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Alt 13.02.2019, 21:47 #1
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Schön, dass ich nicht der Einzige bin, der manche Autos an ihrem Anlassgeräusch erkennt. Wobei das besser bei älteren Fahrzeugen funktioniert.

Manfred, eine Frage sei mir erlaubt, als ich vom Bericht des Absturzes gelesen habe.
Wie wäre es mit der Anschaffung eines Motorkrans? Somit könntest du das Getriebe meiner Meinung nach viel besser anheben und entsprechend in Position drücken.


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Alt 14.02.2019, 10:04 #2
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Hallo!

Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Hast du wegen deines Polo schon was gehört? Rückruf von 65.000 Polo allein in Deutschland, wegen Problemen mit der Handbremse. Baujahre 2018/2019.
Ein Freund hat mir gestern davon erzählt, weil er es in einer Zeitung gelesen hat. Eine offizielle Mitteilung des VW-Konzerns oder des Händlers habe ich bisher nicht bekommen. Auf jeden Fall habe ich die Handbremse des Polo gestern mal aufmerksam bedient und dabei keine Ungewöhnlichkeiten festgestellt. Den Rest warte ich ab.


Zitat:
Zitat von Ben_RGBG Beitrag anzeigen
Manfred, eine Frage sei mir erlaubt, als ich vom Bericht des Absturzes gelesen habe. Wie wäre es mit der Anschaffung eines Motorkrans? Somit könntest du das Getriebe meiner Meinung nach viel besser anheben und entsprechend in Position drücken.
Gedacht habe ich an so etwas auch schon. Ich möchte aber in dieser Richtung nicht viel investieren, weil ich in diesem Leben vermutlich (und hoffentlich!) kein Getriebe und keinen Motor mehr aus- bzw. einbauen werde. Außerdem wäre der Absturz vermeidbar gewesen: Ich hätte nur auf die Verstärkung am nächsten Tag warten müssen.


Einbau weiterer Teile im Motorraum

Eigentlich sollte es jetzt, da der Motor und das Getriebe an allen Punkten befestigt waren, mit dem Einbau des Zylinderkopfes weitergehen. Er lag hier schon seit Monaten einbaufertig. Gemacht hatte ich es deshalb noch nicht, weil ich mir den Motor für den Einbau des Getriebes nicht unnötig schwer und sperrig machen wollte. Jetzt war der Zeitpunkt eigentlich gekommen. Aber über das Wie war ich mir noch nicht in allen Punkten klar, weshalb der Zylinderkopf erstmal noch warten musste. Stattdessen waren jetz erstmal andere Teile im Motorraum dran.

Als erstes der Behälter der Servolenkung. Weil er mit der Rücklaufleitung vom Lenkgetriebe mit einer ganz bestimmten Schelle verbunden war, für die ich nirgendwo gleichen Ersatz gefunden habe, habe ich den Schlauch aus Originalitätsgründen nie gelöst. Das heißt, der Behälter baumelte mir ständig an der Rücklaufleitung herum: Beim Ausbau, bei der Aufarbeitung des metallenen Endes der Rücklaufleitung, bei der Zwischenlagerung, beim Einbau, kurz: Immer. Damit sollte jetzt endlich Schluss sein. Um ihn endgültig zu verbauen, musste erstmal die Sockelplatte der Batterie eingebaut werden, an der der Behälter befestigt wird.

Hier ist die Batterie-Sockelplatte, wie ich sie ausgebaut hatte. Die Befestigungsteile links auf dem Foto hatte ich schon Monate vorher neu verzinken lassen. Die schwarze Kunststoffklammer unten links ist für das Batterie-Minuskabel:


Die Kunststoffführung unter der Batterieplatte, die es nur beim Cabrio gibt, für elektrische Leitungen:


Verbaut. Sie wird einfach auf die Distanzbolzen gesteckt, durch die die Batterie etwas höher eingebaut ist als im normalen Golf 3. Jetzt kam auch endlich der Moment der Wahrheit, bei dem sich herausstellen würde, wie genau die Kabellängen des Motorraum-Kabelstrangs, den ich ja zur Nachrüstung der Leitungen der Klimaanlage und der MFA weit auseinander hatte, hinkommen würden:


Klappe zu, Leitungen weg. Die Leitungslängen kamen, soweit bisher beurteilbar, sehr gut hin. Dafür hatte ich bei der Bearbeitung des Motorraum-Kabelstrangs auch seitenlange Skizzen gemacht. Links am unteren Bildrand kann man so gerade noch Teile des immer noch nicht befestigten Servolenkbehälters erkennen:


Die Batterie-Sockelplatte habe ich sauber gemacht, von beiden Seiten mit Wachs eingesprüht und eingebaut:


Danach konnte ich endlich, endlich auch den Servolenkbehälter endgültig befestigen.

