Alle genannten Säuren zählen jedoch noch zu den schwachen Säuren. Die Spaltung von Sacchariden ist eine Gleichgewichtsreaktion, d.h. die Zurück-Reaktion zu den Monomeren kämpft gegen die Hin-Reaktion zum Dissaccharid. Da die Säuren alle zu schwach sind, liegt das Gleichgewicht stark auf Seite des Produkts (Dissacharids).
Mögliche Säuren für eine schnelle Spaltung wären Salzsäure, Schwefelsäure, Iodwasserstoff, Perchlorsäure... quasi alle Säuren mit einer pKs kleiner als ~2 (vlg Liste einiger Säuren)
HINWEIS: Der Stoff aus dem eure Sitze sind, sind genauso Kondensationsprodukte wie Zucker-Moleküle. Starke Säuren, auch wenn sie verdünnt sind, werden euch die Stoffbezüge auf kurz oder lang zerfressen!
Na ja - ob das jetzt ein Schuß Essig die Sitze zerfrisst, möchte ich mal nicht glauben. Wir wollen ja nur eine schwache Säure als Katalysator haben - keine konzentrierte Schwefelsäure auf dem Sitz ausbringen Das sollte der Kunststoff aushalten - egal, was es sei (PA? PE?).
Ansonsten dürfte man seine Sitze auch nicht mit der Hand anfassen (PH -Wert der Haut liegt ja auch schon bei 5,5).
In dünner Lösung muss man sich auch keine Sorgen machen, dass der Zucker wieder zum Di-Saccharid wird. Ich denke, dass die Fructose viel zu hygroskopisch dazu ist. Theoretisch begünstigt sie unsere Idee daher noch.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir einen PH-Wert von unter 5 anstreben müssen - es ist ja nur ein Katalysator. Und wir wollen auch keine großen Mengen spalten.
Also in meinen Augen funktioniert das auf dem Papier wunderbar, solange man bei einer dünnen Lösung bleibt.
Wäre die Gleichgewichtsreaktion derart stark in Richtung DiSaccharid, käme ich auch nicht zu einem guten Ergebnis, wenn ich von Anfang an Invertzucker nutzen würde. N'est pas?
Was meinst du?
Zitat:
Magensäure ist übrigens Salzsäure
Hmm, ich merke schon - da hat mein Gag nicht gezündet. Humor ist nicht so meins. Entschuldigung...