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Alt 11.07.2019, 22:19 #1
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Wirklich tolle und saubere Arbeit die du da immer leistet! Und ganz große klasse finde ich auch, dass du dir für die Beiträge so große Mühe mit den vielen Bildern gibst! Mach weiter so!

Noch eine Frage...mit welchem Mittel reinigst du eigentlich die ganzen Teile? Die sehen ja oft fast bei aus. Bremsenreiniger? Reinigungsbenzin?


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Alt 11.07.2019, 22:43 #2
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Sehr saubere und schöne Arbeit.
Was hast Du pro Lüfterring bei VW CP gezahlt?
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Alt 12.07.2019, 08:30 #3
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Wenn der fertig ist, sag Bescheid, dann kommen wir und machen ein Inbetriebnahmefest. Ich denke Jens und Pascal, evtl Ante sind sicher auch willig.
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Alt 12.07.2019, 08:56 #4
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Wenn der fertig ist, sag Bescheid, dann kommen wir und machen ein Inbetriebnahmefest. Ich denke Jens und Pascal, evtl Ante sind sicher auch willig.

Zur Zeit sehr schwierig, denn ich bin cca. 1500 km von Ratingen entfernt
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Alt 12.07.2019, 18:11 #5
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Der wird auch nicht so schnell fertig, teletubbys angeschlagener Gesundheit sei dank. Ich bin immer wieder erfreut zu sehen, mit welcher Willensleistung er das schafft.
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Alt 13.07.2019, 09:08 #6
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Zitat:
Zitat von Edi95 Beitrag anzeigen
Ein sehr ausführliche und angenehm zu lesende Dokumentation. Wie immer. 😉
Zitat:
Zitat von Logarithmus Beitrag anzeigen
Wirklich tolle und saubere Arbeit die du da immer leistet! Und ganz große klasse finde ich auch, dass du dir für die Beiträge so große Mühe mit den vielen Bildern gibst! Mach weiter so!
Zitat:
Zitat von Polestar C30 Beitrag anzeigen
Sehr saubere und schöne Arbeit.
Danke sehr!


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Mit dem Kühler hast du einen Glücksgriff getan. Der kostet sonst sicher mehr. Ist der eigentlich von AKG?
Der Kühler 1H0 121 253 BA hat bei VW zum Zeitpunkt des Entfalls aus dem Teileprogramm im Jahr 2014 um die 230 Euro gekostet.

Ich habe den Kühler vor dem Einbau nach Herstellerkennzeichen abgesucht, siehe Fotos. Wofür "GPO" steht, weiß ich nicht. Von AKG ist er sehr wahrscheinlich nicht:




Zitat:
Zitat von Logarithmus Beitrag anzeigen
Noch eine Frage...mit welchem Mittel reinigst du eigentlich die ganzen Teile? Die sehen ja oft fast bei aus. Bremsenreiniger? Reinigungsbenzin?
Das kommt immer darauf an, um was für Verschmutzungen es sich handelt und aus welchem Material die Teile sind. Bremsenreiniger habe ich noch nie in meinem Leben besessen. Oft verwende icn Benzin (normaler Tankstellenkraftstoff). Die Silikonverschmutzungen ließen sich am besten mit Nitro-Verdünnung entfernen. Bei Kunststoffteilen sollten man aber immer voher eine Probe an einer kleinen, unsichtbaren Stelle machen, um zu testen, ob das Material angelöst wird.


Zitat:
Zitat von Polestar C30 Beitrag anzeigen
Was hast Du pro Lüfterring bei VW CP gezahlt?
Sie haben für den großen Kühler die VW Teilenummern 1H0 121 210 B und 1H0 121 210 C und kosten bei Classic Parts EUR 14,95 pro Stück.


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Der wird auch nicht so schnell fertig, teletubbys angeschlagener Gesundheit sei dank. Ich bin immer wieder erfreut zu sehen, mit welcher Willensleistung er das schafft.
Ja, aber es wird auch immer schwerer. Und die Gehstrecken, die ich ohne Atempause zurücklegen kann, werden immer kürzer. Momentan sind es um die 15 Schritte. Weitere Verschlechterung wahrscheinlich.

Grüße Teletubby
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Alt 20.07.2019, 21:32 #7
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Hallo Teletubby,

leider schaue ich heute zum erstenmal in deinen Showroom. Ich muss sagen ich bin beeindruckt, überwältigend wie du alles dokumentierst und zu 100% sauber arbeitest.

Viele Grüße
David
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Alt 28.08.2019, 12:01 #8
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Hallo!

Damit es nicht nur in meiner Garage weitergeht, sondern hier nach längerer Zeit auch mal wieder, gibt es heute eine überschaubare Episode vom Zusammenbau des Cabrios:


Der Einbau der Zentralelektrik

Nachdem im Motorraum alles fertig war und auch der Schlossträger mit seinen Anbauteilen an seinem Platz war, ging es weiter mit dem Einbau der Zentralelektrik (ZE). Diesen hatte ich vor mir hergeschoben und mich nicht unbedingt darauf gefreut, weil es fast nicht möglich ist, die Unmenge von Leitungen im Bereich der ZE einigermaßen übersichtlich zu verlegen. Hinzu kommt, dass man alle Arbeiten im Knien neben dem Auto machen muss. So sah es im Fahrerfußraum zu diesem Zeitpunkt noch aus: Jede Menge bunte Drähte und Stecker:


Im hinteren Teil des Fahrerfußraums lag alles, was dabei mit verbaut musste und nicht vergessen werden durfte: Die ZE mit Sicherungen und Relais und einige Kabelstränge: Der für das Armaturenbrett, der Adapterkabelstrang zum Schalter für die hinteren elektrischen Fenster, der Adapterkabelstrang zum Schalter für das elektrische Dach, der Adapterkabelstrang zum Schalter für die nachgerüstete Sitzheizung, Der Kabelstrang "D" vom Steckplatz D der ZE mit den Versorgungsleitungen für die Potentialverteiler (PV) und zwei weitere Zubehör-Stromversorgungen, der Kabelstrang für das Kombiinstrument, der für den Lichtschalter, der für die Mehrkammerleuchte links neben dem Lichtschalter und der für die Beleuchtung einer Cassettenbox. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich eine verbauen werden, aber das Kabel soll jetzt auf jeden Fall verlegt werden:


