Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 24.09.2019, 07:18 #1
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Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
2. Die Lufttemperatur war bergauf teilweise -10 Grad. Das ist definitiv falsch. Es war gefühlte +10 Grad warm. Bei der zweiten Messung kamen realistischere Werte heraus. Wie gesagt, der Temperaturgeber ist nicht mal ein Jahr alt.
Welcher Temperaturgeber? Der für die Temperatur der Ansaugluft? Ich kann mir im Moment nur schwer vorstellen, dass Du den erneuert hast.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Die Lufttemperatur ist gute 20 Grad zu tief und macht dann plötzlich einen Sprung. Der Lambdawert ist immer leicht über 1.
Als ich meine ausgebaute Einspritzeinheit überprüft habe, fiel mir mehr zufällig auf, dass der Temperaturgeber für die Ansaugluft kaputt war. Der Widerstandswert war viel zu hoch, was für das Motorsteuergerät eine viel zu niedrige Lufttemperatur bedeutete. Nach dem Austausch des Gebers, den es bei VW Classic Parts gibt, war alles wieder normal.

Vielleicht ist das bei Dir ja auch so. In meinem Showroom auf Seite 76 ab Beitrag 1506 findest Du bei Bedarf alles, was damit zu tun hat. Einschließlich Widerstandswerte.



Geändert von Teletubby (24.09.2019 um 07:22 Uhr)
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Atakpame (30.09.2019)
Alt 24.09.2019, 15:12 #2
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Als ich meine ausgebaute Einspritzeinheit überprüft habe, fiel mir mehr zufällig auf, dass der Temperaturgeber für die Ansaugluft kaputt war. Der Widerstandswert war viel zu hoch, was für das Motorsteuergerät eine viel zu niedrige Lufttemperatur bedeutete. Nach dem Austausch des Gebers, den es bei VW Classic Parts gibt, war alles wieder normal.
Hallo Teletubby,
Mensch danke für den Hinweis, bei den Bildern die du gemacht hast, kommt man wirklich gut zurecht und das Auto sieht ja aus wie neu. Aber du hast auch entsprechend Arbeit reingesteckt.

Nein, den Geber für die Luft habe ich nicht getauscht. Das kostet 100 Euro? Wahnsinn, für einen Thermowiderstand und eine Plastikkappe? Hoffentlich ist meiner in Ordnung.
Ich habe die Innenwiderstände gemessen.
1. Lufttemperaturgeber Innenwiderstand: 7kOhm in beiden Richtungen bei einer Außentemperatur von ca. 17 Grad.
2. Einspritzdüse Innenwiderstand: ca. 1.7 Ohm
3. Drosselklappenpotentiometer: Normaler Verlauf, aber alle Werte zu hoch, bei ca. 6kOhm.
Ich werde heute Abend alle Widerstände mit einem anderen Messgerät vermessen, ich traue dem jetzigen nicht, da es krasse Abweichungen hat, wenn man von einer Größenordnung in die andere wechselt.

Als ich in deinem Showroom war, viel mir auf wie achtsam du mit der Einspritzung gewesen bist.
Nur zur Info: ich habe meine vor einem Jahr komplett auseinandergebaut. Ich hatte die Einspritzdüse in der Hand, dieses lamellenartige Ventil auch. Auch die zwei Hälften mit dem Plastik-Interface. Ich habe alles mit Bremsenreiniger entfettet und wieder zusammengebaut.
Danach wurde nichts besser.

Eine Frage zu den Unterdruckschläuchen. Da habe ich alle ausgetauscht bis auf den, der hinter dem Behälter für die Scheibenflüssigkeit im Kotflügel verschwindet. Der hat viel Spiel, wofür ist der gut? Kann der abgerutscht sein? Muss man dazu den Behälter ausbauen? Und die Batterie dann wohl auch?

Geändert von Atakpame (24.09.2019 um 15:14 Uhr)
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Alt 24.09.2019, 19:39 #3
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Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Nein, den Geber für die Luft habe ich nicht getauscht. Das kostet 100 Euro?
Zwischen 95 und 96 Euro plus Versand, wenn ich mich richtig erinnere.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Hoffentlich ist meiner in Ordnung.
Ist er wohl eher nicht, siehe unten.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Ich habe die Innenwiderstände gemessen.
1. Lufttemperaturgeber Innenwiderstand: 7kOhm in beiden Richtungen bei einer Außentemperatur von ca. 17 Grad.
Das ist viel zu hoch. Bei 20° beträgt der Widerstandswert um die 2,5 kOhm, bei 17° sind es laut Diagramm ca. 2,8 kOhm. Bis 7 kOhm geht das Diagramm überhaupt nicht. Der maximale Wert, der sich dort findet, liegt bei etwa 5,5 kOhm, was in etwa 0° entspricht.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
2. Einspritzdüse Innenwiderstand: ca. 1.7 Ohm
Das ist richtig so.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Als ich in deinem Showroom war, viel mir auf wie achtsam du mit der Einspritzung gewesen bist.
Danke sehr!


