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Für alle, die gerne lange Texte lesen, habe ich hier noch eine Beschreibung, wie ich zu dem Auto kam: (Auszug aus Passat-Forum) Als Sommeraltagsauto fahre ich einen VW Golf 3 2.0 8V GTI Edition. Der Passat dient aktuell als Winterfahrzeug, was aber nicht bedeutet, dass ich ihn nicht pflege oder gar schlecht behandele. Ganz im Gegenteil, der Passat ist mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen und erwies sich als sehr alltagstauglich. Er bietet viel Platz, sowohl für die Fahrgäste als auch für Ladung. Und trotz der hohen Laufleistung ist er gut gepflegt und zuverlässig, nur Kleinigkeiten hatte ich reparieren müssen. Wie ich zum Autowagen kam: Letztes Jahr begann ich etwa im Juli oder August nach einem Winterauto zu suchen. Die Suche erwies sich irgendwie sehr schwer, obwohl ich kaum Anforderungen an das Wintergerät gestellt hatte. Es sollte aus dem VAG Konzern sein, günstig, sowohl in Anschaffung als auch im Unterhalt und noch mindestens TÜV bis Februar oder März 2014 haben. Außerdem wollte ich auch etwas mit Airbag und am besten noch ABS, das schadet nie im Winter. Meistens schaute ich jedoch nach Golf 3 oder Passat. Schnell stellte ich fest, das selbst herunter gerittene Autos, ohne TÜV, mit unendlich vielen Mängeln und reichlich Rost richtig viel Geld kosten. So langsam kam dann doch Panik auf, da der Winter immer näher kam... Durch Zufall bekam ich dann mit, dass der Opa eines Kollegen bei mir aus dem Ort einen Seat Cordoba bald verkaufen wollte. Das Auto war schon lange in seinem Besitz, vermutlich 10 oder gar 15 Jahre. Er war Baujahr 1996, daher hatte er zumindest schon einmal Airbags und vermutlich auch ABS. Er hatte den relativ guten 1.6 Liter Benziner mit 75 PS, er ist etwa 160 tkm gelaufen, er war scheckheftgepflegt, hatte erst kürzlich neuen TÜV bekommen und war in der schönen Farbe Dragon-Green-Perleffekt. Die Kupplung sei wohl defekt, aber er fahre noch, so die Aussage meines Kollegen. Also ist sie vermutlich nur stark verschlissen und ist nun mal bald fällig. Das Ganze zu einem kleinen Preis von ich glaube 5 oder 600 €. Ich sagte einfach mal zu und bat meinen Kollegen, das Auto auf mich zu reservieren und sich zu melden sobald der gute Wagen zum Verkauf steht. Soweit, so gut. Ich stellte die Suche nach Winterautos mehr oder weniger ein. Kurz vor knapp wurde familiärer Eigenbedarf an dem Auto angemeldet und ich schaute ganz schön blöd aus der Wäsche. Einerseits hatte ich mich auf das Auto schon sehr gefreut und dachte, dass es wohl für das kleine Geld nichts annähernd so gutes mehr bekomme, zudem kam der Winter immer näher. Jetzt erzähle ich aber endlich, wie ich zu dem Passat kam: Ich suchte Sonntags Abends spät um 23 oder 24 Uhr im Netz zum gefühlten 27.853 mal nach Autos. Dabei war aber eigentlich nur überteuerter Schrott. Da fand ich plötzlich das Inserat des Passats und ich muss sagen, es war Liebe auf den ersten Blick, wir beide haben uns gesucht und gefunden. Die Anzeige wurde erst Sonntag Mittag online gestellt. Bilder, Beschreibung und Preis sprachen für sich. Die Ausstattung und Motorisierung war perfekt. Eigentlich zu schön zum wahr sein. Der Anbieter hatte bei der Anzeige leider nicht seine Telefonnummer hinterlegt. Also wartete ich die schlaflose Nacht ab um ihm morgens gleich eine Nachricht zu schreiben, dass ich großes Interesse an dem Auto habe und er mich doch bitte anrufen solle. Am nächsten Nachmittag um 16 oder 17 Uhr rief meine Mutter hoch (ja, ich wohne noch zuhause , Studium => Geldmangel), es sei ein Mann am Telefon, wegen einem Passat oder so. Ich rannte die Treppe runter und überschlug mich