Um das alles übersichtlicher zu gestalten, habe ich als erstes die Leitungen herausgefischt, die nicht auf der Rückseite der ZE eingesteckt gehören, und sie im oberen Bereich zusammegebunden: Erstens die mit den Einzelsteckern für die PV´s. Dabei habe ich mir große Mühe gegeben, keinen zu vergessen, weil man im Gewühl schnell mal eine übersehen kann:


Und im nächsten Schritt habe ich im oberen Bereich alle die zusammengebunden, die später oben auf der ZE aufgeclipst werden: Zwei Sicherungshalter mit Leitungen für das ABS, zwei Thermosicherungen mit Leitungen für die elektrischen Fenster und das elektrische Dach, das Relais mit Leitungen für die Saugrohrvorwärmung, zwei einzelne Sicherungshalter mit Leitungen für die Diebstahlwarnanlage bzw. für den nachgerüsteten Subwoofer und die Haupt-Plus- bzw. Masseleitung:


Es sah jetzt im Fahrerfußraum schon deutlich übersichtlicher aus, weil jetzt hier nur und ausschließlich Kabel mit Steckern übrig blieben, die auf der Rückseite der ZE eingesteckt werden müssen. Die länglichen blauen Teile etwa in Bildmitte sind für eine Sperrdiode, die mit dem elektrischen Dach zu tun hat und die es nur beim Cabrio gibt:




Um mir das Einstecken der vielen bunten Stecker etwas leichter zu machen, hatte ich eine Skizze von der Rückseite der ZE ausgedruckt und mit in die Garage genommen...


...und mit denjenigen Steckern begonnen, die später am schlechtesten zugänglich sein würden. Bei allen Steckern habe ich sehr darauf geachtet, dass die an jeweils einem Ende vorhandenen Schnapper verlässlich in der ZE einrasteten. Und habe immer wieder den langen Schieber der ZE betätigt, um sicherzustellen, dass die Stecker auch an den gegenüberliegenden Enden ganz eingestekt waren. Ansonsten würde sich die ZE später nicht in den Träger einhängen lassen:


So wurde es langsam voll auf der Rückseite der ZE. In den richtigen Momenten wurden auch die ZE-Stecker der Kabelstränge eingesteckt, die vorher noch zusammengerollt auf dem Boden gelegen haben:


Als das alles passiert war, war der obere Bereich der ZE immer noch bestens zugänglich. Hier wurden jetzt die Teile eingeclipst und die Kabel angeschlossen, die ich vorher hochgebunden hatte. Diese Vorgehensweise kann ich sehr empfehlen:


Danach konnte die ZE am Armaturenbrettträger eingehangen werden. Dabei sollte man genau darauf achten, dass zwischen ZE und den seitlichen Halteblechen keine Leitungen eingeklemmt werden. Und darauf, dass die ZE richtig im Träger verrastet wird. Von oben sieht es dann etwas chaotisch aus. Aber das ist normal und nicht zu ändern:


Durch den im Bild mit dem grünen Pfeil gekennzeichneten Kabelhalter müssen alle die Leitungen geführt werden, die von der ZE zum Armaturenbrett, zum Lenkstockschalter, zu den PV´s usw. gehen. Dadurch wird die ganze Sache etwas übersichtlicher:




Ganz zum Schluss kamen die bunten Einzelstecker in die PV´s. Um sicher keinen zu vergessen, habe ich mich an den Fotos vom Auseinanderbau orientiert und die durch die Nachrüstungen von Klimaanlage, Diebstahlwarnanlage, Sitzheizung und Beleuchtung der Cassettenablage hinzugekommenen Einzelstecker im Geiste addiert. Im schwarzen PV steckt jetzt ein Stecker mehr, dessen Leitung vom DWA-Steuergerät kommt. Im grünen einer mehr von der Sitzheizung, im gelben einer mehr von der Klimaanlage und im grauen zwei mehr von der Sitzheizung und von der Cassettenboxbeleuchtung:


Dabei stellte sich heraus, dass der graue PV wegen Überfüllung zu platzen drohte. Also musste dort ein zweiter angebaut werden:


Der grüne Einzelstecker im grauen PV, ein Fremdling im Kuckucksnest? Ja und Nein. Das begründet sich damit, dass diese die Leitung für die Beleuchtung der Cassettenbox ist. Im Originalzustand ist sie so geschaltet, dass sie immer brennt, wenn die Zündung eingeschaltet ist. Deshalb der grüne Einzelstecker für den grünen PV. Mir reicht es aber, wenn sie brennt, wenn das Licht eingeschaltet ist. Deshalb wird sie bei mir vom grauen PV (= Klemme 58b) versorgt. Natürlich hätte ich dazu den grünen Einzelstecker gegen einen grauen austauschen können. Ich habe das deshalb nicht gemacht, um durch den grünen Stecker auch in Zukunft daran erinnert zu werden, dass die Schaltung so, wie sie ist, nicht original ist:


Der Einbau der ZE war damit erledigt. Was folgte, war das, was immer sehr spannend ist, wenn die Elektrik eines Fahrzeugs weit auseinander gebaut war: Das erstmalige Anklemmen der Batterie. Zuerst nur mal ganz kurz und vorsichtig, um zu sehen, ob es an der Batterieklemme stark funkt, was auf einen fehlerhaft hohen Stromfluss hindeuten würde. Und um zu sehen, ob es irgendwo qualmt oder ungewöhnliche Geräusche gibt. Das war aber alles nicht, und so wurde ich mutiger, und nach einiger Zeit war die Batterie fest angeklemmt. In den ersten Tagen aber immer nur dann, wenn ich in der Garage war, sonst nicht. Ein Schraubenschlüssel der Größe 10 zum schnellen Abklemmen der Batterie lag immer griffbereit, und das tut er auch bis zum heutigen Tag. In der nächsten Zeit habe ich immer mal wieder den Ladezustand der Batterie überprüft, um zu sehen, ob es einen unnormal hohen Stromfluss gibt. Das war aber auch nicht, und inzwischen ist die Batterie seit vielen Wochen dauerhaft angeschlossen:


Nachdem jetzt die Bordnetzspannug vorhanden war, konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich die Funktion der nachgerüsteten Diebstahlwarnanlage zu testen: Sie funktioniert! Die Türpin-LED blinkte nach dem Abschließen des Autos, und hupen und blinken im Fall eines simulierten Diebstahlversuches tat es ebenfalls:



Jetzt konnten zwei Verkleidungsteile im Fahrerfußraum angebaut werden. Die auf dem Foto rechte Verkleidung ist an der grün markierten Stelle mit einem knopfähnlichen Teil am Armaturenbrettträger befestigt. Wenn man hier nicht höchst vorsichtig ans Werk geht, reißt diese Stelle aus. Ich habe Glück gehabt:




Und der Fußraumausströmer mit Zubehörteilen konnte verbaut werden, eine etwas fummelige Arbeit...


