Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 03.09.2013, 18:21 #1
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Kopf planen ist erstmal Unsinn. Wenn der Kopf runter ist, wenn die Dichtung überhaupt kaputt ist, sieht man ob da was ist und dann erst kann man entscheiden ob man was planen muss oder nicht.

Mich kotzt das ganze Gerede mit erster Diagnose ZKD und Kopf planen so was von an. Wenn man den Kopf fachgerecht nach Werksvorschrift abnimmt und wieder aufsetzt, dann ist das nichts los. Weit über die Hälfte aller Zylinderkopfdichtungen werden nur zur Geldmacherei erneuert und sind überhaupt nicht defekt..

Man kann das erst entscheiden, wenn man zuerst das Rohr erneuert hat, dann der Überhitzung auf der Spur ist, und erst dann denkt man über ZKD nach.

Eine Frage am Rande: Die Heizung funktioniert oder kommt dort nur kalte Luft? Das kann ein Indiz für eine defekte Wasserpumpe sein.

Meine Aussage: Rohr erneuern, Wasser einfüllen, nur wenig Frostschutz, zum Testen reicht das. Dann Motor laufen lassen und 3-5km fahren. Temperatur beobachten, Druck im Kühlsystem beobachten (wie prall sind die Schläuche, bei laufendem Motor am Auspuff riechen. Wenn die Schläuche richtig hart sind und es aus dem Auspuff nach Frostschutzmittel riecht, dann ist die ZKD dran, sonst nicht. Wenn hierbei der Kühler nicht richtig warm wird und ggf der Kühlerlüfter nicht anläuft, dann muss man am Thermostaten, ggf an der Wasserpumpe suchen. Wenn nur der Lüfter nicht anspringt, dann ist Thermoschalter im Kühler kaputt.

Und für dich ein Hinweis: Wenn die Temperatur nach oben aus dem Ruder läuft: Heizung voll an und Gebläse volle Kanne, Motorlast sofort wegnehmen, also auskuppeln und ausrollen lassen, bei der Automatik Fahrbereich N einlegen und ausrollen lassen.

Und hol das Auto aus der Werkstatt, fahr hin und wenn die Angefangen haben, dann gibst du die Arbeitsfolge vor. Du bist der Kunde, klar.

Wenn die noch nicht angefangen haben: Auto abholen.

Und noch was: Wenn du in Gelddingen immer so schnell entscheidest, dann wirst du es in deinem Leben zu nichts bringen. Bei Geldausgaben, zu denen es kontroverse Ansichten gibt, wird erstmal ein paar Tage zugewartet und überlegt. Man entscheidet solche Dinge nicht von jetzt auf sofort.



Geändert von wolfi71 (03.09.2013 um 18:33 Uhr)
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Alt 03.09.2013, 18:23 #2
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Mich kotzt das ganze Gerede mit erster Diagnose ZKD und Kopf planen so was von an. Wenn man den Kopf fachgerecht nach Werksvorschrift abnimmt und wieder aufsetzt, dann ist das nichts los.
richtig, bei meinem bin ich ja auch gerade bei und der kopf ist plan.
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Alt 05.09.2013, 09:38 #3
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Standard Zylinderkopfdichtung defekt?

Danke Euch allen: Ich schreibe die Antworten zwischen die einzelnen Punkte!

Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Kopf planen ist erstmal Unsinn. Wenn der Kopf runter ist, wenn die Dichtung überhaupt kaputt ist, sieht man ob da was ist und dann erst kann man entscheiden ob man was planen muss oder nicht.

Mich kotzt das ganze Gerede mit erster Diagnose ZKD und Kopf planen so was von an. Wenn man den Kopf fachgerecht nach Werksvorschrift abnimmt und wieder aufsetzt, dann ist das nichts los. Weit über die Hälfte aller Zylinderkopfdichtungen werden nur zur Geldmacherei erneuert und sind überhaupt nicht defekt..

Man kann das erst entscheiden, wenn man zuerst das Rohr erneuert hat, dann der Überhitzung auf der Spur ist, und erst dann denkt man über ZKD nach.

