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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| | #1 | |||
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| Golf-Tieferleger |
Moin. Mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Zur Vorgeschichte: Der Zahnriemen in meinem Golf 3 (AAM) war immer recht stark gespannt, man konnte ihn mit zwei Fingern an der längsten Stelle kaum um 90° drehen. Jetzt habe ich letztens den Nockenwellensimmerring getauscht und dazu musste natürlich auch der Zahnriemen runter. Nachdem ich das Ganze wieder zusammengebaut habe, habe ich die alte Spannung des Riemens in etwa wiederhergestellt. Allerdings habe ich im Leerlauf dann ein merkwürdiges Geräusch (wie ein tiefes Quietschen) aus Richtug Nockenwellenrad gehört - ich dachte, das könnte von dem neuen Simmerring stammen und bin mit dem Auto ca. 10 km gefahren. Dann fiel mir noch auf, dass er im Leerlauf zu schütteln schien. Als das Geräusch sich nicht änderte, habe ich mal genau hingehört und bemerkt, dass es von der Spannrolle kam. Also habe ich die Spannung des Zahnriemens wieder etwas verringert - das Geräusch und das Schütteln im Leerlauf sind jetzt weg. Die Spannung ist so eingestellt, dass ich (bei heißem Motor) den Zahnriemen mit zwei Fingern knapp NICHT um 90° drehen kann. Habe ich trotzdem irgendwelche Schäden an Zahnriemen, Spannrolle oder Lagern der Nockenwelle zu erwarten, durch die gefahrene Strecke mit falsch eingestelltem Zahnriemen? | |||
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| | #2 | |||
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| Forenabhängiger |
Also der Riemen und Spannrolle sind nicht neu, sondern die alten, verstehe ich doch richtig? Meist ist nen neuer ganz anders in der Spannung als nen gelaufener der wieder montiert wird. Hab grad mal nachgesehen, meiner ist locker um 90° drehbar, mit etwas Kraft sicher 120°. Ist so 40.000km und 3 jahre alt. Lieber minimal zu locker als zu stramm hab ich gelernt. Bei Geräusch ist jedenfalls immer zu stramm, da haste ja schon mal völlig korrekt gehandelt. Denke auch das die geringe Strecke nicht allzu schlimm ist, 100pro kann dir das aber eh keiner sagen. Ich würd einfach drauf achten und nochmal nachschauen, Abdeckung ist ja schnell ab. | |||
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Rolw für den nützlichen Beitrag: | firun (21.07.2016) |
| | #3 | |||
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| Golf-Tieferleger |
Alles klar, danke Er läuft im Moment ruhig und schnurrt wie'n KätzchenSpannrolle und Riemen sind alles die Alten geblieben, aber die sind halt auch erst ein Jahr und 20.000 Km alt. Dann werde ich die Spannung nochmal leicht zurücknehmen, ist ja nicht schwer. Jetzt bleibt nur noch das Problem mit dem Zündzeitpunkt. Weder auf der Schwungscheibe noch sonst irgendwo finde ich eine Markierung für 6° vor OT. Zündpistole habe ich... | |||
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| | #4 | |||
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| Helfersyndrom |
Die Zündpistole allein hilft dir eh nicht weiter, weil zusätzlich muss über die Diagnosesoftware das Steuergerät in den Einstellmodus versetzt werden. Wenn aber alle drei Wellen wieder richtig zueinander stehen, dafür gibt es Hilfen, dann macht das Einstellen der Zündung auch keinen Sinn. | |||
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| | #5 | |||
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| R.I.P. |
Hallo! Mir ist das mit damaliger Unerfahrenheit auch mal passiert, dass ich einen Zahnriemen zu stark gespannt habe. Bemerkbar machte sich das durch Geräusche vom Zahnriemen. Sicherheitshalber habe ich den Zahnriemen dann getauscht. Denn das Risiko, dass durch den Betrieb mit zu hoher Spannung feine Risse / Brüche im Gewebe des Zahnriemens entstanden sind, war mir einfach zu groß. Da habe ich lieber nochmal den Zahnriemen gewechselt als möglicherweise später den ganzen Motor. Freundliche Grüße Teletubby | |||