...sowie die untere Verkleidung der Lenksäule. Alle Teile habe ich vorher gereinigt:


Danach war auch hier alles fertig:


Blick von oben: Schon fast bereit für den Einbau des Armaturenbrettes:


Alle Kabelstränge bzw. Leitungen für das Gamma-Radio waren jetzt eingebaut. Um den späteren Ein- und Ausbau des Radios zu erleichtern, habe ich sie zusammengebunden. Im Einzelnen sind das der Kabelstrang für die Stromversorgung mit dem schwarzen Stecker, der für die Lautsprecher mit dem braunen Stecker, der für den CD-Wechsler im Kofferraum mit dem roten Stecker und ein einzelnes Kabel im Isolierschlauch als "Remote"-Leitung für den Subwoofer. Es kam in die Kammer 3 des schwazen Steckers:


Besonders im Bereich der schwarzen Kunststoff-Kabelführung hinter dem Radio ist sorgfältiges Verlegen der Kabelstränge nötig, weil sich das Radio sonst später nur schwer oder gar nicht komplett in den Schacht einschieben lässt:


Wird in Kürze mit ein paar Arbeiten an meinem roten Variant fortgesetzt!

Grüße Teletubby

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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Dabei stellte sich heraus, dass der graue PV wegen Überfüllung zu platzen drohte. Also musste dort ein zweiter angebaut werden:
Ich weiß nicht relevant:

Aber es gibt den Potentialverteiler auch als 8er. So spart man sich die Brücke und es wäre noch etwas originaler:

https://www.ebay.de/itm/283493888714

Habe den 8er bis jetzt in Grau, Grün und Schwarz (so bekommt man ihn auch neu von VW) gesehen. Ich hätte gern noch nen blauen aber naja den scheint VW nie gebaut zu haben

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Hallo!

Zitat:
Zitat von MysticEmpires Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht relevant:
Doch, total relevant, weil ich diese Achter-Potentialverteiler noch nicht kannte. Bin früher mehrere Jahre lang einmal wöchentlich zum Schrottplatz gefahren, aber habe diese Teile noch nie gesehen. Auch nicht bei Polo, Passat usw..


Zitat:
Zitat von MysticEmpires Beitrag anzeigen
Aber es gibt den Potentialverteiler auch als 8er. So spart man sich die Brücke und es wäre noch etwas originaler:
Wenn ich einen hätte, würde ich tauschen.


Zitat:
Zitat von MysticEmpires Beitrag anzeigen
Habe den 8er bis jetzt in Grau, Grün und Schwarz (so bekommt man ihn auch neu von VW) gesehen. Ich hätte gern noch nen blauen aber naja den scheint VW nie gebaut zu haben
Die Teilenummern dieser Achter-PV´s ist ja auf der Seite des Links problemlos erkennbar: 3A0 937 517. Ohne Index (= ohne Buchstabe dahinter) ist es der schwarze. Mit den bunten ist es sehr wahrscheinlich genau so wie bei anderen Elektroteilen, die es in verschiednenen Farben gibt: C = gelb, D = blau, E = weiß, F = grün, G = grau.

Wenn man diese Teilenummern in die Teileliste eingibt, dann hat es sie alle mal gegeben, sie sind aber wie bei den normalen PV´s alle durch den schwarzen ersetzt worden. Vermutlich ist es so wie bei den Vierer-PV´s: Die farbigen gab es nur für die Produktion der Fahrzeuge, als Ersatzteil gab es immer nur den schwarzen.

Also bleibt es bei mir bei 2 Stück graue Vierer PV´s.

Grüße Teletubby





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Alt 28.08.2019, 13:24 #11
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Gute Arbeit! Macht Spaß zu lesen und deine Fotos zu schauen
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Alt 28.08.2019, 20:36 #12
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Na da kann ich mir ja mal ne Scheibe von abschneiden, das ist tatsächlich geordneter als bei mir 😅
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Alt 29.08.2019, 08:34 #13
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Moin,

es ist einfach immer wieder schön zu sehen, mit welcher Aufmerksamkeit zum Detail du die Arbeiten an deinen Autos durchführst. Das schöne dabei ist, je besser die Vorbereitung umso einfacher lässt sich alles montieren.

Viele Grüße
Felix

Geändert von Felix_Passat (29.08.2019 um 09:50 Uhr)
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Alt 29.08.2019, 11:11 #14
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Toll und Glückwunsch, dass es so gut über die Bühne ging! Ein Hoch auf den CAN-Bus übrigens
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Alt 29.08.2019, 20:00 #15
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Also ob der Can-Bus wirklich so viel bringt? Bei mir laufen auch ziemlich viele Kabel durchs Auto. Die Bremslichter kommen vom vorderen SAM und nicht von hinten und ähnliche Ungereimtheiten.
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Alt 30.08.2019, 09:55 #16
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Also ob der Can-Bus wirklich so viel bringt? Bei mir laufen auch ziemlich viele Kabel durchs Auto. Die Bremslichter kommen vom vorderen SAM und nicht von hinten und ähnliche Ungereimtheiten.
Ja, der CAN hat sehr viele Kabel überflüssig gemacht. Dass du weiterhin soviele Kabel hast liegt schlichtweg daran, dass sich die Anzahl der Steuergeräte mit der Einführung des CAN-Busses vervielfacht haben.
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Alt 31.08.2019, 10:58 #17
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Wie immer schöne Arbeit Manfred. Das Ordnen und vor allem das arbeiten an der ZE ist nicht die schönste Arbeit
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Alt 08.09.2019, 09:43 #18
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Standard Teletubby´s Doppelgarage - Cabrio: Einbau der Zentralelektrik

Hi so habe jetzt welche und du hattest recht:

F = Grün
G = Grau

Und nen Oranger war auch dabei und hatte den Index H.