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Eine Frage zu den Unterdruckschläuchen. Da habe ich alle ausgetauscht bis auf den, der hinter dem Behälter für die Scheibenflüssigkeit im Kotflügel verschwindet. Der hat viel Spiel, wofür ist der gut? Kann der abgerutscht sein? Muss man dazu den Behälter ausbauen? Und die Batterie dann wohl auch?
Dieser Unterdruckschlauch geht zum Unterdruckbehälter für die Klimaanlage bzw. Climatronic. Er sitzt auf der linken Radhausschale. Wenn dort etwas undicht ist, bekommt der Motor Falschluft. Du kannst den Schlauch zum Test an seinem anderen Ende = T-Stück abziehen und das dann freie T-Stück-Ende luftdicht verschließen, der abgezogene Schlauch kann so lange offen bleiben.
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Atakpame (24.09.2019)
Alt 24.09.2019, 21:25 #4
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Das ist viel zu hoch. Bei 20° beträgt der Widerstandswert um die 2,5 kOhm, bei 17° sind es laut Diagramm ca. 2,8 kOhm. Bis 7 kOhm geht das Diagramm überhaupt nicht. Der maximale Wert, der sich dort findet, liegt bei etwa 5,5 kOhm, was in etwa 0° entspricht.

Dieser Unterdruckschlauch geht zum Unterdruckbehälter für die Klimaanlage bzw. Climatronic. Er sitzt auf der linken Radhausschale. Wenn dort etwas undicht ist, bekommt der Motor Falschluft. Du kannst den Schlauch zum Test an seinem anderen Ende = T-Stück abziehen und das dann freie T-Stück-Ende luftdicht verschließen, der abgezogene Schlauch kann so lange offen bleiben.
Hallo Teletubby,
Ich habe jetzt erneut den Innenwiderstand des Lufttemperaturgebers gemessen, aber mit einem anderen Messegerät.
Ich komme auf 3.95 kOhm bei 16 Grad auf der Climatronic. Das liegt doch schon näher dran.

Wie kam es dazu, dass der gestern beim Auslesen des Steuergeräts -9 angezeigt hat? Keine Ahnung. Übrigens lief er besser als die Temperatur -9 war. Erst als er die richtige, 20 Grad höhere anzeigte, ging das ruckeln los.

Frage: Wenn das Kennfeld bei 5.5kOhm aufhört und das 0 Grad entspricht, wieso zeigte mir gestern das Steuergerät -9 an? Spinnt da jetzt was am Steuergerät?

Morgen werde ich nochmal in aller Ruhe den Drosselklappenpoti vermessen.

Wenn der Lambdawert im warmen Zustand im Standgas nie unter 1 fällt, ist das ein Hinweis auf Falschluft?

Übrigens, siehe Foto, der hat schon was auf dem Buckel.
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Geändert von Atakpame (24.09.2019 um 21:29 Uhr)
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Alt 25.09.2019, 07:52 #5
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Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt erneut den Innenwiderstand des Lufttemperaturgebers gemessen, aber mit einem anderen Messegerät. Ich komme auf 3.95 kOhm bei 16 Grad auf der Climatronic.
Das Diagramm ordnet einem Temperaturwert keinen genauen Widerstandswert zu, sondern wegen der Toleranzen der Geber einen Widerstandsbereich. Bei 3,95 kOhm = ca. 4 kOhm sind das Plus 5 ... 13°.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Frage: Wenn das Kennfeld bei 5.5kOhm aufhört und das 0 Grad entspricht, wieso zeigte mir gestern das Steuergerät -9 an?
Das weiß ich nicht. Zur Sicherheit wiederhole ich es noch einmal: Das Diagramm hört nach unten hin bei 0° auf, das entspricht einem Widerstansbereich von ca. 4,8 kOhm bis 6,5 kOhm. Als ungefähre Mitte dieses Bereiches hatte ich 5,5 kOhm geschrieben. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass der Geber unterhalb von 0° keine Infos mehr an das Steuergerät liefert.

