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| Wörtherseefahrer |
Zur Auflockerung eine Anekdote meinerseits. Wie viele wissen wohne ich seit über 1 Jahr in Frankreich. Dort sieht man jeden Tag faszinierende Gefährte die trotz franz. Tüv Kontrollen weiterhin auf der Straße fahren dürfen. Bei uns wären die schon vor Jahren aussortiert worden und in Deutschland habe ich solche Autos noch nie gesehen. Ein einfachstes Beispiel hier mit einem Bild dargestellt. Die Mängel sind nicht gleich ersichtlich, aber es macht Spaß danach zu suchen. Links mein Auto, rechts ein franz.: ![]() Seitdem halte ich jede Rostlaube auf Kamera fest und werde diese veröffentlichen, sobald ich hier wieder wegziehe (habe bereits rund 20 Bilder). Ein Gefährt hat jedoch den Vogel abgeschossen. Es war ein Ford Escort Bj. 1997 eines polnischen Kollegens bei dem die Bremsen schlagartig nicht mehr funktionierten. Die Handbremse ging jedoch noch. Hier in Deutschland wäre es ein klarer Fall: Auto abschleppen und reparieren lassen. Er jedoch, ist weiterhin ein paar Tage mit Warnblinkern und Handbremse über die Straßen geschlichen. Solange, bis er eine Werkstatt gefunden hat die sein Auto überhaupt anfassen wollte. Da ich französisch spreche bat er mich bei der Werkstatt anzurufen und mich nach dem Reparaturstatus zu erkundigen. Der Mechaniker konnte nämlich weder polnisch noch englisch. Als ich den Herrn am Apparat hatte und mich nach der Abholung informierte meinte er: "Haben Sie eigentlich schon den Zustand des Fahrzeugs gesehen? Da ist soviel Rost dran, das Auto droht jeder Zeit in zwei Teile zu brechen. Außerdem ist eine Gasanlage installiert, die von Rost umgeben ist. Da diese nah an der Bremse liegt, weigere ich mich aus Eigenschutz das Fahrzeug überhaupt anzufassen. Ihr Kollege kann das Auto heute Abend wieder abholen. Allerdings werden wir nichts reparieren!" Ich war ziemlich verblüfft. Ich fragte meinen Kollegen, ob das wahr ist. Er bejahte und sagte, die Gasanlage sei leer und ja, an ein paar Stellen kann man von unten in den Innenraum schauen. Aber bei Regen stellt er einfach den Fuss drauf, damit es nicht reinregnet. Als Deutscher, dem die Sicherheit jedes einzelnen mehr als wichtig ist, ist mir natürlich erst mal die Kinnlade ganz weit aufgegangen. Er hat es aber als normal angenommen und meinte: "Dann muss ich noch zu anderen Werkstätten fahren und mein Glück versuchen." Dann ist er gegangen. Das Ende vom Lied: Keine Werkstatt hat die Reparatur vornehmen wollen. Darum hat er sich die Teile bestellt und die Bremse selbst repariert. Ein Kollege hat ihm eine Entlüftungsmaschine gestellt. Die Bremsen gingen dann wieder. Die Rostlaube hat er unter meiner starken Kritik vor 2 Wochen nach Polen zurückgefahren (> 1000km, über deutsche Straßen natürlich). Dort hat er sie für 230€ an einen Glücklichen verkaufen können. Nun hat er einen etwas neueren Opel Astra. Der Grund wieso er das Auto zurückgefahren hat: Der Verwerter in Frankreich sei viel zu teuer, in Polen kann er das Auto günstiger loswerden. Recht hat er. | |||
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