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| R.I.P. |
Hallo! In dieser Woche habe ich endlich mit den Vorbereitungen zum Ausbau des Aggregateträgers begonnen, der wegen der Beschädigung eines Anschlussgewindes am Lenkgetriebe nötig wurde. Dazu habe ich erstmal die meisten Teile der Vorderachse abgebaut. Gefreut habe ich mich darauf nicht, obwohl diese Teile zur Überholung der Vorderachse eh ausgebaut werden sollten. Aber nicht jetzt. Aber da half alles nichts. Zuerst habe ich auf beiden Seiten alles abgebaut, was mit den Vorderbremsen zu tun hat: Bremssättel, Beläge, Sattelträger, Bremsscheiben und die Spritzbleche. Abgesehen davon, dass sich die Schrauben der Sattelträger nur schwer drehen ließen, ging das alles problemlos. Hier die rechte Seite danach: Das Auto soll auch vorn neue Stoßdämpfer bekommen. Die neuen habe ich schon; es gab sie (1H0 413 031 Q) mal in einem Sonderangebot von VW Classic Parts sehr preisgünstig für EUR 24,95 pro Stück. Für die ersten Fahrten danach brauche ich einen wenigstens grob eingestellten Sturz der Vorderräder. Vor der weiteren Demontage habe ich den jetzt erstmal mit einer Wasserwaage in etwa erfasst. Hier die linke Seite: Und dasselbe auf der linken: Wie man auf den Fotos sehen kann, sind die Ergebnisse beider Seiten spiegelbildlich ähnlich, was mein Vertrauen in die Aussagekraft gestärkt hat. Genau so werde ich sie beim Zusammenbau für die ersten Fahrten wieder einstellen. Eine genaue Einstellung später durch eine Vermessung mit Einstellung kann das natürlich nicht ersetzen. Um die Verhältnisse bei der Messung mit der Wasserwaage des vorn aufgebockten Fahrzeugs in Bezug auf die Domlager so zu bekommen, als wenn sie mit dem Fahrzeuggewicht belastet wären, habe ich die Achsteile mit dem Scherenwagenheber so weit angehoben, bis das Spiel oben eliminiert war: Während der bisherigen Arbeiten fiel mein Blick immer mal wieder auf die Spurstangenköpfe, die erneuert werden sollen. Beide Muttern auf beiden Seiten hatte ich schon gelöst... ...aber Spurstangenausdrücker habe ich keinen. Bin deshalb auf die Idee gekommen, es einfach mal mit dem Zweiarmabzieher zu versuchen. Dies möglichst, ohne abzurutschen. Dazu bin ich erstmal dem Gummi-Dichtbalg mit höchstem Zerstörungspotential auf die Pelle gerückt, um eine größere Auflage für die beiden Arme des Abziehers zu bekommen... ...und dann der Abzieher angesetzt... ...und kräftig gedreht mit großer Spannung, was passieren würde. Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder rutscht der Abzieher ab oder er geht kaputt oder es funktioniert. Das nächste Foto bringt die Auflösung: Irgendwann gab es ein lautes Knack-Geräusch, und der Gewindebolzen des Spurstangenkopfes war gelöst. Zu meiner großen Freude hat es funktioniert, obwohl ich die Erfolgsaussichten unter 50 Prozent eingeschätzt hatte. Und dasselbe auch nochmal auf der linken Seite: Als nächstes stand das an, was ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben habe, weil ich mich nicht richtig rangetraut habe; Die Bolzen der Gelenke aus den Radlagergehäusen herausholen. Das habe ich von vor ein paar Jahren, als ich die Vorderachse meines roten Variant überarbeitet habe, in sehr schlechter Erinnerung. Vor allem auf der rechten Seite war nach Beendigung der Arbeit auf nicht gerade professionelle Weise mit Hämmern, Meißenln usw. nicht nur ich fix und alle, sondern auch der Querlenker, der dabei unrettbar krumm geworden war. Aber zwischenzeitlich war ich nicht untätig, sondern habe mir Ratschläge eingeholt, überwiegend