Adjustments.JPG

Jetzt möchte ich nen blauen und würde gern wissen welche Farbe Index J ist

Geändert von MysticEmpires (08.09.2019 um 09:45 Uhr)
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Alt 23.12.2019, 11:22 #19
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Hallo Manfred,

längere Zeit war ich hier inaktiv, aber für einen deiner Berichte mal wieder reinzuschauen, hat sich einfach gelohnt. Finde ich immer toll zu lesen.

Interessiert habe ich deine Berichte über die Bremsenentlüfterei bzw. den Wechsel der Flüssigkeit verfolgt. Ich habe mir vor einiger Zeit ein gutes, günstiges Kit zugelegt, das man direkt an den Kompressor anschließen kann.
Der Hersteller verspricht auch, es würde mit dem Druck eines (Ersatz-)Rades funktionieren.

Ich hoffe, deine Schreibfaulheit legt sich über die Feiertage und ich kann bald wieder einen deiner Berichte genießen. Denn auch wenn ich selber keinen Golf mehr habe, ist das Interesse für Fahrzeugtechnik ja immer noch voll da.
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Alt 11.09.2019, 09:34 #20
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Hallo!

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Zitat von m!ck3Y Beitrag anzeigen
Gute Arbeit! Macht Spaß zu lesen und deine Fotos zu schauen
Zitat:
Zitat von Markus_89 Beitrag anzeigen
Na da kann ich mir ja mal ne Scheibe von abschneiden, das ist tatsächlich geordneter als bei mir ��
Zitat:
Zitat von Felix_Passat Beitrag anzeigen
es ist einfach immer wieder schön zu sehen, mit welcher Aufmerksamkeit zum Detail du die Arbeiten an deinen Autos durchführst. Das schöne dabei ist, je besser die Vorbereitung umso einfacher lässt sich alles montieren.
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Zitat von Raven761 Beitrag anzeigen
Toll und Glückwunsch, dass es so gut über die Bühne ging!
Zitat:
Zitat von 90.MusicForLife Beitrag anzeigen
Wie immer schöne Arbeit Manfred. Das Ordnen und vor allem das arbeiten an der ZE ist nicht die schönste Arbeit
Danke sehr!

Bevor es mit dem nächsten Thema weitergeht, noch ein kurzer Nachtrag zu den letzten Arbeiten am Cabrio: Nachdem die Zentralelektrik eingebaut war, fehlte nichts mehr, was verhindert hätte, endlich den Motor mal probelaufen zu lassen. Darauf war ich natürlich nach alledem, was da auseinander war, total gespannt. Ich hab es aber trotzdem nicht gemacht, und dies aus zwei Gründen: Erstens war das Auto vorn noch aufgebockt, weil die Vorderachse noch nicht fertig war. Und zweitens fehlten die Vordersitze noch, die noch nicht einbaufertig waren. Denn ich wollte, wenn der Motor schonmal läuft, auch mal ein paar Meter hin- und herfahren. Und ich wollte, gemütlich auf dem Fahrersitz sitzend, vor dem ersten Motorstart mit dem Diagnosegerät alle wichtigen Daten aus dem Motorsteuergerät auslesen und auf Plausibilität prüfen. Aus diesen Gründen musste der erste Motorstart noch warten.


In der vorletzten Woche war erstmal etwas anderes dran, was ich schon lange vor mir hergeschoben hatte:

Ein paar Arbeiten am roten Variant:

+ 1. Motorölwechsel mit Filterwechsel

+ 2. Bremsflüssigkeitswechsel

+ 3. Einbau eines anderen Lenkrades

+ Ein paar Kleinigkeiten


1. Motorölwechsel

Für Motorölwechsel und ähnliche Arbeiten stand mir in den letzen ca. 25 Jahren immer die Garage einer alten Freundin zur Verfügung, die noch aus Zeiten ihres Vaters eine Grube in der Garage hatte. Leider ist sie vor zwei Jahren zu ihrem Lover nach Euskirchen gezogen und hat letzes Jahr ihr Haus verkauft. :-(

Also musste ich die anstehenden Arbeiten in meiner Doppelgarage machen. Das war bisher nicht möglich, weil das Cabrio mit den ganzen Aufbockklötzen aufgebockt war. Es steht erst seit ein paar Wochen wieder auf seinen Rädern; die letzten Berichte dazu fehlen noch und werden demnächst nachgeliefert. Jetzt waren die Holzklötze alle wieder frei, und ich habe den Variant auf altbewährte Art so aufgebocht, dass beide Vorderräder abgenommen werden konnten. Es wurde auch Zeit für den Ölwechsel: Das Öl war schon seit zwei Jahren eingefüllt, der Filter schon seit drei Jahren:


Unter dem Motor stehen zwei Gefäße für das Altöl: Die blaue Schüssel steht unter der Ölablassschraube und das silberfarbene Gefäß unter dem Ölfilter. Diesen löse ich immer erst so weit, dass er zum Ölfilterflansch noch dicht ist. Dann wird er von unten mit einem spitzen Schraubendreher und einem Hämmerchen angepiekst. Das geht nicht übermäßig schwer, weil das Blech des Ölfilters ziemlich dünn ist. Dadurch kann ein großer Teil des Öls aus dem Ölfilter auslaufen, am besten über Nacht. Das hat den großen Vorteil, dass er beim Abschrauben nicht mehr randvoll ist und man sich so eine Ölsauerei ersparen kann:


Der Ölfilter ist bei diesem Golf 3 mit Motor AFT und Klimaanlage nur ganz schlecht zu erreichen. Auf dem nächsten Foto ist er ausgebaut, was nur trickreich nach oben geht:


Der neue Ölfilter mit dem Werkzeug, um ihn zu drehen: Ein Spezialwerkzeug vom Typ Hazet 2169, das mal ca. 15 Euro gekostet hat und mit der auf dem Foto nach unten zeigenden Seite genau auf den Ölfilter passt, und ein Maulschlüssel der Größe 27, um das Ganze zu drehen:


