Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 01.04.2018, 16:53 #1
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Standard Temperaturproblem nach Austausch der Motorlager

Moin,

leider habe ich, bei den häufig vorkommenden Kühlproblemen, irgendwie kein passendes Thema gefunden =/
Ich habe am Freitag alle drei Motorlager an meinem ADY getauscht, dazu musste natürlich mit Wagenheber der Motor ein bisschen hin- und her gekippt werden, um überall dranzukommen.
Die erste Testfahrt nach dem Tausch verlief super, bis zu einer Strecke von 10 km... Die Temperatur tat etwas, das sie ansonsten NIE tat: Sie stieg über die 90°C ... Kurz vor der Anzeige von 100°C habe ich die Heizung voll aufgedreht und bin stehengeblieben. Die Diagnose: Thermostat öffnet nicht! Der untere Schlauch am Kühler war vollständig kalt. Das Thermostat selbst in von Febi Bilstein und keine 6 Monate alt - und hat bis zum Tag vor dem Austausch der Motorlager einwandfrei funktioniert; die Temperatur stand stets bei 90°C angenagelt.

Nun hat ja der ADY einen Öl-Wasser-Wärmetauscher (Ölkühler)... Und nach einiger probiererei ließ sich dann folgendes feststellen: Wenn ich die Wassertemperatur mit Hilfe der Heizung bei 90°C halte und warte, bis die Öltemperatur ebenfalls 90°C erreicht, öffnet das Thermostat schlagartig. Auf der Fahrt von 10 Km Länge bis nach hause, ist nur bei einer kurzen Strecke innerorts die Temperatur auf ca. 95°C gestiegen (Was sonst nie passiert ist).
Nach der heutigen Testfahrt fiel mir ansonsten noch auf, dass die Wassertemperatur regelrecht auf 90°C hochschießt, viel schhneller als früher, wobei die Öltemperatur ewig braucht, damit überhaupt eine Anzeige zustande kommt - was auch nicht normal ist.

Wasserstand war und ist vollkommen im Limit (er hat einen minimalen Wasserverlust von ca. 200 mL pro 10.000 km), der Rücklauf in den Ausgleichsbehälter ist konstant und normal, Kühlwasser ist sauber. Ölstand ist kurz vor max - seitdem ich den Zylinderkopf vor ca. 12.000 km Fahrt instandgesetzt habe, musste ich keinen einzigen Tropfen Öl nachfüllen, der Ölverbrauch ist extrem niedrig (Füllhöhe am Peilstab seit Reparatur um ca. 2mm gesunken)

Was meint ihr? Thermostat im Eimer oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? Weil mir erschließt sich nicht ganz, wie ein defektes Thermostat genau dieses Fehlerbild erzeugen soll...


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Alt 01.04.2018, 16:56 #2
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Meines Erachtens hast du den Fehler schon selber genannt. Febi Bilstein...

Wie ein nicht öffnender Thermostat dieses Fehlerbild erzeugt? Das Kühlmittel kann nur im kleinen Kreislauf fließen...

Geändert von franz-werner (01.04.2018 um 16:57 Uhr)
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Alt 01.04.2018, 18:50 #3
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Bei ca. 87 Grad muss das Thermostat öffnen, der Schlauch also warm werden. Wenn nicht, isses putt und ich empfehle dir ein Teil von Behr/Hella oder Wahler.
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Alt 01.04.2018, 19:07 #4
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Alles klar... Thermostat wäre ja auch mein Tipp grewesen, aber ich finde es ungewöhnlich... Normalerweise schließen die Dinger nicht richtig... Und dann auch noch unmittelbar nach dem Tausch der Motorlager? ... Hm

Mit Febi hatte ich bisher nie Probleme, habe oft Ersatzteile von denen verbaut und das hier wäre das Erste, daas versagt...

Aber egal, an's Kühlsystem dran muss ich jetzt sowieso. Ich lass das Wasser ab, baue das Thermostat aus, untersuche das Kühlsystem und erstatte Bericht
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Alt 01.04.2018, 19:21 #5
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Naja. Es ist vermutlich nicht alleine das Thermostat. Wahrscheinlich ist die Stützauflage gebrochen oder so. Aber ich würde wirklich keine Febi Teile nehmen
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Alt 01.04.2018, 20:46 #6
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Ja, thermostat. Ich hatte auch einmal den Fehler gemacht, ein Febi Thermostat zu verbauen. Das war dann auch so nach 6 monaten hinüber.

