Fahrzeugpflege Wie kann ich den Zustand meines Golf 3 erhalten

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Alt 18.06.2010, 22:28 #1
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Ich habe mir vorhin Recaros geholt. Die waren zuvor wohl in einem Pickup. Die Sitze stinken total nach nassen Hund o.ä.. Wie bekomme ich einen Neutralen geruche bzw einen der gut riecht ? Gruß Proof


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Alt 18.06.2010, 22:34 #2
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Gibt's drei Methoden:
  • Die einfache - Methode "Wunderbaum":
    Mit Febréze oder ähnlichen Produkten behandeln, zwei Nächte auslüften lassen.
    => Viel erreicht und keinen Finger krumm gemacht.
  • Die brachiale - Methode "Mister T":
    Mit einem schwachen Hochdruckreiniger reinigen, mit einer weichen Bürste und Wachmittel behandeln, sauber mit dem Hochdruckreiniger abspülen, trocknen lassen. Vorsicht: Rostgefahr.
    => Viel bringt viel.
  • Die ordentliche - Methode "Alles Fein!":
    Sitz zerlegen, Einzelteile waschen. NICHT maschinell trocknen.
    => Bestes Ergebnis bei großem Aufwand

Das klingt etwas Verrückt, aber du kannst auch Zucker in Wasser auflösen und damit die Sitze tränken. Allerdings muss es Glucose sein (Rübenzucker, Gelierzucker, Puderzucker, normaler Zucker eben...) - keine Fructose (Traubenzucker).
Diese Lösung vernichtet Gerüche zuverlässig indem es die Aromen bindet. Mit viel Wasser spülst du dann wieder alles aus, damit du nicht am Sitz kleben bleibst.

Für die Fingerwedler:
Ja, das ist unorthodox. Funktioniert aber. Der Vorteil der Lösung ist, dass sie die Gerüche aufnimmt, aber nicht die Farben angreift, wie das bei Lösungs- oder Waschmitteln der Fall ist.
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Alt 18.06.2010, 22:40 #3
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Problem bei option c ist, das ich die Bezüge nicht runter bekomme ohne sie kaputt zu machen. Glaube ich zumindestens
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Alt 18.06.2010, 22:43 #4
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Da der Mief sicherlich nicht nur in den Bezügen, sondern auch in den Polstern sitzt, würde ich abkärchern.
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Alt 18.06.2010, 22:46 #5
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Hmm dauert zu lange zu trocknen . Und denke das das auch nicht soo gut für den Sitz. Febrez oder sowas ähnliches ? Hilf das nicht oder iwelche Haushaltsmittel
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Alt 18.06.2010, 22:49 #6
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Kannste alles knicken...

Entweder zerlegen und alles waschen oder abkärchern.
Das trocknet recht schnell wenn ein Tag die Sonnen anständig scheint...und sonst muss man halt den ersten Tag nen Sitzcondom verwenden.

Wir kärchern die Sitze immer ab, weils am einfachsten ist.
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Alt 18.06.2010, 22:50 #7
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Mindestens Kärcher auspacken, eher zerlegen und waschen. Dazu gibt es hier eine Anleitung.

Febreze ich auch nur ein kurzeit Produkt. Dann lieber mit Zuckerlösung ( kenne die auch ). Diese jedoch kann Ränder verursachen.
Dann kann man auch Essigwasser nehmen, der Essiggeruch verschwindet auch wieder schnell.

Mach es einmal richtig und wasch die Bezüge, zusätzliche die Polster kärchern. Diese kannst du auch vom Gestell nehmen, dann brauchste auch keine Angst vor Rost haben.

Trocknen dauert zu lange?

Morgens gekärchert, ab in die Sonne, abends nutzbar. Das ist zu lange? Wenn du lieber "pfuschen" willst ohne dich an vernünftig gereinigten Sitzen zu erfreuen, bitte schön.