Eine Frage am Rande: Die Heizung funktioniert oder kommt dort nur kalte Luft? Das kann ein Indiz für eine defekte Wasserpumpe sein.
Ja, der Pannenhelfer hat am Samstag das Loch im Rohr mittels eines Nagels und viel Isolierband notdürftig geschlossen. Dann wurde jede Menge Wasser eingefüllt (das aus den Kannen der Tankstelle), er prüfte an verschiedenen Schläuchen ob sie gefüllt sind. Danach wurde der Wagen gestartet, die Heizung auf die höchste Stufe gestellt und schon bald kam warme Luft raus.

Meine Aussage: Rohr erneuern, Wasser einfüllen, nur wenig Frostschutz, zum Testen reicht das. Dann Motor laufen lassen und 3-5km fahren. Temperatur beobachten, Druck im Kühlsystem beobachten (wie prall sind die Schläuche, bei laufendem Motor am Auspuff riechen. Wenn die Schläuche richtig hart sind und es aus dem Auspuff nach Frostschutzmittel riecht, dann ist die ZKD dran, sonst nicht. Wenn hierbei der Kühler nicht richtig warm wird und ggf der Kühlerlüfter nicht anläuft, dann muss man am Thermostaten, ggf an der Wasserpumpe suchen. Wenn nur der Lüfter nicht anspringt, dann ist Thermoschalter im Kühler kaputt.
Doch sobald der Motor warm war sprudelte nach kürzester Zeit jede Menge Wasser aus dem unteren Teil des Verteilerkopfes, wieder die gleiche braune Brühe. Motor aus. Wieder Wasser nachgefüllt, eine Zeit lang beobachtet ob Wasser so raus läuft - nein! Dann wieder gestartet. Sobald der Motor lief das gleiche Spiel, das braune Wasser spritze regelrecht raus.
Und für dich ein Hinweis: Wenn die Temperatur nach oben aus dem Ruder läuft: Heizung voll an und Gebläse volle Kanne, Motorlast sofort wegnehmen, also auskuppeln und ausrollen lassen, bei der Automatik Fahrbereich N einlegen und ausrollen lassen.
Erst danach meinte er "vermutlich sei es die Zylinderkopfdichtung" und er schleppte den Wagen ab in die Werkstatt, in der bereits Checkup und HU gemacht wurden. Der Pannenhelfer vom ADAC, der ohnehin weder an der Werkstatt noch der Reparatur beteiligt ist erklärte mir auf befragen, wenn es diese Zylinderkopfdichtung sei müsse ich mit mind. 1000 € rechnen.[/B]

Und hol das Auto aus der Werkstatt, fahr hin und wenn die Angefangen haben, dann gibst du die Arbeitsfolge vor. Du bist der Kunde, klar.

Wenn die noch nicht angefangen haben: Auto abholen.

