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| Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur |
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| Schrauber |
Hi, kurze Story vorab: Habe den rechten Schweller, Steg und das Abdeckblech des Unterbodens, das am Schweller anliegt, neu gemacht (neue Bleche, eingepasst und eingeschweißt). Jetzt hänge ich gerade fest, das Anschlussblech des Längsträgers (1H0 803 098) ist zu stark verrottet um hier noch etwas retten zu können, die Ablauflöcher sind, wie auf den Bildern zu sehen, stark korrodiert, aber das schlimmere ist, dass das Blech an der Unterseite zur hälfte bereits fehlt. Prüfung mit dem Endoskop ergab, dass das gegenüberliegende Blech, das den Fahrzeugboden innen abdeckt, keinen Rostansatz hat, hier hat der Hohlraumschutz funktioniert. Zur Frage: Ich muss das Anschlussblech austrennen, werde die fehlende Stelle großflächig austrennen und auf Stoß ein neues 1,5mm Blech einschweißen, vielleicht auch 1mm, weiss noch nicht genau wie dick das Blech ist. Ich weiss aber nicht, ob unter dem überlappenden Teil noch Schweisspunkte sind! Hat das schonmal jemand ausgetrennt? Die Stelle ist im Bild ROT markiert. Das Blech scheint eine Verstärkung aufgeschweisst zu haben, diese finde ich laut **** auch nicht :O An der fraglichen Stelle gehen 3 Bleche übereinander, bevor ich also alle freiliegenden Schweisspunkte öffne und dann dennoch dumm dastehe, wäre es gut zu wissen ob man es überhaupt herausbekommt ohne das Radhaus, also salopp gesagt den Dom auszutrennen. GRÜN markiert im Bild ist die vermeintliche Stelle, wo die verstärkung aufgeschweisst ist. Vielen Dank vorab, wär klasse, wenn jemand weiss ob sich unter den überlappungen Schweisspunkte befinden! [IMG] [/IMG]Weiterer Anhang: Anschlussblech von vorn: ![]() Anschlussblech totale: Geändert von herr jaegermeister (25.09.2019 um 15:32 Uhr) | ||
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| | #2 | ||
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| Schrauber |
Dann antworte ich mir mal selbst, das Problem ist längst gelöst, vielleicht hilft es irgendwann mal jemandem, weil ich selbst einzig in einem russischen Forum etwas dazu fand - kann allerdings kein Russisch. Die üblichen Schweisspunkte natürlich aufbohren. Im Beifahrerfußraum, zur Spritzwand hin, sind weitere Schweisspunkte. GANZ fies versteckt befinden sich welche in einem schmalen Tunnel zwischen dem Abdeckblech selbst (der Teil, der die Bühnenaufnahme darstellt) und dem vorderen Teil des Mitteltunnels. Hier geht das Abdeckblech nach oben weg (es bildet quasi einen Canyon wenn man so will), hier sind unter 2cm dickem Unterbodenschutz, Gummiartig, 4 Schweisspunkte versteckt. Nach auftrennen aller Punkte sitzt das blech dennoch stark verklebt ein. Gerade auf der Innenseite, zum Mitteltunnel hin, wurde wirklich nicht an dem spritzbaren, gelben Unterbodenschutz gespart, es ist ein Spalt von mehreren mm zwischen Abdeckblech und Mitteltunnel zu erkennen, hier wurde auf langer Fläche kein Schweisspunkt gesetzt, dafür aber zwischen die Überlappenden Bleche ordentlich U-Schutz eingedrückt. Man kommt sehr schlecht ran, diesen konnte ich mit schmalen Stechbeiteln jedoch entfernen. Ist alles gelöst und das Blech liegt frei, wird das entnehmen dennoch schwierig. Es verklemmt sich mit dem Stegblech und dem Aussenschweller, liegt daran dass dieser Teil zuerst produziert wurde, danach erst das Stegblech und der Schweller beim Herstellprozess eingeschweisst wurden. Entweder mit roher