Optional Nassauger, PolStar als Reiniger und danach 2-4 Std einen Heizlüfter in den Fussraum ( Richtung Inneraum ) stellen.
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Alt 18.06.2010, 23:00 #8
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Dieses Febréze oder auch auch Oust funktionieren ganz hervorragend. Der Nachteil an den Produkten ist kediglich, dass sie keine ausreichende Tiefenwirkung haben. Wie auch? Sie werden nur auf die Oberfläche gesprüht.

Viel Werfolg wirst du haben, wenn du 10 Liter destilliertes Wasser verwendest, darin eine Flache von diesen Geruchskillern versenkst und dann die Sitze flutest. Sobald alles trocken ist, ist der Geruch auch in den tiefen Schichten gekillt. Zurück bleibt der typische "Supermarkt-Duft".
  • Vorteil: Bälläch!
  • Nachteil: Sitze nass - muss man trocknen


Wenn du bereit bist, ein wenig zu investieren, dann hätte ich noch eine Idee für dich: Besorge dir eine Flasche Ozon (Gibt's im Handel für technische Gase - bekommt man überall). Damit gast du die Sitze richtig durch. Zurück bleibt auch kein Geruch - im Anschluß riechen die Sitze überhaupt nicht mehr.
Aber mach dir keine Ozonlöcher rein
  • Vorteil: Bestes Resultat, Sitze bleiben trocken, neutraler Geruch
  • Nachteil: kostenintensiv
Anmerkung: Vernichtet nur Gerüche. Dreck und Schmutz bleiben im/am Sitz zurück, sofern vorhanden.
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Alt 18.06.2010, 23:06 #9
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Oh Oh Oh!

Zitat:
Zitat von AgentBRD Beitrag anzeigen
Das klingt etwas Verrückt, aber du kannst auch Zucker in Wasser auflösen und damit die Sitze tränken. Allerdings muss es Glucose sein (Rübenzucker, Gelierzucker, Puderzucker, normaler Zucker eben...) - keine Fructose (Traubenzucker).

Auch wenn es kleinlich ist, da muss der Chemiker in mir sprechen


1. "normaler" Haushalts-Zucker ist keine Glucose, sondern Saccharose. Dies ist ein Doppel-Zucker (genannt Disaccharid) und besteht aus einem Molekül Glucose und einem Molekül Fructose, welche chemisch miteinander verbunden sind und nicht mit den Ausgangsstoffen zu vergleichen.

2. Traubenzucker ist chemisch Glucose (gehört zu den Aldosen) und nicht Fructose (gehört zu den Ketosen)

3. Fructose hat ähnlichkeiten mit Traubenzucker vom Aufbau her, ist aber ein anderes Molekül (andere funktionelle Gruppe -> vlg Ketose/Aldose ; Fructose ist das Keto-Pendant zu Glucose [beides Hexosen])

Ich weiss, es ist etwas Off-Topic aber ein bisschen was für die Allgemeinbildung kann ja auch nicht schaden
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Alt 18.06.2010, 23:10 #10
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Zitat:
Zitat von nullchar Beitrag anzeigen
Oh Oh Oh!
Auch wenn es kleinlich ist, da muss der Chemiker in mir sprechen


1. "normaler" Haushalts-Zucker ist keine Glucose, sondern Saccharose. Dies ist ein Doppel-Zucker (genannt Disaccharid) und besteht aus einem Molekül Glucose und einem Molekül Fructose, welche chemisch miteinander verbunden sind und nicht mit den Ausgangsstoffen zu vergleichen.

2. Traubenzucker ist chemisch Glucose (genau: Hexose und Aldose) und nicht Fructose


Ich weiss, es ist etwas Off-Topic aber ein bisschen was für die Allgemeinbildung kann ja auch nicht schaden
Dann spring doch noch schnell in die Apotheke und hol dir 20 ml Amylase. Das kippst du dazu und wartest 'ne halbe Stunde. Dann kann man sogar Mutti's Maismehl nehmen
Aber man kann sich das eigentlich auch sparen, wenn man gewöhnlichen Zucker (Von Mutti's Kaffeetafel nimmt) verwendet. Das ist dann kein Polysaccharide. Und was passiert mit DISacchariden, wenn sie in Lösung übergehen? *Zwinker*

Aber in einem Punkt hast du vollkommen Recht - da ist mir ein Fehler unterlaufen: Streiche "Fructose", setze "Dextrose". Dann passt's.

