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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| Schrauber |
Heute mal ein neues Projekt angefangen, bei meinem 1.8er ADZ ist der rechte Dom wie im Auslieferzustand, der linke hat allerdings vor zig Jahren irgendwann mal wahrscheinlich etwas geblüht und ein Vollhorst von Vorbesitzer hat einfach auf die rostige Stelle 2 Bleche angepunktet und verklebt. Nichtmal verzinkte Bleche, und nichtmal ansatzweise geschützt, sondern einfach nach dem Schweißen (so hat es den Anschein) mit Sika vollgeschmiert und zwar in einer Dicke, dass die Schweißstellen nicht mehr zu sehen waren. Entsprechend auch nicht auf Stoß geschweißt, sondern einfach ein viel zu großes Blech überlappend drüber. Naja, gesehen hab ich das ganze erst als es mir den weißen Kontrolllack hochgeworfen hat. Habe mir vor einigen Jahren, extra um Rost früh zu erkennen, den ganzen Unterboden und den Motorraum mit Brantho 3in1 in Hellelfenbein lackiert, dabei auch überall den Unterbodenschutz entfernt und die Nahtabdichtungen, um auch die Falze und Überlappungen zu kontrollieren. Damals war von Sicht aus dem Motorraum her allerdings noch nichts zu erkennen. Heute sieht der Dom aus wie auf dem ersten Bild im Anhang. Eigentlich war der Plan den ganzen Dom inkl. Radlauf rauszuholen und durch ein Neuteil zu ersetzen, das Teil wäre 1h0809101d (Anhang 2), ist aber leider nicht mehr Lieferbar, und sogar wenn, würde es ca. 600€ kosten. Schlachter sind auch keine Option, erstens sind alle, die ich hier aufm Schrott gesehen habe entweder ebenso verfault, oder Schrottmensch lässt mich nicht den halben Wagen zerlegen Kann ich auch verstehen.Ich werd also, so wie es aussieht, das kranke Blech des Radlaufs, Unterseite, austrennen und das ausgetrennte Stück als Vorlage für ein neues Blech nehmen. Müsste 0,8er sein. Das gleiche mit dem Dom selbst, doch was für eine Materialstärke hat der? Ich kann nur an den verfaulten Stellen messen, es müssten 1,5mm sein, kann das jemand bestätigen? Anpassen des neuen Domblechs ist kein Problem, Stauch/Streckgerät ist vorhanden sowie eine Armada an Karosseriehämmern, Sandsack, Schweißgerät, alles was das Herz begehrt. Ich weiss dass es nicht die schönste Variante ist, jedoch technisch das einzig machbare. Wenn ich hergehe und mir nur den Oberteil vom Dom aus nem Schrottfahrzeug austrenn, bin ich 1) nen ganzen Tag aufm Schrottplatz, 2) muss der Mist dann Laservermessen werden, 3) redet mein Schrotti nie wieder mit mir ( ) und 4) muss man erstmal einen sauberen, intakten Dom finden. Austrennen und durchgehend auf Stoß verschweißen scheint mir also die eleganteste Lösung zu sein. | ||
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| | #2 | ||
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| Golftreffenplaner |
Ich kann dir meinen Kikifick TÜV Heiner zitieren: "3mm Blechle und alles mit Punkten und keine Naht wegen Haarrisse wen durch schweist". Obs stimmt? Nachgemessen hat er noch nie. | ||
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| | #3 | |||
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| Forenseele |
Die Domkappe ist brutal massiv, hab die auch schon getauscht! 1,5 oder 2 mm, definitiv. Kannst in meinem Showroom gen Ende sehen.. http://www.golf3.de/showroom/110859-...rkauft-15.html | |||
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Colour-Conceptler für den nützlichen Beitrag: | herr jaegermeister (03.02.2020) |
| | #4 | ||
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| Schrauber | Zitat:
naja, so siehts auch aus.Onkel Heiner hat ja auch recht, WENN die Domkappe als ganzes Teil ersetzt wird. VW hats ja nicht anders gemacht, das Oberteil ist mit, soweit ich gesehen hab, 12 Punkten auf den Radlauf aufgeschweißt. Wenn du jetzt aber nur einen Teil des Doms austrennst, um zB die Richtbank zu meiden oder weil man einfach nicht drankommt, wird durchgehend geschweißt. Damit wir vom gleichen reden: durchgehend im Sinne von Punkt-an-Punkt, nicht eine Naht ziehend. Das ganze schön im Pilgerschritt und mit nem ganzen Abend Zeit. Wird ja auf Stoß geschweißt in meinem Fall, wenn ich nen Schweller mach, setze ich im Bereich der Türdichtung, des Unterbodens und