Und warum ist es ungewöhnlich, dass dein Öl länger braucht um warm zu werden? Das ist völlig normal. Nicht umsonst soll man nicht sofort voll Kette geben, wenn der Wagen 90° Wasser anzeigt.

Edit: Einen Zusammenhang mit den MOtorlagern erkenne ich da übrigens nicht, ich denke das ist einfach zufall.
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Alt 01.04.2018, 21:49 #7
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Ich muss gestehen... Ich bin ernsthaft schockiert...
Alle Kühlwasserschläuche waren gut durchgängig, nichts verstopft, Kühlwasserpumpe sieht zwar von außen besch...eiden aus, ist innen drin aber absollut sauber und das Pumpenrad sitzt fest auf der Welle, läuft gleichmäßg, leichtgängig und sauber...

Also blieb das Thermostat... Also gut, schmeiße wir das Ding doch mal in einen Kochtopf - leider hatte ich kein Thermometer... Aber auffällig war, dass das Ding sich keinen Millimeter öffnete, scheinbar bis zu dem Moment, als das Wasser spurdelnd kochte...
Kurz darauf habe ich festgestellt, dass unser Thermomix eine Temperaturanzeige hat, leider nur in 5°C Schritten - also ja, ich habe mein Thermostat in den Thermomix geschmissen und die Temperatur auf 90°C begrenzt...
Die 85°C waren erreicht - nichts
Die 90°C waren erreicht - nichts

Also, Thermomix auf 100°C gedreht...
Die 95°C waren erreicht - nichts
Die 100°C waren erreicht - Das Wasser sprudelte zwar noch nicht, aber es stiegen deutlich und viele, sehr viele Blasen auf und er stand ca. 2 Min auf dieser Temperatur... Fast nichts... Die Öffnung betrug einen Bruchteil eines Millimeters...
Also auf 120°C gedreht und siehe da: Kurz bevor es wirklich sprudelnd kochte, ging das Ding vollständig auf...

Mir ist durchaus bewusst, dass die angezeigte Temperatur vom tatsächlichen Wert abweicht... Aber warmes Wasser steigt nach oben und der Mixer selbst wälzt das Wasser beim Erwärmen um - und die Temperatur, bei der das Teil schließlich auf ging, war jedes mal nahezu der Sidepunkt!
Das Ding ist ernsthaft schrott... Ich bin schockiert, ernsthaft!
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Jay Pee (02.04.2018)
Alt 01.04.2018, 22:13 #8
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Ich nicht... denn Febi ist quasi ein Synonym für Ärger. Und das war früher nicht so.
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Alt 02.04.2018, 17:06 #9
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So. Da jetzt sowieso das Wasser komplett draußen ist, konnte ich auch gleich zwei Maßnahmen ergreifen:

1) Die sowieso defekte Standheizung umgehen, um wenigstens diese als Fehlerquelle aus dem Kühlsystem zu entfernen

2) Der Ölkühler leckt am Flansch zu seiner Aufnahme, also habe ich mal die Schläuche von dem Ding runtergenommen... Das Innenleben der Schläuche sah aber recht interessant aus (Siehe Bilder).

Irgendwie sieht das ein bisschen aus, wie Öl emulsion, oder? ... Ist es aber nicht. Nach dem Trocknen war das Zeug weiß und bröselig, wie kalk. Der komplette Ölkühler hat das Zeug innendrin. Alle anderen Schläuche sind absolut sauber. Ich selbst habe das Kühlsystem nach dem Tausch der ZKD gespült und das Kühlsystem mit Kühlmittel und Destilliertem wasser aufgefüllt.
Naja. Jedenfalls werden jetzt die Schläuche nochmal separat gereinigt, bis nichts mehr drin ist, der Ölkühler gründlich gereinigt und das gesamte Kühlsystem nochmal gespült.

Vielleicht haben die Brösel von dem Zeug ihren Beitrag zum klemmenden Thermostat geleistet...
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Alt 02.04.2018, 18:36 #10
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Man kann das System auch mit Zitronensäure reinigen - dazu müsste Google reichlich Infos ausspucken.

Die Schläuche sind ne kritische Sache, ich habe gerade mit Verlusten zu kämpfen, weil trotz neuer Schelle son alter Schlauch einfach nicht mehr die Elastizität zu einem Neuteil hat. Morgen bestell ich Ersatz und schaue ob die mir auch die Federbandschellen ordern können.