Hier ist der Ölfilter wieder eingebaut und festgedreht. Ich hasse diese Arbeit. Laut Aufschrift auf dem Ölfilter beträgt das Anzugsdrehmoment 20 Nm. Das kann man aber vergessen, weil man ihn nicht per Drehmomentschlüssel erreichen kann. Deshalb halte ich mich immer an die alternative Regel: Ihn mit eingeöltem Dichtring so weit anschrauben, dass der Dichtring gerade am Ölfilterflansch anliegt. Und ihn dann von dieser Position ausgehend noch eine dreiviertel Umdrehung = 270° weiterdrehen. Um das Weiterdrehen besser abschätzen zu könne, klebe ich vorher ein Stück helles Klebeband so auf die Unterseite des Ölfilters, dass es nach vorn zeigt. Und drehe dann so viel weiter, bis es zur Beifahrerseite zeigt. Fertig. Auf diese Weise hatte ich noch nie Probleme mit undichten Ölfiltern, und lösen ließen sie sich auch wieder alle:


Die gereinigte Ölablassschraube mit einem neuen Dichtring N 013 849 2:


Das neue Motoröl. Wir haben hier in der Nähe einen Schmierstoffgroßhandel mit hochwertigen Produkten, der auch kleinere Mengen an Privatleute verkauft. Die normalen Kunden sind Speditionen, die ihren Fahrzeugpark selbst warten, Handwerksbetriebe, Werkstätten, Bauunternehmen für Baufahzeuge und -maschinen. Es ist das erste Mal, dass ich teilsynthetisches Öl 10W-40 eingefüllt habe. Bisher war es immer mineralisches 15W-40:


Im Bereich der Öleinfüllung und am Deckel gab es keinerlei Kondensat in Form von "Gelbem Schleim". Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass dieses Auto überwiegend auf längeren Strecken eingesetzt wird:


Das Einfüllen des neuen Motoröls ist nach meinem Geschmack die angenehmste Arbeit des Ölwechsels. Ich fülle immer nur so viel ein, dass der Ölstand in etwa in der Mitte des geriffelten Bereiches des Messstabes liegt. Dadurch kann man die Ölmenge reduzieren, die über viele Kilometer über die Kurbelgehäuseentlüftung herausgedrückt wird und die Drosselklappe verschmutzt.


2. Bremsflüssigkeitswechsel

Bremsflüssigkeitswechsel gehörten für mich immer zu den meistverhassten Arbeiten an Autos überhaupt, obwohl sie bei mir nur alle drei Jahre gemacht werden. Die Matscherei mit der Bremsflüssigkeit, das Pumpen am Pedal, das Festklemmen des Pedals mit behelfsmäßigen Holzteilen, das ständig nötige Überwachen des Flüssigkeitsstandes im Behälter mit häufigem Nachfüllen, alles das ging mir immer einfach nur auf den Keks. Aus diesen Gründen habe ich in der letzten Zeit intensiv überlegt, wie sich das angenehmer gestalten lässt. Mit Erfolg: Mit der jetzt vorhandenen Ausstattung kann man sich schon fast drauf freuen. Diese Ausstattung stelle ich jetzt hier beim aktuellen Bremsflüssigkeitswechsel vor und erkläre, wie das bei mir vor sich geht.

Seit dem letzten Bremsflüssigkeitswechsel waren drei Jahre vergangen. Der erste empfohlene Arbeitsschritt beim Bremsflüssigkeitswechsel ist gewöhnlich, die alte Bremsflüssigkeit so weit wie möglich aus beiden Kammern der Vorratsbehälters abzusaugen. Das ist beim Golf 3, zumindest bei denen mit Mark 20 ABS, so gut wie unmöglich, weil man durch die Einfüllöffnung nur eine Kammer erreichen kann, die andere aber nicht. Wenn man jetzt nur die erreichbare Bremsflüssigkeit absaugt, hat das den Nachteil, dass sehr viel neue Bremsflüssigkeit durch das System gepumpt werden muss, weil sie sich erstmal mit der alten, die bereits Wasser aufgenommen hat, vermischt. Die Menge, die durchgepumpt werden muss, bis das ganze System nur noch mit neuer Bremsflüssigkeit befüllt ist, ist gewaltig. Das ist nicht zufriedenstellend.

Um das drastisch zu verbessern, wird die alte Bremsflüssigkeit bei mir im ersten Schritt durch Pumpen am Pedal durch die beiden vorderen Bremssättel entleert. Praktisch dazu ist es, wenn das Auto vorn beidseitig aufgebockt ist und beide Vorderräder abgebaut sind, wie es bei mir vom Ölwechsel her ja schon war. Dann wird am Entlüftungsventil an einem der vorderen Bremssättel ein Schlauch aufgesteckt, der in einem Auffanggefäß endet, und das Ventil um die berühmte halbe Umdrehung geöffnet. Durch Pumpen am Pedal kann man nun in aller Gemütsruhe die Flüssigkeit dieses Bremskreises herausdrücken. Den erfolgreichen Abschluss kann man gut durch ein anderes Tretgefühl am Pedal merken. Das Entlüftungsventil wird jetzt festgedreht und das Ganze am anderen Vorderrad für den zweiten Bremskreis wiederholt. Insgesamt dauert das bei vorn aufgebocktem Auto nicht mehr als höchstens zehn Minuten.

Jetzt sind der Ausgleichbehälter, beide Zylinder des Tandem-Hauptzylinders, die Leitungen vom Hauptzylinder zum Hydraulikblock, ein Teil des Hydraulikblocks, die Leitungen zu den vorderen Bremssätteln und die Sättel selbst bis auf geringe Restmengen leer. Nur ein anderer Teil des Hydraulikblocks, beide Leitungen nach hinten und die hinteren Bremssätte bzw. Radzylinder sind jetzt noch gefüllt.

Bei Fahrzeugen mit ABS ohne EDS ist das alles unproblematisch. Wenn zusätzlich zum ABS noch ein EDS (= elektronische Differentilasperre) vorhanden ist, sollte man vorstehend beschriebene Entleerung nur dann machen, wenn man sich die für diesen Fall speziellen Entlüftungsschritte zutraut.

