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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| Hilfesuchender |
Hallo an die Gemeinde, ich brauche schnell und unkompliziert Hilfe. Bitte keine Hinweise auf SuFu o.ä., mir pressiert es und ich habe leider keine Zeit, mich da durchzuwurschteln ��. Fahrzeug: 1.9 TDI, 66kW, MKB: 1Z Folgendes Problem: auf der Fahrt gen Kroatien wollte der Motor bei Abstellen des Fahrzeugs in der Sonne nicht anspringen, ging nach längerer Fahrt in der Hitze plötzlich aus. Nach je etwa 1/2 Stunde im Schatten lief die Kiste wieder bis zum nächsten Ausfall. Bei laufendem Motor sieht man in der transparenten Vorlaufleitung vom Dieselfilter zur ESP erst keine, dann wenige und zum Schluss viele Luftblasen, bis dann eben der Motor abstirbt. Nach ner Weile abkühlen geht er wieder, nach wenigen Minuten Leerlauf geht er wieder aus. Verdacht auf Luft im Kraftstoffsystem. Hier in der örtlichen, nun ja, "Werkstatt" alles gecheckt: - Tank okay inkl. Überschlagventil, Entlüftung und Überlauf, ist sogar gereinigt - Leitungen gängig - Dieselfilter/Knackfroschdichtung als Ursache ausgeschlossen (Vor- und Rücklauf überbrückt, Filter somitkomplett aus dem System entfernt) Da ja die Vakuumseite der ESP gecheckt ist (keine Undichtigkeit, Problem tritt auch bei direktem Zulauf von Diesel aus dem Kanister in die ESP auf) und auf der Druckseite ja ein Lufteintritt ins System physikalisch unmöglich ist (bei Undichtigkeit müsste im Gegenteil ja Treibstoff austreten), kam nur noch die ESP selbst als Fehlerquelle infrage. Also gestern dort selbst die ESP ausgebaut (lässt sich übrigens im offenen und ausgebauten Zustand nicht von Hand drehen - Lager fest?). Arretierhilfen für Kurbelwelle/Nockenwelle Fehlanzeige Habe also am NW-Rad und Zahnriemen (leider nicht am Gehäuse!) mit weißem Stift markiert und das Riemenrad von der ESP abgezogen. Als die Spannung raus war, ist der ZR natürlich ein-zwei Zähne auf dem NW-Rad übergesprungen. Bin eigtl sicher, dass die NW sich nicht verdreht hat, da ja von Hand nicht drehbar, selbst ohne ZR. KW ist durch eingelegten ersten Gang arretiert. Neue ESP ist unterwegs und dann muss ich die einbauen, anschließen und wenigstens statisch einstellen. Frage 1: kann ich nach normalem menschlichen Ermessen davon ausgehen, dass NW und KW noch richtig zueinander stehen? Frage 2: wie stelle ich den OT von Zylinder 1 fest und wo finde ich ggf. (um bezüglich Frage 1 sicherzugehen) die OT-Markierung der KW und wie komme ich da ran? Sehe ich das nur von unten oder auch von oben im Motorraum? Frage 3: hat jemand eine Step-by-step-Anleitung zum Einstellen der ESP? Ich weiß bisher: - Zyl. 1 auf OT - ESP-Kolben durch Drehen der gesamten Pumpe in der leicht gelösten Halterung auf UT stellen - Messuhr nullen - dann wiederum durch Drehen der ESP (in welche Richtung? auf welchen Wert?) Förderbeginn statisch einstellen. Bin für jeden Tipp, insbesondere mit Fotos/Bildmaterial dankbar! Sorry für den langen Text, aber ich wollte zwar wohlgemeinte, doch unnütze Ratschläge bezüglich möglicher Fehlerquellen von vornherein eliminieren. Vielen Dank im voraus an alle, die sich konstruktiv äußern! Edit: OBD wurde gecheckt, alle Sensoren arbeiten normal, keine Fehlermeldungen. MSG o.a. Elektronik scheidet wohl demnach auch aus. Geändert von uwe.teichert (15.06.2019 um 17:42 Uhr) Grund: Nachtrag | ||
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| Modifizierer |