Beim Nachdenken fällt mir auch noch auf, dass Gelierzucker auch keine gute Idee ist. Das ist BäH! Verdammt! Wie heißt dieser Zucker, den man zum Einmachen verwendet und der KEIN Geliermittel enthält? Ich muss meine Mutti anrufen...
Edit: Der Zucker ohne Geliermittel zum einmachen wird "Einmachzucker" genannt.
Irgendwie klingt mir das zu einfach - verarscht mich Mutti?





Geändert von AgentBRD (18.06.2010 um 23:48 Uhr)
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Alt 18.06.2010, 23:15 #11
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Jetzt will es aber einer wissen


Saccarose ist ein nicht-reduzierender Zucker und über die C-Atome O-glycosidisch miteinander verknüpft. Das heisst, dass Saccarose, egal worin du es löst, nicht zu einer Ringöffnung in der Lage ist.

Oder kurz:
Solltest du also Zucker in Wasser lösen hast du Zucker in Wasser gelöst, mehr nicht

Anders ist dies natürlich bei anderen disacchariden, das ist dann aber kein gewöhnlicher Haushaltszucker mehr



</Klugscheiss>
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Alt 18.06.2010, 23:25 #12
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Oh! Ich glaube, hier kann ich noch etwas lernen. Perfekt!

Ob der Zucker reduzierend ist oder nicht, ist ja vollkommen egal für unseren Zweck - wir brauchen ja nur den Ring und wollen den Zucker nicht verbrennen oder mit irgendwas chemisch reagieren lassen.

Ich weiß noch, das sich Di-Saccharide in Lösung besonders einfach in Monocylide trennen ließen, da die Sauerstoffbrücke an den anomeren Kohlenstoff-Atomen besonders schwach ist.
Stark beeinflußt war das durch den PH-Wert. Leider weiß ich aber nicht mehr aus dem Kopf, ob die Spaltung eine schwache basische oder schwach saure Atmosphäre bedingte.
Wie war das noch?

Und welcher Zucker wäre der richtige? Ich bin mit Zuckerbegriffen nicht vollständig fit, das merkt man sicher.
War das Invertzucker? Und wie nennt man eigentlich "gewöhnlichen weißen Haushaltszucker"?
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Alt 18.06.2010, 23:35 #13
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Hey!


1) Mit einer sauren Lösung kannst du Dissacharide katalytisch spalten, basische Lösungen greifen die glycosidische Bindung nicht an. (Das nennt man Hydrolyse)

2) Gewöhnlicher Haushalszucker ist chemisch, wie gesagt, das Disaccharid Saccharose, eine nicht-reduzierende Verbindung (d.h. der Ring kann in diesem Zustand nicht geöffnet werden) zwischen Fructose und Glucose

3) Wenn du Punkt "2" und Punkt "1" zusammen nimmst, wird Saccharose gespalten in die Monomere: Fructose und Glucose, das sind dann wieder Einfachzucker. Das Gemisch nennt man dann Invertzucker
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Alt 18.06.2010, 23:43 #14
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Ich fasse also mal vereinfacht zusammen:
  1. Eimer mit heißem Wasser füllen
  2. Haushaltszucker rein
  3. Eine Schuß Essig (=> Säure) hinzugeben
  4. Abkühlen lassen
Fertig ist unser Sitz-Entmüffelungswässerchen auf der Basis von Haushaltsmitteln.