hier im Forum. Dabei fiel immer wieder das Wort "Trenngabel", ein Werkzeug, mit dem ich selbst ganz unerfahren bin. Also habe ich erstmal eine bestellt. Aus dem Paket kam in der letzten Woche folgendes Teil zum Vorschein: Ausgesucht hatte ich sie nach der Größe der Gabelöffnung 20 mm. Von meinem Variant hatte ich ein altes Gelenk extra für solche Zwecke aufbewahrt, dessen Bolzendurchmesser ich jetzt mit 19 mm gemessen habe. Die erste Anprobe war dementsprechend gut: Trotzdem war ich sehr skeptisch, weil ich weiß, dass diese Bolzen oft grausam fest sitzen. Aber da führte jetzt kein Weg mehr dran vorbei. Damit sich die noch nagelneue Trenngabel leichter eintreiben lässt, habe ich die entscheidenden Gleitfächen geölt... ...und nach Überprüfung der örtlichen Verhältnisse festgestellt, dass die Erfolgsaussichten beim Eintreiben von der Seite statt von vorn oder hinten sehr wahrscheinlich am höchsten sein werden. Also das Teil einfach mal angesetzt. Der Abstand zum ABS Impulsgeberring ist zwar klein, aber mit etwas Vorsicht in diesem Punkt könnte es so gehen: Bereit zur Anwendung von schwerster Gewalt: Keine fünf Minuten später, ohne dass der Impulsgeberring auch nur ein Krätzerchen abbekommen hätte: Phantastisch! Bei den vorderen Querlenkerschrauben war ich schon vor Monaten neugierig, ob sie sich drehen lassen würden. Erfreulicherweise war das bei beiden so. Hier die rechte: So war der Ausbau des rechten Querlenkers jetzt kein Problem mehr. Als er draußen war, habe ich mir als erstes das hintere Gummilager angesehen, was nicht mehr in TÜV-gerechtem Zustand ist. Die noch lesbare Jahreseinprägung 1997 sagt ganz klar, dass es noch das erste ist. Ansonsten rissig gleich an mehreren Stellen: ![]() Jetzt wurde es nochmal spannend, weil es darum ging, wie sich der Bolzen des linken Gelenks aus dem Radlagergehäuse herausziehen lassen würde. Vorbereitung wie vorher auf der rechten Seite: Schon nach wenigen Hammerschlägen begann der Gelenkbolzen zu rutschen: Auf dem nächsten Foto von vorn kann man sehr gut sehen, wie unglaublich gut diese Trenngabel auf die Verhältnisse beim Golf 3 passt, jedenfalls bei der Basisachse. Ob das bei der Plusachse auch so ist, kann ich nicht beurteilen: Wenige Minuten später, das sieht man gern: Das Einölen der Gleitfächen war kein Fehler, sondern ist sehr ratsam. Mit so einem Werkzeug ist der Ausbau des Gelenkbolzens sogar Leuten mit einem schweren gesundheitlichen Problem, wie ich es mit meiner Lunge habe, noch gut möglich. Das Gelenk ist danach natürlich dringend erneuerungsbedürftig. Falls sich jemand diese Trenngabel anschaffen möchte: Ich kann sie bestens empfehlen. Es gibt sie bei der Firma Alkan Werkzeuge in Remscheid unter der Artikelnummer 11402. Ich habe sie bei Ebay unter der Nummer 140605030982 für unglaubliche EUR 15,12 einschließlich Versand gekauft. Nachdem der linke Querlenker ganz ausgebaut war, sah es dort so aus wie rechts: Im Normalfall könnte ich den Aggregateträger mit dem Lenkgetriebe jetzt absenken, die restlichen Schrauben sind schon gelockert und lassen sich von Hand drehen. Aber dummerweise ist der Motor mit seiner Lagerung hinten rechts noch mit ihm verbunden: Wenn ich diese Verbindung jetzt lösen würde, würde mir der Motor abschmieren. Wie ich das hinbekommen soll, weiß ich noch nicht, da werde ich mir noch etwas einfallen lassen müssen. Aber das ist erst nächste Woche dran; für diese reicht es. Grüße Teletubby Geändert von Teletubby (21.10.2017 um 23:23 Uhr) | |||
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