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Alt 23.12.2018, 12:58 #1
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Ja das kenne ich. Wenn ich meinen Sat-Receiver wieder umflashe, so muss ich auch immer meinen "586er" rausholen mit 95B (Die Urversion gabs sogar noch auf 3,5" Floppies...). An der seriellen Schnittstelle des aktuellen Rechners kommt das partout nicht zum Laufen. Geht einfach nicht oder ich übersehe immer etwas. Beim LPT dürfte der zu schwache Pegel auch nen Problem darstellen, da liegen selten wirklich 5V an.


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Alt 28.12.2018, 11:33 #2
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Schön schön, jetzt weis ich warum ich dieses Jahr meinen 386er und Pentium 1 Rechner Wiederbelebt habe ^^

mfg Patrick
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Alt 28.12.2018, 19:14 #3
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Ich muss auch mal den AMD 486 DX4/100 wiederbeleben. Der hat meines Wissens 64MB Arbeitsspeicher und rennt unter Win98SE. Der lief schon Jahre nicht mehr, aber ich muss der Telefonanlage die Daten reinladen, incl Telefonbuch. Immerhin kann Win98 schon aufs Netzwerk zugreifen und die NAS ebenfalls.
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Alt 29.12.2018, 18:30 #4
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Arbeiten an drei Kombiinstrumenteen, Zweiter und letzter Teil

Hallo!

Wie im ersten Teil schon angekündigt, soll es hier im zweiten um die Arbeit an zwei VDO Kombiinstrumenten (KI) gehen und darum, wie die Daten im Specherchip abgelegt sind. Dass das Ändern des Kilometerstandes mit Hilfe des DOS-Programms und des Verbindungskabels zum PC bei KI´s von MotoMeter bei mir schon mehrmals und ausnahmslos funktioniert hat, hatte ich auch schon geschrieben. Ensprechend optimistisch habe ich die gleiche Arbeit an einem KI von VDO begonnen. Dazu hatte mir Forumsmitglied Benjamin zwei VDO KI´s geschickt: Ein US-KI, bei dem er den Kilometerstand von 164455 auf seinen originalen 226000 geändert haben wollte. Und eins zum Üben, weil ich ihm schon im Vorfeld mitgeteilt hatte, dass das manchmal Schwierigkeiten geben kann bis hin zur Unbrauchbarkeit des KI.


Total optimistisch habe ich das KI zum Üben mit dem Kilometerstand 180049 per Kabel mit dem PC verbunden und auf die schon beschriebene Weise das DOS-Programm für VDO KI´s gestartet mit dem Ziel, den Kilometerstand zum Test auf 123456 zu ändern. Und es tat sich - nichts. Auch nach vielen Versuchen und Änderungen nicht. Das KI ist zwar nicht kaputt gegangen, aber am Kilometerstand hat sich eben auch nichts geändert. Diese Überraschung musste ich erstmal verdauen.

Ohne irgendwelche Erfahrungen mit Arbeiten an VDO KI´s zu haben, wollte ich es dabei aber nicht belassen. Einmal, um dem Besitzer zu seinem gewünschten Kilometerstand zu verhelfen, zum Zweiten für mein Interesse. Der Plan bestand darin, das Ziel durch Bearbeiten des KI-internen Speicherchips zu erreichen, wie es mir bei KI´s von MotoMeter auch schon gelungen war.

Also habe ich das Üb-KI zerlegt und auf der Platine den Speicherchip gesucht und schnell gefunden:


Es ist ein 93C46CB6 des Herstellers ST:


Das ist ein serielles EEPROM des Herstellers ST mit 1 kb Größe. Seriell bedeutet, dass man die Daten der einzelnen Speicheradressen nur einzeln nacheinander auslesen und den Chip auch nur genau so programmieren kann. Das im Gegensatz zur parallelen Bearbeitung bei anderen Chiptypen. EEPROM steht für "Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory". Dabei besagt das "Electrically", dass der Chip elektrisch gelöscht werden kann im Gegensatz zu zuvor verwendeten EPROMs, bei denen das Löschen durch Bestrahlen mit UV-Licht passierte, wozu der Chip aus der Schaltung genommen werden musste. "Erasable" bedeutet, dass der Chip nach einem Programmiervorgang überhaupt wieder gelöscht werden kann, was nicht selbstverständlich ist. "Programmable" heißt, dass der Chip nach seiner Produktion programmiert werden kann, was auch nicht selbstverständlich ist. Denn daneben gibt es sogenannte maskenprogrammierte ROM´s, die schon bei der Herstellung ein danach nicht mehr veränderbares Programm eingeschrieben bekommen, z.B. zur Steuerung von Waschmaschinen. "ROM" bedeutet Nur-Lese-Speicher, womit ausgesagt ist, dass der Chip in seinem späteren Normalbetrieb nur bzw. überwiegend gelesen, nicht aber beschrieben wird. Dies im Gegensatz z.B. eines RAM´s von einem PC. Die Größenangabe 1k besagt, dass in diesem Chip ein Kilo-Bit an Daten gespeichert werden kann, wobei, wie in der Digitaltechnik üblich, 1k nicht 1.000, sondern 1.024 bedeutet, was sich aus der binären Rechenweise ergibt. Die Herstellerangabe ST steht für den ehemaligen renommierten italienischen Halbleiterhersteller SGS-Ates, der später vom französischen Staatskonzern Thomson-Brandt übernommen wurde und der dadurch das Kurzzeichen ST für SGS-Thomson bekam.

Abschließend gibt es zum Speichertyp EEPROM noch zu sagen, dass er zu den nicht-flüchtigen Speichern gehört, das heißt, er behält seinen Inhalt auch bei Wegnahme der Betriebsspannung. Ganz im Gegensatz z.B. zur RAM-Bausteinen, wie sie als Arbeitsspeicher für PC benutzt werden. Bei Wegnahme der Betriebsspannung vergessen sie alles.

Hier ist der Speicherchip im Programmiergerät. Damit und mit der zugehörigen Software und dem PC kann man den Chip auslesen, löschen, programmieren und einen Leertest machen, der vor jedem Programmiervorgang erfolgen sollte:


Hier ist der ausgelesene Chipinhalt im Datenpuffer des Programmiergerätes, der auf dem Bildschirm angezeigt wird:


Angezeigt wird das alles wie häufig in der Digitaltechnik im sogenannten "Hexadezimalen Zahlensystem". Weil das hier wahrscheinlich nicht jeder kennt, möchte ich dazu kurz etwas schreiben.

Unser normales Zahlensystem heißt dezimales Zahlensystem, kommend vom lateinischen "decem" = zehn. Das System heißt aus zwei Gründen so: Erstens besteht der Vorrat an Zeichen aus zehn verschiedenen: Die Zahlen 1 bis 9 und die 0. Zweitens ergeben immer zehn der nächst niedrigeren Stelle 1 der nächst höheren: Zehn Einer ergeben einen Zehner, zehn Zehner einen Hunderter usw.. Daneben gibt es aber noch mehrere andere Zahlensysteme. Normaler als diese ist das Dezimalsystem eigentlich nicht; es ist uns nur vertrauter, weil wir seit vielen Jahren damit zählen und rechnen: Längenangaben, Geldbeträge, Altersangaben, Lottozahlen usw.. Eins der anderen Zahlensysteme ist das hexadezimale, (von griech. "hexa" = 6 und lat. "decem" = 10, ergibt zusammen 16), das sich wegen Anzahl der damit ausdrückbaren Mengen für die Digitaltechnik viel besser eignet als das dezimale.