@nullchar: Das ist so korrekt, oder?
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Alt 18.06.2010, 23:48 #15
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Essigsäure ist eine sehr (!) schwache Säure (pKs sollte um und bei 5 liegen), damit dauert es wahrschl. sehr lange, bis man ein gutes Ergebnis erziehlt. Außerdem riecht Essig bäh-pfui , wenn dann würde ich eher zu Zitronensäure raten, sowas hat man vllt. in der Küche stehen. Der Zeitfaktor würde hier aber auch einen Strich durch die Rechnung machen, der Aufwand steht einfach nicht im Verhältnis zum Nutzen


In der Zeit kann man genausogut eben in den nächsten Supermarkt fahren, sich ein Päkchen Traubenzucker oder Invertzucker greifen und dies (zu Hause!) in Wasser lösen!

Sehr viel schneller würde es mit einer verdünnten Salzsäurelösung gehen (Baumarkt!), ich zähle das jetzt aber mal nicht zu den üblichen Hausmitteln.
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Alt 18.06.2010, 23:52 #16
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Aber im Grundgedanken liege ich schon mal richtig. Ja?

Das heißt, wir brauchen nur noch eine Säure, die es in jedem Haushalt gibt und die nicht unangenehm riecht.
Milchsäure fällt also ebenso wie Magensäure aus.

Hmm. Kohlensäure? Wenn wir den Zucker also in Mineralwasser lösen?
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Alt 18.06.2010, 23:57 #17
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Hey!


Dein Gedankengang ist durchaus richtig!



Alle genannten Säuren zählen jedoch noch zu den schwachen Säuren. Die Spaltung von Sacchariden ist eine Gleichgewichtsreaktion, d.h. die Zurück-Reaktion zu den Monomeren kämpft gegen die Hin-Reaktion zum Dissaccharid. Da die Säuren alle zu schwach sind, liegt das Gleichgewicht stark auf Seite des Produkts (Dissacharids).

Mögliche Säuren für eine schnelle Spaltung wären Salzsäure, Schwefelsäure, Iodwasserstoff, Perchlorsäure... quasi alle Säuren mit einer pKs kleiner als ~2 (vlg Liste einiger Säuren)

Magensäure ist übrigens Salzsäure


HINWEIS: Der Stoff aus dem eure Sitze sind, sind genauso Kondensationsprodukte wie Zucker-Moleküle. Starke Säuren, auch wenn sie verdünnt sind, werden euch die Stoffbezüge auf kurz oder lang zerfressen!
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Alt 19.06.2010, 00:12 #18
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Zitat:
Zitat von nullchar Beitrag anzeigen
Alle genannten Säuren zählen jedoch noch zu den schwachen Säuren. Die Spaltung von Sacchariden ist eine Gleichgewichtsreaktion, d.h. die Zurück-Reaktion zu den Monomeren kämpft gegen die Hin-Reaktion zum Dissaccharid. Da die Säuren alle zu schwach sind, liegt das Gleichgewicht stark auf Seite des Produkts (Dissacharids).

Mögliche Säuren für eine schnelle Spaltung wären Salzsäure, Schwefelsäure, Iodwasserstoff, Perchlorsäure... quasi alle Säuren mit einer pKs kleiner als ~2 (vlg Liste einiger Säuren)

HINWEIS: Der Stoff aus dem eure Sitze sind, sind genauso Kondensationsprodukte wie Zucker-Moleküle. Starke Säuren, auch wenn sie verdünnt sind, werden euch die Stoffbezüge auf kurz oder lang zerfressen!
Na ja - ob das jetzt ein Schuß Essig die Sitze zerfrisst, möchte ich mal nicht glauben. Wir wollen ja nur eine schwache Säure als Katalysator haben - keine konzentrierte Schwefelsäure auf dem Sitz ausbringen Das sollte der Kunststoff aushalten - egal, was es sei (PA? PE?).
Ansonsten dürfte man seine Sitze auch nicht mit der Hand anfassen (PH -Wert der Haut liegt ja auch schon bei 5,5).