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| | #6 | |||
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| Golf-Tieferleger |
Ich habe die nötige Software, um den Motor in den Grundeinstellungsmodus zu bringen. Davon kommt auch mein Verdacht, dass der ZZP nicht stimmt - im Leerlauf regelt er ständig bei ca 1 bis 2 Grad vor OT, laut Anzeige) ... Aber er sollte bei ca. 6° regeln. @Teletubby: Feine Risse im Gewebe sind, denke ich, weniger das Problem. Das Gewebe ist in der Regel sehr Robust, Risse durch Überspannung würden eher dann entstehen, wenn der Riemen schon alt, spröde und verhärtet ist. Aber der ist noch sehr elastisch. Aber naja. Momentan leide ich noch an chronischen Geldmangel. Bis zum Ende meiner Ausbildung (nächstes Jahr) wird der Riemen hoffentlich noch durchhalten. Dann ziehe ich den Wechselintervall halt etwas vor | |||
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| | #7 | ||
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| ¼-Meile-Fahrer |
nochmal zum ZZP es müsste aber eine markierung auf der scheibe sein, wenn du durch das kleine fenster in der getriebeglocke schaust ich weiss nur nicht mehr genau, ob das nun 6° v. oder der OT war ich hab das mal falsch gemacht, er lief zwar, hatte aber kaum leistung und wurde heiss nach korrektur und grundeinstellung war alles wieder gut Zum Riemen: jeder hat andere kraft in den fingern der grobmotoriker mit den klodeckelhänden dreht das locker um 90° ein anderer mit feen-händchen schaft die 60° gerade mal so wenn du die 90° so schaffst, ist das voll ok grüssle | ||
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| | #8 | |||
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| Golf-Tieferleger |
Okay, ich schaue gleich nochmal bei kaltem Motor nach, wie es mit der Spannung aussieht. EDIT: Spannung überprüft. Im Kalten Zustand lässt er sich gradeso um 90° drehen (ich habe eher die "Feenhände") und wenn ich seitlich draufdrücke, lässt er sich ca. 16 mm weit eindrücken. Keine Geräusche, kein Schlackern. Sollte alles ok sein. Was die Markierungen angeht, genau da liegt mein Problem: Es Gibt Markierungen auf der inneren Riemenscheibe an der Kurbelwelle (und den Pfeil an der Zahnriemenabdeckung) Die nächste Markierung + Pfeil ist an der Nockenwelle, dann gibt's eine OT-Markierung am Verteilerfinger. Und zusätzlich sollte es ZWEI Markierungen auf der Schwungscheibe in der Getriebeglocke. Dort befindet sich aber nur eine Markierung und die zeigt eindeutig OT, denn sie stimmt, wenn ich alles auf OT drehe, mit der Markierung auf der Riemenscheibe an der KW exakt überein. Der Motor läuft auch an sich gut und entwickelt auch Leistung, also werde ich die Steuerzeiten wohl nicht um 6° verdreht haben. Ich habe Hinweise gefunden, dass es wohl wirklich Schwungscheiben gibt, die nur über eine Markierung verfügen, aber die Leite Widersprechen sich. Mal wäre die Markierung OT, dann wäre sie wieder der Zündzeitpunkt. Geändert von firun (22.07.2016 um 09:26 Uhr) | |||
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| | #9 | |||
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| Forenabhängiger |
