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Alt 22.04.2019, 23:59 #1
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In GB und der Schweiz ist der Stecker nur in ei ner Richtung einsteckbar, aber nur der von schutzgeerdeten Geräten.

In Deutschland hat man dafür inzwischen Fi-Schutzschalter vorgeschrieben, wobei das wohl auch über die EU kam.

Wir sind in den Sachen Sicherheit lange nicht Weltspitze. Hier kostet ein Mitarbeiter ja auch fast nichts und den zu ersetzen ist recht billig. Und im Haushalt, wo ja mit Abstand die meisten Unfälle passieren, interessiert es eh niemand. Wir wollen lieber keine Regulierung haben, als sicherer leben.

Den Schraubendreher als Phasenprüfer könntest du auch mal ersetzen, die Dinger gibt es für einen Euro als Schüttware im Baumarkt. Und VDE hatten die Dinger noch nie. Die sind verboten seit mindestens 50 Jahren. Du könntest auch Schrumpfschlauch aufschrumpfen, den mit Kleber.

Wenn man zuhause umbaut, es gibt zwischenzeitlich als Ersatz für die LS-Schalter Kombigeräte, die auch einen FI-Schutzschalter enthalten. Der FI- Schalter ist für Steckdosen seit 2007 für Außeninstallationen und Steckdosen im Innenbereich vorgeschrieben. Aber nur wenn neu- oder umgebaut wird und kein TN-C-System (klassische Nullung) vorliegt.

Was mich wundert, dass bei euch noch TN-C-Systeme zugelassen sind. Das ist bei uns seit Anfang der 60er Jahre verboten. Hier werden seitdem nur TN-C-S eingebaut.

In Österreich übrigens muss jede Wohnung vor einer Neuvermietung mit einem Fehlerstromschutzschalter (FI oder nach Norm RCD) 30mA ausgestattet werden.



Geändert von wolfi71 (23.04.2019 um 00:03 Uhr)
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Alt 23.04.2019, 00:10 #2
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Wir sind in den Sachen Sicherheit lange nicht Weltspitze. Hier kostet ein Mitarbeiter ja auch fast nichts und den zu ersetzen ist recht billig. Und im Haushalt, wo ja mit Abstand die meisten Unfälle passieren, interessiert es eh niemand. Wir wollen lieber keine Regulierung haben, als sicherer leben.
Als ob, in diesem Land wird so ziemlich alles reglementiert nur um alles 100% sicher zu machen (Ich sag nur "Jeder Verkehrstoter ist einer zu viel, verbieten wir lieber Autofahren"), frag mal einen Elektriker Meister wie viele Normen zur Sicherheit der gelernt hat.

Verdrehsicherer Stecker wär ne Idee, aber dank FI (RCD) heutzutage zum Glück überflüssig, wäre viel zu Aufwendig alle Stecker/Dosen zu tauschen.
Außerdem kanns dir dann immer noch passieren das ein Bastler die Drähte in der Steckdose vertauscht.

Aber schau dir doch zb mal die Stecker in den USA an, die kann man nur halb in die Dose stecken dann kannst du auf ca 1cm Lange, unisolierte Pins langen.

Geändert von Matze941 (23.04.2019 um 00:59 Uhr)
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Alt 23.04.2019, 20:18 #3
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Aber zur Sicherheit, eigentlich gehört das Gehäuse mit Schutzerdung versehen.
Ja, das finde ich auch. Mit dem Ladegerät werde ich in Zukunft etwas vorsichtiger umgehen.


Zitat:
Zitat von Sennator Beitrag anzeigen
Weil es gerade thematisch passt, vielleicht an dieser Stelle noch die Ergänzung, dass schaltbare Mehrfachsteckdosen, Funksteckdosen und schaltbare Zwischenstecker fast immer nur einphasig geschaltet sind.

D.h. man hat nur eine 50/50 Chance, dass daran angeschlossene Geräte bei Schalterstellung AUS auch wirklich spannungsfrei sind, je nachdem wie herum man eben den Stecker eingesteckt hat. Klar, die Vorschrift besagt, Sicherung abschalten, aber das Kontrolllämpchen suggeriert halt dass kein Strom mehr fließt... Finde ich gefährlich und viele wissen das gar nicht, bin vor kurzem auch nur zufällig mal darauf aufmerksam geworden.
Da möchte ich vorsichtig widersprechen, zumindest soweit es schaltbare Mehrfachsteckdosen angeht.

