Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 07.11.2015, 08:16 #1
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Wie schafft man das eigentlich das Gewinde in der Ölwanne zu zerstören?
Das merkt man doch, dass die Schraube fest ist und nach fest kommt ab.

Ach ja: Wozu Ölwanne wechseln? Konter einfach von innen ne Mutter Grüße aus der Ölwanne...



Geändert von GTFahrer (07.11.2015 um 08:17 Uhr)
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Alt 07.11.2015, 09:36 #2
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Hallo!

Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Wie schafft man das eigentlich das Gewinde in der Ölwanne zu zerstören?
Das ist gerade bei Ölwannen aus Leichtmetall recht einfach: Erstens wegen des Leichtmetallmaterials des Gewindes und zweitens deshalb, weil es voller Öl ist, was die Gewindereibung stark herabsetzt, reicht schon eine relativ geringe Kraft beim Festdrehen der Ablassschraube aus, um das Gewinde zu überdrehen.

Bei meinem AEX Golf 3, der auch eine Leichtmetallölwanne hat, drehe ich die Ölablassschraube nur und ausschließlich mit einem Drehmomentschlüssel mit den vorgeschriebenen 20 Nm fest. Und bin beim Drehen immer wieder erstaunt, wie wenig Kraft dazu nötig ist. Und muss mich immer wieder etwas überwinden, es dabei zu belassen und nicht fester zu drehen.

Ich bezweifele, dass gerade Werkstattketten wie ATU und Pit Stop für alle Fahzeugtypen die vorgeschriebenen Drehmomente haben und beachten, sondern stattdessen eher auf "gut Glück" festziehen. Von daher wundert es mich nicht, wenn ab und zu ein Alugewinde über die Wupper geht. Das gilt auch für Hobbybastler, weil das "Richtige Anzugsmoment nach Gefühl" eigentlich schon viel zu viel ist.

Hinzu kommt: Die Ölablassschrauben des Golf 3 haben einen Sechskantkopf der Größe 19. Diese Köpfe haben üblicherweise M12-Schrauben, für die im Falle eines Regelgewindes ein Anzugsdrehmoment von etwa 60 Nm gilt. Für dieses Drehmoment 60 Nm ist die Hebelarmlänge von üblichen Schraubenschlüsseln der Größe 19 ausgelegt. Das heißt: Wenn man mit diesen Schraubenschlüsseln "nach gutem Gefühl" festdreht, ist man bei ca. 60 Nm statt bei 20. Was das für das Innengewinde von Aluölwannen bedeutet, muss ich hier wohl nicht mehr sagen.

Freundliche Grüße
Teletubby

Geändert von Teletubby (07.11.2015 um 10:00 Uhr)
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Alt 07.11.2015, 13:39 #3
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Zitat:
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Wie schafft man das eigentlich das Gewinde in der Ölwanne zu zerstören?
Das merkt man doch, dass die Schraube fest ist und nach fest kommt ab.
Was für den einen unvorstellbar ist, schafft der andere mit Leichtigkeit. Hast du eine Ahnung wieviel Grobmotoriker es gibt die nicht mal wissen was ein Drehmomentschlüssel ist?

Vor zwei Jahren hat sich einer im Motorradforum über die miese Qualität von Japanischen Motorrädern im allgemeinen und den Ölablasschrauben im besonderen beschwert, da die Schruaben ja abreissen beim Versuch sie zu öffnen.

Bis herauskam, dass er, durch die Position seitlich neben dem Motorrad kniend, links- und rechtsrum drehen verwechselt hat.....

Zumindest war das der seltene Fall eines öffentlichen Geständnisses (dafür !) , wie hoch die Dunkelziffer der verschwiegenen Peinlichkeiten ist kann man sich ja denken.

Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Ach ja: Wozu Ölwanne wechseln? Konter einfach von innen ne Mutter Grüße aus der Ölwanne...
Habe ich beim Motorrad gemacht, als ich den Öltemperatursensor in die Ölwanne eingesetzt habe, da ich mir die Pfuschlösung mit einem Sensor in der Ablasschraube nicht antun wollte. Also Ölwanne runter, Gewinde in Ölwanne geschnitten an geeigneter Stelle, Sensor rein, von innen gekontert. Fertig. Easy in 3 Stunden erledigt inkl. Abbau des Auspuffs.

Beim Golf ist der Abbau der Ölwanne allerdings nicht wirklich wartungsfreundlich.
Ausserdem gibt es Rep-Lösungen mit Gewindebohrer + Übermassölablasschrauben.
Und bei der Aluölwanne könnte man von innen gar keine Mutter ansetzten zum kontern, es sieht zumindest von aussen so aus aufgrund der Formgebung der Ölwanne.



Oder war das mit dem kontern von innen etwa ein (ganz schlechter!) Scherz von dir?

Geändert von DERChristian (07.11.2015 um 13:41 Uhr)
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Alt 07.11.2015, 13:54 #4
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erlebt hab ich das damals bei meinem grünen dreier, als ich selbst den ersten ölwechsel durchgeführt habe. schon beim lösen der schraube kam mir irgendwas komisch vor, zumal die schraube unnatürlich fest war.

hab dann, bevor ich öl eingefüllt hab, erstmal versucht die schraube wieder reinzudrehen - und siehe da, nix is. das gewinde war völlig im eimer. ich hab dann einen helicoil eingesetzt und schon war alles wunderbar.
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Alt 07.11.2015, 14:24 #5
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Wobei man bei der Aluölwanne beim AEA z.B. ja keinen Platz hat um zu bohren. Und der Ausbau der Ölwanne ist...
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Alt 08.11.2015, 18:46 #6
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Zitat:
Zitat von Ben_RGBG Beitrag anzeigen
schon beim lösen der schraube kam mir irgendwas komisch vor, zumal die schraube unnatürlich fest war....

hab dann, bevor ich öl eingefüllt hab, erstmal versucht die schraube wieder reinzudrehen...
Bevor man Oel einfuellt, sollte man die Ablassschraube aber auch vorher wieder rein drehen, auch wenn einem nichts komisch vorkommt

Geändert von Crs (08.11.2015 um 18:47 Uhr)
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