Kraft herausreissen oder gleich bei der Schwellerreparatur mit austrennen. Nach Instandsetzung (ich habe rostige Stellen ausgetrennt, Bleche eingepasst (achtung, 1,5mm Materialstärke) und auf Stoß im Pilgerschrittverfahren verschweißt. Danach Innenseitig Schweißgeundierung (Inox) aufgetragen und das Blech wieder eingesetzt und an den alten Stellen wieder MIG Punktverschweißt, abschliessend 2k EP-Grund, Nahtabdichtung (ich beutze Petec, mit Sika habe ich durch Säurenetzung schlechte Erfahrungen gemacht) und 4 Schichten unterschiedlicher Farbe Brantho Korrux 3in1 aufgetragen. Mehrere Farben deswegen um nachzuvollziehen wo bereits lackiert wurde. Den letzten Schritt bildet die Hohlraumkonservierung mit eigener Mischung Mike Sanders/altöl, der Konsistenz und Kriechfähigkeit zugugte. Das Blech ist an sich selbst komplett mit weißem Hohlraumschutzwachs von Innen beschichtet. Ich war sehr überascht wie viel Wachs an dieser Stelle noch vorhanden war, von Innen sah das Blech, abgesehen von Rost, wie neu aus. Bilder im Anhang. Bild 1: Das betroffene Blech aus Sicht von der B-Saüle in Fahrtrichtung fotografiert. Der Anschluss zum Schweller ist teils nicht mehr vorhanden, das Ablaufloch ist stark verrostet und die Hebebühnenaufnahme eingedrückt. An dieser Stelle wurde zur Verstärkung nach Ausbeulen ein 1mm-Blech ringsherum aufgeschweisst. Bild 2: Der "Canyon", der Mitteltunnel überlappt hier das Anschlussblech 4-5 Schweißpunkte bis oben hin zur höchsten Stelle des Anschlussbleches, gut versteckt. EDIT: Der Teil in Bild 1 unten links, also der Unterboden, der stark korrodiert aussieht, ist in wirklichkeit voller Hohlraumwachs, das den Roststaub des Abdeckbleches mit den 5 Ablauflöchern aufgenommen hat (dieses ist hier schon ausgetrennt, da es ersetzt wurde). Habe mich zuerst selbst erschrocken, nach Abwischen zeigte sich, dass der Unterboden unversehrt war. Die "Hebebühnenaufnahme" ist kaum mehr zu erkennen, sie ist das fleckig verrostete Rechteck mittig des Bildes. Geändert von herr jaegermeister (12.12.2019 um 16:20 Uhr) | ||
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu herr jaegermeister für den nützlichen Beitrag: | Teletubby (13.12.2019) |
| | #3 | |||
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| R.I.P. | | |||
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| | #4 | ||
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| Schrauber |
Vielen Dank! Das ganze ist nicht soo aufwändig wenn man einmal alles vom U-Schutz (ich spreche hier immer von der gelben Steinschlagschutzmasse, nicht von der schwarzen Beschichtung) runter hat und die Schweisspunkte gut sieht. Hier wäre noch zu erwähnen dass es essentiell ist wie das Fahrzeug dabei aufgebockt ist. An der Hebebühnenaufnahme geht nicht, da eben diese herausgetrennt wird. Ich musste einen Punkt finden an dem dir Karosserie nicht durch ihre Eigenlast verwunden wird, da die Gesamtlast ohne das Anschlussblech auf dem Schweller und dem Stegblech liegt, die die Last in die A-Säule ableiten. Der v9rdere Querträger im Dach nimmt nicht mehr viele Kräfte auf, da die einwirkende Kraft direkt in seinem Urpsrung liegt. Damit die Frontscheibe also nicht reisst, habe ich den Wagen hinten auf seiner Achse gerade stehen lassen (Handbremse lösen!) und vorn unter dem vorderen Motorlager angehoben, habe dazu einen Wagenheber baugleich dem Güde grh 510L (im Anhang ein Bild), der erreicht komfortable 510mm Hubhöhe und ist mit 75cm länge und ca. 35cm breite groß genug um nicht zu kippen. Danach Böcke unter die Längsträger vorn im Motorraum und die Last auf alle 3 Punkte verteilen, damit der Vorderwagen gerade steht. Noch dazu habe ich mir die Freiheit genommen und das rostige Ablaufloch viereckig ausgetrennt und auf Stoß mit angepasstem Blech verschweißt -> das Anschlussblech wird am Schluss eh mit Fett bzw. FluidFilm geflutet, hierzu ist an der Vorderseite ein Werksmäßiges Loch, über das sicherlich auch von Werk aus Hohlraumschutz eingebracht wurde, denn dort war wirklich viel Wachs drunter. | ||
