So lange der Motor nicht läuft, hast du keinen Öldruck.
Wenn du die Kupplung trittst, belastest du das Axiallager zusätzlich und der Restölfilm reist und das Lager Verschleißt schneller, bis der Öldruck aufgebaut ist.
Zitat:
Zitat von franz-werner
Wenn du die Kupplung trittst, gibst du eine axiale Kraft drauf. Diese muss von den Axiallagern getragen werden.
Zitat:
Zitat von DERChristian
Die ganze Federkraft der Kupplung drückt bei betätigter Kupplung auf die Kurbelwelle in axialer Richtung.
Diese Kräfte werden von dem Axiallager der Kurbelwelle aufgefangen.
Beim Anlassen sind diese Axiallager im ersten Moment nicht richtig geölt = Verschleiss.
Alles ganz genau richtig! Wenn das Axiallager der Kurbelwelle (meinstens ist es ja nur eins) nicht wäre, dann würde beim Treten des Kupplungspedals nicht die Kupplung getrennt, sondern die ganze Kurbelwelle mit Kupplung in Richtung Zahnriemenseite verschoben.
Ich muss aber zugeben, dass ich seit Menschengedenken den Motor bei Autos mit Schaltgetriebe so gut wie immer mit getretener Kupplung starte. Denn das hat auch einen Vorteil: Der Anlasser muss nur den Motor durchdrehen und nicht auch das Getriebe. Besonders im Winter bei sehr zähflüssigem Getriebeöl schont das den Anlasser und die Batterie. Und: Man muss sich beim Anlassen keine Gedanken darüber machen, ob ein Gang eingelegt ist.