Im hexadezimalen Zahlensystem kann man mit jeder Stelle statt bis 9 bis 15 plus jeweils der 0 zählen. Um keine neuen Zeichen erfinden zu müssen, werden die Buchstaben A bis F wie folgt verwendet: 10 dec = A hex, 11 dec = B hex, 12 dec = C hex, 13 dec = D hex, 14 dec = E hex, 15 dec = F hex. Um klar erkennen zu können, auf welches Zahlensystem sich die Angaben beziehen, werden wie vorstehend gezeigt, dec für das Dezimal- bzw. hex für das Hexadezimalsystem angefügt.

Mit der ganz rechten Stelle im hexadzimalen Zahlensystem kann man also bis F hex = 15 dec zälen. Das sind 16 Mengenangaben, wenn man die 0 mitrechnet. Bei größeren Zahlen als 15 wird es zweistzellig. d.h. es kommt links daneben eine weitere hexadezimale Stelle dazu, die die Wertigkeit 16 hat. Beispiel:

E hex = 14 dec
F hex = 15 dez
10 hex = 16 dec
11 hex = 17 dec
12 hex = 18 dec

Das geht so weiter, bis man bei der rechten Stelle bei E hex = 15 dec angekomen ist:
1D hex = 29 dec
1E hex = 30 dec
1F hex = 31 dec

Wenn man an dieser Stelle weiterzählt, muss 1 dazugezählt werden, was dann so aussieht:

20 hex = 32 dec
21 hex = 33 dec

Allgemein gesagt: Der Wert des Zeichens, das an der zweiten Stelle von rechts steht, muss mit 16 dec multipliziert werden, um den dezimalen Zahlenwert zu erhalten.

Bei 9C hex geht es so weiter:

9C hex = 156 dec
9D hex = 157 dec
9E hex = 158 dec
9F hex = 159 dec
A0 hex = 160 dec
A1 hex = 161 dec
A2 hex = 162 dec

Mit diesen beiden hexadezimalen Stellen kann man bis zum Maximalwert FF hex zählen, was dem Dezimalwert 255 dec entspricht. Unter Einrechnung der 0 kann man also 256 verschiedene Zustände ausdrücken, was höchst praktischerweise derselben maximal verschiedenen Anzanl der Zustände von 8 Bit = 1 Byte entspricht. Dazu später mehr. Um dasselbe als Dezimalzahl auszudrücken, würde man eine Stelle mehr benötigen.

Mit genau solchen hexadezimalen Werteangaben wird nun der Dateninhalt des Speicherchips auf dem Bildschirm angezeigt. Der eigentliche Dateninhalt ist der auf dem folgenden Foto rot eingekreiste Bereich. Alles, was darunter ist, ist nur für größere Chips als dem im KI des Golf 3 verwendeten; der Bereich des 93C46 geht nur von der oberen bis zur achten Zeile von oben:


Damit der Prozessor alle im Speicherchip abgelegten Daten sicher wiederfindet, gibt es die sogenannte Adressierung; die dazu nötigen Angaben sind auf dem nächsten Foto rot eingekreist:


Das funktioniert wie die Kennzeichnung von Feldern auf einem Schachbrett mit Koordinaten am linken und oberen Brettrand, z.B. C3, E4, F2 usw.. Um den Inhalt einer Speicheradresse eindeutig zu finden, wird zunächst die in derselben Zeile links daneben stehende Angabe, z.B. 00000060 genommen, davon aber die letzte Stelle weggelassen. An den Platz der weggelassenen Stelle kommt dann die letzte Stelle der in derselben Spalte darüber stehenden hexadezimalen Zahl, z.B. B. Die in diesem Beispiel zusammengebastelte Speicheradresse ist also 0000006B, womit die auf dem nächsten Foto eingekreiste Adresse gemeint ist, die den Inhalt 04 hex hat:


Wie man sehen kann, geht der gesamte Adressbereich dieses Speicherchips über acht Reihen, die die Speicheradressen von 00 bis 7F hex umfassen. Das sind acht Reihen mit je 16 Adressen = insgesamt 128 Adressen. Weil der Dateninhalt jeder einzelnen Adresse aus einem Byte = 8 Bit besteht, kommt man so rechnerisch mit 8 dec X 128 dec auf die schon weit oben erwähnte Speicherkapazität dieses Chips auf 1024 Bit = 1 kBit.

Der Vollständigkeit halber eben noch: Der auf dem nächsten Foto rot eingekreiste Bereich ist die Decodierung der in derselben Reihe links daneben stehenden Speicherinhalte nach dem ASCII-Code (ASCII = American Standard Code for Information Interface), der ursprünglich mal zur Steuerung von Druckern entwickelt wurde und heute nicht mehr viel Bedeutung hat. Nur eben so viel dazu: Zu jeder der 16 Speicheradressen pro Zeile gehört eine Stelle der rechts daneben stehenden Decodierung, so dass es auch dort 16 Stellen gibt:


Ein Bespiel zu alledem noch aus einem Kombiinstrument von MotoMeter, weil es bei diesen offensichtlicher ist: Die Wegimpulszahl 3.862 dec, die hexadezimal umgerechent 0F16 hex ist. Auch sie ist im Datensatz eines KI-EEPROMS abgelegt, und zwar bei MotoMeter an den Adressen 06 hex und 07 hex. Dort finden sich die hexadezimalen Werte 16 hex und 0F hex. Das 16 hex und 0F vertauscht sind, liegt an der sog. Speicherorganisation, die ich hier nicht auch noch erklären möchte. Wenn man diese Wegimpulszahl des Kombiinstrumentes nun ändern wollte, müsste man ganz einfach die jetzigen Werte der beiden Speicheradressen in die in hex umgerechnete neue Wegimpulszahl ändern. Dann den ganzen Chip löschen und mit dem geänderten Inhalt neu programmieren. Fertig. Was man auf dem nächsten Foto auch sehen kann: Der gesamte Adressbereich des Speicherchips im MotoMeter-KI ist doppelt so groß wie in dem von VDO. Er geht nicht nur von 0000 bis 007F hex, sondern bis 00FF hex:


Beim VDO KI findet sich die Wegimpulzahl auch im Inhalt des EEPROMS, und zwar hier rot eingekreist an den Speicheradressen 04 hex und 05 hex. Weil sie allerdings nicht wie beim MotoMeter-KI als direkte hexadezimale Zahl gespeichert ist, sondern verschlüsselt, ist sie etwas schwieriger zu finden. Man kann sie aber auf die eben beschriebene Weise ändern, wobei die neue auch wieder verschlüsselt programmiert werden muss:


Der Kilometerstand ist im VDO KI in den letzten beiden Reihen des EEPROMS verschlüsselt abgelegt = an den Speicheradressen 0060 bis 007F. Für eine Speicherung des Kilometerstandes werden zwei Bytes = zwei Speicheradressen benötigt, so dass der Kilometerstand in den letzten beiden Reihen 16mal abgespeichert ist. Die Art der Verschlüsselung ist zu durchblicken. Der urprüngliche Kilometerstand dieses KI´s betrug 180049; mein erster Versuch der Änderung sollte das Ergebnis 123456 haben. Hier ein Foto davon:


Upps, um 1 vertan, aber akzeptabel.

