Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 13.05.2018, 22:55 #1
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Hi,

Teletubby schrieb:

Zitat:
So eine Begründung für den Austausch des Hauptbremszylinders habe ich auch noch nicht gehört. Ich jedenfalls würde keinen Hauptbremszylinder erneuern, wenn es keine eindeutigen Anhaltspunkte für einen Defekt gibt.
Hi,

der HBZ ist 23 Jahre alt.
Und mir war die Gefahr zu groß, dass Kolben/Dichtmanschetten beim Bremse entlüften, in einen nicht mehr glatten Bereich kommen würden.

Zitat:
Wenn man einen richtig passenden Hauptbremszylinder verbaut, gibt es nichts einzustellen.
Ich kannte es von Oldtimer noch so, dass ein Leerspiel eingestellt werden muss, damit sichergestellt ist, dass die Zufluss-Öffnung (Pedal nicht betätigt) auf alle Fälle frei sind.

Den neuen HBZ habe ich inzwischen drin, und es scheint sich das gleiche Leerspiel ergeben zu haben.


Löffelbär schrieb:

Zitat:
um die Entlüfterschraube am Bremssattel zu lösen, sind sog. Eisrostlöser die eindeutig bessere Wahl.
Ok, wenn es vom Timing her passt, probiere ich das gern noch mal aus.

Wie aber bei der Frage ob ein Heißluft-Föhn überhaupt die nötige Temperatur einleiten kann (die ich mit Nein beantworten kann, es war auch nur ein Versuch eigentlich wider besseren Wissens) ist die Frage, wie so ein Spray mit viel weniger Energie, dann etwas bewirken können soll.

Eventuell, dass mir morgen noch ein Gasbrenner zufliegt womit ich die Entlüfter zum Glühen bekomme, habe ich die Sättel ansonsten aber schon abgehakt (kommen neu).

Dummer Weise lassen sich die Verschraubungen der Sattel-Bremsschläuche an die Bremsleitungen, auch nicht öffnen.
So dass also neben Sätteln, die Bremsschläuche und die Bremsleitungen zum HBZ beschafft werden.

Zitat:
Von Meyle Ersatzteilen würde ich abraten. Ich habe damit zu schlechte Erfahrungen mit gemacht, aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.
Der Meyle HBZ machte optisch auf mich einen guten Eindruck.
Er ließ sich gut montieren, außer, den Vorratsbehälter eingepfropft zu bekommen, erforderte mehrere Anläufe (die Dichtgummis besser vorab mit Bremsflüssigkeit einschmieren, dann gleitet das besser).

Btw, schlechte Erfahrungen:

die RBZ eines ebay Komplett-Sets für die Hinterachs-Bremse habe ich entsorgt.
Der runde Absatz war zu klein im Durchmesser, so dass sich deutliches Spiel in der Bremsankerplatte zeigte.

Und obwohl nur etwas drucklose Rest-Bremsflüssigkeit in den Leitungen war, lief diese am Gewinde der fest angeschraubten Bremsleitung raus.

Als Gelegenheits-Reparateur bleibt einem auch nur, im Zweifelsfall "mit Namen" zu kaufen.
Auch, wenn einem "der Name" eigentlich nichts sagt.

Da ich mit der vorderen Bremse heute nicht weiter gekommen bin,
habe ich die vorderen Stoßdämpfer neu gemacht.
Dazu habe ich eine Frage, zu der ich einen neuen Thread aufmachen will.

Es grüßt

ThomasG3


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Alt 14.05.2018, 08:52 #2
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Hallo!

Zitat:
Zitat von ThomasG3 Beitrag anzeigen
der HBZ ist 23 Jahre alt. Und mir war die Gefahr zu groß, dass Kolben/Dichtmanschetten beim Bremse entlüften, in einen nicht mehr glatten Bereich kommen würden.
Von solchen Gedanken liest man immer mal wieder. Mir ist aber aus den letzten knapp 10 Jahren hier im Forum nicht ein Fall bekannt, in dem es so etwas wirklich gegeben hätte. In den über 40 Jahren, in denen ich mich mit so etwas beschäftige, habe ich es auch noch nicht gehabt.

Die Hauptbremszylinder meiner drei Golf 3 sind 20, 21 und 23 Jahre alt. Ich sehe keinerlei Notwendigkeit, sie deshalb zu erneuern. Auch nicht vor dem Entlüften auf herkömmliche Weise.

Ich schreibe das nur deshalb dazu, damit sich von solchen Befürchtungen niemand bange machen lässt.


Zitat:
Zitat von ThomasG3 Beitrag anzeigen
Ich kannte es von Oldtimer noch so, dass ein Leerspiel eingestellt werden muss, damit sichergestellt ist, dass die Zufluss-Öffnung (Pedal nicht betätigt) auf alle Fälle frei sind.
Ja, das kenne ich auch noch, z.B. von VW Käfern. Die Betätigungsstange zwischen Bremspedal und Hauptbremszylinder bestand aus zwei Teilen, die ineinander verschraubt waren. Durch gegenseitiges Verdrehen konnte man die Länge einstellen und das Ganze hinterher mit einer Kontermutter sichern.

Die Autoproduktion war auch zu Zeiten des Golf 3 so durchrationalisiert, dass für derartige Einstellarbeiten am Endmontageband, für die Anleitungen geschrieben, Leute ausgebildet und Kontrollen vorgesehen werden mussten, keine Zeit war. Da wurde es von vornherein so konstruiert, dass man es ohne jede Einstellung einfach zusammensetzen kann.


Zitat:
Zitat von ThomasG3 Beitrag anzeigen
Der Meyle HBZ machte optisch auf mich einen guten Eindruck.
Dieses Thema hatten wir gerade an anderer Stelle dieses Forums auch schon. Auch qualitativ weniger wertige Teile machen gewöhnlich einen guten Eindruck, wenn sie neu sind. Ob der Eindruck berechtigt ist, zeigt sich aber erst nach ein paar Betriebsjahren. Dann trennt sich die Spreu von Weizen.


Zitat:
Zitat von ThomasG3 Beitrag anzeigen
Er ließ sich gut montieren, außer, den Vorratsbehälter eingepfropft zu bekommen, erforderte mehrere Anläufe (die Dichtgummis besser vorab mit Bremsflüssigkeit einschmieren, dann gleitet das besser).
Das Benetzen mit Bremsflüssigkeit ist auch die offizielle Reparaturempfehlung. Außerdem die Reihenfolge: Gummistopfen erst in den Zylinder und dann den Behälter eindrücken.

Wegen des festsitzenden Entlüfternippels würde ich mich innerlich schonmal darauf einstellen, dass Du sie nicht beide heil herausbekommst. Das ist aber nicht übermäßig schlimm, weil es gebrauchte Bremssättel für Golf 3 in allen gängigen Ausführungen in reicher Auswahl gibt.

Zur Vorbeugung ist es sehr empfehlenswert, die Entlüfternippel und die sie unmittelbar umgebenden Bereiche der Bremssättel nach dem Verschließen mit einem zähflüssigen Wachs einzustreichen. Dann lassen sie sich auch nach vielen Jahren mit Winterbetrieb ohne jegliche Schwierigkeiten lösen. Ich mache das schon seit Ewigkeiten so und habe nie mehr Probleme gehabt. Siehe Foto:


Freundliche Grüße
Teletubby

Geändert von Teletubby (14.05.2018 um 09:07 Uhr)
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