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| R.I.P. | Das Drama mit dem Dichtring Hallo! Nachdem die Lichtmaschine endlich fertig war, konnte es mit voller Konzentration an das Lankgetriebe gehen. Der letzte Stand war der: Am rechten Ende der Zahnstange des war Rost. Deshalb sollte die Zahnstange gegen die aus meinem alten = dem originalen Lenkgetriebe des Cabrios, bei den einer der Leitungsanschlüsse beschädigt war, ausgetauscht werden. Es war auch gelungen, diese in phantastisch gutem Zustand befindliche Zahnstange auszubauen. Beim Ausbau der Zahnstange des neuen Lenkgetriebes hatte sich gezeigt, dass sie nicht nur am beifahrerseitigen Ende Rost hatte, sondern auch im mittleren Bereich = dort, wo der fahrerseitige Wellendichtring des Hydraulikzylinders sitzt: ![]() Weil mir die Gefahr zu groß war, dass der dort sitzende Dichtring durch den Rost an der Zahnstange in Mitleidenschaft gezogen war, wollte ich das so nicht zusammenbauen, sondern den Dichtring ersetzen. Prinzipiell ist das möglich und auch im Reparaturleitfaden beschrieben. Für die Lenkgetriebe sowohl von ZF als auch von TRW gab es bei VW Reparatursätze, die u.a. alle Dichtringe enthalten. Der für das ZF-Lenkgetriebe ist ersatzlos entfallen, aber den für TRW gibt es noch bei WW Classic Parts für etwa 53 Euro. Soweit also "kein Problem". Die Aufgabe, vor der ich jetzt stand, war die, den alten Dichtring aus dem Lenkgetriebe herauszubekommen. Und zwar so, dass, ganz wichtig, dabei weder der Hydraulikzylinder noch der Sitz des Dichtrings beschädigt werden. Das Gelingen hat mir große Sorgen bereitet, weil der Dichtring nicht unbedingt gut zugänglich ist, denn er sitzt an der im nächsten Foto rot markierten Stelle ziemlich in der Mitte des Lenkgetriebes: ![]() Beim Blick vom beifahrseitigen Ende aus kann man ihn am Ende des Hydraulikzylinders sehen: ![]() Der offizielle Weg, diesen Dichtring auszubauen, ist folgender: Es gibt von VW einen Spezialwerkzeugsatz namens 3315 für die Lenkgetriebe sowohl von ZF als auch von TRW. Darin enthalten ist ein Werkzeug, das vom beifahrerseitigen Ende in das Lenkgetriebe eingesetzt wird. Der Teil des Werkzeugs, der dabei innerhalb des Dichtrings zu liegen kommt, lässt sich über eine Gewindespindel spreizen, wodurch der Dichtring am Werkzeug festgeklemmt wird. Alsdann werden beide zusammen herausgezogen. Phantastisch. Meine Aufgabe bestand darin, das irgendwie ohne dieses Werkzeug zu schaffen. Dazu habe ich mich als erstes mit dem vermutlichen Aufbau des Dichtringes beschäftigt. Beifahrerseitig gibt es auch einen, der in der herausnehmbaren Lagerbuchse der Zahnstange sitzt. Ich bin davon ausgegangen, dass beide Dichtringe gleich sind. Die Dichtlippen beider Dichtringe zeigen nach innen = zum Kolben der Zahnstange. Diese Einbauweise ist üblich, weil Wellendichtringe im Normalfall so eingebaut werden, dass die Dichtlippe zur Seite mit dem größeren Druck zeigt. Das sorgt dafür, dass die Dichtlippen durch den Druck fester gegen die Welle bzw. Zahnstange gedrückt werden: Beide Dichtringe haben am der Dichtlippe gegenüberliegenden Ende jeweils einen gelben sogenannten "Stützring" aus Kunststoff. Beim noch im Lenkgetriebe befindlichen Dichtring kann man diesen Stützring beim Blick vom fahrerseitigen Ende aus auch sehen, weil er ganz wenig in den freien Querschnitt hineinragt. Ganz wenig deshalb, weil das Lenkgetriebegehäuse fahrerseitig aus Leichtmetallguss besteht und sehr dickwandig ist: Der gelbe Stützring im Dichtring der beifahrerseitigen Zahnstangen-Lagerbuchse ließ sich mit einem kleinen Schraubendreher beschädigungsfrei herausnehmen und ebenso wieder eindrücken. Meine Hoffnung war, dass sich der Dichtring vom fahrerseitigen Ende des Lenkgetriebes aus mit einer passenden Stecknuss der Größe 16 heraustreiben lassen würde, obwohl