Noch sind es über 2 Jahre bis der erste 3er H bekommen würde. Und von den ganz frühen Modellen findet sich quasi keiner mehr, da die zumeist sehr karg ausgestattet waren.
Sehr viele (gute) Modelle haben 2009 ihren Weg in die Presse gefunden. Vor 7 Jahren hat man die Anzahl an 3er Golf nicht mehr an beiden Händen zählen können wenn man durch die Stadt lief; mittlerweile hat sich das auch schon stark gewandelt. Der starke Rost trägt den Großteil dazu bei.
Ich verbinde mit dem Golf 3 einen Meilenstein des Automobils. Viele Dinge wurden mit dem Golf 3 eingeführt: Erster 6 Zylinder in der Kompaktklasse, erste TDI Motoren in der Kompaktklasse, Einführung des Airbags im Golf.... Zudem der erste Golf bei dem die Stoßfänger Teil des Fahrzeugs sind.
Dennoch gilt: Der Großteil fuhr einen Golf 3 weil es ein zuverlässiges, praktisches Auto war, dass sich verhältnismäßig günstig unterhalten ließ und brauchbar aussah.
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Zitat von Teletubby
Ich glaube, dass der Golf 3 eher nicht zu dem wird, was man geminhin als "Begehrten Oldtimer versteht: Ein Auto, nach dem sich die Leute umdrehen. Trotzdem wird er in dem Sinne zum Klassiker, dass er immer seine Liebhaberschar haben wird, die ihn pflegt und in Ordnung hält und damit dafür sorgt, dass er nicht ausstirbt.
Das sehe ich auch so.
Zitat:
Zitat von Teletubby
In spätestens zehn Jahren will das keiner mehr haben. Dieser Trend ist schon im vollem Gange, was man auch hier im Forum sehen kann: Wenn jemand einen Golf 3 sucht, dann am besten aus Erstbesitz und im Originalzustand.
Das stimmt zwar aber ich sehe den Grund woanders. Alle wollen einen guten, unverbastelten Golf weil bei Vorbesitzern nicht alle Änderungen vernüftig und langfristig durchgeführt wurden. Das fängt bei einem rostigem Dom aufgrund von stümperhaft montierter Domstrebe an und hört beim Billigfahrwerk mit ausgeschlagenen Fahrwerksgummis auf. Von den ganzen kleinen Details wie vermurkster Radiokabelbaum, zerschnittener Hutablage etc. brauch man gar nicht erst anfangen.
Zitat:
Zitat von Teletubby
Hier geht es nach meinem Geschmack weniger um Klassiker und Liebhaberei für ältere Autos, sondern vor allem auch um Preissteigerung und Kommerz. Derartige Autos sind zum großen Teil in den Händen von reichen Leuten und manchmal sogar Spekulanten, die zwar nichts an ihren Autos selbst machen können oder wollen, aber davon ausgehen, andere mit den Werten der Fahrzeuge, ihren Preisen und Preissteigerungen beeindrucken zu können.
Das ist bei genauer Betrachtung einer Trugschluss. Ein Auto ist in über 99% der Fälle ein Verlustgeschäft. Auch wenn das Fahrzeug gekauft und weggestellt wird, muss für gewöhnlich die Miete des Stellplatzes bezahlt werden und das kann, gerade in Großstädten, schon eine vierstellige Summe jährlich kosten. Dann wird das Fahrzeug nicht bewegt und es entsehen zusätzliche Kosten. Beim Verkauf muss das Fahrzeug dann wieder aufgehübscht und technisch instandgebracht werden. Auch das kostet. Wenn man davon nichts selbst machen kann, muss das Fahrzeug schon einen sehr krassen Wertzuwachs haben, um nach beispielsweise 10 Jahren noch einen Gewinn abzuwerfen.
Dennoch ist die prophezeite "Flut an billigen H Dailys" ausgeblieben, die oftmals zu lesen war (gerade nach Einführung der Umweltzone). Wo sind denn die ganzen brauchbaren, gut ausgestatten Fahrzeuge, die man auch mit (über) 30 Jahren Fahrzeugalter noch bequem fahren kann: E34, W124, Volvo 740/760... ?