Ich weiß ja nicht, ob meine Meinung hier gefragt ist. Aber ich sage sie einfach mal:
Um den Erhaltungszustand (was etwas Anderes ist als der Ladezustand) beurteilen zu können, muss man die Batterie zur Spannungsmessung belasten, und zwar erheblich. Denn nur dann lässt sich der Innenwiderstand (Die Ersatzschaltung jeder Batterie ist eine Urspannungszelle mit in Reihe geschaltetem Widerstand = dem Innenwiderstand) durch den Spannungsabfall an diesem wirklich beurteilen. Eine Belastung macht meiner Meinung nach bei einer Autobatterie mit 45 ... 70 Ah erst ab einem Strom von etwa 100 Ampere an aufwärts wirklich Sinn. Bei einer geringen Stromentnahme mit z.B. einer Blinkerbirne (21 Watt] ändert sich der Spannungabfall auch bei einer unbrauchbaren (weil z.B. sulfatierten) Batterie kaum, so dass sie bei diesem Test möglicherweise als "In Ordnung" durchgehen würde, was sie in Wirklichkeit aber nicht ist.
Aus diesem Grund haben professionelle Batterietestgeräte, wie sie z.B. Autoelektrikbetriebe haben, einen entsprechenden niederohmigen Belastungwiderstand hoher Belastbarkeit, der in der Praxis nur aus ein paar dicken, im Zick-Zack angeordneten Metallstreifen besteht. Der damit gemachte Batterietest darf nicht zu lange dauern, weil sonst sowohl die Batterie als auch das Testgerät unzulässig heiß werden können.