... Nur ist auch das schwammige Fahrverhalten und die Seitenneigung weg. Eines sei noch angemerkt, mit jedem neuen Teil wird man auf andere, nicht mehr ganz frische Teile hin gewiesen. Man repariert also eine Sache und stellt dadurch fest was auch sonst noch am Ende ist. Die ganzen ausgelutschten Teile addieren sich im Idealfalle zu einem heute "typischen" Fahrverhalten, "so fahren die alle, sind eben nicht mehr neu" sagt der Werkstattmeister dann schlau und allwissend. Mit dem, wie das Auto ab Werk mal, neu, fuhr, hat das nichts mehr zu tun. Wird also schnell ein Fass mit sehr tiefem Boden. Wenn man das will, fein, wenn nicht, unerträglich. Ein serienmäßiger, frisch überholter 1er GTI fährt dagegen wie eine Sänfte. | ||
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