Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 30.09.2020, 07:40 #1
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Dormau Dormau ist offline
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Morgen,

Genau dein beschriebenes Problem hatte ich auch schon. Hab alles mögliche probiert und versucht bis wir dann soweit waren und die Antriebswelle samt Radlager Rechts zu wechseln.
Hatte das Auto damals in ne freie Werkstatt gegeben da mir selbst die Zeit fehlte. Vorher etliche Besuche in der Vertragswerkstatt.

Am Ende wars der Meyle Querlenker. Dieser hatte in der Rundung zur Fahrzeug Innenseite hin einfach zu viel Material. Durch den leichten Verzug bei vollem Einlenken und die Tieferlegung schlug der Querlenker jedesmal unten gegen den Motorträger.

Er (der schlosser) hatte dann etwas Material an der verbundstelle der Bleche abgeschliffen und das knacken war verschwunden.
Die Scheuerstelle ist am Motorträger deutlich sichtbar gewesen.

Mfg Dormau


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Alt 29.05.2020, 14:07 #2
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Wobei um zu prüfen ob das Geäusch von den Koppelstangen her rührt könntest du die auch einfach mal nach oben klappen, 96er GT. Einfach am Querlenker lösen (SW13), den Stabi per Hand nach oben stellen und die Koppelstangen um 180° nach oben wegklappen. Wenn das Geräusch weg ist, hast Du den Fehler gefunden.
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Alt 29.05.2020, 17:23 #3
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Hallo!

Es ist ja wirklich aufregend, was hier alles für Ursachentheorien für diese Knackgeräusche aufgezählt werden.

Sicher weiß ich: Mein silberner AEX Golf 3, den ich im September 1995 als nagerneues Auto bekommen habe, machte das vom ersten Tag an. Meine anderen Golf 3, alle mit unausgeleiertem Originalfahrwerk, machen das auch.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß ich auch, wo das herkommt: Das obere Lager der vorderen Federbeine sind nur durch die Feder und durch die Kolbenstange des Stoßdämpfers mit dem unteren Teil der Federbeine verbunden. Wenn man nun die Lenkung stark einschlägt, kommt es vor allem bei stehendem Fahrzeug vor, dass der obere Teil des Federbeins der Drehbewegung des unteren nicht kontinuierlich folgt, sondern manchmal ein wenig hängen bleibt. Die Differenz verbleibt als mechanische Spannung in der Feder. Bei starken Lenkeinschlägen kann dieses Phänomen und die daraus resultierende Spannung größer werden. Lenkt man dann noch weiter oder fährt an, egal ob vorwärts oder rückwärts, dreht sich der obere Teil des Federbeins entsprechend ruckartig nach, die Spannung in der Feder entlädt sich, und das Ganze wird wahrnehmbar in Form eines Knackgeräusches.

Deshalb mein Rat: Wenn Ursachen wie unzulässiges Lagerspiel und ausgeleierte Teile sicher auszuschließen sind und wenn es dennoch gelegentlich weiter knackt, dann lasst es einfach knacken. Es ist völlig normal bei dieser Vorderachskonstruktion.

Freundliche Grüße
Teletubby

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GTFahrer (30.05.2020)
Alt 29.05.2020, 17:50 #4
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Hallo!


Deshalb mein Rat: Wenn Ursachen wie unzulässiges Lagerspiel und ausgeleierte Teile sicher auszuschließen sind und wenn es dennoch gelegentlich weiter knackt, dann lasst es einfach knacken. Es ist völlig normal bei dieser Vorderachskonstruktion.