er nur sehr wenig in den freien Querschnitt hineinstand. Zum Üben habe ich das zur Risikovermeidung mit dem alten Lenkgetriebe versucht. Leider vergeblich, denn die Stecknuss kam dann am beifahrerseitigen Ende so zum Vorschein: Da hatte es doch tatsächlich den Stützring durch den Dichtring hindurchgetrieben! Und das, obwohl der Stützring durch die Stecknuss schon vergrößert worden war, weil sie anfangs nur mit dem dünneren Bereich hinein passte. Damit war meine Hoffnung, den Dichting so herauszubekommen, schon gestorben. Als nächstes wollte ich die Einbaustelle des Dichtrings genauer ansehen. Dazu kam mal wieder dieses wunderbare Werkzeug zum Einsatz: Damit habe ich das alte Lenkgetriebe sehr nah am Dichtring in zwei Teile getrennt: Damit war der Dichtring jetzt nur noch ca. drei bis vier Zentimeter vom auf dem letzten Foto linken Ende des rechten Gehäuseteils entfernt. Vor dem Dichtring konnte ich jetzt einen schmalen Spalt zum Ende seines Sitzes erkennen, d.h. er war nicht ganz bis zum Ende des Sitzes hineingedrückt. Das stimmte mit dem überein, was im Reparaturleitfaden dazu steht. Mit einem Schraubendreher und zunehmend kräftiger werdenden Hammerschlägen habe ich versucht, den Dichtring in Richtung beifahrerseitiges Rohrende zu bewegen. Die Dichtlippe zerfledderte dabei immer mehr, und irgendwann fiel sogar die Schlauchfeder heraus. Nur der Dichtring bewegte sich keinen Millimeter. Erkenntnis daraus: Es ist nicht möglich, diesen Dichtring auf diese Weise aus dem Lenkgetriebe zu bekommen. Und ohne Beschädigung seines Sitzes und des Lenkgetriebeghäuses schonmal gar nicht. Mein nächster Versuch sollte darin bestehen, ihn vom beifahrerseitigen Ende aus mit einem sehr heißen Lötkolben mit Verlängerungsstiel durchzuschmelzen und auf diese Weise ohne Beschädigung seines Sitzes herauszuholen. Am Dichtring der ausgebauten Zahnstangen-Lagerbuchse, von denen ich wegen zweier zerlegter Lenkgetriebe ja zwei Stück hatte, habe ich das erstmal versucht. Die Dichtlippe ließ sich sehr gut durchschmelzen, der Rest des Dichtrings aber trotz auf max. eingestellter Lötkolbentemperatur (450° C) aber gar nicht. Deshalb habe ich jetzt erstmal den Aufbau dieses Dichtringes erforscht und dazu versucht, ihn aus der Lagerbuchse herauszuhebeln. Leider vergeblich, weil er dazu viel zu fest saß. Habe dann die Zahnstangen-Lagerbuchse an zwei Stellen eingesägt... ...wobei auch ein Teil des Dichtringes durchsägt wurde. So hat er seine Spannung verloren, und der Rest ließ sich leicht herausnehmen. Damit wurde auch schnell klar, warum er sich nicht mit dem Lötkolben durchschmelzen ließ: Er hat am äußeren Rand eine Stahleinlage: Erkenntnis aus all diesen Versuchen, die sich über mehrere Tage hingezogen haben: Es ist nicht möglich, den Dichtring ca. in der Mitte des Lankgetriebes ohne das Spezialwerkzeug zu entfernen. Und auch mit dem Werkzeug schienen mir die Aussichten fraglich, weil die Dichtringe grausam festzusitzen schienen. Obwohl der Aufwand mit dem Lenkgetriebe immer größer wurde und die Kosten immer höher, wollte ich das jetzt nicht unversucht lassen. Dazu habe ich das Internet abgesucht nach dem Spezialwerkzeugsatz VW3315. Auch wenn es letztendlich im schlechtesten Fall nur zur Gewinnung von Erfahrungen dienen würde. Bei einer niederländischen Handelsagentur bin ich fündig geworden, die gleich zwei davon im Angebot hatte: Einen ganz neuen und unbenutzten für EUR 199,00 oder Preis vorschlagen plus EUR 5,95 Versand und einen einmal benutzten für EUR 139,00 oder Preis vorschlagen plus EUR 5,95 Versand. Für den zweiten haben wir uns letztendlich auf 110 Euro plus EUR 5,95 für den Versand geeinigt. Ein guter Preis, wie ich finde, für einen aus 21 Spezialwerkzeugen bestehenden Werkzeugsatz. Einge Tage später kam ein über 11 Kilogramm schweres Paket aus