Hier ein Foto von Benjamins US-KI, noch mit dem alten Kilometerstand 164455:


Hier der zugehörige EEPROM-Inhalt:


Und abschließend sein neuer Wunsch-Kilometerstand 226000:


Bei zusammengebautem KI ist das besser lesbar:


Und hier der zugehörige Datensatz dazu. Wenn man ihn mit dem vorigen vergleicht, kann man deutlich sehen, dass nur die beiden unteren Zeilen des Adressbereiches des Speicherchips anders sind als vorher, der Rest ist gleich:


Nachdem ich das Üb-KI wieder auf seinen ursprünglichen Kilometerstand programmiert hatte, konnte ich Benjamin seine beiden KI´s zurückschicken.

Zum Schluss wollte ich noch etwas darüber schreiben, wie die Daten in einem EEPROM Speicherchip auf niedrigster Bauteileebene gespeichert werden. Angefangen hat das mit sog. "FAMOS-Zellen" (= Anfangsbuchstaben von Floating Gate Avalanche Injection Metal Oxid Semiconductor), die in modernisierter Form auch heute noch verwendet werden. "Metal Oxid Semiconductor" kennen die meisten, weil sie als sog. "MOS-FET´s" in vielen Bereichen der Elektronik verwendet werden, z.B. in Audio-Verstärkern. "Floating Gate" bedeutet, dass die bei Feldeffekttransistoren (FET´s) überaus wichtige Steuerelektrode, das Gate, mit dem der Stromfluss zwischen den anderen beiden Anschlüssen gesteuert werden kann, nicht als Anschluss nach außen geführt ist. Das, was sich zuerst mal total beknackt anhört, hat den Zweck, dass dieses Gate bei Speicherchips extrem gut isoliert sein muss. Mit der "Avalanche Injection"-Technologie ist es möglich, auf dieses isolierte Gate trotzdem eine elektrische Ladung aufzubringen oder sie dort auch wieder weg zu bekommen, ohne dass ein direkter Anschluss dorthin vorhanden ist. Denn die Frage, ob dort eine elektrische Ladung ist oder nicht, entscheidet darüber, ob dieser Speicher-FET = diese Speicherzelle programmiert (= Ladung da) oder gelöscht (= Ladung weg) ist. Dieser Zustand muss so lange wie möglich erhalten werden können.

Mit einer dieser Speicherzellen kann man noch nicht viel speichern, nämlich nur zwei Zustände: Ladung da = logische 1 oder Ladung weg = logische 0. Das entspricht genau einem Bit. Durch Zusammenfassen von mehreren dieser Speicherzellen kann man die speicherbaren Zustände theoretisch unendlich erweitern, wobei sich die speicherbare Datenmenge mit jeder neu hinzukommenden Stelle verdoppelt. Mit zwei Zellen kann man also vier Zustände speichern, mit drei acht, mit vier 16 usw. Gebräuchlich sind acht Speicherzellen, die zusammen zu einer Speicheradresse im Speicherchip, z.B. Adresse 004B wie oben beschrieben, gehören. Mit diesen acht unter einer Adresse zusammengefassten Speicherzellen = acht Bit = ein Byte lassen sich, wenn man den Zustand "Alle acht leer" mitzählt, genau 256 verschiedene Zustände speichern. Und das ist haargenau die Menge, die sich mit zwei hexadezimalen Stellen (FF hex = 255 dec plus der 0 = 256 dec) ausdrücken lässt. Genau darum eignen sich die hexadezimalen Zahlen so gut für den Inhalt jeder Speicheradresse.

Zwei interessante Einzlheiten noch dazu:

1. Durch den Aufbau der FAMOS-Zellen und die Beschaltung innerhalb der Speicher-IC´s kehren sich die Verhältnisse der Anzeige um: Wenn auf den Gates aller acht zu einer Speicheradresse gehörenden Speicherzellen keine Ladungen sind, was gleichbedeutend mit "nicht programmiert" = gelöscht ist, wird beim Auslesen dieser Adresse nicht der unterste Wert 00 hex angezeigt, sondern FF hex = der maximale. Und umgekehrt: Alle Speicherzellen haben eine Ladung, dann ergibt das die Anzeige 00 hex. So erklärt es sich auch, dass die nicht zum Adressbereich des KI-Chips gehörenden Speicheradressen auf den Bildern dieses Beitrags mit FF hex angezeigt werden. Und wenn man einen nagelneuen Speicherchip ausliest, der noch nie programmiert war, wird ebenfalls an allen Adressen FF hex angezeigt.

2. Obwohl die Gates der FAMOS Speicherzellen zur hervorragenden Isolation nicht nach außen geführt sind, ist eine dort bei der Programmierung aufgebrachte Ladung ebenso wenig eine Sache für die Ewigkeit wie eine ladungslose = gelöschte Zelle. Über sehr lange Zeiträume kann sich das so verändern, dass aus einer ehemals programmierten 1 wegen teilweisen Ladungsverlusts beim Auslesen eine 0 wird. Auch das Gegenteil ist möglich. Man drückt das dann so aus, "dass ein Bit umgekippt ist". Je nach dem, was für ein Gerät das ist, führt das zu Funktionsstörungen. Wenn mit Prüfsummen gearbeitet wird, kann schon das Umkippen eines einzigen Bits dazu führen, dass gar nichts mehr funktioniert. Die Hersteller der Speicherchips geben dazu die Datensicherheit (engl. Data Retention) = Zeit der fehlerfreien Datenerhaltung in Jahren an. Ursprünglich waren es mal zehn Jahre, später 100 oder sogar 200 Jahre. Für den Speicherchip 93C46, der im Golf 3 VDO Kombiinstrument verwendet wird, gibt der Hersteller ST eine Datensicherheit > 40 Jahre an. Häufige Lösch- und Programmiervorgänge verkürzen diese Zeit genau wie Betrieb außerhalb der Herstellerspezifikationen, z.B. bei höheren Temperaturen.

Die Möglichkeit des Datenverlustes gibt es in der Digitlatechnik aber nicht nur bei Speicher-Chips. Sogar für ganz normale bespielte Audio-CD´s aus dem Handel wurde ursprünlich eine Datensicherheit von zehn Jahren garantiert, später 20 oder 25 Jahre. Wie es bei heute gekauften Audio-CD´s aussieht, weiß ich nicht. Auf jeden Fall hat die sachgemäße Aufbewahrung Einfluss darauf.


Was sonst noch passiert ist:

Weil ich in der Woche vor Weihnachten darüber informiert worden war, dass mein neuer Polo beim Händler eingetroffen ist, bin ich am frühen Nachmittag des 24.12. einfach mal hingefahren. Obwohl erwartungegebäß geschlossen war, musste ich nicht lange suchen. Hier die ersten Fotos:




Gestern war ich dort verabredet, um das Auto zum ersten Mal aus der Nähe zu sehen, auch von unten. Das sieht alles sehr schön aus. Die Papiere habe ich bekommen für die Zulassung, für die ich am nächsten Freitag beim Straßenverkehrsamt in Mettmann einen Termin habe. Die Fahrzeugrechnung des VW-Konzerns habe ich auch bekommen und den Betrag schon überwiesen; die Rechnung des Händlers über den geringen Restbetrag soll ich erst bei Übernahme des Autos am nächsten Freitag bekommen.

