Durch die Gradverzahnung erreichst du eine höhere Kraftübertragung.
Zudem wirken auf die Lagerungen keine axialen Kräfte, was gut für deren Lebensdauer ist.
In Getriebe neuerer Autos ist der Rückwärtsgang ebenfalls Schrägverzahnt und synchronisiert.
Bei einer geraden Verzahnung ist immer nur eine Zahnflanke im Eingriff. Bei einer Schrägverzahnung sind es mehrere Zähne, wodurch die Belastung pro Fläche niedriger wird. Bei einer Schrägverzahnung ist also eine höhere Kraftübertragung möglich.
Nachteilig ist natürlich der, abhängig vom Schrägungswinkel, auftretende Kraftverlust in axialer Richtung, der durch entsprechende Lager aufgenommen und abgeleitet werden muß. Dieser "Kraftverlust" ist aber nicht so hoch wie die höher übertragbare Kraft, so dass sich immer noch ein positives Gesamtergebnis erzielen läßt.
Die Lebensdauer eines Lagers hängt nicht von der Belastungsrichtung, sondern vielmehr von der richtig gewählten Bauform und Dimensionierung ab.
Zusätzlich wirkt sich die Schrägverzahnung natürlich auch auf die Laufruhe aus.
Der Rückwärtsgang wird /wurde deshalb gerade verzahnt, weil er nur als Rangier- und nicht als Fahrgang ausgelegt ist. So läßt er sich günstiger herstellen, und man benötigt keine Synchronteile und Schiebemuffen. Das Schaltrad wird als drehrichtungsumkehrendes Schieberad direkt zwischen An- und Abtrieb geschoben.
Übrigens, wenn man fährt und dabei auskuppelt, drehen sich die Zahnräder im getriebe natürlich weiterhin mit. Sie werden ja noch immer vom sich drehenden Rad angetrieben. Egal ob man vorwärts oder rückwärts fährt. Die laute Geradeverzahnung des Rückwärtsgangs hört man dann halt nur viel deutlicher