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| Golfumbauinteressierter |
Das Problem bei DSP Lautsprechern ist, dass im Steuergerät (also dem DSP) ein Frequenzgang hinterlegt ist, der in der Regel den Abfall zu tiefen Frequenzen ausgleicht, den der eigentlich zu kleine Basslautsprecher nun mal hat. Einmal abgesehen von einer auf den Fahrzeuginnenraum angepassten Kurve, die auch selten linear ist. Passt also ganz genau zu dem Originalchasis. Baut man nun einen anständigen Bass ein, hat der bereits genug "Umpf" ganz unten und wird mit der DSP Frequenzkurve dröhnen. Dazu schneidet der DSP ganz tiefe Frequenzen ab, damit der kleine Bass nicht überfordert wird. Dann kauft man also eine teuren, Tiefbass fähigen Subwoofer und der DSP liefert gar keinen Tiefbass.So kommen dann völlig falsche Aussagen wie "der XYZ-Subwoofer bring gar nichts im Bass" zustande, die dann von ahnungslosen Besserwissern durch Foren getrötet werden. Was die Doppelschwingspule angeht: Die ist nur drin, weil der DSP Verstärker ein billiges, auf 12 Volt laufendes Brücken IC ist. Das bringt an 4 Ohm physikalisch bedingt maximal 17 Watt bei 10% Klirrfaktor. Davon hat der DSP zwei, die jeweils eine Spule bedienen. So kann man dann in der Werbung von einem 40 Watt Subwoofer reden und hat nur einen Euro für den Verstärker investiert, statt ein teures Schaltnetzteil zu bauen, wie in einer "echten" Autoendstufe. Selten gibt es dann noch spezielle Lautsprecher in solchen Anlagen, die nur 2 Ohm haben, so das tatsächlich 30 Watt an die Schwingspule können, ein entsprechend hochstromfestes IC vorausgesetzt. Bose hatte früher Anlagen, die mit 0,5 Ohm Lautsprechern liefen um trotz 12 Volt richtig Watt zu haben. Brauchten extrem dicke Zuleitungen, exotische Verstärker und klangen für HIFI gewohnte Ohren zum brechen. Machten aber richtig laut "bumm-bumm". Fazit: Erwartet beim Ersatz der DSP Bässe nichts dolles. Ich würde zwei kleine Tieftonchassis verwenden, die eindeutig als "Subwoofer" bezeichnet werden, in 4 Ohm, und an jeden DSP Bassausgang einen hängen. Alternativ einen Doppelspulen (2x4 Ohm) einbauen, vielleicht mit etwas Basteln, einen 16er. Der hält dann länger und klingt besser und lauter. Das ist aber eigentlich etwas für jemanden der sich wirklich mit Lautsprecher Einbau auskennt und nicht nur "Ahnungen hat". Kann also Klangmäßig mit irgend einem xy Lautsprecher in die Hose gehen. Natürlich kann man auch an einen der DSP Ausgänge den Hochpegeleingang eines Verstärkers oder einer aktiven Bassbox klemmen, muss dann aber mit der verbogenen DSP Frequenzgang leben. Vermutlich aber der simpelste weg (Aktiv-Sub-Box) und mit etwas Reglerakrobatik auch ganz Ohren verträglich machbar. Ach ja, wenn die Werks Subs durchbrennen, muss der Bediener schon sehr viel Pech oder merkwürdige Hörgewohnheiten haben, z.B. Loudness rein, dazu Bass hochdrehen und laut. Eigentlich verhinder der DSP auch Defekte. Gratuliere, wer bis hier gelesen hat, leider ist das Thema nicht mit 3 Sätzen zu behandeln. | ||
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| Folgende 8 Benutzer sagen Danke zu Golferrari für den nützlichen Beitrag: | Edi95 (29.10.2018), franz-werner (27.10.2018), pornomirko (28.10.2018), Poweruser (08.11.2018), Sennator (15.11.2018), Teletubby (27.10.2018), WOB-addict (13.11.2018), wolfi71 (14.11.2018) |
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