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (30.12.2018 um 09:42 Uhr)
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Alt 29.12.2018, 20:01 #5
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Bist du sicher, dass zwei Byte reichen? Das sind ja nur 2hoch16 Möglichkeiten und da komme ich nur auf dezimale 65536. Da müsste noch eine dritte Stelle sein.

Gut, dass du hier mal einiges Basiswissen bringst. Das haben viele nie gehört, dabei basiert die ganze Datenverarbeitung auf dieser Grundlage.

Du hast damit das Programmiertool für VDO überhaupt nicht benutzt und viel näher an der Hardware gearbeitet?

Geändert von wolfi71 (29.12.2018 um 20:04 Uhr)
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Alt 30.12.2018, 10:17 #6
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Hallo!

Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Bist du sicher, dass zwei Byte reichen? Das sind ja nur 2hoch16 Möglichkeiten und da komme ich nur auf dezimale 65536. Da müsste noch eine dritte Stelle sein.
Du hast natürlich recht, auch mit Deinen ausgerechneten dezimalen 65536 für den maximalen dezimalen Wert von zwei Bytes. Weil ich alle Erklärungen im Interesse einer besseren Verstehbarkeit nicht zu umfangreich gestalten wollte, habe ich es dabei belassen. Dazu gibt es noch hinzuzufügen:

Wie beschrieben, ist der Kilometerstand in den letzten beiden Zeilen des Speicherinhaltes = in den Speicheradressen 0060 hex bis 007F hex gespeichert. Und zwar in jeweils zwei Bytes, die auch "Datenwort" genannt werden. Diese Datenwörter sind aber in den genannten Speicheradressen nicht alle zwingend gleich, siehe folgendes Foto:


Die ersten drei Datenwörter der vorletzen Zeile (Adressen 0060 ..., rot unterstrichen) haben die Inhalte EB EB hex, die restlichen dieser Zeile und alle der Zeile darunter (gelb unterstrichen) EB EC hex. Die Stelle, an der der Wechsel ist, wandert bei Erhöhung des Kilometerstandes durch die unteren beiden Zeilen. Erst wenn sie am Ende angekommen ist, ändern sich auch die Speicherinhalte. Das bedeutet, dass nicht nur die Speicherinhalte den Kilometerstand ausdrücken, sondern auch die Speicherstellen, an denen sie stehen. Weil Datenwörter aus zwei Bytes bestehen, passen acht statt sechzehn davon in eine Zeile, bei zwei Zeilen also 16. Mit diesen dezimalen 16 muss man den maximalen dezimalen Wert von zwei Bytes = 65.536 multiplizieren, um auf die maximal möglichen verschiedenen Zustände zu kommen. Das ergibt dezimale 1.048.576, was ausreicht, um kilometermäßig bis zu einer Million zu zählen.

Weil ich diese unterschiedlichen Wertigkeiten der Kilometer-Datenwörter in Abhängigkeit davon, an welcher Stelle sie stehen, bei der Umrechnung zur Neuprogrammierung der Kilometerstände nicht berücksichtigt habe, ist es auch passiert, dass ich nicht genau die gewünschten Kilometerstände getroffen habe. Es wurden deshalb statt der geplanten 123456 später 123457 und statt 226000 226001 angezeigt. Für die hier vorliegenden Zwecke hat das aber ausgereicht.


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Du hast damit das Programmiertool für VDO überhaupt nicht benutzt und viel näher an der Hardware gearbeitet?
Ich hätte es gerne benutzt und habe es ja auch, wie beschrieben, versucht. Aber es hat ja leider nicht funktioniert. Über den Grund dafür habe ich eine Vermutung, die aber nicht sicher ist.


Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Gut, dass du hier mal einiges Basiswissen bringst. Das haben viele nie gehört, dabei basiert die ganze Datenverarbeitung auf dieser Grundlage.
Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Ansonsten schöner, ausführlicher Bericht. Man merkt die dahinterstehende Mühe.
Zitat:
Zitat von Mustang80 Beitrag anzeigen
Richtig. Sehr interessanter und dennoch verständlicher Bericht. Ich hatte in der Schule nie Informatik, erst in der Uni und dort auch nur ganz geringe Basics. Die Zahlensysteme und deren Umrechnung gehörte dazu, Programmierung schon weniger.
Danke sehr! Ich habe das gemacht, weil die unterschiedlichen Zahlensysteme und die Art der Speicherung auf Bauteileebene ja schon Fachwissen aus den Bereichen Elektronik, Digitaltechnik und evtl. auch Informatik sind. Ich wollte, dass die, die das lesen und diese Fachkenntnisse nicht haben, wenigstens eine grobe Vorstellung davon bekommen können, wie es kommt, dass auf den Bildern der Speicherinhalte und der Adressen Buchstaben und Zahlen vorkommen und dass und warum der alphabetisch höchste vorkommende Buchstabe das F ist.


Zitat:
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Hast du eigentlich ein neues Benziner-MFA MotoMeter KI mal ausgelesen? Wie mal angeboten, ich kann dir meines schicken, das nutze ich nicht mehr. Es hat definitiv keine Plateaufunktion. Wäre echt interessant woran das liegt beim MM.
Keins mit MFA, ohne MFA mehrere. Danke für das Angebot. Momentan habe ich keine Zeit dafür. Aber später können wir gerne mal darauf zurückkommen.


Zitat:
Zitat von Mustang80 Beitrag anzeigen
Ich hatte ihm auch mal angeboten, mehrere Kombiinstrumente von mir zum Testen und Sammeln von Erfahrungen auslesen zu können/dürfen. Ich habe auch ein KI mit einem CErr beim Km Stand. War schon beim Kauf so, ich habe es auch nie verwendet. Allerdings hat Manfred ja auch noch einige andere Interessen und Verpflichtungen.
Wie schon geschrieben, im Moment nicht. Gerne später mal.

Geändert von Teletubby (30.12.2018 um 10:31 Uhr)
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Alt 29.12.2018, 20:13 #7
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Findest du nicht auch, dass du den ersten Teil des Beitrags zusätzlich in den bekannten Thread einkopieren kannst? Bzw. einen Link zu deinem Beitrag hier setzen?
(Irgendwie ist da Stillstand eingekehrt)

Ich meine den hier:
http://www.golf3.de/elektronik/12535...-3-tachos.html
Oder den:
http://www.golf3.de/elektronik/12909...-man-dazu.html

Ansonsten schöner, ausführlicher Bericht. Man merkt die dahinterstehende Mühe.
Hast du eigentlich ein neues Benziner-MFA MotoMeter KI mal ausgelesen? Wie mal angeboten, ich kann dir meines schicken, das nutze ich nicht mehr. Es hat definitiv keine Plateaufunktion. Wäre echt interessant woran das liegt beim MM.

Geändert von GTFahrer (29.12.2018 um 20:20 Uhr)
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Alt 29.12.2018, 23:20 #8
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Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Gut, dass du hier mal einiges Basiswissen bringst. Das haben viele nie gehört, dabei basiert die ganze Datenverarbeitung auf dieser Grundlage.
Richtig. Sehr interessanter und dennoch verständlicher Bericht. Ich hatte in der Schule nie Informatik, erst in der Uni und dort auch nur ganz geringe Basics. Die Zahlensysteme und deren Umrechnung gehörte dazu, Programmierung schon weniger.

Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Wie mal angeboten, ich kann dir meines schicken, das nutze ich nicht mehr. Es hat definitiv keine Plateaufunktion. Wäre echt interessant woran das liegt beim MM.
Ich hatte ihm auch mal angeboten, mehrere Kombiinstrumente von mir zum Testen und Sammeln von Erfahrungen auslesen zu können/dürfen. Ich habe auch ein KI mit einem CErr beim Km Stand. War schon beim Kauf so, ich habe es auch nie verwendet. Allerdings hat Manfred ja auch noch einige andere Interessen und Verpflichtungen.

Btw. hatten die US KI nicht die Temperaturanzeige in °F?
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Alt 30.12.2018, 11:53 #9
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Bei US ist meine ich auch die mph außen. Eventuell ist es ein Kanada Tacho, dort ist ja noch die Französische Wurzel stark prägend.
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Alt 04.01.2019, 12:33 #10
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Es ist ein Tacho für den südamerikanischen und/oder kanadischen Markt.




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Alt 04.01.2019, 20:12 #11
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Der neue rote Polo ist da!

Hallo!

Ja, es ist wirklich wahr: Heute habe ich den neuen roten Polo abgeholt, der Ersatz für meinen 23 Jahre alten silbernen AEX Golf 3 ist.

Bestellt hatte ich ihn am 10. August, der Liefertermin war mit "Kalenderwoche 41" angegeben, was die zweite Oktoberwoche bedeutete. Das wären neun Wochen Lieferzeit gewesen. Tatsächlich sind es dann bis heute einschließlich aller Verzögerungen, an denen ich ohne jede Schuld bin, 21 Wochen geworden.

In der Woche vor Weihnachten ist das Auto beim Händler eingetroffen, heute vor einer Woche = am 28.12. habe ich es dort zum ersten Mal aus der Nähe gesehen, auf meinen Wunsch hin auch von unten. Am selben Tag habe ich die Fahrzeugpapiere bekommen und den Endbetrag der Hauptrechnung an den VW-Konzern überwiesen. Heute hatte ich einen Termin beim Straßenverkehrsamt in Mettmann, wo für Privatkunden nur noch mit Termin gearbeitet wird. Mit fünf Minuten Verspätung war ich an der Reihe und 15 problemlose Minuten später abgefertigt.

Der Termin für die Übergabe des Polo und die Rückgabe des kostenlosen Leihwagens (VW Fachbegriff: "Überbrückungs-Mobilität"), den ich über fünf Wochen hatte, war für 14 Uhr verabredet. Das hätte zeitlich auch wunderbar geklappt. Es hat aber in Strömen geregnet, und ich wollte die erste Fahrt mit dem neuen Auto möglichst nicht bei Januar-Schmuddelwetter machen. Der Blick in das Regen-Radar mehrerer Wetter-Internetseiten versprach regenfreie Besserung ab ca. 14.15 Uhr. Also habe ich den Übergabetermin telefonsich um eine Stunde auf 15 Uhr verschoben. Leider vergeblich, weil das Wetter um kurz vor 15 Uhr noch schlechter war.

Das Regen-Radar hatte gelogen!

Weil die Aussichten für die nächsten Tage auch nicht besser sind, habe ich es also bei heute 15 Uhr belassen.

Zuerst hatte ich vor, die Kennzeichenschilder beim VW-Händler endgültig an das Auto zu schrauben. Das mache ich gerne selbst, weil es mir wichtig ist, dass die Schilder gerade und symmetrisch angebracht sind. Das ist beim Polo, bei dem noch keinerlei Befestigungslöcher vorhanden sind, aber nicht ganz einfach, weil es keine gut brauchbaren Bezugskanten gibt. Also hatte ich die Schilder zur provisorischen Befestigung mit selbstklebendem Klettband vorbereitet.

Die restlichen Formalitäten mit Übergabe diversen Zubehörs hat der verkaufende Geschäftsführer des kleinen VW Autohauses (der zweite = sein Bruder leitet den Service) mit mir erledigt und ich habe die Rest-Rechnung des Händlers über EUR 365,49 bezahlt. Die Kennzeichen habe ich angeklebt, und dann hat er noch einige Zeit mit mir im Polo gesessen, um mir verschiedenes zu erklären. Ich hatte ihm schon vor einiger Zeit gesagt, dass wir aus der Übergabe keine Zeremonie machen müssen.

Ja, und dann kam die allererste Fahrt mit den ersten Eindrücken, die sehr gut sind. Ein direkter Vergleich mit meinem alten Golf 3 ist mir nicht wirklich möglich, weil die letzte Fahrt damit zu lange her ist. Beeindruckend waren aber die sehr leichtgängige Kupplung und die ebenso leichtgängige Lenkung, die nicht hydraulisch unterstützt ist, sondern elektrisch. Nur widerwillig bin ich mit dem Polo durch das Schmuddelwetter nach Hause gefahren und habe auf diesem Weg nur vollgetankt. Jetzt steht er neben dem in Arbeit befindlichen Cabrio in der Garage. Normalerweise vermeide ich es , klatschnasse Autos hineinzustellen, weil dadurch in der Garage eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit entsteht. Aber für die erste Nacht des Polos bei mir habe ich eine Ausnahme gemacht.

Wegen des blöden Wetters gibt es heute noch keine Fotos vom Polo; die folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Ganz ohne Fotos soll dieser Beitrag aber auch nicht bleiben: Ein Serviceheft wie beim Golf 3 gibt es bei heutigen neuen VW-Fahrzeugen nicht mehr, weil alle Wartungen, Serviceereignisse, Mobilitätsgarantien usw. auf eine mir zwar erklärte, von mir aber nicht ganz begriffene Weise elektronisch gespeichert werden. Dafür aber eine Bedienungsanleitung mit sage und schreibe 329 Seiten (eine vom Golf 3 hat 196 viel weniger eng bedruckte Seiten)...


...auf deren Seite 2 sich der Fahrzeugdatenträger wiederfindet, der früher im Serviceheft klebte (sorry, auf dem Foto wegen des Blitzes teilweise schwer zu lesen):


Wie schon gesagt: Fotos vom Polo folgen, wenn das Wetter dazu einlädt.

Der alte Golf steht noch vor meiner Doppelgarage. Einige Teile habe ich ausgebaut, der Rest soll in den nächsten Tagen von einem Verwerter abgeholt werden. Dazu an anderer Stelle mehr.

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (04.01.2019 um 20:38 Uhr)
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Alt 04.01.2019, 20:32 #12
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Allzeit gute Fahrt mit dem neuen Auto. Hoffentlich wird es keine Eskapaden machen!
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Alt 04.01.2019, 21:13 #13
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Glückwunsch zum neuen Polo.
Das Service-Heft ist zum Modelljahr 2018 entfallen. Mein Golf hat noch ein Serviceheft bekommen, da er Modelljahr 2017 ist.
Jetzt werden alle Arbeiten, die bei VW durchgeführt werden, zentral gespeichert und du bekommst bei jeder Wartung einen Zettel, auf denen die ausgeführten Arbeiten stehen und die wichtigen Daten: Modell, Kennzeichen, KM-Stand und weitere Formalitäten.
Du kannst jederzeit die Reparaturhistorie bei jeden VW Händler erfragen.
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Alt 04.01.2019, 21:55 #14
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Zitat:
Zitat von winner Beitrag anzeigen
Glückwunsch zum neuen Polo.
Das Service-Heft ist zum Modelljahr 2018 entfallen. Mein Golf hat noch ein Serviceheft bekommen, da er Modelljahr 2017 ist.
Jetzt werden alle Arbeiten, die bei VW durchgeführt werden, zentral gespeichert und du bekommst bei jeder Wartung einen Zettel, auf denen die ausgeführten Arbeiten stehen und die wichtigen Daten: Modell, Kennzeichen, KM-Stand und weitere Formalitäten.
Du kannst jederzeit die Reparaturhistorie bei jeden VW Händler erfragen.
Ist bei Renault schon ne Weile so. Werd ich nicht grün mit.
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Alt 04.01.2019, 21:22 #15
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Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gefährt.
Ich wünsche dir all Zeit gute Fahrt mit dem Polo.