Zum Zündung prüfen kann ich da nix sagen, hab ja nen 1,6er AFT mit Simos. Blitzpistole liegt da seit Jahren ungenutzt im Schrank. Verteilerfinger Position ist wichtig, kann aber nur passen wenn die Nebenwelle 100pro paßt. Bei mir war der auch mal total verdreht, weil ne Werkstatt die Nebenwelle wohl nicht so beachtet hat. War jahrelang ok, bis da was aus der Toleranz lief und keiner den Fehler fand, jedenfalls nicht die Werkstatt. Ich habs dann selber mit Software gefunden und erstmal weiter verdreht bis er wieder lief. Nebelwelle korrekt stellen hab ich dann auch erstmal auf den nächsten Riemenwechsel vertagt. Kurbelwelle, also Riemenscheibe oder Schwungrad, kenn ich nur mit OT und ZZP Marke oder nur OT. Alles andere macht auch keinen Sinn, OT ist wichtig und nötig, ZZP nur für manche einfacher. Ich brauch auch keine Zündmarke wenn ich die Sollwerte habe, die gibt's nur für Leute die keine verstellbare Zündblitze haben. ;-) Beim Riemen ist nen direkter Austausch sicherlich 100 pro Ausfallsicher , da hat Teletubby recht. Kosten sind auch gering. 100 pro wäre dann aber auch die Spannung per Messgerät einzustellen und nicht Pi mal Daumen! Sofern es dazu für unsere Bauernmotoren jemals Sollwerte gab. Man kann es auch mal mit ner App probieren die über Schwingungsmessung per Mikrofon in etwa die Spannung errechnet. ;-) Riemen-App vorgestellt – ContiTech AG Ist aber eher Industrieanwendung und auch nur abschätzend. Ich persönlich hab da aber keine Bauchschmerzen, ich hab meinen auch erst zu stramm gemacht, weil es immer Jahre her ist das ich sowas gemacht hab. Ist ja meist nur minmal zu stramm und wird gleich beim ersten Lauf oder nach wenigen Metern bemerkt und korrigiert. Ich schraub aus Zeit und Nervengründen nie für andere, da geht auch schonmal was schief bis ich wieder alles im Kopf hab ;-) Wichtig ist ja eher das sofort zu merken und abzustellen. Das ist 3 Jahre und viele Kilometer her und ich gebe gern zu das ich meine Motoren in allen Autos die ich seit 1990 hatte auch mal hart genutzt hab, also wenn ich das mal brauche auch volle Drehzahl und harte Lastwechsel vor/in Kurven oder so. Meine Meinung ist das diese Lastwechsel ebenso belastend oder eher härter sind, da ruckartig. Die muss ein Riemen eben vertragen und dafür auch ausgelegt werden, ist ja schließlich kein Stationärmotor. Ist ja kein TSI mit Fahradkette sondern nen ordentlicher stabiler Zahnriemen. | |||
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Rolw für den nützlichen Beitrag: | firun (22.07.2016) |
| | #10 | ||
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| Frischling | Zitat:
ich versuche gerade den wenigstens theoretischen Einstieg in die Fein[heiten der] Motorik meines (neuen) 1.8i (at AAM 1992) ![]() Ist ehrlich gesagt auch schon einige Jährchen her, dass ich mich mit Zündvertellung, Nockendrehung und Zahnstellung zuletzt beschäftigte (opel Kasdett b ...) - aber in Erinnerung blieb natürliche Abhängig dieser . Irgendwie führten da viele Wege zum Funken .... nicht immer die richtig guten ![]() Was mir momentan allerdings unklar ist: Nockenwelle; Kurbelwelle , und was zieht der Zahnriemen als "3.Welle" ![]() Hier gelesen und gestern am lebenden Objekt recherchiert interpretierte ich bisher: Am AAM zieht der Zahnriemen (Steuerriemem) - von der KW 'getrieben' nur die Nockenwelle (und über die Spannrolle) . Muß dann nochmal gucken - und wo wäre 'Welle No.3' zu suchen ? Das zunächst nur um meine Detailkenntnisse etwas anzu passen; ansonsten momentan nicht so wichtig - läuft ja. Vielen Dank und Grüße | ||
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| | #11 | |||
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| R.I.P. |
Hallo! Zitat:
Weil wie beschrieben die Nebenwelle den Zündverteiler antreibt, sollte man bei Arbeiten am Zahnriemen möglichst darauf achten, dass die Position der Nebenwelle gegenüber denen von Kurbel- und Nockenwelle nicht verändert wird. Freundliche Grüße Teletubby | |||
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| | #12 | ||
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| Frischling | Zitat:
Nun wird mir einiges klar - (u.a. auch der in einem anderen Thread beschriebene 'Zündausfall' nach Zahnriemenwechsel). Da bekam ich bisher keinen Reim rein, woher diese Abhängigkeit stammen sollte. Danke & Gruß, Olaf | ||
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