Als nächstes geht es darum, den Vorratsbehälter mit neuer Bremsflüssigkeit zu füllen. Damit habe ich jahrelang herumgeeiert, um einen schnellen, einfachen und sicheren Weg zu finden, der darüber hinaus dem Anspruch genügt, nichts (= nicht einen Tropfen) daneben zu schütten. Erst vor kurzer Zeit bin ich auf die ultimative, für meinen Geschmack nicht mehr verbesserbare Art und Weise gekommen. Die sieht so aus: Eine leere 0,5 l Pril Spülmittelflasche, wie es sie bis vor wenigen Jahren in jedem Supermarkt gab:


Diese Flasche habe ich gründlichst und mit viel Wasser gereinigt, vor allem die Gewinde des Verschlusses und den Auslauf. Dann habe ich sie von innen sorgfältig getrocknet, sie für eine erneute Spülung halb mit neuer Bremsflüssigkeit gefüllt, sie zwei Minuten lang geschüttelt und sie durch den Auslauf in ein Gefäß mit zur Entsorgung vorgesehener Bremsflüssigkeit entleert. Sie war jetzt einsatzbereit. Das blaue Auslaufteil lässt sich übrigens durch Eindrücken dicht verschließen.

Es ist nach der Würgerei vieler Jahre in diesem Punkt ein wahres Vergnügen, mit dieser Flasche Bremsflüssigkeit in den Vorratsbehälter zu füllen. Die Flasche hat genau die richtige Größe (der Behälter am Fahrzeug fasst ungefähr 0,3 Liter), die richtige Form und einen Auslauf in die richtige Richtung. Durch die große Öffnung, die nach Abschrauben des Verschlusses zugänglich wird, lässt sich neue Bremsflüssigkeit (hier: ATE SL DOT4) bequem einfüllen:


Der leere, aufgeschraubte, nicht gerade sehr gut zugängliche Vorratsbehälter, der jetzt gefüllt werden möchte:


Die Pril-Flasche bei der Arbeit. Es funktioniert so phantastisch gut. Durch leichtes Zusammendrücken der Flasche kann man das Auslauftempo steigern. Und nicht ein Tropfen geht daneben, außer wenn man sich beim Absetzen der Flasche sehr ungeschickt anstellt:


Für das eigentliche Befüllen und Entlüften habe ich investiert: In ein Füll- und Entlüftungsgerät, Made ich China. Dazu gehört noch, auf dem Foto nicht mit abgebildet, ein Adapter, den man dicht auf den Bremsflüssigkeitsbehälter am Golf schraubt und auf den wiederum der Schlauch gesteckt wird. So sieht es aus:


Das erste Gerät, das ich für ca. EUR 49,00 bei einem deutschen Händler bestellt hatte, konnte ich gleich wieder zurückschicken. Erstens passte das Gewinde des Schraubadapters nicht auf das des Behälters im Fahrzeug, und zweitens ließ sich die zugehörige Auffangflasche nicht mit ihrem Schraubdeckel verschließen, weil sofort das Gewinde übersprang. Auf die Erstattung nach der Rücksendung habe ich gefühlte Ewigkeiten gewartet. Die zweite Bestellung war bei einem chinesischen Händler, nachdem ich ihm Fahrzeugtyp und Baujahr genannt hatte. Als das Gerät kam, habe ich als erstes den Adapter getestet: Er passte tadellos. Aber dafür gab es ein anderes Problem, mit dem dieses Gerät nie eine Endkotrolle hätte bestehen können: Mit der Handpumpe ließ sich kein Druck aufbauen. Nach einigem Hin und Her mit dem Händler habe ich das durch Hinzufügen einer nachgearbeiteten großen Unterlegscheibe an der Handpumpe selbst repariert und dafür 8 Euro gutgeschrieben bekommen, so dass das Gerät jetzt knapp EUR 39,00 gekostet hat. Aber es gab noch ein weiteres Problem: Im Inneren des Gerätes gab es Ölreste von der Herstellung. Weil mir die Beschaffenheit dieser Ölreste nicht bekannt war und weil Öle auf mineralischer Basis an den Gummiteilen der Bremshydraulik schwere Schäden verursachen können, habe ich das ganze Ding, ähnlich wie vorher die Prilflasche, in mühevoller Kleinarbeit gründlich gereinigt.

Das ist Made in China! Mein Vertrauen in das gesamte Gerät, insbesondere die Druckfestigkeit der Schlauchverbindung, ist dadruch nicht unbedingt gestiegen.

Zu diesem Gerät gehört noch eine 1 Liter Auffangflasche, bei der sich der Deckel im Gegensatz zur ersten richtig verschließen lässt. Ich habe sie erst als weniger wichtiges Zubehörteil angesehen, aber sie hat sich als ausgesprochen praktisch gegenüber den früher von mir verwendeten Gefäßen erwiesen. Ich möchte sie nicht mehr missen. Nur am Ende ihres Schlauches, der auf die Entlüftungsventile gesteckt wird, war ein größeres, schwarzes Gummi-Verbindungsstück, das ich durch ein kurzes Stück Silikonschlauch 6 mm ersetzt habe. So sieht sie aus:

Um einen Anhalt dafür zu haben, wieviel Bremsflüssigkeit aus dem Auto in die Flasche gelaufen ist, habe ich sie noch vor der ersten Benutzung mit einem 0,2 Liter Messgefäß, Wasser und einem dicken, schwarzen Filzstift mit Einteilungen versehen. Dabei stellte sich heraus: Die Flasche fasst in Wirklichkeit keine 1,0 Liter, sondern nur gut 0,9. Nicht mal das bekommen die Chinesen hin:


Um es kurz zu erklären, das Entlüftungsgerät funktioniert folgendermaßen: Nach Abschrauben des Einfülldeckels 1...


... kann Bremsflüssigkeit eingefüllt werden. Die Chinesen sagen, dass 3 Liter hinein passen. Der Schlauch 2 geht innendrin bis ganz unten fast auf den Boden. Sein äußeres Ende wird mit Hilfe des auf einem späteren Foto sichtbaren Schaubadapters dicht auf den Bremsflüssigkeitsbehälter im Fahrzeug geschraubt. Durch Auf- und Abbewegen der Handpumpe 3 wird zusätzlich Luft in das Gerät gepumpt, so dass ein Überdruck entsteht. Dieser Überdruck sorgt dafür, dass Bremsflüssigkeit aus dem Gerät in den Vorratsbehälter im Fahrzeug gedrückt wird. Weil bei unbetätigtem Bremspedal eine direkte Verbindung besteht von beiden Kammern des Vorratsbehälters über die Nachlaufbohrungen im Hauptzylinder über die Zylinder selbst über die beiden vom Zylinder abgehenden Leitungen in den Rest der Bremshydraulik, ist dieser Überdruck überall vorhanden. Wenn man jetzt ein beliebiges Entlüftungsventil öffnet, läuft ohne weiteres Zutun munter Bremsflüssigkeit aus.