Viele Grüße
Felix

P.S.: Ich freue mich schon auf die Bilde vom Polo in ausgepackt
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Alt 05.01.2019, 16:27 #16
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Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Allzeit gute Fahrt mit dem neuen Auto. Hoffentlich wird es keine Eskapaden machen!
Zitat:
Zitat von winner Beitrag anzeigen
Glückwunsch zum neuen Polo.
Zitat:
Zitat von Felix_Passat Beitrag anzeigen
Herzlichen Glückwunsch zum neuen Gefährt.
Ich wünsche dir all Zeit gute Fahrt mit dem Polo.
Zitat:
Zitat von Matze941 Beitrag anzeigen
Na dann herzlichen Glückwunsch und allzeit Gute Fahrt
Danke sehr!


Zitat:
Zitat von Matze941 Beitrag anzeigen
Btw: Hat der Polo tatsächlich wieder den LP3G-Flashrot Lackcode dens auch beim 3er Golf gab?
Meine Lieblingsfarbe
Ja, ist sie. Nach meinem Kenntnisstand ist diese Farbe seit dem Jahr 1996 ununterbrochen im VW-Programm. Sie scheint, gemessen an der Käufergunst, der große Wurf zu sein.


Zitat:
Zitat von winner Beitrag anzeigen
Ja, das ist die selbe Farbe wie bei seinen Variant.
Ja, stimmt.

Man muss aber dazu sagen, dass es für jede Farbe sogenannte Nuancen gibt, für die es manchmal sogar Nummern oder andere Bezeichnungen gibt. Sie kommen daher, dass der Lack nicht immer vom selben Hersteller kommt, wodurch es Abweichungen vom genauen Farbton geben kann. Auch beim selben Hersteller gibt es über die Jahre Abweichungen, weil die Lacke aus unterschiedlichen Chargen kommen. Innerhalb eines Fahrzeugs kommt das logischerweise nicht vor, aber ein Farbton von heute muss nicht genau mit demselben von vor drei Jahren übereinstimmen. Selbst dann nicht, wenn man die natürliche Alterung nach der Verarbeitung heraushält. Deshalb ist bei Nachlackierungen fast immer eine Farbtonangleichung des Lacks nötig, was Sache eines erfahrenen Lackierers ist.


Seit gestern Nachmittag hat es hier an einem Stück geregnet. Deshalb war ich heute nur kurz in der Garage, um ein paar Sachen in den Polo zu bringen: Papiertaschentücher, Parkscheibe, Eiskratzer und was man sonst noch so braucht. Und habe bei dieser Gelegenheit die ersten Fotos gemacht:





Nächste HU: 01/2022 = 3 TÜV-freie Jahre. Hat jemand mehr zu bieten?




Zitat:
Zitat von Felix_Passat Beitrag anzeigen
P.S.: Ich freue mich schon auf die Bilde vom Polo in ausgepackt
Ich freue mich auch auf weitere Fotos und überhaupt darauf, das Auto mal draußen bei schönem Wetter zu sehen. Aber das geht schmuddelwetterbedingt im Moment nicht. Beim Fußball würde man sagen: "Das Spiel fällt aus wegen Unbespielbarkeit des Platzes".

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (05.01.2019 um 16:35 Uhr)
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Alt 05.01.2019, 16:41 #17
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Glückwunsch zum Polo und viele schöne Fahrten mit ihm, wünsche ich dir.

Andererseits natürlich auch schade, dass wieder ein Golf 3 in die Presse wandert, zudem einer aus Erstbesitz der sogar noch mit dem alten Din Kennzeichen herumfuhr. Das wird leider immer seltener
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Alt 08.01.2019, 16:42 #18
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Zitat:
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Der Termin für die Übergabe .... Es hat aber in Strömen geregnet
Genau so war das Wetter wo ich meine VR abgeholt habe und da kommen gleich wieder die Erinnerungen. Herzlichen Glückwunsch zum Polo, zur Farbe muss ich nichts sagen. Achja, fehlt da nicht noch (die ich persönlich hasse) die Umweltplakette?
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Alt 16.01.2019, 19:53 #19
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Hallo!

Zitat:
Zitat von Redvr6 Beitrag anzeigen
Achja, fehlt da nicht noch (die ich persönlich hasse) die Umweltplakette?
Gut beobachtet! Zum Zeitpunkt des letzten Fotos fehlte sie tatsächlich noch, obwohl ich gleich zwei Stück hatte: Eine vom VW-Händler und eine vom Straßenverkehrsamt. Eine klebt inzwischen.


Mehr vom neuen roten Polo

Die Überschrift stimmt ja schon fast gar nicht, weil das Auto genau genommen nicht mehr neu ist. Erstens gibt es einen Haltereintrag, und zweitens bin ich schon ca. 270 Kilometer damit gefahren. Also ein Gebrauchtwagen wie Millionen andere auch :-(

Heute war endlich mal ein Tag, an dem zwei Bedingungen gleichzeitig zutrafen: Es regnete nicht, und ich hatte Zeit. Also habe ich draußen und bei Tageslicht noch ein paar Fotos gemacht. Vorher aber noch ein paar Zeilen zum Polo selbst:

Ausstattungslinie Trendline, das ist die einfachste unter Comforline, Highline, beats (= mit spezieller HiFi-Anlage) und GTI. Die Trendline-Ausführung hat keine Klimaanlage und ist die einzige mit 14 Zoll Rädern. Die Räder waren für mich mit ein Grund zur Entscheidung für Trendline, weil ich möglichst keine 15 Zoll Räder oder sogar noch größer wollte. Der Motor ist der kleinstmögliche: 3 Zylinder, 999 cm³ Hubraum und 48 kW = 65 PS. Das ist geringfügig mehr als bei meinem alten AEX Golf 3.

Bei der Wahl von aufpreispflichtigen Zusatzausstattungen habe ich mich sehr zurückgehalten. Sehr gern hätte ich ein Schiebedach gehabt, weil ich es liebe, mit offenem Schiebedach zu fahren. Finde es sogar wichtiger als eine Klimaanalge, weil man es auch im Frühjahr und im Herbst schön nutzen kann. Aber das gibt es im Polo erst ab der Ausstattunglinie Comfortline (Aufpreis ca. EUR 2.500,-) plus nochmal EUR 930,- für das etwas gigantomatische Panorama-Dach. Also habe ich für im Sommer eine manuelle Klimaanlage für EUR 560,- dazubestellt (im Golf 3 kostete die manuelle Klimaanlage noch ca. DM 2.430,- Aufpreis) und dazu das einfachste Radio "Compsition Colour" für weitere EUR 550,- Aufpreis. Dann die Farbe flashrot für EUR 205,- und Türgriffe und Spiegelkappen in Wagenfarbe lackiert für EUR 80,-. In der Aufpreisliste gibt es auch Allwetterreifen statt Sommerreifen für EUR 180,- Aufpreis, aber nur in Form von 15 Zoll Rädern, die ich ja nicht wollte. Also hatte ich mit dem VW-Händler vereinbart, dass er die Sommerreifen vor Auslieferung des Autos gegen hochwertige Allwetterreifen in 14 Zoll Größe ohne Berechnung tauscht. Ende der Mehrausstattungen. Ich brauche das Auto nicht für´s Ego, nicht zum Angeben und nicht, um die Nachbarn zu beeindrucken, sondern nur als preiswerte, verlässliche Alltagsfahrmaschine und als Ersatz für den alten silbernen AEX Golf 3. Mehr nicht.