Hier im Haushalt gibt es eine schaltbare 6-fach-Steckdosenleiste, an der der Computer, der Drucker und verschiedene andere Gerätschaften angeschlossen sind. Der Schalter der Steckdosenleiste leuchtet in der "Ein"-Position. Zur Vermeidung von Stand-By-Stromverbräuchen wird sie nachts und bei längerer Nichtbenutzung der Geräte auch tagsüber abgeschaltet. Sorry für das etwas unscharfe Foto:


Vor kurzem war der Schalter kaputt: Er "klebte" in der Ein-Position und ließ sich nicht mehr richtig ausschalten. Weil das Kabel der Steckdosenleiste einst verlängert werden musste und um einige Ecken hinter einem Regal durchgeführt ist, wäre der Komplett-Tausch der Steckdosenleiste nicht ganz einfach gewesen. Deshalb habe ich einen passenden Schalter beschafft und ihn am Einbauort der Leiste einzeln getauscht. Von daher weiß ich sicher, dass zumindest diese Steckdosenleiste zweipolig abschaltet. Und es spricht einiges dafür, dass andere das auch tun. Denn wenn der Schalter bei eingeschalteter Steckdosenleiste leuchtet, dann muss der zweite Pol des Netzes am Schalter vorhanden sein, weil er sonst nicht leuchten könnte. Im Moment kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der zweite Pol des Netzes nur für die Beleuchtung des eingeschalteten Schalters zu ihm geführt wird, dabei aber nicht auch mit geschaltet wird.

Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Den Schraubendreher als Phasenprüfer könntest du auch mal ersetzen, die Dinger gibt es für einen Euro als Schüttware im Baumarkt.
Ja, ich weiß. Das habe ich ja auch geschrieben. Dieser Spannungsprüfer ist ein schlechtes Beispiel für einen Bericht, in dem es um elektrische Sicherheit geht. Weil es mir aber darum ging, unser Stromnetz klarzumachen und dass der Prüfer deshalb in einem Steckdosenloch leuchtet und im anderen nicht, habe ich das (ungern) in Kauf genommen.


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
In Deutschland hat man dafür inzwischen Fi-Schutzschalter vorgeschrieben, wobei das wohl auch über die EU kam. (...) Wenn man zuhause umbaut, es gibt zwischenzeitlich als Ersatz für die LS-Schalter Kombigeräte, die auch einen FI-Schutzschalter enthalten. Der FI- Schalter ist für Steckdosen seit 2007 für Außeninstallationen und Steckdosen im Innenbereich vorgeschrieben. Aber nur wenn neu- oder umgebaut wird und kein TN-C-System (klassische Nullung) vorliegt.
Soviel ich weiß, sind Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) zusätzlich zu normalen Sicherungsautomaten seit einigen Jahren bei einer Modernisierung für alle solche Räume vorgeschrieben, die für elektrotechnische Laien vorgesehen sind. Also z.b. normale Wohnungen.


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Was mich wundert, dass bei euch noch TN-C-Systeme zugelassen sind. Das ist bei uns seit Anfang der 60er Jahre verboten. Hier werden seitdem nur TN-C-S eingebaut.
Tja, Wolfgang, da hast Du natürlich recht. Ich hab´s nochmal nachgesehen. Als ich den Text geschrieben habe, war ich noch davon ausgegangen, dass die strikte Trennung zwischen dem Neutralleiter ("N", Kabelfarbe üblicherweise blau) und dem Schutzleiter ("PE", Kabelfarbe grün/gelb) ab der Verteilung im Haus auch schon zum TN-C-Netz gehört. Jetzt weiß ich, dass das erst Merkmal des TN-C-S-Netzes ist, das wir hier natürlich auch haben.

Zum Glück gibt es ja hier Leute, die sich auskennen und aufmucken, wenn ihnen etwas komisch vorkommt. Danke für den wichtigen Hinweis. Ich habe es oben im Beitrag an allen Stellen berichtigt.

Geändert von Teletubby (24.04.2019 um 07:49 Uhr)
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Alt 19.05.2019, 21:01 #4
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Wolfgang, auch wenn du mit deiner Einschätzung bzgl. den Drehmomenten wohl recht hast, finde ich es schön, wenn Manfred zeigt, wie es 100% korrekt geht.
Allzu oft sieht man doch nur hingeschludere.

Manfred, interessanter Bericht. Danke dafür!
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