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Alt 19.05.2010, 10:20 #1
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
@KuckKuck: Wenn die Qualität des Öls am Preis hängen würde, dnan würde ich dir recht geben. Das tut sie aber nicht. Beim Öl ist weitaus mehr wie anderswo der Vertriebsweg das Thema, nur Bier ist da noch vergleichbar.

Der Unterschied zwischgen den Synthetikölen (eigentlich blödes Wort, weil da nichts synthetisches drin sit) und den billgen Ölen ist im Herstellungsprozess und des Additiven.

Wir reden hier aber von Unterschieden im Bereich von 20-30ct je Liter. Alles andere ist Marketing und Vertrieb sowie Ertrag. Warum meinst du, dass die uns das teure Öl so schmackhaft machen? Weil es besser für unser Auto ist, lachhaft. Die interessiert es einen feuchten Dreck was dein Motor macht. Die sehen nur die $$ aus dem eigenen Konto.

Wenn du an der Tanke 40l tankst und einen halben Liter Öl nachfüllst, dann darfst du mal raten, womit der Betreiber mehr verdient. Wenn du nun auf Öl tippst, dann liegst du richtig.

Wolfgang
Hallo!

Genau so sehe ich das auch. Dem gibt es kaum noch etwas hinzuzufügen.

Wenn Motoren neu entwickelt werden, dann geschieht das immer auf der Basis der Motoröle, die zu diesem Zeitpunkt verfügbar sind. Die Motoren des Golf 3 sind Entwicklungen der Neunziger-, teilweise sogar der Achtziger Jahre. Das damals moderne Öl war SAE 15 W 40. Das ist für Golf 3 - Motoren völlig ausreichend und macht am wenigsten Probleme bezüglich Dünnflüssigkeit und blinkenden Öldruckkontrollleuchten. Auf diese Öle sind die Motoren abgestimmt.

Motoren, die heute entwickelt werden, benötigen entsprechend modernere Öle. Und nur diese Motoren. Für ältere bringt das keine Vorteile. Das ist genau so, als würde man nur teueres Apollinaris Queen of Tablewaters ins Kühlsystem schütten, weil der Motor damit besser gekühlt würde.

Wenn ich die Threads bezüglich Öl hier lese, dann kapiere ich es aber auch nicht: Ich habe noch nie etwas von übermäßig hohem Verschleiß gelesen, aber schon oft von blinkenden Öldruckkontrollleuchten, verursacht durch zu dünnes Öl. Trotzdem gibt es immer wieder Leute, die in ihre Motoren unbedingt Öl der Viskosität 5W... oder gar 0W... hineinkippen wollen. Denen ist dann wirklich nicht mehr zu helfen, denn sie tun dies wider besseren Wissens.

Die fragwürdigen Vorteile von teureren Ölen für ältere Motoren sind in erster Linie geistige Eruptionen der Marketingabteilungen der Ölfirmen, die vorwiegend an ihre nächste Bilanz-Pressekonferenz, ihren Aktienkurs, die Dividenden ihrer Konzerne und ihren Jahresbonus denken als an die realen Vorteile für die Käufer.

Freundliche Grüße
Teletubby


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Alt 19.05.2010, 12:59 #2
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
[...]Das damals moderne Öl war SAE 15 W 40. Das ist für Golf 3 - Motoren völlig ausreichend und macht am wenigsten Probleme bezüglich Dünnflüssigkeit und blinkenden Öldruckkontrollleuchten. Auf diese Öle sind die Motoren abgestimmt.[...]
Genau so sah ich das auch. Also habe ich, als ich meinen Golf bekommen habe(April 09) neues Öl gekauft. 15W40 für etwa 15€/5L. So meine Probleme habe ich hier geschildert. Ölschlamm am Deckel und angehende Ölkontrollleuchte. Daher habe ich mich dann jetzt entschieden, mal ein teureres(na gut sind wenns hoch kommt knapp 10€ mehr) Öl entschieden. Seit dieses drin ist, ist der Schlamm massiv zurückgegangen und die Kontrolle war bei laufendem Motor nicht mehr an.

Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Motoren, die heute entwickelt werden, benötigen entsprechend modernere Öle. Und nur diese Motoren. Für ältere bringt das keine Vorteile. Das ist genau so, als würde man nur teueres Apollinaris Queen of Tablewaters ins Kühlsystem schütten, weil der Motor damit besser gekühlt würde.
Prinzipiell gebe ich dir Recht. Ich bin weder Chemiker noch Spezialist für Öle, aber wenn die Weiterentwicklung des Öls so ernorm war, dass heutige Motor solches Öl haben müssen, dann werden die Zusätze den alten Motoren doch eher nicht schaden oder? Auch wenn es kein Muss für diese ist. Weiter oben in dem Thread wurde doch diesbezüglich die Entwicklung der Reifen angesprochen, auf die wir auch mit unseren "alten" Autos zurückgreifen.
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Alt 19.05.2010, 14:03 #3
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Die Motoren des Golf 3 sind Entwicklungen der Neunziger-, teilweise sogar der Achtziger Jahre. Das damals moderne Öl war SAE 15 W 40.
Mit dem Unterschied, das 10W40er oder 15W40er Öle damals aber teilweise sogar vollsynthetisch waren, während heute vor allem die 15W40er Öle nur noch mineralisch sind, weil es sich einfach nicht mehr lohnt ein "gutes" Öl auf 15W40er Basis herzustellen.

Zitat:
Auf diese Öle sind die Motoren abgestimmt.
Die sind eigentlich nur auf eine 40er Visko abgestimmt, selbst das Handbuch sagt ja, das man ohne Probleme 10W oder 5W einsetzen kann, wenn gewünscht.

[quote]Trotzdem gibt es immer wieder Leute, die in ihre Motoren unbedingt Öl der Viskosität 5W... oder gar 0W... hineinkippen wollen. Denen ist dann wirklich nicht mehr zu helfen, denn sie tun dies wider besseren Wissens.[/quiote]
Und was ist daran so schlimm, wenn man ein Öl einfüllt, das im [b]kälteren Zustand[b] etwas dünner als ein 15W ist? Das führt nicht zu blinkenden Ölkontrolleuchten, sondern hat nur Auswirkungen auf den Kaltstart. Ich selbst fahre 0W40er Öl, weder ist mein Motor explodiert, noch habe ich höheren Ölverbrauch.

Zitat:
Ich bin weder Chemiker noch Spezialist für Öle, aber wenn die Weiterentwicklung des Öls so ernorm war, dass heutige Motor solches Öl haben müssen, dann werden die Zusätze den alten Motoren doch eher nicht schaden oder? Auch wenn es kein Muss für diese ist.
Genau so sehe ich das auch. Warum sollte ein älterer Motor nicht von den "besseren" Eigenschaften profitieren, weil sich diese Eigenschaften doch gerade für ältere Motoren positiv auswirken(Verschleiß, Ablagerungen). Und wenn mein Motor deswegen 50tkm mehr mitmacht, bin ich gerne Bereit, 5 Euro pro Ölwechsel mehr zu investieren.
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