Freundliche Grüße
Teletubby

Das haut hin, einmal im Jahr baue ich mein Fahrwerk aus und kontrolliere alles. Dabei fette ich jedes mal auch die Auflagefläche der Feder oben am Federteller (bei meinem Fahrwerk ist eine konische Federaufnahme zwischen Feder und Domlager vorhanden) es knallt dann einige Wochen lang nicht, fängt aber irgendwann wieder an. Genau diese verdrehung sollte das Kugellager zwischen Federteller und Domlager eigentlich verhindern. Vielleicht denke ich irgendwann dran und verbaue ein zweites, wenn das erste hakt.
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Alt 31.05.2020, 19:11 #5
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen

Mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß ich auch, wo das herkommt: Das obere Lager der vorderen Federbeine sind nur durch die Feder und durch die Kolbenstange des Stoßdämpfers mit dem unteren Teil der Federbeine verbunden. Wenn man nun die Lenkung stark einschlägt, kommt es vor allem bei stehendem Fahrzeug vor, dass der obere Teil des Federbeins der Drehbewegung des unteren nicht kontinuierlich folgt, sondern manchmal ein wenig hängen bleibt. Die Differenz verbleibt als mechanische Spannung in der Feder. Bei starken Lenkeinschlägen kann dieses Phänomen und die daraus resultierende Spannung größer werden. Lenkt man dann noch weiter oder fährt an, egal ob vorwärts oder rückwärts, dreht sich der obere Teil des Federbeins entsprechend ruckartig nach, die Spannung in der Feder entlädt sich, und das Ganze wird wahrnehmbar in Form eines Knackgeräusches.
Das deckt sich so ziemlich 100 prozentig mit dem was ich mir zusammengereimt habe.

Das kuriose: im Stand knackt es nie, im normalen Fahrbetrieb auch nicht.

Das Fahrzeug muss langsam dabei rollen und auch dann nicht immer. Das spricht für mich für "Verspannungen der Feder".

Speziell bei den Eibach Federn ist mir jetzt aufgefallen das die oberste Federwindung etwas Spiel zum Zentrierbund des Federtellers hat. Ich werde die oberste Windung mal mit einem derben Schrumpfschlauch beziehen.

https://youtu.be/YCyB3kYJ2eQ

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Alt 01.06.2020, 12:50 #6
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So, jetzt nen schön derben Schrumpfschlauch rübergefummelt. Jetzt ist da keine Luft mehr.

https://youtu.be/fJZDr_II4i8
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Alt 03.06.2020, 22:10 #7
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Kleines Feedback: daran lags nicht
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Alt 29.05.2020, 21:50 #8
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Also meine Autos knacken nicht Bei dem einen wars das defekte Wälzlager, bei dem anderen hatte ich ein Knackgeräusch wegen der erwähnten Koppelstange.
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Alt 30.05.2020, 18:19 #9
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Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Also meine Autos knacken nicht
Das, was ich zuletzt dazu geschrieben habe, heißt keineswegs, dass es bei jedem Golf 3 knacken muss. Es ist einfach eine Frage der Toleranzüberschneidung der Federbeinteile, speziell der oberen Lager. Es gibt sogar Fälle, in denen das witterungsabhängig ist, d.h. bei höheren oder niedrigeren Temperaturen bzw. höherer oder niedrigerer Luftfeuchtigkeit wird es stärker oder schwächer.
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Alt 30.09.2020, 11:00 #10
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Also auf MT wird ein VW Mechaniker nicht müde zu betonen: Radlager und Bohrung immer satt mit MoS2 Fett einstreichen, sonst knacken.

Erklären kann ich mir das nicht. Aber ich habs einfach gemacht.
Radlager habe ich dabei querbeet verbaut, sogar JP Group.




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Alt 30.09.2020, 11:04 #11
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Ich fette die Bauteile grundsätzlich ein wenn ich was einpresse. In diesem Fall wurde LM 47 verwendet.

Ich hatte zuvor Febi Radlager drin und keinerlei Probleme.

