Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 04.06.2013, 20:52 #1
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Zweitens verschleißt die Synchronisation des fünften Ganges üblicherweise am allerwenigsten von allen Gängen, weil der fünfte Gang mit Abstand am seltensten von allen Gängen geschaltet wird. Wenn eine Synchronisation die Verschleißgrenze erreicht, dann ist es in den allermeisten Fällen zuerst die des zweiten Ganges.
Danke für die Ausführung Manfred. Ich meine aber, der Verschleiß ist bei niedrigen Gängen außer dem ersten Gang vor allem deshalb höher, weil die Differenz der Übersetzung dort am höchsten ist, und die Synchronringe somit einen tendenziell größeren Drehzahlunterschied zwischen Aus- und Eingangswelle durch Reibung ausgleichen müssen. Durch das weit verbreitete Reindrücken der Gänge verschleißen die Synchronringe dort mehr als beispielsweise beim 5. Gang, auch wenn alle Gänge gleichermaßen scheiße geschaltet werden. Dein Argument mit der Anzahl der Schaltvorgänge ist natürlich trotzdem richtig und verstärkt o.g. Effekt.


Gruß,
daniela



Geändert von cosmopol_b (04.06.2013 um 21:49 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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Teletubby (04.06.2013)
Alt 04.06.2013, 21:26 #2
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Hallo Daniela,

Zitat:
Zitat von cosmopol_b Beitrag anzeigen
Danke für die Ausführung Manfred. Ich meine aber der Verschleiß ist bei niedrigen Gängen außer dem ersten Gang vor allem deshalb höher, weil sich die Differenz der Übersetzung dort am höchsten ist und die Synchronringe somit einen tendenziell größeren Drehzahlunterschied zwischen Aus- und Eingangswelle durch Reibung ausgleichen müssen. Durch das weit verbreitete Reindrücken der Gänge verschleißen die Synchronringe dort mehr als beispielsweise beim 5. Gang, auch wenn alle Gänge gleichermaßen scheiße geschaltet werden. Dein Argument mit der Anzahl der Schaltvorgänge ist natürlich trotzdem richtig und verstärkt o.g. Effekt.


Gruß,
daniela
Du beeindruckst mich mit Deinem Fachwissen und Deiner Fähigkeit, es in Worte zu fassen. Ersteres speziell als Frau. Ich habe nicht die geringsten Einwände zu dem, was Du schreibst. Den Effekt, den Du beschreibst, kann man dadurch verringern, dass man beim Hochschalten nach Herausnehmen des vorigen Ganges bei getretener Kupplung eine kleine Pause macht, bevor man in den nächsten Gang schaltet. Das sorgt dafür, dass die Getiebeeingangswelle schon durch ihre Reibung langsamer wird, was die anschließende Synchronisation erleichtert und beschleunigt.

Eins kommt in den niedrigen Gängen (speziell erster und zweiter) noch hinzu: Es ist weit verbreitet, bei noch rollendem Fahrzeug in einen niedrigen Gang zu schalten, um gleich danach durch Loslassen der Kupplung mit dem Motor zu bremsen. Bei jedem dieser Schaltvorgänge muss die Getriebeeingangswelle samt Kupplungscheibe durch die Synchronisation von einer niedrigen auf eine hohe Drehzahl beschleunigt werden. Während dieser gesamten Synchronisationszeit schleift die Synchronisation und verschleißt.

Ich habe mir derartiges Zurückschalten schon vor Jahrzehnten abgewöhnt. Zum Bremsen ist die Bremse da. Ich wechsele lieber Bremsbeläge als Getriebesynchronisationen oder Kupplungen.

Grüße
Manfred

Edit:
Außedem kannst Du einen ganzen Absatz fehlerfrei schreiben! Das ist hier auch nicht die Regel.

Geändert von Teletubby (04.06.2013 um 21:34 Uhr)
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cosmopol_b (04.06.2013)
Alt 04.06.2013, 22:45 #3
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Ich bekomm immer rote Bäckchen bei zuviel Lob, mach das nicht Mein Freund hat drauf bestanden dass ich das Getriebe in seiner Funktion verstehe, damit ich selbst drauf komme wie man richtig schaltet. Fand ich erst nervig und anstrengend, mittlerweile weiß ich das zu schätzen.


Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Den Effekt, den Du beschreibst, kann man dadurch verringern, dass man beim Hochschalten nach Herausnehmen des vorigen Ganges bei getretener Kupplung eine kleine Pause macht, bevor man in den nächsten Gang schaltet. Das sorgt dafür, dass die Getiebeeingangswelle schon durch ihre Reibung langsamer wird, was die anschließende Synchronisation erleichtert und beschleunigt.
Genau, weil ja die Anschlussdrehzahl beim Hochschalten stets höher ist. Würde man diese exakt kennen, bräuchte man dabei weder Kupplung noch Synchronringe.
Für den Alltag würde es reichen wenn man ein Gefühl dafür entwickelt, wann der Gang quasi "von selbst" rein will, bei ganz wenig Druck.

Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Es ist weit verbreitet, bei noch rollendem Fahrzeug in einen niedrigen Gang zu schalten, um gleich danach durch Loslassen der Kupplung mit dem Motor zu bremsen.
Urgs! Da ist Bremsen besser, stimmt. Hier im hügeligen Tübingen möchte man oft runterschalten, weil 50m den Berg runter das Gefälle stärker wird, und man die Geschwindigkeit halten möchte. Dann könnte man auch:
1. Kupplung drücken, Gang raus, Kupplung loslassen
2. Gasstoß auf Anschlussdrehzahl des nächstniederen Ganges (bissl mehr)
3. Kupplung drücken, Gang reingleiten lassen und zügig Kupplung kommen lassen
4. Über Schubabschaltung freuen und Geschwindigkeit beibehalten

Korrigier mich bitte falls daran was falsch ist.


Gruß,
daniela

Geändert von cosmopol_b (04.06.2013 um 22:57 Uhr) Grund: 1x Kupplung vergessen
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Alt 05.06.2013, 03:40 #4
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Hallo Danielal,

Zitat:
Zitat von cosmopol_b Beitrag anzeigen
Korrigier mich bitte falls daran was falsch ist.
es gibt von meiner Seite aus nichts zu korrigieren.

Du beschreibst die verschleißarme Methode des Zurückschalten, die Golfschrauber,1,2,3 ja auch schon genannt hat. Das mache ich auch, wenn es nötig ist, in einen niedrigen Gang zu schalten. Und wenn der Gang erstmal eingelegt ist, spricht ja auch nichts dagegen, mit dem Motor zu bremsen.

Die meisten Autofahrer früherer Zeiten beherrschten diese Art des Zurückschaltens mit Zwischenkuppeln und Zwischengas, weil sie bei den frühreren Getrieben ohne Synchronisation unumgänglich war, wenn man geräuscharm schalten wollte. Bei einigen Nutzfahrzeugen ist es auch heute noch nötig oder wenigstens sinnvoll.

Es gibt nur relativ wenige Leute, die sich gut mit Getrieben auskennen. Aufbau, Funktion und Arbeiten an Motoren kennen viele; Getriebe werden dagegen oft als primitiv, langweilig und vor allem minderwichtig angesehen. Das ist überhaupt nicht so. Arbeiten an Getrieben sind oft schwieriger und anspruchsvoller als an Motoren, es sind mehr Spezialwerkzeuge und Kenntnisse nötig, die man nicht an jeder Straßenecke findet. Dabei weiß ich, vovon ich rede, weil ich schon mehrere Getriebe (VW Käfer, VW-Porsche 914) zerlegt und aufgearbeitet habe. Alle liefen sie hinterher wieder gut, dauerhaft und problemlos.

Grüße
Manfred

Geändert von Teletubby (05.06.2013 um 08:44 Uhr)
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Alt 13.06.2013, 22:45 #5
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Nochmal zurück zum (gelösten) Problem der TE:
Kann es sein, dass es sich bei der ersetzten "weißen Kugel" um diese hier handelt?
Ich habe nämlich ein ähnliches Problem, dass sich der erste Gang nur noch mit Gefühl - und wenn man "mit Anlauf" aus dem zweiten Gang kommt - einlegen lässt.
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Alt 13.06.2013, 23:01 #6
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was hat die Instandsetzung gekostet(von dem Kugelteil)?
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