Weiter ging es mit den Übertragungsteilen der Schaltung. Die beiden Metallstangen sind mit Wachs eingesprüht, die weiße Kunststoff-Verbindungsstange und die beiden Splinte sind neu:


Alles verbaut:


Danach bot es sich an, diesen Bereich gleich durch Einstellen der Schaltung abzuschließen. Eine Einstelllehre für den Schalthebel habe ich mir vor vielen Jahren mal aus Holz gemacht, was von den Maßen her auch ausgesprochen gut geworden ist. Habe aber Null Ahnung, wo ich dieses Teil jetzt suchen soll. Weil es sie neu sehr preisgünstig gbt, habe ich einfach eine neue aus Metall bestellt. Die offizielle Bezeichnung dieses Werkzeugs ist VW3104:


Wenn man sie richtig am Schalthebel im Innenraum auflegt, ist er in der korrekten Postion zum Einstellen der Schaltung:


Jetzt muss man nur noch im Motorraum den Schalthebel des Getriebes in Leerlaufstellung bringen und hat dadurch genau die Position, in der die Klemmschraube der Schelle der Schaltumlenkung festgedreht werden muss. Zuerst habe ich das vorsichtig mit einem Ringschlüssel gemacht. Vorsichtig, damit sich dabei nichts verstellte. Als die Schraube so weit festgedreht war, dass sich nichts mehr verändern konnte, habe ich einen Gang eingelegt, wodurch die Mutter der Klemmschraube in eine Position kam, in der ich sie mit dem Drehmomentschlüssel erreichen und mit 20 Nm festdrehen konnte:


Als nächste konnte auch schon die Batterie rein. Es ist nicht die originale vom Cabrio, sondern die, die ich aus meinem alten, silbernen AEX Golf 3 geplündert habe, weil klar war, dass der auf den Schrott kommen würde. Diese Batterie ist zwar auch schon sechs Jahre alt. Aber es ist eine VW-Batterie, die gewöhnlich sehr lange halten:


Weil VW irgendwann die Dicke des Batteriesockels auf ein kleineres Maß standardisiert hat, müssen bei Fahrzeugen, die einen dickeren Sockel erfordern, Abstandsleisten, hier blau im Bild, verbaut werden. Es gibt sie bei VW unter der Teilenummer 000 915 413 als "Adapterleiste" für EUR 0,76 UVP pro Stück:


Hier am Batterie-Pluspol gibt es jetzt wegen der nachgerüsteten Leitungen für die Klimaanlage ein rotes Kabel mehr als vorher, das auf direktem Wege zum Lüfter-Steuergerät geht. Wichtig bei den Batteriepolklemmen ist, dass sie weit genug auf den konischen = nach oben hin dünner werdenden Pol gesteckt werden, bevor die Klemmmuttern festgedreht werden. Wenn die Polklemme nicht weit genug aufgesteckt ist, verformt sich die Klemme bei Festdrehen der Mutter so, dass die Klemme beim nächsten Mal weniger tief aufgesteckt werden kann. Wenn sich das im Laufe der Jahre mehrmals wiederholt, kann es sein, dass die Klemme nach und nach immer höher kommt. Irgendwann reicht dann der Klemmbereich der Verschraubung nicht mehr aus, wodurch ausreichende Kontaktsicherheit auch bei festgedrehter Mutter nicht mehr besteht. Das war bei diesem Cabrio auch so. Um das zu korrigieren, habe ich die Klemmverschraubung ganz ausgebaut und die Klemme mit einem Schraubendreher vorsichtig so geweitet, dass sie sich wieder weit genug aufstecken ließ. Wie man im Foto sehen kann, steht der Batteriepol oben etwa zwei Millimeter aus der Polklemme heraus:


Weil die dicken, schwarzen Kabel für Plus und Minus jetzt eingebaut waren, konnte ich jetzt auch im Bereich des Anlassers alles fertigstellen. Bei noch abgebauter Fahrzeugfront wie hier ist das alles phantastisch gut zu erreichen:


Jetz hätte ich zu gerne noch das Kupplungsseil eingebaut, weil es mich brennend interessiert hat, wie die Kupplung sich nach Einbau einiger neuer Teile und dem Wiedereinbau des Getriebes treten würde. Der Nachteil wäre aber gewesen, dass mir das Kupplungsseil dadurch beim späteren Einbau von Bremskraftverstärker, Hauptbremszylinder usw. im Weg herum gehangen hätte. Also habe ich das widerwillig auf später verschoben.

Nächster Teil: Einbau des Zylinderkopfes

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (14.02.2019 um 19:49 Uhr)
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Alt 31.03.2020, 19:51 #3
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Grüße Teletubby
Hallo Manfred, hast du ggf. Teilenummer für die Pluspol-Abdeckung?
Die hätte ich auch gern noch für mein Cabrio, hatte bisher beim Verwerter kein Glück.

Gruß
Alex
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Alt 01.04.2020, 06:57 #4
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Zitat von Salex Beitrag anzeigen
Hallo Manfred, hast du ggf. Teilenummer für die Pluspol-Abdeckung?
Die Pluspolabdeckung (VW-Name: " Führungsstück") für Batterien von 44 bis 72 Ah hat die VW Teilenummer 1H0 971 862 B. Sie ist aber am 01.12.2018 ohne Ersatz aus dem Teileporgramm entfallen und auch nicht bei VW Classic Parts erhältlich. Der letzte Preis war EUR 5,42 UVP.

Bei den meisten Golf fehlen sie, weil einer der vielen Besitzer sie bei etlichen Batteriewechseln als minderwichtig eingestuft, sie weggelassen und in den Müll geworfen hat.

Geändert von Teletubby (01.04.2020 um 07:01 Uhr)
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