der A-Säule auch nur Punkte, wie von Werk aus, jedoch (beim 3-Türer), ab der B-Säule zum Kofferraum hin auf Stoß durch bis zum hinteren Radlauf. Die ganzen Geschichten, wo überlappend gepunktet und danach gespachtelt wird, mach ich nicht mehr. Nee ging mir auch nur um die Blechstärke des Doms. Hab ein Loch in den Teil gebohrt der sowieso rausfliegt, sind gradmal 1,5mm. Das krieg ich noch hin am Dinosaurier. Ach dingens noch eins: Wenn hier mal jemand dennoch Angst vor Haarrissen hat (und ich wiederhole mich, nie nie niemals mit Mig/Mag Nähte ziehen an Fahrzeugen, dafür gibts andere Schweißverfahren), kann es bei Tiefziehblechen helfen wenn das Blech auf 40% der Schmelztemperatur gebracht wird, dadurch können sich die Korngrenzen rekristallisieren und Gitterfehler im Kristallgefüge werden geschlossen. Wer sich mehr dafür interessiert, findet hier ein paar weitere Infos oder einfach nachm Eisen-Kohlenstoff-Diagramm googlen. Das bringt natürlich wieder eine gewisse Weichheit mit ein, Stichwort Weichglühen, aber aufgrund der Tiefziehform und der sowieso Zwangsläufig eingebrachten Sprödheit dank dem MIG ist das auch ganz gut so. | ||
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| | #5 | ||
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| Schrauber |
Ach als kleinen Anhang noch, falls sich noch jemand berechtigterweise Gedanken macht beim Schweißen wegen Haarrissen. Die Temperatur im Werkstück nimmt umliegend um die Schweißstelle natürlich exponentiell ab, daher kommen auch Versprödungsrisse und deswegen treten Risse auch immer neben Schweißstellen auf, niemals in der Schweißstelle selbst (vorausgesetzt es wurde sauber gearbeitet und konform verschweißt). Das lässt sich vermeiden, indem man das Blechstück großflächig zB mit einem Butanbrenner erwärmt, dabei gibt man natürlich nicht alles und glüht bis es wie die Sonne scheint, sondern schaut nur dass das Delta ΔT zwischen Schweißpunkt und Umgebung möglichst klein gehalten wird. Kaltes Bier auf warme Zähne tut schließlich nicht auch ohne Grund weh. Warmes Bier tut das nicht | ||
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| | #6 | ||
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| Schrauber | Zitat:
Du hattest noch Glück dass es zB die Hebebühnenaufnahmen gab - hab meine letztes Jahr gemacht, da gabs schon leider keine Bleche mehr zu kaufen. Sonst aber 1:1 die gleichen Stellen.Haste deine Kappen vom Schrott bekommen? | ||
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| | #7 | |||
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| Forenseele |
Ne, aus meinem alten VR den ich zerlegt hatte. | |||
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| | #8 | |||
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| Geselle |
Ich hatte vor 10 Jahren das gleiche Problem. Hab mir damals ein Domblech vom Schrottplatz herausgetrennt. Haber Gerade die Blechdicke gemessen: 2mm. http://www.golf3.de/direktupload/201...1580831895.jpg | |||
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| | #9 | ||
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| Schrauber |
Das macht das Anpassen zwar etwas schwerer, aber das passt schon. Der Dom lag übrigens ringsherum frei. Ein 1 bis 4 cm breiter Spalt klaffte zwischen Domkappe und Innenradlauf, unfassbar. Die Affen haben ein Blech von Außen mit 10 Punkten aufgebraten, anders kann man die Vergewaltigung nicht nennen, und von Innen mit Sika gefüllt, dann U-Schutz drauf, ja die Schwarze Bitumenpampe, und dann nochmal mit Sika überstrichen und lackiert. Wenn der Dom DAS ausgehalten hat, ich wiederhole, er hielt entlang des Innenradlaufs überhaupt nicht mehr, trotz hartem Gewindefahrwerk, gehe ich gleich viel ruhiger ans Einschweißen der neuen Bleche. Der Innenradlauf mit Domkappe hat die TN 1h0809101d und ist natürlich überall nicht mehr lieferbar. Habe ein Teil bei einem Dänischen Teilehändler gefunden, hier der Link. Umfangreiche Mail mit ein paar Fragen gesendet, als Antwort nach einer Woche zurückbekommen, dass es sich um einen Systemfehler handelt und man die Ware nicht habe. Nur falls einer mal nach der Nummer sucht und auf den Shop stößt. | ||
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