den Niederlanden. Es enthielt ein sehr schweres, schwarzes Köfferchen... ...mit hochinteressantem Inhalt: Ich habe die 21 Teile, die mit 3315/1 bis 3315/21 bezeichnet sind, auf Vollständigkeit überprüft: Es sind alle vorhanden. Die meisten sehen unbenutzt aus. Einige haben einen ganz leichten Rostansatz, der sich entweder leicht beseitigen lässt bzw. der für die Benutzung egal ist. Es ist der komplette VW Spezialwerkzeugsatz für alls Arbeiten an Golf 3 Lenkgetrieben sowohl von ZF als auch von TRW. Einige Werkzeuge sind für beide Lenkgetriebe verwendbar, andere sind in jeweils zwei Ausführungen enthalten für ZF bzw. TRW. Einige sind so schwer, dass man sie problemlos als Mordwaffen einsetzn könnte. Mein Hauptinteresse galt erstmal den Werkzeugen für Aus- und Einbau des problematischen Dichtrings: VW3515/11 (oben auf dem nächsten Foto) und VW3315/12 (unten): Beide Werkzeuge habe ich mit einer feinen Feile zur Vermeidung von Beschädigungen des Lenkgetriebezylinders von allen rauen Stellen der Oberflächen befreit. Und dann am Dichtring des neuen Lenkgetriebes, ohne vorher etwas anderes gemacht zu haben, die Einbauposition überprüft. Dazu hat das Einbauwerkzeug 3315/12 im hinteren Bereich eine Rille. Der Dichtring muss so weit eingedrückt werden, dass diese Rille im Werkzeug genau mit dem Ende des Lenkgetriebes übereinstimmt. Das stimmte haargenau: ![]() Als nächstes hat mich der Aufbau des Ausziehwerkzeugs interessiert. An einem Ende hat es einen angeschweißten Metallstab zum Festhalten. Zum Ausbauen des Dichtrings muss das Werkzeug so weit wie möglich in das Lenkgetriebe eingeschoben werden. Am anderen Ende ist das innere Metallteil geschlitzt. Diese Schlitze gehen bis weit in das Werkzeug hinein. Eine Metallspindel mit einem Gewinde kann in das Werkzeug eingeschraubt werden. Ab einem bestimmten Punkt des Einschraubens werden die geschlitzten Werkzeugenden durch eine dort weiterhin vorhandene Kugel gespreizt. Dieses Werkzeug VW3315/11 ließ sich gut in das Lenkgetriebe einsetzen. Deutlich konnte ich dabei die Stelle spüren, an der es durch den Dichtring gedrückt wurde. Nachdem es bis zum Anschlag eingeschoben war, habe ich die Spindel mit einem Gabelschlüssel der Größe 19 eingedreht. Dabei wunderte mich, dass hierbei nur sehr wenig Drehen möglich war, weil die Gewindespindel dann auch am Anschlag war und ein Weiterdrehen dadurch nicht möglich. Aber weil es sich hier um ein VW Spezialwerkzeug handelte, das genau für diesen Verwendungszweck vorgesehen ist, habe ich mir da zunächst nichts bei gedacht: ![]() Laut Reparaturleitfaden soll es jetzt möglich sein, das Werkzeug zusammen mit dem Dichtring herauszuziehen. Dazu soll ein weiteres VW Spezialwerkzeug, das im Satz 3315 nicht enthalten ist, in das Ende der Gewindespindel eingeschraubt werden, wo ein Innengewinde ist, das ich mit M10 ausgemessen habe: Weil ich nicht noch ein weiteres Spezialwerkeug kaufen wollte, wollte ich mir hier anders behelfen. Zuerst hatte ich vor, mit einem Hammer so auf die am Werkzeug 3315/11 angeschweißte Metallstange zu schlagen, dass das Werkzeug hoffentlich mit Dichtring herauskommt. Habe das aber wieder verworfen, weil es mir zu gefährlich war. Denn bei heikelen Arbeiten lassen sich erfahrungsgemäß Erfolg und Misserfolg und mögliche Beschädigungen besser erkennen, wenn alles langsam und kontrolliert geht. Der nächste Plan bestand darin, ein Gestell aus Holz zu bauen, an dem das Lenkgetriebe festgeschraubt wird. Am anderen Ende sollte ein stabiles Querbrett mit einem Loch sein, durch das mit Hilfe einer M10 Gewindestange am Werkzeug gezogen werden kann. Da fiel mein Blick zufällig auf eins der Reststücke des alten Lenkgetriebegehäuses, und mir kam eine Idee. Mit Tesa Malerband habe ich den zu schneidenden Bereich angezeichnet... ...und das gewünschte Teil