dabei fast. Nach einem langen Telefonat war die Sachlage folgende: Es hatte schon jemand vor mir angerufen, der käme den kommenden Mittwoch das Auto anschauen, aber der Verkäufer wollte mich dann anrufen und auf jeden Fall Bescheid sagen, auch wenn das Auto verkauft ist.Man erinnere sich, es war Montag Nachmittag. Es vergingen unfassbar lange zwei Tage Wartezeit, in der ich mir das Inserat. etwa 5.821 mal ansah. Ich schloss mit dem Thema Passat 16 Volt bereits ab, soviel Glück kann ich wohl nicht haben, bei dem Preis und dem, was man für das Geld bekommt, ist das Auto direkt weg. Es war Mittwoch Nachmittag: Ich war unterwegs, meine Mutter rief mich auf meinem Handy an, dass der Mann nochmal angerufen hätte und das Auto wohl noch zu haben ist wenn sie es richtig verstanden hat. KopfAufTischSchlag YAYAYAYAYAYAYAYAYAYAYAAAAAYYYY Ich rief den Mann zurück, das Auto war tatsächlich noch da. Der erste Interessent wollte oder konnte nur die Hälfte des Kaufpreises zahlen, der Rest sollte dann einen Monat später gezahlt werden. Dies war dem Verkäufer wohl zu blöd. Pech für den anderen, Glück für mich. Am folgenden Donnerstag besorgte ich Kurzzeitkennzeichen und die Reise an den 180 km entfernten Standort ging mit einem guten Kollegen im Gepäck los. Als wir dann nach einer Ewigkeit endlich ankamen, kam bei der Probefahrt die Ernüchterung... Das Auto lief nur auf drei Zylindern und stotterte stark, im Laufe der Probefahrt wurde es jedoch besser. Der Gaszug war so unfassbar schwergängig, dass man einen Krampf bekam und mir das Auto zig mal aus ging beim Anfahren. Die Radlager hinten sangen ihr lautes Lied und waren kurz vorm "Die weiße Fahne raushängen". Das Auto fuhr sich schwammig und zog nach rechts, sobald man das Lenkrad losgelassen hat. Das Schlimmste: Bei der Probefahrt verabschiedete sich der Auspuff, an mehreren Verbindungen war er auseinander und einige Halter waren abgerissen.Zum Glück konnte der Verkäufer kurzfristig noch einen Freund erreichen, da kam der Passerati auf die Hebebühne und einige Schellen und Schweißnähte später war der Auspuff wieder dicht und hing stabil unter dem Autowagen. Also stand dem langen Heimweg von 180 km (so gut wie) nichts mehr im Wege und das Auto wurde gekauft. Die Instandsetzung: Kurz darauf hatte ich bei VW einen neuen Gaszug bestellt und diesen eingebaut, das Problem mit dem sehr schwergängigen Gaspedal wurde somit auch erledigt. Es folgten noch neue FAG Radlager-Sätze hinten, die hinteren Sättel und Führungen habe ich wieder gangbar gemacht und eine neue No-Name Zündspule verbaut (hier hatte ich mal mein Glück mit Billig-Teilen versucht). Außerdem habe ich noch das Kühlsystem gespült und die Flüssigkeit erneuert, alle Unterdruckschläuche erneuert, da sie stark porös waren, und noch einige andere Arbeiten erledigt. Das Öl samt Filter wurde noch kurz vor Verkauf vom Vorbesitzer erneuert. Dann habe ich noch Luftfilter, Innenraumfilter und Kraftstofffilter getauscht. Von einem Kollegen habe ich noch fast nagelneue Hankook Winterreifen auf hässlichen, verrosteten Golf 3 GTI Stahlfelgen zu einem guten Kurs gekauft, diese habe ich mir dann auf die originalen Passat-Alufelgen von einem anderen Kollegen umziehen lassen. Nachdem ich meine neuen Winterreifen verbaut hatte, fuhr der Wagen auch wieder gerade aus und ließ sich deutlich besser fahren. Auf den alten Reifen fehlte wohl lediglich etwas Luft oder sie waren schlecht gewuchtet. Es standen noch kleinere Sachen an, hier und da etwas Öl, etwas wieder gangbar machen, neue Wischerdüse hinten. Kleinigkeiten eben... Geändert von MirKesBre (21.10.2014 um 19:14 Uhr) | ||
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