Am Füll- und Entlüftungsgerät gibt es ein Manometer, das den Druck im Inneren anzeigt. Wie man auf dem folgenden Foto sehen kann, beginnt der "Rote Bereich" des Manometers bei knapp 3 bar. Damit wäre ich aber sehr vorsichtig, weil ich dem Verbindungsschlauch zwischen Gerät und Auto 3 bar nicht wirklich zutraue. Man sollte sich darüber im Klaren sein: Wenn der Schlauch platzt oder sich vom Adapter am Vorratsbehälter löst, fließt einem der gesamte Bremsflüssigkeitsinhalt des Gerätes in den Motorraum. Weil ich das unter allen Umständen nicht wollte, habe ich zuerst mit dem leeren Gerät und dem nicht am Vorratsbehälter angeschlossenen abgedichteten Schraubadapter einen Drucktest mit 2,0 bar gemacht und dabei an diversen Stellen des Schauches herumgezogen. Dieser Test wurde bestanden. Später bei der eigentlichen Arbeit habe ich aus Sicherheitsgründen nur noch mit der Hälfte des Testdrucks = 1,0 bar gearbeitet. Das reicht vollkommen aus. Außerdem steht in irgend einem der VW Reparaturleitfäden des Golf 3, dass man bei Benutzung eines derartigen Gerätes den Druck nicht über 1,0 bar erhöhen soll:


Nun zu der eigentlichen Arbeit mit diesem Gerät. Um es in eine brauchbare Position zum Auto zu bringen, habe ich einen "Werkstattwagen" erfunden, bestehend aus einer aufgeklappten blauen 120 Liter Papiermülltonne und einer zweckentfremdeten Schiebetür eines Kellerschrankes als obere Ablage. Das ist sehr praktisch so, weil die Höhe genau richtig ist und das Ganze sich leicht in jede gewünschte Position verschieben lässt:


Die Verbindung zum Bremsflüssigkeitsbehälter mit dem Schraubadapter:


Mit der Handpumpe des Gerätes habe ich knappe 1,0 bar eingepumpt:


Und schon kann es losgehen. Angefangen habe ich natürlich vorn, wo ich beide Bremskreise vorher komplett entleert hatte. Die Auffangflasche ist am Entlüftungsventil des vorderen linken Bremssattels angeschlossen, der Schraubenschlüssel ist bereit zum Öffnen des Ventils:


Und schon plätschert die Bremsflüssigkeit nach Öffnen des Ventils...


...von selbst vom Bremssystem in die Flasche:


Vorn habe ich es bei einer ausgelaufenen Menge von 0,2 Litern belassen und das Entlüftungsventil geschlossen. Weil dieser Bereich der Bremshydraulik vorher bis auf minimale Reste leer war, kann man davon ausgehen, dass die gesamte Hydraulik dieses Bremskreises bis zum linken Vorderrad jetzt mit neuer Bremsflüssigkeit befüllt ist:


Danach: Wiederholung des Ganzen am rechten Vorderrad. Nach dem Verschließen des Entlüftungsventils und vor dem Aufdrücken der Staubkappe bekommt jedes Ventil etwas zähflüssiges, nach Trocknung dauerelastisches Wachs, das den Gewindespalt des Ventils verschließt. Das sorgt dafür, dass kein Wasser hinein kommen kann mit der Folge, dass man die Ventile auch nach Jahren noch problemlos öffnen kann:


Als vorn alles fertig war, ging es hinten weiter. Blöd ist, dass das ohne Abbau des jeweiligen Rades nicht geht. Das Ventil ist schon geöffnet, und die Bremsflüssigkeit plätschert in die Auffangflasche:


Weil die Bremsleitungen hach hinten länger sind und weil sie nicht wie die vorderen vollständig entleert worden waren, lasse ich hinten gewöhnlich eine größere Menge Bremsflüssigkeit durchlaufen: 0,4 Liter pro Rad. Ich finde es absolut faszinierend, stressfrei zusehen zu können, wie die Flüssigkeit aus der Bremshydraulik des Autos von selbst in die Auffangflasche läuft. Deren Deckel sollte man nicht ganz dicht verschließen, damit Luft ausströmen kann, die durch die einlaufende Flüssigkeit irgendwo hin möchte. Und: Weil durch die ausfließende Bremsflüssigkeit der Druck im Füll- und Entlüftungsgerät allmählich abnimmt,, kann es nötig sein, etwas an der Handpumpe nachzupumpen, wenn die Flüssigkeit nur noch ganz langsam läuft:


Ganz zum Schluss muss der Schraubadapter des Gerätes wieder vom Vorratsbehälter abgeschraubt werden. Dabei kann das Problem bestehen, dass der Behälter jetzt randvoll ist. So war es jedenfalls bei mir. Um den Adapter ohne Sauerei abzubekommen, bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich habe bei noch angeschlossenem Gerät erstmal durch Öffnen des Einfülldeckels am Gerät den Druck abgelassen und den Rest der darin befindlichen Bremsflüssigkeit ausgeschüttet. Dabei den Schlauch zum Fahrzeug so bewegt, dass er möglichst leer wird. Dann den Deckel wieder aufgeschraubt und per Handpumpe Luft eingepumpt, die jetzt ohne Bremsflüssigeit im Gerät war. Sodann eins der vier Entlüftungsventile geöffnet und Bremsflüssigkeit auslaufen lassen, bis der Flüssigkeitsstand im Behälter in etwa stimmte. Von oben strömt dabei Luft nach. Nach Ablassen des Drucks am Gerät kann der Schraubadapter jetzt gefahrlos und ohne Sauerei vom Vorratsbehälter abgeschraubt werden. Wenn man, wie es bei mir war, zu viel Bremsflüssigkeit hat auslaufen lassen, so dass der Stand im Behälter jetzt etwas zu niedrig war, musste auf normale Weise etwas nachgefüllt werden - natürlich mit der Pril-Flasche.