By the way:
Zitat:
Wahrscheinlich ist die Stützauflage gebrochen oder so.
Sowas gibt es beim 2.0 und den anderen 827ern nicht, da dieser Steg nicht im Kunststoffflansch ist und somit da nix bricht




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Alt 02.04.2018, 18:53 #11
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Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
By the way:

Sowas gibt es beim 2.0 und den anderen 827ern nicht, da dieser Steg nicht im Kunststoffflansch ist und somit da nix bricht
Danke. Ich hatte es nicht mehr genau vor Augen
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Alt 02.04.2018, 18:56 #12
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Zum Reinigen des Kühlsystems denke ich gerne an die Aussage eines VW-Mechanikers... "Einfach einen Spülmaschinentab auflösen, das in den Motor füllen und 'ne halbe Stunde laufen lassen" ... Nunja, wenn ich mir die Schläuche so ansehe, war das wohl nicht so erfolgreich =/

Dass die kleine Leckage von den Schläuchen kommt, kann ich nichteinmal ausschließen. Aber die Anschlüsse der Schläuche waren ebenfalls massivst mit diesem weißen Staub/Pulver bedeckt, sodass sie regelrecht auseinandergedrückt wurden. Anschlüsse und Schläuche sind jetzt sauber und das Gummi fühlt sich noch gut elastisich an, weder weich und rissanfällig, noch verhärtet... Nur ein wenig aufgepilzt an den Schlauchenden, wo keine Schelle mehr drüber war.

Müssen es am Kühlsystem eigentlich zwingend diese Federbandschellen sein? Ich finde die zum An- und Abbauen echt nervtötend und würde lieber Schraubschellen bevorzugen - nur ob das am Kühlsystem (Stichwort Wärmeausdehnung) so toll ist, weiß ich nicht...

Wobei... In der Luftfahrt, bei Kleinflugzeugen mit wassergekühltem Motor, werden nur Schraubschellen verwendet...
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Alt 02.04.2018, 19:01 #13
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Wenn es hochwertige Schraubschellen sind, also nicht diese scharfkantigen Billigbiester mit Witzgewinde weil man gerade ne Konservendose umgeformt hat... spricht nichts dagegen. Anzugsmoment beachten, das variiert je nach Durchmesser, Bandbreite und Ausführung des "Gewindes", der Hersteller Norma hat viele Tabellen dazu.

Die Federbandschellen haben aber den Vorteil, dass sie mit einer definierten Kraft spannen und, wie du angemerkt hast, bei der Ausdehnung weiterhin vergleichbar spannen. Mit einer Wasserpumpenzange kann man die gut beherrschen, aber wenn es eng wird, wird das fummelig. Es gibt aber für nen stemmbaren Betrag ein Spezialwerkzeug, welches Gold wert ist.

https://www.ebay.de/itm/Schlauchklem...4AAOSwzSRZzCm1
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Hallo!

Zitat:
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Die Federbandschellen haben aber den Vorteil, dass sie mit einer definierten Kraft spannen und, wie du angemerkt hast, bei der Ausdehnung weiterhin vergleichbar spannen.
Ja, das ist der Hauptgrund dafür, dass Federbandschellen eingeführt worden sind: Unter allen Betriebsbedingungen definierte und gleiche Spannkraft. Nur bei verrosteten Federbandschellen muss man aufpassen, weil die Spannkraft teilweise erheblich nachlässt.


Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Mit einer Wasserpumpenzange kann man die gut beherrschen, aber wenn es eng wird, wird das fummelig. Es gibt aber für nen stemmbaren Betrag ein Spezialwerkzeug, welches Gold wert ist.
Wenn man den Dreh einmal raus hat, mit diesen Schellen zu arbeiten, ist das nicht mehr übermäßig problematisch. Anfangs mochte ich sie auch nicht, aber das hat sich geändert. Ich nehme dafür auch eine Wasserpumpenzange, deren Enden ich vorher mit Gewebeband umwickele. Erstens schont das die Beschichtung der Schelle, und zweitens rutscht sie dadurch nicht so schnell ab.