Interessanterweise knackt der GTI trotz FAG Radlager nicht. Evtl halten die Plusachsschenkel mit nur einem Sprengring das ganze etwas fester.
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Alt 30.09.2020, 12:18 #12
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Wobei ein von dir beschriebenes Klonk nicht zu einem sich verschiebendem Lager passt. Das ist eher knarzen oder wie wir hier sagen rafeln :-D

Ein Klonk entsteht ja meist bei einer Art Schlag oder kurzzeitigen Berührung verschiedener Bauteile.
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Alt 01.10.2020, 13:15 #13
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Guck dir mal das video an. Ich findes das passt ganz gut
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Alt 01.10.2020, 17:25 #14
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Also im roten Vento habe ich FAG drin, habe mal die Rechnungen durchgeschaut.
Interessant, der knackt nicht.
Ist noch nicht lange drin, kam nur rein weil die Radnabe krumm war (Laut Messuhr).

Zitat:
@Smileymanni schrieb am 22. November 2006 um 19:51:14 Uhr:
Es kann auch das Konzernleiden Radlager sein.
Beim starkem Lenkeinschlag verspannt es sich in seinem Sitz und beim Losbrechen "Knack". Vor allem mit Breitreifen zu beobachten, weil die Lenkkräfte wesentlich höher sind.

- Schönheitsfehler -- kann, muß nicht behandet werden.
(Geschäftstüchtige Werkstätten wechseln die Antriebswelle)
Test: Man lauscht an der Radnabe während ein Helfer im Stand die Lenkung voll einschlägt. Beim Drehen muß direkt hinter der Bremsscheibe dieses "Knaaack" zu hören sein.
Dann s.o.

Das Knacken wurde schon bei Polo I, Polo II, Golf I, Golf II, Jetta beobachtet bzw gehört.
Zitat:
@Smileymanni schrieb am 18. November 2006 um 17:12:57 Uhr:
Stimmt genau, ein altes Konzernleiden ( Polo I, Jetta II, Golf I ,Golf II)
Das Radkager verspannt sich etwas im Sitz, besonders bei großem Lenkeinschalg und Breitreifen. Beim Losbrechen gibt ein "Knack" und das Radlager verschiebt sich geringfügig.
Lt Korp und VW ein Schönheitsfehler; kann, muß aber nicht behandelt werden.
https://community.dieselschrauber.or...pic.php?t=2330

Echt interessantes Geräuschproblem welches deine Fahrzeuge haben.
Vermutlich haben die Achsschenkel zu "große" Toleranzen?
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Alt 01.10.2020, 22:58 #15
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Bei mir hat es interessanterweise niemals im Stand geknackt, nur wenn der Wagen langsam dabei rollte.

Die Achsschenkel die im Cabrio so extrem knackten, sind ursprünglich aus meinem grünen GT.
Hier waren sie mit febi Radlagern und Radnaben von ATP bestückt. Es gab nie irgendwelche Probleme damit.

Die Achsschenkel im Kommissar sind die Ursprünglichen aus dem Cabrio. Auch diese haben in keinem Betriebszustand Geräusche gemacht, als noch die original VW Radlager darin waren.

Evtl hab ich einfach Teile aus ner schlechte Charge abgegriffen.

Dieses Geknacke ist für mich auch völliges Neuland und erst präsent seitdem ich in einigen Fahrzeugen die Vorderachsen überholt hab.
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Alt 03.10.2020, 21:35 #16
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So, ich habe heute die nun mit SKF Radlagern bestückten Achsschenkel wieder eingebaut.
Es knackt nix mehr. Es Lag also an den FAG Lagern.

Hab nebenbei noch bemerkt, dann meine 2 Jahre alten TRW Spurstangenköpfe rissig sind. Bzw deren Gummimanschetten.

Es ist einfach nur zum Heulen mit der Ersatzteilqualität...
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franz-werner (03.10.2020), GTFahrer (04.10.2020)
Alt 03.10.2020, 23:33 #17
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Immerhin hast du den Grund gefunden... Das schlimme ist ja: Wenn du sowas in der Werkstatt hast, dann kotzt du im Kreis und weder Chef noch Kunde werden dafür zahlen wollen.
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