mit dem Winkelschleifer, der in letzter Zeit bei mir gut zu tun hatte, ab- bzw. aufgeschnitten: Nach dem Entgraten und Umkleben des dickeren Endes mit Gewebeband gegen Abrutschen ergab dieses Teil zusammen mit dem oberen Querteil eines Zweiarmabziehers, einer Gewindestange M10, einer Sechskantmutter M10 und ein paar passenden Unterlegscheiben die auf dem nächsten Foto sichtbare Ausziehvorrichtung: ![]() Durch Rechtsdrehen der M10 Sechskantmutter auf der Gewindestange würde sich nun das Ausziehwerkzeug langsam aus dem Lenkgetriebegehäuse ziehen lassen. Mit großem Interesse, was passieren würde, habe ich genau das getan. Und es passierte - Nichts. Das erste Stück ließ sich an der M10 Sechskantmutter zwar geringfügig schwerer drehen, aber dann ging es ganz leicht. Das Werkzeug kam ohne Dichtring aus dem Lenkgetriebe, obwohl sein Ende mit der Gewindespindel bís zum Anschalg gespreizt war. Kurz vor dem Ende kann man die Spreizkugel sehen: Einerseits war das natürlich sehr enttäuschend, weil das Spezialwerkzeug, wegen dem ich den ganzen Werkzeugsatz gekauft hatte, nicht wie geplant funktionierte. Andererseits hat es mich aber nicht wirklich überrascht, weil mir das Spreizen wegen des frühen Anschlags der Spindel eh nur sehr wenig vorgekommen war. Deshalb habe ich untersucht, worin genau dieser Anschalg beim Rechtsdrehen der Spindel begründet war. Denn ich wollte ausschließen können, dass ich mit dem Werkzeug etwas falsch machte. Der Anschlag wurde dadurch gebildet, dass der Sechskant der Spindel im Inneren des Werkzeugs beim Einschrauben am Innenteil anstieß, siehe nächstes Foto: Das war völlig in Ordnung so und unabänderlich und in keiner Weise eine Folge einer Fehlbedienung. Dennoch habe ich Erfolgsaussichten nur darin gesehen, dass sich das Werkzeugende weiter spreizen lassen würde. Warum das mit diesem Werkzeug nicht ging- Keine Ahnung. Irgend eine Form von Fehlproduktion? Mein erster Plan bestand darin, die Spindel am dünnen Ende in einem metallverarbeitenden Betrieb etwas verlängern zu lassen, damit sich das Werkzeugende weiter spreizen lassen würde. Und zwar auf die Weise, dass vom dünnen Bereich ein Stück abgetrennt würde, um ca. 10 Millimeter in gleicher Stärke, die ich mit 12 mm gemessen hatte, dazwischen zu setzen. Denn die Spindel hat zur Aufnahme der Kugel am dünnen Ende eine Vertiefung, die erhalten bleiben müsste: Dabei störte mich sehr, dass dadurch eine weitere, möglicherweise wochenlange Verzögerung eintreten würde. Da fiel mein Blick auf eine Golf 3 Radschraube, die bekanntlich ein Gewinde mit Außendurchmesser 12 mm hat, die mal beim Festziehen beschädigt worden war und seitdem als mahnendes Beispiel zum Beschweren von Zettelchen auf meinem Schreibtisch stand. Beim genauen Betrachten dieser Radschraube gefiel mir besonders gut, dass sie am Gewindeende eine leichte Vertiefung hatte, die für die Führung der Kugel nützlich sein könnte: Ein Test mit der Kugel des Ausziehwerkzeugs: Sie fühlt sich pudelwohl auf dem Ende der Radschraube: Die Idee war, von dieser Radschraube ein Stück abzutrennen und es beim Ausziehwerkzeug zwischen Spindel und Kugel zu setzen. Quasi als Spindelverlängerung, um weiter spreizen zu können. Abermals trat dieses wunderbare Elektrowerkzeug auf den Plan: Ungefähr 10 Millimeter habe ich vom Ende der Radschraube abgetrennt. Und dieses abgetrennte Ende an der der Vertiefung gegenüberligenden Seite etwas spitz angeschliffen, damit es von der balligen Vertiefung am Spindelende geführt werden könnte: Demnach sah das insgesamt jetzt so aus: Jetzt konnte ein zweiter, spannender Versuch mit dem Ausziehwerkzeug beginnen. Beim Einsetzen in das Lenkgetriebegehäuse und beim Drehen der Spindel zum Spreizen des Werkezugendes war deutlich zu spüren, dass das jetzt weiter ging als beim ersten Versuch. Meine