Freundliche Grüße
Teletubby
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firun (02.04.2018)
Alt 04.04.2018, 18:09 #15
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So, der größte Teil der Arbeit ist erledigt, insgesamt hat sich das ganze als recht arbeitsintensiv gezeigt... Und bevor es wieder heißt, ich würde keine Problemlösungen posten, kommt hier gleich mal der größte Teil, mitsamt Anschauungsmaterial.

Wie bereits erwähnt, war die Dichtung am Ölkühler defekt und es hat 'rausgesuppt, also habe ich die Wasserschläuche des Kühlers entfernt und die Ablagerungen darin gefunden (siehe oben).
Als ich dann schließlich den Ölkühler 'runtergenommen habe, war mir auch klar, warum er gesifft hat: Die Dichtung war so hart, die war bereits in zwei Hälften gebrochen und als ich das Ding spaßeshalber gegen die Wand geworfen habe, ist es zersplittert, fast wie Glas... Deshalb gibt es von der alten Dichtung auch kein Bild.
Der Ölkühler selbst war intern ebenfalls mit weißen Ablagerungen voll, die Anschlüsse mit weißem Staub bedeckt - anscheinend alles Kalk... Also ging es an's saubermachen. Ölkühler in Benzin eingelegt und im Ultraschallbad gereinigt, anschließend Ölkühler, Schläuche, das Rohrstück vom Thermostat und das alte Thermostat in einen Mix aus heißem Wasser, Entkalkungstabletten und einem aufgelösten Spülmaschinentab geschmissen und einige Stunden wirken lassen. Das Ergebnis ist, wie ich finde, überzeugend! (Bild 1) Ja, ich weiß, dass so ein Mix die Schläuche angreifen *kann* ... Was aber nicht passiert ist
Leider ließen sich am Ende doch nicht ganz alle Ablagerungen in dem größeren der beiden Schläuche entfernen, also habe ich ihn durch den gebrauchten Schlauch von meinem alten Frankenstein ersetzt - der sah auch insgesamt etwas besser aus.
Ölkühler anschließend mit Druckluft durchgepustet, mit Bremsenreiniger gefüllt und wieder durchgepustet - über Nacht auf der Heizung trocknen lassen, dann alle Dichtflächen mit 600er Schmirgel geglättet. Und natürlich das Ding mit leichtem Überdruck (0,5 bar) abgedrückt, um Undichtigkeiten auszuschließen - alles bestens! (Bild 2 und 3, Ölkühler nach Reinigung)
Ölkühler mit neuer Dichtung eingebaut, Ölfilter wieder dran (Ja, einen Ölwechsel hätte ich gleich mit machen sollen, nur leider langt dafür im Moment das Geld nicht ), Wasserschläuche eingebaut und die defekte Standheizung im Kühlsystem abgeklemmt und trockengelegt. Dann das gesamte Kühlsystem (und auch jeden Wärmetauscher einzelnd) rückwärts, vorwärts, seitwärts, von Südwest nach Nordost in alle Richtungen mit 'nem Gartenschlauch gespült.
Nun dachte ich mir, aufgrund der weiterhin vorhandenen Verschmutzungen im Kühlsystem, dass eine richtige Spülung vielleicht angebracht wäre... Also mal eine Ladung Bar's Nural Kühlerreiniger gekauft - leider verlangt dieses Zeug, dass es mind. 4 Betriebsstunden im Kühler ist... Und diese Reinigung mit der Möglichkeit, dass sich jede Menge Dreck löst, wollte ich dem neuen Thermostat (Diesmal von Wahler) nicht zumuten. Also Kühlsystem mit altem Thermostat zusammengebaut, Kühlerreiniger eingefüllt und das Kühlsystem mit destilliertem Wasser aufgefüllt - warmlaufen lassen.
Auch jetzt öffnete das alte Febi Thermostat ziemlich spät, immer erst dann, wenn die Wassertemperatur knapp 100°C erreichte. Es schien sich jedoch recht schnell zu fangen, also gab es eine Spritztour von 20 km länge. Und während in der ersten Phase der Fahrt die Temperatur gelegentlich leicht in Richtung der 100 wanderte, blieb sie am Ende wieder bei 90°C angenagelt stehen. Allerdings ist im Moment der Druck im Kühlsystem erheblich höher als vor den Arbeiten. Nunja, bevor ich damit angefangen habe, hatte ich ja auch eine winzige Leckage, die ich möglicherweise mit beseitigt habe, aber das wird die Zeit zeigen. Hinweise auf Probleme mit der ZKD gibt es keine.
Das ist also der aktuelle Stand der Arbeiten. Ich werde das Auto heute noch einige male bewegen und auf Betriebstemperatur bringen. Der Kühlsystemreiniger scheint einige schwer lösliche Bestandteile zu haben, fast wie Sand. Das soll wohl für eine mechanische Reinigung sorgen, von daher gibt es morgen nochmal einige Spülungen mit dest. Wasser, dann das neue Thermostat und die endgültige Füllung mit neuem Kühlmittel - es bleibt also spannend.

