Ihr setzt aber bei euren schönen Beispielen auch immer vorraus, dass die entsprechenden Barmittel vorhanden sind.
Wenn man warum auch immer in Hartz4 abrutscht, muss diese Vermögen erstmal aufgebraucht werden. Dann bist du nicht versichert und hast kein Geld mehr.
Ich halte die Denkweise durchaus auch mit Risiken behaftet.
Ihr setzt aber bei euren schönen Beispielen auch immer vorraus, dass die entsprechenden Barmittel vorhanden sind.
Lieber Ben, für die Versicherungsbeiträge brauchst Du auch Barmittel! Das leppert sich über die Jahre!
Ich weiß nicht, wie alt Du bist. Nehmen wir mal an, Du wärst 30 und fährst seit 12 Jahren Auto mit Teilkaskoversicherung. Dann hättest Du bei einer Jahresprämie von 100 Euro für die Teilkasko 1.200 Euro an die Versicherung bezahlt. Das sind auch Barmittel! Wenn Du die weggelegt hättest, statt sie an eine Versicherung zu zahlen, dann könntest Du einen Frontscheibentausch locker selbst zahlen und Dich über 800 Euro freuen, die danach immer noch auf Deinem "Privaten Versicherungskonto" liegen. Und der Zukunft gelassen entgegen sehen.
Eine Fähigkeit muss man dazu aber haben: Irgendwo Geld liegen zu haben, ohne dass einem dafür gleich tausend Ideen kommen, wofür man es ausgeben kann und das auch tut. Das finde ich eh total wichtig, weil es immer wieder Lebenssituationen gibt, die unvorhersehbar Geld kosten und für die es keine Versicherung gibt. Sei es die kaputte Waschmaschine, die hohe Heizungsnachzahlung nach einem kalten Winter, der ungeplante Umzug nach einer Wohnungsküdigung wegen Eigenbedarf oder der Schaden, den man einem anderen Verkehrsteinehmer unter Verstoß gegen die StVO zugefügt hat und den man lieber ohne Polizei selbst sofort und in bar begleichen möchte.