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| | #5 | |||
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| Golf-Tieferleger |
Hallo Wie man weiš heben die Werkstätten gerne an den Kanten an. Haben vorne und hinten hinter der Kante vierkant dran geschwesst. | |||
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| | #6 | ||
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| Schrauber |
Damit habe ich Glück gehabt, ich war noch nie zur Reparatur in einer Werkstatt. Beim Spur einstellen steht der Wagen sowieso auf seinen eigenen Rädern, wobei ich auch das mittlerweile lieber selbst mache, im Umkreis Remscheid habe ich bislang keine Werkstatt gefunden, die das richtig hinbekommen hat. Das was ich da auf dem Ausdruck bislang lesen konnte hätte ich genau so gut selbst hinbekommen. Dabei rede ich von Sollwerten, keine exotischen Stance-einstellungen oder sonstiges. Einer hat mich gleich vom Hof geschickt, weil er sich nicht traute meine Felgen anzufassen, warum auch immer. Was der Vorbesitzer angestellt hat, oder anstellen hat lassen, ist ne ganz andere Geschichte. Hier gebe ich Brief und Siegel drauf, dass die arme Karre immer und immer wieder falsch angehoben wurde. Ist halt immer ne Glücksache, kannst auch Schweller erwischen die super aussehen, wo aber vor 20 Jahren mal einer den Werkswagenheber genommen hat und nen Minikratzer in den U-schutz getrieben hat. Zack, ganze Seite verfault nach 20 Jahren Regen, Salz und Matsch. Nächsten Frühling/Sommer stehen ein paar interessante Reparaturen an. -Der Unterboden hinter der Rücksitzbank, also quasi die Kofferraumwanne kommt neu. -der linke Dom wird erneuert (Rost im Falz zwischen Dom und Radlauf) Der Bremskraftverstärker, evtl.auch der HBZ wird erneuert, Bremsflüssigkeit gewechselt und es werden Stahlflexschläuche verbaut (6 Stück, da G60 Bremsanlage). -Das Flexrohr wird ersetzt, in meinem Fall direkt unter dem Flansch zum Krümmer (Flansch->Flexrohr->Hosenrohr->Kat) und zwar ohne den Flansch mitzutauschen. -Die Klima ist komplett restauriert mit neuen Dichtungen (auch der Kompressor) und perfekten Leitungen. Diese wird eingebaut und mithilfe einer Vakuumpumpe und Wartungseinheit befüllt. Falls etwas davon für jemanden Interessant sein sollte, würde ich hierzu Tutorials erstellen. Zu einigem davon, insbesondere der Sache mit dem Dom und der Klima, habe ich soweit nichts brauchbares im Netz gefunden und ich tippe sowieso gern. Kurze Rückmeldung falls Bedarf da ist, dann mache ich mir ein Post-it an den Monitor. | ||
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| | #7 | ||
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| Hilfebietender |
Sehr gerne würde ich mich über die angesprochene Tutorials freuen! Man weiss ja nie was man in Zukunft noch alles an seinem Wagen reparieren muss. | ||
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| | #8 | ||
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| Forenseele | Zitat:
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