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| Golf-Tieferleger |
Nein, Du hast völlig Recht. Sowohl die definierte Masse als auch die beheizte Sonde sind sehr sinnvoll. Das "Masse über Auspuff" Ding war schon immer ein Problem. Ich habe früher die Sprungsonden zum Abstimmen von Vergasermotoren verwendet. Das ging gegen das damals übliche "Ausprobieren" und "Popometer" unglaublich gut und war ein gewaltiger Fortschritt. Vor allem beim Abstimmen der Übergänge, was auf dem Prüfstand gar nicht ging. Zu einer Zeit als wir in Deutschland noch gar keine Katalysatorautos hatten übrigens! Im Gegensatz zur gängigen Meinung arbeiten die Sonden auch mit Bleibenzin, halten dann aber nur um die 30.000km. Die Sonden kamen von den US-Modellen. Dabei war die Masse der 1-Kabel Sonden ein wesentliches Problem, da bereits geringe Potentialunterschiede gewaltige Verfälschungen der Anzeige brachten.Man musste ja sehr genau den Bereich treffen, wo die Spannung gerade gesprungen war und dann noch etwas fetter werden für Höchstleistung. Gegen heutige Breitbandanzeigen echt kitzelig, aber schon wesentlich für sauber abgestimmte Motoren als alle anderen Methoden damals. Die Tuner die nicht begreifen konnten oder wollten, was die Sonde einem sagen kann, lieferten grundsätzlich zu fett laufende Motoren ab und redeten das noch schön. Hoher Verbrauch und geringe Lebensdauer waren an der Tagesordnung. Ich habe damals aus 0,5mm Kupferblech runde Unterlagen mit einem seitlichen Stecker gefertigt, die ich zwischen die unbeheizten Sonden und die Einschweissmutter geschraubt habe, um direkt an der Sonde die Masse für die Anzeige zu nehmen. Nur so konnte ich mich auf die Lambda-Anzeige voll verlassen. Die Sprungsonde gibt der ECU ja nur den Übergang vor. Sie sorgt dann dafür dass das Gemisch immer um Lambda eins pendelt, damit der Kat immer von fett auf mager wechselt. Nur so kann er Schadstoffe zwischen speichern und optimal arbeiten. Darum 3-Wege Kat, weil er immer in diesem Zyklus läuft und je nach Lambda einen der 3 Schadstoffe CO, NOx und HC neutralisiert, so das am Ende überwiegend CO2 , H2O und N2 raus kommen. Stimmt das nicht genau, weil das Massepotential von Sonde und ECU eine Differenz hat, leiden Leistung und/ oder Verbrauch und der Katalysator arbeitet nicht richtig. Ich vermute das 90% der von Werkstätten getauschten Lambdasonden und Katalysatoren gar nicht defekt waren, sondern nur wegen Massefehlern die AU nicht bestanden. Ich habe damals jedenfalls reihenweise Masseverbindungen instandgesetzt und damit "unerklärliche" Probleme mit der Einspritzanlage korrigiert. Übrigens könne Masseprobleme beim ABS ebenfalls zu sporadischen Fehlern führen. Da wurden dann auch auf Teufel komma raus Sensoren getauscht, bis einer mal aus Zufall am Massepunkt rüttelte. Am Ende brachte es ja Umsatz und die Kunden zahlten. Den damaligen Diagnosegeräten war eines gemein: Sie konnten alle keine Massefehler erkennen und lieferten dann immer "Teil XY defekt". Also, hänge die Heizung mit an die Benzinpumpe, das passt. Masse entweder direkt an die Batterie oder besser noch, an den Massepunkt der ECU. Ich lege übrigens immer, bei jedem Fahrzeug, von der Batterie zwei saubere, neu angefertigte, 2.5qm Massekabel zu Karosse und Motor, zusätzlich zu den vorhandenen. Man wundert sich was, trotz intakten Werksverbindungen, bei laufendem Motor sonst für Potentialunterschiede bestehen. Einfach mal im Voltbereich mit einem Digitalvoltmeter von Batterie Minus messen. Vorher und nachher. Lohnt. Auch für den Radioempfang. Geändert von Golferrari (21.09.2023 um 01:39 Uhr) | ||
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