Der Wagen stand nur übers WE in der Werkstatt, Montagfrüh sprach ich mit dem Inhaber, der mir alle Untersuchungen aufzählte die er zu machen gedenke, aber nach allen Anzeichen sei es die Zylinderkopfdichtung. Ich sagte ihm eine so teuere Reparatur bei dem alten Wagen müsse ich erst einmal überdenken und er fuhr mit nachgefülltem Wasser den Wagen in eine Seitenstrasse gegenüber.
Und noch was: Wenn du in Gelddingen immer so schnell entscheidest, dann wirst du es in deinem Leben zu nichts bringen. Bei Geldausgaben, zu denen es kontroverse Ansichten gibt, wird erstmal ein paar Tage zugewartet und überlegt. Man entscheidet solche Dinge nicht von jetzt auf sofort.
Einen Tag später erzählte ich dies dem Nachbarn, der Kfz-Gutachter ist. Der sagte auf Anhieb das sei typisch für eine defekte Zylinderkopfdichtung. Er erklärte sich bereit, einen Bekannten zu fragen ob er die Reparatur machen würde. Montag sagte er mir dann ok, dieser machts, es könne aber die ganze Woche dauern. Es liefe aber alles über ihn, weil der Bekannte aus Diskretionsgründen nicht in Erscheinung treten wolle. Deshalb weiß ich momentan überhaupt nicht wo der Wagen ist. Als Preis wurden mir 500-600 genannt. Dienstag erreichte ich endlich den mir bekannten KFZ-Meister, der mir schon öfter günstig Reparaturen gemacht hatte. Der sagte dann auch Dichtung und bot mir an es für 380-400 zu machen. Wenn ich das wolle, käme er den Wagen holen.
Versteht Ihr? Ich fühlte mich irgendwie in der Klemme, der Wagen war offensichtlich Montag oder Dienstag bereits geholt worden. Ich sprach mit ihm und sagte auch 500 - 600 sei doch recht teuer, worauf er mit großem Befremden reagierte, mir aber immerhin zusagte, 500 nicht zu überschreiten. So habe ich dem bekannten KFZ-Mechaniker abgesagt weil mit den Arbeiten bereits begonnen worden sei. Immerhin muss ich nun nicht mehr mit 1000 rechnen, merkwürdig finde ich nur das ganze drum und dran. Aber weils ein Nachbar ist, wollte ich auch nicht auf Konfrontationskurs gehen.
Das ist heutiger Stand der Dinge und daran kann ich nun nichts mehr ändern.
Was mir noch auffiel, als ich Montag in der Werkstatt war ... ein riesiger brauner Fleck unter dem Auto. Der Defekt muss also auf der letzten Fahrt passiert sein, denn nie zuvor hatte ich irgendwelche Flecken unter dem Wagen, weder Ölflecke und schon gar keine braunen Pfützen.

Danke für's Lesen und die vielen Tipps. Ich werde mir auf jeden Fall aufschreiben lassen, was nun genau geprüft und dann gemacht wurde und halte Euch auf dem Laufenden.

Ich und mein blauer Ulrich :-))
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Alt 05.09.2013, 12:50 #4
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Kopf planen ist erstmal Unsinn. Wenn der Kopf runter ist, wenn die Dichtung überhaupt kaputt ist, sieht man ob da was ist und dann erst kann man entscheiden ob man was planen muss oder nicht.

Mich kotzt das ganze Gerede mit erster Diagnose ZKD und Kopf planen so was von an. Wenn man den Kopf fachgerecht nach Werksvorschrift abnimmt und wieder aufsetzt, dann ist das nichts los.................
Mal noch eine Frage am rande:

Wie findest du denn überhaupt raus ob der Kopf noch Plan ist? Mit einen Lineal?
Was machst du wenn es Abdrücke von der Dichtung im Kopf gibt, oder Dichtung's Reste vorhanden sind? Mit einem Schleif Klotz drüber fahren?
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Alt 05.09.2013, 14:15 #5
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Zitat:
Zitat von Naumstar Beitrag anzeigen
Mal noch eine Frage am rande:

Wie findest du denn überhaupt raus ob der Kopf noch Plan ist? Mit einen Lineal?
Was machst du wenn es Abdrücke von der Dichtung im Kopf gibt, oder Dichtung's Reste vorhanden sind? Mit einem Schleif Klotz drüber fahren?
die Reste der Dichtung werden nach den Richtlinien von VW nicht mit harten Gegenständen entfernt. Zulässig sind Kochfeldschaber oder auch Kunststoffspachtel. Den Rest nehme ich mit 240er Papier weg.

Und man kann es mit einem Stahllineal und dem sog. Lichtspaltverfahren messen. Sollte eigentlich jeder, der mal eine mechanische Ausbildung hatte, kennen. Also ich habe zwar eine elektromechanische Ausbildung, aber bei mir galt noch "Eisen erzieht". Sprich, wir haben gefeilt, gedreht, gebohrt und das sogar für Rundungen. Eine solide Ausbildung hilft auch später immer mal wieder weiter.
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Alt 05.09.2013, 15:18 #6
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Also ich spanne die Köpfe immer auf der Fräßmaschine auf, und Fahre Sie mit der Meßuhr ab.
Meiner Persönlichen Erfahrung nach sind 6 von 10 Köpfen "krumm" wenn bei der Kopfdichtung ein Wasserschaden vorlag.


Mit dem Haarlineal und Fühlerlehre ist mir ehrlich gesagt zu ungenau, deshalb habe ich gefragt.
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