hallo Simon, volllastanreicherung ist nichts anderes als ein fettes gemisch, also kleiner als 1.
Wenn "zuviel" kraftstoff sich im brennraum befindet muss auch mehr kraftstoff zuerst verdampfen. Dieses verdampfen benötigt energie, diese energie zieht er aus der Luft und diese kühlt sich somit ab. Man kann sich das wie eine motorinterne ladeluftkühlung vorstellen.
Das wird bei volllast gemacht um die verbrennungstemperatur niedriger zu halten.
Vielleicht ist dir mal aufgefallen, dass es früher einige autos gab, die es noch mit und ohne KAT zu kaufen gab, da hatte der motor ohne KAT mehr Leistung, das liegt daran, dass mit lambda kleiner als 1, so etwa 0,8-0,85 gefahren werden konnte und in diesem bereich die leistung am höchsten ist. mit KAT ging das nicht, da ein KAT nur mit lambda=1 funktioniert
gibst du vollgas läuft dein motor generell fetter und verbraucht also auch mehr sprit
das war ja mal wirklich ne einleuchtende Erklärung. Vielen Dank! Das mit dem Kat wusste ich nicht, dafür war ich noch zu jung :>
Zitat:
Zitat von DaTheo
was du und auch viele immer verwechseln ist der wirkungsgrad und den verbrauch.
nur weil der wirkungsgrad besser ist, heißt das nicht dass du einen geringeren verbrauch hast.
Ich musste kurz drüber nachdenken, aber das stimmt wohl. Bloß, wenn alle Bedingungen, bis auf den Wirkungsgrad, gleich bleiben (Beschleunigung, Widerstände), geht der Verbrauch runter. Ich verstehe nur nicht: die Ladeluft wird ja gekühlt, weil sich dadurch der Wirkungsgrad nach Carnot erhöht. Aber wenn der zusätzliche Benzineinsatz diesen Effekt überkompensiert, warum wird das dann gemacht? Wieso ist es sonst wichtig, die Verbrennungstemperatur niedrig zu halten außer um Kraftstoff zu sparen? Oder an einem konkreten Beispiel: Ich beschleunige in der Stadt auf 50 km/h, also auf eine Geschwindigkeit, wo der Windwiderstand nicht ins Gewicht fällt. Unter Volllast in hohen Gängen und niedriger Drehzahl. Was hat es für einen Sinn, hier die Verbrennungstemperatur unter Einsatz von zusätzlichem Benzin zu senken, wenn dadurch der Verbrauch erhöht wird?
Ich musste kurz drüber nachdenken, aber das stimmt wohl. Bloß, wenn alle Bedingungen, bis auf den Wirkungsgrad, gleich bleiben (Beschleunigung, Widerstände), geht der Verbrauch runter. Ich verstehe nur nicht: die Ladeluft wird ja gekühlt, weil sich dadurch der Wirkungsgrad nach Carnot erhöht. Aber wenn der zusätzliche Benzineinsatz diesen Effekt überkompensiert, warum wird das dann gemacht? Wieso ist es sonst wichtig, die Verbrennungstemperatur niedrig zu halten außer um Kraftstoff zu sparen? Oder an einem konkreten Beispiel: Ich beschleunige in der Stadt auf 50 km/h, also auf eine Geschwindigkeit, wo der Windwiderstand nicht ins Gewicht fällt. Unter Volllast in hohen Gängen und niedriger Drehzahl. Was hat es für einen Sinn, hier die Verbrennungstemperatur unter Einsatz von zusätzlichem Benzin zu senken, wenn dadurch der Verbrauch erhöht wird?
Herzliche Grüße
Simon
wenn alle bedingungen gleich sind, hast du mit besserem wirkungsgrad natürlich einen geringeren verbrauch, nur ist der wirkungsgradunterschied nicht so hoch dass es sinn macht mit vollgas zu beschleunigen,
einen ladeluftkühler gibt es natürlich nur bei turbomotoren, da beim verdichten die temperatur steigt. du scheinst etwas vom fach zu sein, daher wirst du vielleicht wissen dass p*v/T konstant sein muss, dh der druck im zylinder im UT ist (bei gleicher Last) immer gleich, wenn nun die Temperatur runter geht, muss zwangsläufig v (spezifisches Volumen v=1/rho) auch kleiner werden (Dichte wird höher)
das bedeutet du hast mehr sauerstoff in der gleichen menge luft, das bedeutet du kannst pro arbeitstakt mehr sprit verbrennen, was wieder den wirkungsgrad verbessert
bei volllast wird ja der höchste mitteldruck erzeugt, man möchte ja auch soviel mitteldruck wie irgendwie möglich ist erzeugen, (geringere verbrauch/mehr drehmoment) klar, der wieder erzeugt aber eine höhere verbrennungstemperatur, es gibt natürlich eine maximale temperatur, wenn man nun (willkürliche zahlen) 100ml sprit verbrennen möchte entsteht womöglich eine temperatur von 1200°C, das ist zuviel, jetz geht man hin und spritzt 110ml ein, nur die 100 verbrennen, da nicht mehr sauerstoff da ist und die anderen 10ml verdampfen einfach nur, verdampfen kostet energie, die der sprit aus der verbrannten luft zieht und somit geht die verbrennungstemperatur zb auf 950°C runter, was dann ok wäre
eine 950°C verbrennung hättest du sonst vielleicht mit nur 90ml auch erreicht, aber auch nur energie für 90ml ergo weniger drehmoment rausbekommen