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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| Schrauber | Zitat:
Das würde ich vom Aufwand her eher ins Mittelfeld schieben, bei mir selbst habe ich vor 2 Jahren eine Komplettrevision durchgezogen und zwar Motor und Getriebe (bekam einen neuen Lagersatz und die Nieten im Diff wurden durch Schrauben ersetzt)... das war ne ganz andere Art von Baustelle, denn bei der Gelegenheit hab ich auch gleich die Unterseiten der Längsträger, die Querwand, Schweller, Unterboden komplett aus nem Schlachter, Tunnel und Vorderachsaufnahme gemacht, inkl. kanten und Stundenlangen Ambossarbeiten, am Englischen Rad und am Sandkissen. Ganz zu schweigen von einer kompletten 10kg-Flasche Mischgas, die dabei draufging. Das tue ich mir nie wieder an, 4 Wochen am Stück jeden Tag von morgens bis Mitternacht. Vor kurzem dann der Fahrerseitige Dom, vielleicht erinnerst Du dich an den Thread. Jedenfalls, 13,5bar in kaltem Zustand in allen Zylindern gemessen, man merkt den alten Ringen auch an, dass sie fertig waren. Verschlissene Ringe haben nicht nur ein zu großes axiales Ringspiel und einen zu großen Ringstoßspalt in eingebautem Zustand, sondern stehen auch viel weiter in ihrer Nut in den Kolben hinein, ich weiss nicht wie ich es anders ausdrücken soll. Man merkt neuen Ringen an, dass sie viel schwerer zusammendrückbar sind, ausserdem steht zwischen eingesetztem Ring und Kolben ein 5mm großer Spalt, wenn man den Ring komplett auf eine Seite drückt. Das hatte ich bei den alten Ringen nicht. Von Ebay-Ringzangen rate ich übrigens ab. Musste 5mm Material an der Ringzange abfeilen damit diese überhaupt über den Kolben passt. Die gebogenen Kanten im Maul der Zange, die vermutlich dazu dienen dass der Ring nicht abspringt, sind bei allen Billigfabrikaten viel zu groß. Ich musste mich für eine billige Zange entscheiden, da diese a) am schnellsten lieferbar war und b) ich sie wahrscheinlich ein einziges mal brauchte. Dazu noch einen Ringspanner von BGS gekauft, die sind übrigens, egal von welchem Hersteller, alle ziemlich identisch. Materialaufwand: Kolbenringsatz (Götze): 55,00€ Kolben (Nüral): 46,67€ Kopfschrauben (Elring): 13,75€ -> 2x, da der Kopf 2x heruntergenommen wurde Zündkerzen (NGK): 17,72€ Kühlerreiniger (Liqui): 9,50€ 5L Kühlwasser (Mannol): 12,45€ ZKD (Elring): 18,03€ VDD (Elring): 13,79€ Rinspanner (BGS): 11,95€ Ringzange (China): 8,85€ _______________________________ Summe: 221,46€. Würde mich interessieren, was eine Werkstatt genommen hätte. Zahnriemen und Wasserpumpe ( ) blieben. Hinzuzufügen ist noch, dass der Kopf wie o.g. zwei mal heruntergenommen wurde, da der Verdacht anfangs auf einer fehlerhaften Ventilführung bzw nicht korrekt schließenden Ventilen lag. Es ist wahrscheinlich nicht nach Lehrbuch, aber eine 3-lamellen-Metalldichtung, die frisch verbaut wurde und neu war, würde ich immer recyclen, zumindest die von Elring. Auf dem Matten schwarz bekommt man seine eigenen Fehler wie mit einem Spiegel vor Augen gehalten, jede noch so kleinste Unebenheit im Kopf oder Block zeichnet sich direkt ab. Ich gehe immer Überpenibel beim reinigen vor und nehme mir die Rauhtiefenvorgaben der Hersteller zu Herzen - in diesem Fall wurden die Kontaktstellen des Kopfes und des Blocks bis zu 5000er Nass glattgezogen (vorher und nachher auf Verzug gemessen, Verzug lag unter 5µm, danach 0). Vielleicht wäre eine Dichtung vielleicht nichtmal nötig gewesen Kopfschrauben ersetze ich immer, sobald die den Vielzahn einmal geschmeckt haben, sind die de facto tot. Aber wie gesagt, wenn die Kopfdichtung noch neu ist und, wie hier, nur 5km runter hat, recycle ich die lieber. | ||
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