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| Schwarzfahrer |
Ein Wort: Ausgezeichnet (dokumentiert, wie immer). | |||
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| R.I.P. |
Hallo! Danke sehr! Machen wir gleich mit dem nächsten Kapitelchen weiter: Der Komplettierung der Vorderachse Hier fehlten nur noch die Bremsen und eine halbwegs genaue Spureinstellung für die ersten Fahrten. Auf die Arbeiten mit den Bremsteilen hatte ich mich nicht unbedingt gefreut, weil es hier viel Dreck, Korrosion, Bremsstaub und dergleichen gab. Aber es musste jetzt sein, weil das Auto vorn endlich mal wieder auf die eigenen Räder sollte. Auf dem ersten Foto schonmal mit zwei neuen Spritzblechen, weil die alten sehr verrostet waren und neue nicht übermäßig teuer sind: Der erste der beiden Bremsträger ist in Arbeit. Eine scheußliche Arbeit, bei der ich wegen der Arbeit in einem geschlossenen Raum mehr Staub eingeatmet habe als es meiner ramponierten Lunge gut tat. Es hat viele Stunden gedauert, bis ich danach wieder halbwegs normal atmen kommte. Danach war für mich klar: Derartige Arbeiten ab jetzt nut noch im Freien: Einer der beiden fertig gereinigten und vorbereiteten Bremsträger. Als Neuteile gibt es sie leider nicht mehr. Aber die Führungsbolzen gibt es neu von ATE. Sie wurden später verbaut: Zwei neue Bremsscheiben, originale VW-Teile. Ich hatte sie mal sehr preisgünstig bei der Dortmunder Firma Eminia gekauft. Das ist eine Firma, die Ersatzteilbestände aufgelöster VW-Betriebe, vor allem in Osteuropa, aufkauft und hier zu guten Preisen anbietet: Hier schon montiert mit einem der Bremsträger: Zwei aufarbeitungsbedürftige Bremssättel in einem ekelerregenden äußeren Zustand. Aber es half alles nichts: Sie waren jtzt dran: Als erste mussten die Kolben raus. Ich hatte so etwas schonmal gemacht, aber auf eine nicht allzu sanfte Tour, die ich hier nicht wiederholen wollte. Also stand hier für mich eine Premiere bevor: Versuch mit Druckluft. Angefangen habe ich mal mit 6 bar, habe aber nicht damit gerechnet, dass das ausreichen würde: Um den Druckschlauch des Kompressors mit dem Bremssattel zu verbinden, habe ich als erstes einen alten Bremsschlauch in einen der Sättel eingeschraubt und ihn dann in etwa in der Mitte durchgeschnitten. An den Schlauch des Kompressors kam die Ausblaspistole mit der Absicht, ihr Mundstück kräftig auf das Schlauchende zu drücken und dann den Abzug zu betätigen: Auch hier hatte ich nicht damit gerechnet, dass das so gehen würde. Das war aber schon meine zweite Fehleinschätzung heute. Denn zwei Sekunden später: Das ging so schnell, dass ich überhaupt keine Zeit zum Reagieren mehr hatte. Denn im Normalfall legt man zum Schutz des Kolbens ein Stück Holz in den Sattel, damit er beim schnellen Herausdrücken nicht beschädigt wird. Zum Glück ist ihm dabei nichts passiert. Beim zweiten Bremssattel ging das genau so gut, jetzt aber mit Holz. Links das fertig vorbereitete Bremssattelgehäuse und rechts das zweite, bei dem mir diese Tortur noch bevorstand: Die restlichen Teile der beiden Bremssättel. Sie sind alle gebraucht und einbaufertig gemacht, die beiden Entlüftungsventile hatte ich neu verzinken lassen. Neu sind nur die vier Gummiteile vorn links auf dem Foto: Zwei Dichtringe mit rechteckigen Querschnitt für die Gehäuse und zwei Gummi-Staubabdeckungen: Zwei fertige Bremssattelgehäuse, die man jetzt ohne Ekel anfassen kann. Und ohne sich die Hände schmutzig zu machen: Nachdem die Bremssättel komplettiert waren, habe ich sie vor dem Einbau noch mit Wachs eingesprüht: In den Bresmträger eingesetzte Bremsbeläge am rechten Vorderrad. Sie lassen sich dort wegen der Sauberkeit der Teile ganz leicht bewegen. Die Anlageflächen der Beläge der Bremsträger für die Beläge habe ich hauchdünn eingefettet: Festdrehen einer der beiden Befestigungsschrauben des Bremssattels mit dem Drehmomentschlüssel unter Gegenhalten mit einem Maulschlüssel. Das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment 35 Nm ist für eine M8-Schraube recht hoch. Dafür haben diese Schrauben eine erhöhte Festigkeitsklasse: Die Beläge, durch das Fenster im Bremssattel von vorn gesehen: Zwei neue Bremsschläuche: Alles verbaut. Auch die Leitung zum ABS Drehzahlfühler ist jetzt richtig verlegt und eingeclipst: Bremsanlage mit Bremsflüssigkeit befüllen und entlüften mit dem Entlüftungsgerät, das ich damals ganz neu hatte. Über dieses Gerät hatte ich an anderer Stelle im Zusammenhang mit Arbeiten an meinem roten Variant schonmal etwas geschrieben. Hier war das Befüllen und Entlüften jetzt etwas spannend, weil sich herausstellen würde, ob alles dicht ist: Alles fertig an der Vorderachse, kaum zu glauben. Es fehlten nur noch die Vorderräder, um das Auto vorn endlich mal wieder ablassen zu können: Weil die erste Einstellung der Spur der Vorderräder bevorstand und die endgültige nach Fertigstellung des ganzen Autos, habe ich jetzt schon die Anlageflächen der Räder an den Bremsscheiben glatt gemacht. Denn jede ungleichmäßige Anlage der Räder führt bei der Einstellung zu Fehlern, die man danach Ewigkeiten mit sich herumschleppt. Vor Beginn der Arbeit: Entfernen von Korrosionsrückständen, die ja von den alten Bremsscheiben stammen, mit einem Spachtel: Während der Arbeit: Viele kleine, braune Krümelchen: Fertig! Die Anlagefläche fühlt sich beim Darüber-Fühlen mit dem Finger jetzt total glatt an: Das Auto steht nach über zweieinhalb Jahren des Vorn-Aufgebocktseins endlich mal wieder auf seinen vier Rädern: Weil man diesen Anblick nicht allzu oft zu sehen bekommt, habe ich schnell noch ein Foto eines der vorderen oberen Federbeinlager bei auf dem Boden stehendem Fahrzeug gemacht, bei dem alle Lagerteile neue VW Originalteile sind: Jetzt ist die Vorderachse zwar komplettiert, aber noch nicht fertig. Denn zur Fertigstellung fehlt noch die Einstellung der Spur der Vorderräder für die ersten Fahrten. Darum soll es hier als nächstes gehen. Grüße Teletubby Geändert von Teletubby (07.03.2020 um 19:43 Uhr) | |||
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