So, nun mal zu den Thermostaten selbst. Ob das Febi-Thermostat wirklich defekt ist oder ob ich ein anderes Problem im Kühlsystem habe, werde ich frühestens morgen erfahren. Wenn es mit dem wahler-Thermostat auf Anhieb gut ist, wird es wohl echt das Ding gewesen sein. Interessant ist, dass das Febi-Teil aber seinen Dienst wieder aufgenommen hat, nachdem es massivst gerinigt wurd - trotzdem vertraue ich dem Ding nicht; auch wenn es das erste Ersatzteil dieser Marke ist, das bei mir (vielleicht) versagt hat. Möglicherweise war auch gar nicht der Hersteller schuld, sondern wirklich der Kalk im Kühlsystem?
Auf jeden Fall gibt es zwischen beiden Thermostaten deutliche Unterschiede (Bild 4)! Interessant ist der federgelagerte Teller unten im Bild. Der kleine Kühlkreislauf ist zweigeteilt, ein Teil geht durch den ölkühler, der andere wird daran vorbeigeleitet. Dehnt sich das Thermostat aus, so wird der Anschluss für das System, das den ölkühler umgeht von diesem Federteller verschlossen (Bild 5,das ist die alte Wasserpumpe vom Frankenstein, Fotografiert mit eingesetztem Thermostat aus der Position des Pumpenrades heraus. Rechts ist die Zuleitung vom Kreislauf ohne Ölkühler, die Zuleitung für den Kreislauf mit Ölkühler wird vom thermostat verdeckt). Beim Febi-Thermostat ist die Feder, die diesen Teller hält so schwach, dass der Teller schon von einem kräftigen Wasserstrahl vom Wasserhahn runtergedrückt wird. Bei dem Thermostat von Wahler hingegen hat die Feder richtig bums.
Das könnte ein weiterer Grund für die Temperaturprobleme sein: Bei starker Strömung und schwacher Feder wird dauernd der Ölkühler umgangen, gleichzeitig ist der Anschluss dieses Kreislaufes so angebracht, dass das heiße Wasser am Thermostat praktisch vorbeigeleitet wird.
Ein Hinweis für so einen Vorgang könnte die langsam steigende Öltemperatur sein...

Zitat:
Zitat von Ben_RGBG Beitrag anzeigen
Und warum ist es ungewöhnlich, dass dein Öl länger braucht um warm zu werden? Das ist völlig normal. Nicht umsonst soll man nicht sofort voll Kette geben, wenn der Wagen 90° Wasser anzeigt.
Richtig. Eigentlich wird das Wasser sehr schnell warm und wird durch den Ölkühler geleitet - und sorgt somit dafür, dass das Öl vorgewärmt wird und schneller seine Temperatur erreicht. Was aber nicht funktioniert, wenn der Ölkühler im Kreislauf dauernd umgangen wird =/
Angehängte Grafiken
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Geändert von firun (04.04.2018 um 18:12 Uhr)
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Alt 05.04.2018, 07:14 #16
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Klasse, dass du dein Vorgehen weiter dokumentierst!

Den nicht durchgeführten Ölwechsel nimmt dir der Motor mit Sicherheit nicht übel :-)
Über ein kalkfreies Kühlsystem wird er dir umso dankbarer sein.

Viel Glück mit der Reinigung und ich bete für dich, dass sich nichts von dem gelösten Dreck irgendwo festsetzt wo er nicht soll(Wärmetauscher etc.)

Grüße
LocoFlasher
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Alt 05.04.2018, 20:20 #17
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Wenn das so stark verkalkt ist,solltest Du unbedingt etwas dagegen tun!
Vermutlich ist der Kalk dann auch die Ursache,warum das Thermostat gestorben ist,und bekantlich sollte man die Ursache auch beseitigen,sonst wird das nichts mitm grünen Zweig.