Hoffnung bestand darin, im ersten Durchgang den gelben Stützring herauszuziehen, im zweiten die Dichtlippe vom Dichtring abzutrennen, damit das Werkzeug im dritten Durchgang hinter den Metallbereich des Dichtrings greifen könnte. Der Rest der Werkzeugkombination zum Herausziehen des Ausziehwerkzeugs aus dem Lenkgetriebe war wieder derselbe wie vorher schon: ![]() Wieder war es bim Drehen der M10-Mutter der Gewindestange sehr spannend, was passieren würde. Das erste Stück ging recht schwer. Das habe ich mir so erklärt, dass gerade der Stützring durch den Dichtring gezogen wird. Die Ausziehhilfe in Form des gekürzten und eingeschnittenen Lenkgetrieberohres mit dem Abzieherteil bewährte sich dabei hervorragend. Irgendwann ging es leichter zu drehen, aber nicht ganz leicht. Dafür hatte ich gar keine Erklärung. Irgendwann war die Metallstange des VW Ausziehwerkzeugs am Ende des Ausschnittes des Lenkgetrieberohrstücks angekommen, und es ging immer noch nicht leicht. Um das zu kären, habe ich die Spreizung des Ausziehwerkzeug zurückgedreht, um es ganz herausnehmen zu können. Und dann mit Hilfe einer Taschenlampe in das Lenkgetriebe hineingeleuchtet: Da war doch tatsächlich der ganze Dichtring mitgekommen! Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet. Wenn ich das Ausziehwerkzeug nicht entspreizt, sondern unter Verzicht auf das Hilfsteil des zweiten Lenkgetriebes von Hand herausgezogen hätte, wäre der Dichtring jetzt schon draußen. Weiterhin ließ sich noch erkennen, dass sich der gelbe Stützring vom Dichtring abgelöst hatte und jetzt zwischen Dichtring und seinem Sitz herumlag. Aber das konnte mich jetzt alles nicht mehr irritieren. Denn es war klar: Wenn der Dichtring sich einmal bewegt hatte, würde er es wieder tun, und das Ziel war so gut wie erreicht. Ich habe das Ausziehwerkzeug erneut angesetzt, wobei es nur dadurch durch den Dichtring zu drücken war, dass dieser bis zu seinem Sitz zurückgedrückt werden musste. Dann gespreizt und gezogen mit dem Ergebnis, dass der Dichtring endlich, endlich draußen war. Auf dem Foto kann man gut sehen, wie weit das Werkzeugende jetzt gespreizt ist: Was mir weiterhin gleich aufgefallen ist: Dieser Dichtring ist anders aufgebaut als der, den ich aus der beifahrerseitigen Zahnstangen-Lagerbuchse ausgebaut und untersucht hatte. Der gelbe Stützring ließ sich dann aus dem Lenkgetriebegehäuse herausschütteln. Wie man sehen kann, mit viel Rost, auch an der Dichtlippe des Dichtrings. Der Rost hatte sich sogar hineingefressen. Das ist tatsächlich genau die Stelle, an der der verrostete Bereich der Zahnstange gesessen hatte: Mit diesem "Spezialwerkzeug" habe ich den Sitzbereich des Dichtrings gereinigt: Anfangs kam es so wieder heraus: Das habe ich so oft wiederholt, bis es ganz sauber aus dem Lenkgetriebe heraus kam. Und dann von beiden Seiten aus mit einer Lampe hineingeleuchtet und hineingesehen: Sowohl der Zylinder als auch der Sitz des Dichtrings als auch das fahrerseitige Teil des Rohres sind total sauber und ohne jede Beschädigung. Inzwischen ist auch das Paket von VW Classic Parts angekommen. Es enthielt unter anderem den Dichtsatz für das TRW Lenkgetriebe: Jetzt kann endlich, endlich der Zusammenbau beginnen, nachdem mich der ganze Zusatzaufwand mit dem Lenkgetriebe schon viel zu lange aufgehalten hat. Dem Zusammenbau sehe ich ohne jede Sorgen entgegen, weil die Voraussetzungen bestens sind: Ein tadelloses Lenkgetriebeghäuse mit Zahnstange usw. und ein neuer Dichtsatz. Vom VW Spezialwerkzeugsatz 3315 sind die meisten Werkzeuge für den Zusammenbau. Weil sie alle vorhanden sind, werde ich mir nicht mit irgendwelchen Hilfskonstruktionen behelfen müssen. Grüße Teletubby Wird fortgesetzt! Geändert von Teletubby (08.06.2018 um 17:03 Uhr) | |||
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