In dünner Lösung muss man sich auch keine Sorgen machen, dass der Zucker wieder zum Di-Saccharid wird. Ich denke, dass die Fructose viel zu hygroskopisch dazu ist. Theoretisch begünstigt sie unsere Idee daher noch.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir einen PH-Wert von unter 5 anstreben müssen - es ist ja nur ein Katalysator. Und wir wollen auch keine großen Mengen spalten.

Also in meinen Augen funktioniert das auf dem Papier wunderbar, solange man bei einer dünnen Lösung bleibt.

Wäre die Gleichgewichtsreaktion derart stark in Richtung DiSaccharid, käme ich auch nicht zu einem guten Ergebnis, wenn ich von Anfang an Invertzucker nutzen würde. N'est pas?

Was meinst du?

Zitat:
Magensäure ist übrigens Salzsäure
Hmm, ich merke schon - da hat mein Gag nicht gezündet. Humor ist nicht so meins. Entschuldigung...
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Alt 19.06.2010, 00:20 #19
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Hey!

Nur zum Abschluss: Essigsäure zählt ja nach wie vor zu den schwachen Säuren, mein Hinweis bezieht sich auf starke!

Stoffbesitze bestehen wahrscheinlich (!) aus einem Polyamid/Polyester/Baumwoll-Gemisch (Will mich da jetzt nicht festlegen, ist auch nicht relevant). Alle drei Stoffarten sind durch die prinzipiell gleiche Kondensationsreaktion untereinander verknüpft.

Bedeutete: Einen Klecks einer starken Säure auf den Stoff wird auf kurz oder lang für Löcher sorgen, da die Säure anfängt, den Stoff in seine einzelnen Monomere zu spalten.

Schwache Säuren zeigen dieses Verhalten natürlich nicht (wenn man starke Säuren stark verdünnt ebenfalls nicht)


Und wenn du von Anfang an Invertzucker nehmen würdest, bräuchtest du die ganzen Reaktionen ja gar nicht, weil du quasi schon das "fertige Produkt" hast. Invertzucker ist ja das, was wir durch die Spaltung von Haushaltszucker erreichen
(Sorry, wenn du was anderes aussagen wolltest, der Satz war für mich etwas unverständlich)
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Alt 19.06.2010, 02:28 #20
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Zitat:
Zitat von AgentBRD Beitrag anzeigen
Also in meinen Augen funktioniert das auf dem Papier wunderbar, solange man bei einer dünnen Lösung bleibt.

Wäre die Gleichgewichtsreaktion derart stark in Richtung DiSaccharid, käme ich auch nicht zu einem guten Ergebnis, wenn ich von Anfang an Invertzucker nutzen würde. N'est pas?
Zitat:
Zitat von nullchar Beitrag anzeigen
Und wenn du von Anfang an Invertzucker nehmen würdest, bräuchtest du die ganzen Reaktionen ja gar nicht, weil du quasi schon das "fertige Produkt" hast. Invertzucker ist ja das, was wir durch die Spaltung von Haushaltszucker erreichen (Sorry, wenn du was anderes aussagen wolltest, der Satz war für mich etwas unverständlich)
Nix Sorry - Recht hast du. Verzeih' bitte: Der Satz ist mir wirklich etwas verunglückt.

Ich meinte: Würde man schon zu Beginn Invertzucker verwenden und wäre die Gegenreaktion derart stark, dann würden sich aud dem gelösten Mono-Saccheriden ja auch wieder Di-Saccharide bilden. Aus dem täglichen Leben wissen wir aber, dass dem nicht so ist, solange die Lösung wässrig bleibt (Kennen wir ja von dem ekligen Zuckergussgeplansche beim Billigbäcker )

Ich bin aber doch der Ansicht, dass wir mit einer schwachen Säure und Haushaltszucker auskommen - die Säure ist ja nur ein Katalysator und kein echter Reaktionspartner.

Hmmm - wir haben ja jemanden, der das für uns testen könnte:
@Proof: Hast du mitgeschnitten?






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