Nach den Fotos heute habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich ein neues von vorn vergessen habe. Also stelle ich einfach ein älteres hier ein zweites Mal ein. Auf ihm fehlt die Umweltplakette noch. Aber, wie schon gesagt, klebt sie inzwischen auf ihrem Platz:


Das vordere VW-Zeichen: Für meinen Geschmack viel zu groß und zu schwulstig für das zierliche Auto. Bescheidenheit ist eben schon lange keine Stärke des VW-Konzerns mehr, sondern eher Größenwahn:




Im Motorraum sieht noch alles schön sauber aus. Ich habe eigentlich nicht vor, da etwas selbst zu machen. Dafür habe ich noch die verbleibenden zwei Golf 3:


Dieser Polo gehört der sechsten Polo-Generation an, die in den Abmessungen inzwischen sogar den Golf 3 übertroffen hat: Er ist mit 405 cm zwei Zentimeter länger als ein Golf 3, und in der Breite sind es mit 175 cm (ohne Außenspiegel) sogar sechs Zeintimeter mehr. Der Kofferraum hat in etwa Golf 3 Größe, die Rücksitzlehne ist wegen der Trendline Ausstattungslinie nur komplett umlegbar. Das Warndreieck und eine Warnweste gehören zur Serienausstattung:


Gegen Aufpreis von EUR 105,- hätte es auch ein richtiges Ersatzrad gegben, so ist es nur ein Pannenset. Weil Reifenpannen heutzutage viel seltener vorkommen als z.B. Elektronik-Defekte, habe ich mich mit dem Pannenset begnügt:


Der Innenraum ist schön, man sitzt sehr gut. Die vorderen Fußmatten sind die alten hinteren aus dem Golf 3 und nur provisorisch:


Das Armaturenbrett besteht aus schwarzem, genarbtem Hartkunststoff und ist beim Trendline nicht gepolstert wie beim Golf 3. Die Bedienung ist Klasse:


Die Tankanzeige ist als LED-Kette ausgeführt, eine Anzeige der Kühlmitteltemperatur gibt es nicht, nur eine Warnleuchte bei Übertemperatur. Die Temperaturanzeige fehlt mir etwas, weil man bei ihr gerade im Winter gut abschätzen kann, was man von der Heizung erwarten kann. Außerdem macht sie es z.B. mögliche, ein defektes Thermostat frühzeitig zu erkennen:


Das Radio "Composition Colour" = das einfachste, das es gibt. Dazu gehören vier Lautsprecher. Die Bedienung über den Touchscreen ist schön, der Klang natürlich nicht überragend, aber doch ganz brauchbar:


Sehr schön ist die Abspielmöglichkeit einer SD Speicherkarte (auf dem nächsten Foto rot eingekreist), die MP3- und WMA-Audiodateien abspielt. Bei meinen ersten Versuchen wurde angezeigt "Karte nicht lesbar". Bei Studium der Anleitung stellte sich heraus, dass die Karte im FAT16- oder FAT32-Dateisystem formatiert sein muss. Danach hat alles funktioniert:


Gewöhnungsbedürftig: Zum Starten des Motors muss das Kupplungspedal ganz durchgeteten werden. Das hatte der Leih-Golf, den ich vorher hatte, auch. Beim ersten Start hatte ich wohl intuitiv die Kupplung getreten. Gleich beim zweiten nach der Aufgabe eines Paketes aber wohl nicht, und ich habe da ratlos gesessen wie ein Ochse vor dem Berg und mich als Opfer der Fahrzeugelektronik gefühlt. Nach gefühlt mehreren Stunden (real waren es vielleicht zehn Minuten) habe ich bemerkt, dass in diesem Fall im Display angezeigt wird "Kupplung betätigen", und das war Problem gelöst:


Beim Anblick des Blinkerhebels habe ich zuerst gedacht, der Polo hätte eine Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat), was mich gewundert hat. Später stellte sich heraus, dass das kein Tempomat ist, sondern ein Geschwindigkeitsbegrenzer, den man z.B. so einstellen kann, dass das Auto nicht schneller als 50 km/h fährt. Das soll dazu gut sein, bei der Einhaltung von Tempolimits behilflich zu sein:


Das Bedienteil der Heizung und der manuellen Klimaanlage. Anordnung und Funktion der drei Drehregler ist wie beim Golf 3 mit der Ausnahme, dass der Temperatur- und Gebläseregler vertauscht sind:


Die 14 Zoll-Räder haben die Allwetterreifen, die der VW-Händler gegen die originalen Sommerreifen getauscht hatte. Die Felgen sind schwarze Stahlfelgen mit silberfarbenen Radzierkappen. Eine Reifendruck-Warnanzeige hat dieser Polo auch schon, aber mit ihr habe ich mich noch gar nicht beschäftigt:


Ganz modern: Jetzt bin ich auch erstmals Besitzer eines Funk-Klappschlüssels. Brauchen tue ich das nicht unbedingt, weil es mir überhaupt nichts ausmacht, einen Schlüssel in ein Schlüsselloch zu stecken. Von Vorteil ist aber sicherlich, dass im Winter kein Schließzylinder einfrieren kann:


Beim Abholen des neuen Autos am 4. Januar bin ich auf dem Weg nach Hause an einer Tankstelle zum Volltanken vorbeigefahren. Heute nach 241,9 Kilometern habe ich erneut vollgetankt, weil ich den Verbrauch wissen wollte: 15,52 Liter Benzin E10 passten hinein, was einem Verbrauch von 6,42 Litern auf 100 Kilometer entspricht. Da hatte ich mit einigem weniger gerechnet, besonders deshalb, weil mehr als ein Drittel der genannten 241,9 Kilometer Autobahn beim Tempo zwischen 100 und 120 km/h war. Dieser Polo ist angegeben mit innerorts 5,9 / außerorts 4,1 / kombiniert 4,8 Liter/100 km, und zwar nach der neuen WLTP Messmethode. Nun weiß ich nicht, ob der Tank beim zweiten Volltanken nicht vielleicht etwas voller war als beim ersten. Durch die relativ kurze Fahrstrecke von 241,9 Kilometern gehen derartige Abweichungen stärker in das Ergebnis ein. Ich werde das weiter verfolgen.

Ansonsten bin ich mit diesem Polo inzwischen knapp 270 Kilometer gefahren, und er fährt richtig gut. Flott und durch einen kleinen Wendekreis sehr wendig. Die elektrisch unterstützte Lenkung und die Kupplung lassen sich sehr leicht bedienen, die Schaltung ist schön knackig und hat kurze Schaltwege. Auch bei Tempo 140 auf der Autobahn ist es im Innenraum noch sehr angenehm. Die Fahrwerksabstimmung scheint mir etwas härter zu sein als beim Golf 3.