3. Einbau eines anderen Lenkrades

Das andere Lenkrad, das in den roten Variant sollte, hatte ich schon geschlagene acht Jahre auf meinem Dachboden gelagert. Es war halt immer irgend etwas wichtiger. Auch jetzt hatte ich eigentlich keine Zeit dafür. Aber es musste jetzt sein, weil ich das bisherige Lenkrad des Variant für das Cabrio brauchte, dessen Lederlenkrad nicht mehr wirklich schön war. Das bisherige aus dem Variant war auch ein originales VW Lederlenkrad, das ich einst als Neuteil eingebaut hatte. Nach nur ca. 35.000 Kilometern war es noch fast wie neu.

Das Lederlenkrad, das dafür jetzt in den Variant sollte, war eins mit flashroten Nähten, das wunderbar zur Außenfarbe des Autos passt. Es ist ein originales VW-Teil mit der Teilenummer 1H0 419 091 AD EBS, das es im Jahr 2011 für sagenhaft günstige EUR 99,00 bei VW Classic Parts gab. Nach der Teilenummer könnte man denken, dass es ein Golf 3 Teil ist. Ist es aber nicht wirklich, weil es in dieser Ausführung nur am Polo 6N Colour Concept verbaut wurde. Denn es hatte neben den roten Nähten auch rote Hupentasten, die nicht unbedingt meinen Geschmack treffen. Das große, runde Hauptteil des Lenkrades mit den roten Nähten ist aber exakt dasselbe wie es ab Werk auch im Golf 3 GTI verbaut wurde. Bei dem damaligen günstigen Preis von nur 99 Euro frage ich mich heute, warum ich damals nur eins und nicht zwei oder drei Stück gekauft habe. Sie würden mir heute aus der Hand gerissen:




Hier sind die kirmesroten Hupentasten schon vom Lenkrad abgebaut. Und auch die Airbag-Wickeltrommel mit Schleif- und Rückstellring, die dazu gehörte. Alle diese Zubehörteile wollte ich vom bisherigen Variant-Lenkrad übernehmen:




Jetzt schon mit angebauten schwarzen Hupentasten...


...und jetzt auch mit angebauter Airbag-Wickeltrommel mit Schleif- und Rückstellring:


Bevor ich das bisherige Lenkrad von der Welle abgezogen habe, habe ich es so gedreht, dass es genau gerade stand, um das neue in genau dieser Position aufstecken zu können. Zwischendurch: Seltsamer Anblick des Golf 3 Cockpits ohne Lenkrad:


Das neue Lenkrad ist aufgesteckt und die Mutter SW24 mit den vorgeschriebenen 50 Nm festgezogen:


Jetzt auch mit Fahrerairbag = Fertig. Geschlagene acht Jahre musste dieses Lenkrad bei mir liegen, bevor ich den Moment erleben durfte, dass es fertig dort war, wo es hin sollte:


Abrunden ließe sich das jetzt noch wunderbar mit einer Handbremshebelverkleidung, die auch rote Nähte hat. Weil ich in diesem Punkt aber anpruchsvoll bin, müsste es die Ausführung sein, bei der die komplette Verkleidung mit Leder bezogen ist und nicht nur wie bei den meisten das vordere Griffteil. So etwas gab es auch bei VW, ist aber schon seit Ewigkeiten ohne Ersatz entfallen. Die Aussichten, so ein Teil in tadellosem Zustand zu finden, halte ich für minimal bis nicht vorhanden. Da bleibt wohl nur übrig, so etwas irgendwann mal (hoffentlich noch in diesem Leben) in Eigenproduktion in Angriff zu nehmen oder in Auftrag zu geben. Also bleibt es vorerst bei der schwarz bezogenen Verkleidung, die komplett mit Leder bezogen ist, mit schwarzen Nähten:



Was ich in diesem Zusammenhang bei abgebauten Vorderrädern noch gemacht habe:

+ Stärke der vorderen Bremsbeläge gesichtet. Noch ca. 5 bis 6 mm nutzbare Stärke vorhanden = kein Handlungsbedarf

+ Vordere Bremsschläuche sorgfältig untersucht, vor allem die Problemstelle, an der sie infolge häufiger Bewegung schonmal aufquellen: Keine Beschädigung erkennbar.

+ Den Bremsstaub von den vorderen Rädern abgewaschen, weil das bei abgebauten Rädern so schön geht. Anschließend die Felgen neu konserviert:


+ Und später noch die Batterie nachgeladen:


Auf anschließender Fahrt zum Wegbringen des Altöls habe ich noch zwei Fotos bei Tageslicht gemacht:




Damit war jetzt alles erledigt, was ich mir für dieses Jahr mit diesem Auto vorgenommen hatte. Ein paar andere Sachen, für die das Auto aber nicht aufgebockt werden musste, hatte ich schon vor ein paar Wochen erledigt. So kam der Variant jetzt erstmal wieder auf seinen Tiefgaragenplatz. Vielleicht gibt es an einem sonnigen Herbsttag ja noch eine Gelegenheit, eine schöne Reise mit ihm zu machen.


Was sonst noch passiert ist:

Während dieser Zeit kam ein großes Paket von VW Classic Parts an:


Es enthielt unter anderem zwei neue vordere Stoßdämpfer 1H0 413 031 P, das sind die originalen für den Variant. Denn bei den letzen Hauptuntersuchungen hatte sich gezeigt, dass der vordere linke Stoßdämpfer deutlich an Wirkung nachgelassen hat. Auch scheinen mir die Gummilager in den vorderen Federbeindomen nach 21 Jahren erneuerungsbedürftig zu sein. Das ist alles für das nächste Frühjahr vorgesehen:




Ich wusste gar nicht, dass es genau diese Stoßdämpfer bei VW Classic Parts gibt, weil sie in der Teileliste nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Aus dem normalen Teileprogramm sind sie schon im Februar 2015 entfallen. Ich habe sie zufällig beim Durchsehen der "Special Deals" = Sonderangebote bei VW Classic Parts, die immer für zwei Wochen gültig sind, entdeckt. Da habe ich gleich zwei Stück bestellt, zusammen mit noch ein paar Kleinteilen von meinem Merkzettel. Für sehr günstige EUR 49,49 pro Stoßdämpfer. Jetzt kosten sie wieder EUR 169,00 pro Stück.

Puh, war das ein langer Text! Demnächst geht es hier wieder mit dem Cabrio weiter.

Grüße Teletubby





Geändert von Teletubby (12.09.2019 um 14:10 Uhr)
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