Hi, zunächst einmal ein paar Fakten die evtl. wichtig für dich sein könnten. Nur weil ein Gang eingelegt ist, bedeutet das nicht, dass auch die Kurbelwelle arretiert ist, das wäre viel zu ungenau. Die Nockenwellle lässt sich perfekt arretieren, genauso wie die Pumpe. Die entsprechenden Werkzeuge gibt es häufig im Set und bereits sehr günstig. Zum genauen Einstellen der Pumpenstellung bzw. Einspritzbeginn brauchst du keine Messuhr, sondern ein Programm, welches es dir ermöglicht im Motorsteuergerät die Werte 2 und 9 des Messwertblockes 000 in der Grundeinstellung anzuzeigen (z.B. VCDS oder Carport). Vermutungen reichen beim Zahnriemen leider nicht aus, also bau den Riemen guten Gewissens aus und löse dabei das Nockenwellenrad, von hinten mit 6er Bohrer durch das kleine Loch vom Zahnriemenschutz gegenhämmern, sodass sich das Rad verdrehen lässt ohne dabei die Welle zu drehen (Konischer Sitz). Zum Wechsel der Pumpe gibt es nicht allzuviel zu sagen, du baust sie quasi in umgekehrter Reihenfolge wieder ein. Das Zahnriemenrad passt ja nur in einer Position. Zum Arretieren der Nockenwelle auf OT, Ventildeckel abnehmen, Nockenwelle drehen bis fahrerseitig das Nockenwellenlineal passt. Sollte das Lineal in dem Spalt Spiel haben, einfach mit zwei Fühlerlehren ausmitteln. Die Pumpe lässt sich ebenso arretieren, dazu einfach einfach das Pumpenrad drehen, bis sich dieses mit Hilfe des Absteckdorns arretieren lässt. Das schwierigste bei der Riemenmontage ist die Kurbelwelle, da diese dabei nicht gegen Verdrehen gesichert wird. Im Getriebe steckt ein Stöpsel, diesen herausziehen und Kurbelwelle soweit verdrehen bis du durch dieses Guckloch im Getriebe eine Markierung am Schwungrad siehst. Diese muss genau mit der Pfeilspitze an der Getriebeglocke fluchten. Riemen auflegen, spannen und erst dann das Nockenwellenrad wieder festziehen. Vor dem ersten Starten zwei Umdrehungen an der Kurbelwelle machen und Kontrollieren, ob sich Nockenwelle und Pumpe ohne Gewalt abstecken lassen, wenn die Kurbelwelle OT steht. Pumpe erstmal so einstellen, dass sie mittig der Langlöcher fixiert ist. Geändert von COITUS (16.06.2019 um 09:04 Uhr) | |||
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu COITUS für den nützlichen Beitrag: | Teletubby (16.06.2019) |
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| Modifizierer |
Damit der Motor nun läuft, noch die Einspritzleitungen entlüften, dazu an den Düsen die Überwürfe lösen, Anlasser orgeln lassen bis an den Überwürfen Diesel rausspritzt, anschließend die Überwürfe wieder festziehen. Motor sollte nun anspringen. Wenn er warm ist kann mit Hilfe von VCDS oder einem anderen Programm der Einspritzbeginn dynamisch eingestellt werden. Gruß Flo Geändert von COITUS (16.06.2019 um 09:08 Uhr) | |||
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| Hilfesuchender |
Liebes forum, Ich durchsuche schon jahre lang eure Archive und finde viele Beiträge zu dem 1Z Motor echt hilfreich, aber jetzt brauche ich aktive Hilfe... Ich habe nicht mehr genug Druck an den einspritzdüsen... ich bin mir grade nur unsicher ob die esp wirklich defekt ist?! ich bin die letzten 20std leider ohne kraftstofffilter gefahren und vermute das die Pumpe verstopft ist. Was kann ich machen um das zu prüfen bzw reparieren? kann ich das überhaupt selber prüfen ? Hab die pumpe leider schon ausgebaut😟 | |||
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| Modifizierer |
Hi, wie hast du festgestellt, dass dort kein Druck anliegt vor den Düsen? Die Einspritzpumpe ist an und für sich ja ein mechanisches Bauteil, das heißt sobald sich der Motor dreht, fördert die Pumpe, da sie ja durch den Zahnriemen angetrieben wird. Wenn da beim Orgeln kein Druck anliegt, ist vielleicht eine Stelle auf der Druckseite undicht, wodurch der Druck verlorgen geht, oder eventuell mal das Kraftstoffabschaltventil checken, denn wenn das nicht schaltet, dann gibts auch kein Sprit. Verdrecken tut gern das Mengenstellwerk, dies macht sich dann aber meist vorher durch ruckeliges Beschleunigen bemerkbar. Gruß Flo Geändert von COITUS (05.07.2020 um 07:49 Uhr) | |||
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