Insgesamt ist der Polo eine Investition, die ich nicht bereue, und ich bin total froh, dass es nicht geklappt hat, für meinen alten AEX Golf 3 einen anderen Golf 3 zu finden, weil auch einer in gutem Zustand wieder eine monatellange Baustelle gewesen wäre, nach der ich momentan überhaupt keine Sehnsucht habe.

Ansonsten ist die Vorstellung des Polos zumindest von meiner Seite hier beendet. Fragen und/oder Kommentare sind natürlich trotzdem erlaubt.

Der alte, siberne AEX Golf 3 steht noch abgemeldet vor dem rechten Tor meiner Doppelgarage. Verschiedene Teile, die ich für die anderen beiden Golf 3 noch gebrauchen kann, habe ich ausgebaut und gebunkert. Das Auto wartet derzeit auf die Abholung durch den Verwerter. Fahrbereit ist es nicht mehr, weil ich u.a. die neuwertige originale VW Zündspule, das Wegfahrsperren-Steuergerät mit Lesespule und den Schließzylinder des Zündschlosses ausgebaut habe. Nach der Abholung wird es hier noch einen kurzen Nachruf geben, dann ist dieser Golf 3 Geschichte. Und es kann dann hier endlich mit den Arbeiten am Cabrio weitergehen.

Grüße Teletubby

Geändert von Teletubby (16.01.2019 um 22:06 Uhr)
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Hallo Manfred,
es freut mich, dass du mit deinem Neufahrzeug zufrieden bist. Es ist auch ein schöner Bericht zum ersten Eindruck.

Zitat:
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im Golf 3 kostete die manuelle Klimaanlage noch ca. EUR 2.430,- Aufpreis
Das kann ich ja fast nicht glauben, dass eine Klimaanlage Mitte der 90er Jahre knapp 5000 DM (umgerechnet) Aufpreis gekostet hat. Solche Preise kenn ich von Mercedes der 80er Jahre als eine Klimaanlage wirklich noch etwas besonderes war, das nur Premiumautos für ordentlich Geld extra boten.


Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Die Tankanzeige ist als LED-Kette ausgeführt, eine Anzeige der Kühlmitteltemperatur gibt es nicht, nur eine Warnleuchte bei Übertemperatur. Die Temperaturanzeige fehlt mir etwas, weil man bei ihr gerade im Winter gut abschätzen kann, was man von der Heizung erwarten kann. Außerdem macht sie es z.B. mögliche, ein defektes Thermostat frühzeitig zu erkennen.
Das ist leider zunehmender Trend. Es ist wie ein Rückschritt. Anzeigen verchwinden zunehmend aus den Cockpits. Den Leuten ist eine gute Vernetzung mit dem Smartphone und ein großes Multimediadisplay wichtiger. Eine Kühlmittelanzeige oder auch der Drehzahlmesser interessieren nicht.

Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Sehr schön ist die Abspielmöglichkeit einer SD Speicherkarte (auf dem nächsten Foto rot eingekreist), die MP3- und WMA-Audiodateien abspielt. Bei meinen ersten Versuchen wurde angezeigt "Karte nicht lesbar". Bei Studium der Anleitung stellte sich heraus, dass die Karte im FAT16- oder FAT32-Dateisystem formatiert sein muss.
Auch hier zeigt sich wie der technische Rückschritt der OEM Multimediasysteme. Das kennt man ja auch noch vom guten Gamma 4 Radio, welches gegen vierstelligen Aufpreis immerhin 4 Lautsprecheausgänge bot und mit nochmaligem Aufpreis sogar CDs abspielen konnte.

Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Beim Anblick des Blinkerhebels habe ich zuerst gedacht, der Polo hätte eine Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat), was mich gewundert hat. Später stellte sich heraus, dass das kein Tempomat ist, sondern ein Geschwindigkeitsbegrenzer, den man z.B. so einstellen kann, dass das Auto nicht schneller als 50 km/h fährt. Das soll dazu gut sein, bei der Einhaltung von Tempolimits behilflich zu sein


Eine Reifendruck-Warnanzeige hat dieser Polo auch schon, aber mit ihr habe ich mich noch gar nicht beschäftigt:
Beides Einrichtungen, die dem technisch desinteressierten Benutzer behilflich sind, sein Fahrzeug zu bedienen. Eine GRA mit zu integrieren, kostet heute nur noch einen Schalter und die entsprechende Codierung im Steuergerät; kostet aber einen ordentlichen Aufpreis. Den technischen Aufwand für die GRA wie noch beim Golf 3 (die TDIs ausgenommen), muss man nicht mehr betreiben.
Aber den Limiter finde ich echt lächerlich. Ein kontrollierender Blick auf den Tacho ist heute wohl ebenso wie das Einschalten des Lichts bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechter Witterung sowie das Einschalten der Scheibenwischer, wenn nötig, zu viel verlangt. Ebenso verhält es sich leider mit den Reifendruckkontrollsystemen. Dem Kunden ist das regelmäßige manuelle Prüfen nicht mehr zuzumuten. Ich kenne privat ebenfalls solche Fälle, die eine Begründung für die verpflichtende Einführung solcher Systeme rechtfertigen.

Zitat:
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Ganz modern: Jetzt bin ich auch erstmals Besitzer eines Funk-Klappschlüssels. Brauchen tue ich das nicht unbedingt, weil es mir überhaupt nichts ausmacht, einen Schlüssel in ein Schlüsselloch zu stecken. Von Vorteil ist aber sicherlich, dass im Winter kein Schließzylinder einfrieren kann
Das ist doch eine wirklich sinnvolle und tolle Innovation. An meinen Fahrzeugen ist auch jeweils eine Funkfernbedienung nachgerüstet, weil praktisch

Zitat:
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15,52 Liter Benzin E10 passten hinein, was einem Verbrauch von 6,42 Litern auf 100 Kilometer entspricht. Da hatte ich mit einigem weniger gerechnet, besonders deshalb, weil mehr als ein Drittel der genannten 241,9 Kilometer Autobahn beim Tempo zwischen 100 und 120 km/h war. Dieser Polo ist angegeben mit innerorts 5,9 / außerorts 4,1 / kombiniert 4,8 Liter/100 km, und zwar nach der neuen WLTP Messmethode.
Auch daran hat sich trotz neuer Messmethode nichts getan.

OT (dummes Gesabbel von mir )
Ich hatte die Ehre letzten Monat einen Tagesausflug mit Freunden über eine Distanz von etwa 800 km zu machen. Als Fahrzeug diente ein recht neues Leihfahrzeug mit einem 1,5L Turbomotor und 3 Zylindern in Kombination mit einem 6 Gang Schaltgetriebe. Laut Werksangabe mit einem kombinierten Verbrauch von gut 5 L/100km Benzin. Der Wagen war zwar mit 4 Personen besetzt aber verkehrsbedingt sind wir überwiegend Richtgeschwindigkeit gefahren. Verbraucht hat der Wagen gemittelt über die o.g. Strecke 10,5L/100km. Nicht nur dieser immense Mehrverbrauch, auch die Kraftlosigkeit und die super Schaltanzeige im Cockpit, die einem beim Antippen des Gaspedals empfahl, vom 6. in den 3. Gang zu wechseln, war eine wahre Überzeugung heutiger moderner Technik....




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