Hast Du die Thermostate mal ausgemessen?Auf den Bildern sehen die unterschidlich lang aus.
Vermutlich wird der Defekte kürzer sein,und einem Hitzetod gestorben sein.
Wenn das so ist,dürfte auch irgendwo im Kühlkreislauf noch Wachsstücke herumoxidieren.

P.s. hast Du mal die Ventilatoren und das Steuergerät überprüft?Evtl funktioniert der Nachlauf nicht mehr,und der Motor überhitzt nach dem abstellen!

Geändert von Golfschrauber,1,2,3 (05.04.2018 um 20:22 Uhr)
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Alt 05.04.2018, 23:26 #18
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Also, der Motor war von Anfang an stark verkalkt, an den Anschlüssen vom Ölkühler und der Wasserpumpe. Schon beim ersten Wechsel des Thermostates habe ich nachgefragt, was ich dagegen tun kann, der Tip vom VW-mechaniker (Sogar Meister!) war halt das mit dem Spülmaschinentab - "Die entkalken ja auch" ... Hm, trifft wohl auf Kalgon zu, aber nicht auf die Tabs, die wir hier haben, also haben die Tabs das Problem anfangs nicht vollständig gelöst... Wie geht der slogan? VW-Motoren leben länger mit Kalgon... oder so ähnlich.
Wie ich schon angemerkt habe, ist es durchaus möglich, dass das Febi-Thermostat durch gelöste Kalkstücke lahmgelegt wurde. Diese haben sich anscheinend, allen vorherigen Spülungen zum Trotz, im Bereich des Ölkühlers gesammelt und wurden beim Austauschen der Motorlager gelöst.
Trotzdem macht mich die schwache Feder am kleinen Teller doch stutzig, da sieht das Teil von Wahler doch wesentlich kräftiger aus. Tatsächlich ist das neue Thermostat leicht kürzer - ziemlich genau einen mm. Trotzdem passen die Nummern beider Thermostate für die OE-Nummern des Originalbauteils.
Der Motor wurde zwar zu warm, aber nicht extrem (Das Maximum lag bei 100°C, dann habe ich die Heizung voll aufgedreht), sonst hätte ich andere Probleme als nur ein Thermostat. Daher dürfte das alte Bauteil nicht den thermischen Heldentod gestorben sein (es hat ja auch seinen Dienst wieder aufgenommen, während es bei der Behandlung mit Bar's eingebaut war).
Ventilatoren laufen einwandfrei, beim Laufenlassen im Stand warte ich immer ab, bis beide anspringen. Wenn ich mich richtig erinnere, liefen die Lüfter auch dann noch, wenn man den Motor abgestellt und den Schlüssel gezogen hat, aber das werde ich morgen nochmal überprüfen.

Aber gut, das Kalkproblem ist jetzt gelöst (Wie ich das gemacht habe, habe ich in meinem vorigen Post beschrieben), alle Anschlüsse sind gereinigt, das Kühlsystem mit Bar's gespült. Habe heute den Kühlsystemreiniger rausgeholt, das System nochmal in alle Richtungen mit einem Gartenschlauch durchgespült, bis keinerlei Krümel mehr irgendwo rausgekommen sind, dann eine kurze Füllung mit destilliertem Wasser. Neues Thermostat eingebaut und die richtige Füllung mit neuem Kühlmittel verpasst. Es läuft soweit alles bestens, kein Überhitzen mehr und das neue Thermostat öffnet wesentlich früher.
Beim Febi-Thermostat hat es gedauert, bis die Öltemperatur (!) auf 90°C angestiegen ist, bis das Thermostat geöffnet hat - zu dieser Zeit wäre die Wassertemperatur bei abgeschalteter Heizung bei deutlich über 100°C gewesen.
Das neue Thermostat von Wahler öffnet den großen Kreislauf ungefähr dann, wenn eine Öltemperatur von 80°C erreicht ist, die Temperaturanzeige bleibt bei 90°C angenagelt stehen. (Gilt beim warmlaufenlassen im Stand)
Ansonsten hat sich alles wieder eingerenkt. Kein hoher Druck mehr im Kühlsystem, Temperatur stimmt, auch bei 20 km Testfahrt. Ich würde sagen: Problem gelöst, endgültig wissen werde ich esx bei größerer Hitze... Oder am Wochenende... Mannheim!


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