Dieses Diagramm gilt übrigens nicht nur für den Lufttemperatursensor, sondern auch für den für die Kühlmitteltemperatur. Es ist auch in den einschlägigen Golf 3 Büchern ("So wird´s gemacht") enthalten. Dort kannst Du es Dir selbst ansehen.

Wenn ich bei meinem Golf 3 mit Motor AAM die Ansauglufttemperatur aus dem Motorsteuergerät auslese, wird mit dem neuen Fühler ziemlich genau die Umgebungstemperatur angezeigt. Meine spätere Suche im Internet hat ergeben, dass dieser Temperaturgeber nicht selten kaputt geht. Das Problem ist dabei erstaunlicherweise nicht der Geber selbst, sondern die elektrische Verbindung vom Stecker zum Geberelement, die durch das Kunststoffmaterial geht. Das war bei meinem auch so, ich konnte das ganz klar messen: Das winzig kleine Geberelement selbst war in Ordnung. Ich habe aber keine Möglichkeit gesehen, eine verlässliche neue elektrische Verbindung innerhalb des Teils zu legen. Deshalb habe ich ein neues verbaut.


Zitat:
Zitat von Atakpame Beitrag anzeigen
Übrigens, siehe Foto, der hat schon was auf dem Buckel.
Das hat nicht viel zu sagen. Ein gut gewarteter Motor ohne mechanische Schäden läuft im Normalfall auch bei einer höheren Kilometerleistung noch tadellos.

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Atakpame (30.09.2019)
Alt 25.09.2019, 23:51 #6
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Das Problem ist dabei erstaunlicherweise nicht der Geber selbst, sondern die elektrische Verbindung vom Stecker zum Geberelement, die durch das Kunststoffmaterial geht. Das war bei meinem auch so, ich konnte das ganz klar messen: Das winzig kleine Geberelement selbst war in Ordnung. Ich habe aber keine Möglichkeit gesehen, eine verlässliche neue elektrische Verbindung innerhalb des Teils zu legen. Deshalb habe ich ein neues verbaut.

Das hat nicht viel zu sagen. Ein gut gewarteter Motor ohne mechanische Schäden läuft im Normalfall auch bei einer höheren Kilometerleistung noch tadellos.
Das macht Sinn, die Kabel zum Sensor sind öligen Flüssigkeiten ausgesetzt die langfristig die Weichmacher aus der Isolierung der Kabel herauswaschen. Dann wird alles spröde und das Kabel bricht viel leichter... Ich habe jetzt einen neuen flansch für die Einspritzung bestellt. Veilleicht liegt es ja an der Falschluft, wegen hohem Lambdawert. 100 Euro Investition auf Verdacht ist mir zu viel. Meine 3.95kOhm bei 17 Grad sind ja gar nicht mal so falsch.

Der Motor an dem Auto mag ja noch gut sein, aber er rostet an einigen Stellen.
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Alt 29.09.2019, 23:27 #7
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Hallo Leute,

Ich habe den Fehler behoben. Es lag letztlich doch am Flansch unter der Einspritzung.
Als ich den Flansch ab hatte, war mir sofort klar, dass die Dichtung nicht mehr hält. Die Einspritzung selber war verdreckt, die Dichtung am Flansch war komlett platt und voll mit Dreck. Der Dreck lief unter der Dichtung durch.
Ich war also optimistisch als ich den neuen Flansch eingebaut habe. Vorher habe ich noch die Einspriztung mit 1000er und 5000er Schleifpapier sauber geschliffen.

Zusätzlich habe ich auch die letzten Unterdruckschläuche im Motorraum ausgetauscht, jetzt sind alle neu.

Ihr könnt alles an Fotos im Anhang sehen.

Zur Kontrolle habe ich mir noch die Kerzen angesehen. Machen einen guten Eindruck. Die vierte habe ich trotzdem ausgetauscht, weil die Kathode zum Zündkabel verbogen war.

Anschließende Probefahrt verlief problemlos. Der Motor läuft ruhig, wie vorher, er zieht gut an, geht nicht aus und hat auch wieder die ursprüngliche Leistung.

Frage: ist es möglich, dass durch das viele Stottern und Ausgehen der Katalysator in Mileidenschaft gezogen wurde?

Vielen Dank an alle, die mir hier so hilfreich waren.
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Dateityp: jpg Einspritzung_naher.JPG (337,0 KB, 30x aufgerufen)
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Raven761 (30.09.2019)
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