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Alt 28.05.2018, 00:38 #1
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Standard Wiederstand 2 Wege System

Hallo,

das originale zwei Wege System mit "Weiche" im Hochtöner ist parallel geschaltet. Wie ist dann dessen Wiederstand? Die Lautsprecher haben 4Ohm aber durch Parallelschaltung müsste es ja geringer sein oder sorgt der Kondensator vor dem Hochtönner für eine höre Impedanz von diesem und der Gesamtwiederstand ist 4 Ohm ?

Danke im voraus !

Gruß,

Malte


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Alt 29.05.2018, 15:39 #2
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Du darfst nicht Gleichstromwiderstand mit Wechselstromwiderstand gleichsetzen. Eigentlich sollte man in Physik gelernt haben, dass ein Kondensator Gleichstrom sperrt. Die Leitfähigkeit eines Kondensators steigt mit zunehmender Frequenz. Das kann man leicht an der Formel erkennen, da sitzt nämlich die Frequenz im Nenner. Eine Spule wiederum hat mit steigender Frequenz einen zunehmenden Widerstand. Da sitzt die Frequenz im Zähler und der Nenner ist 1. Mit Frequenz ist die Kreisfrequenz gemeint 2 Pi x f.

Eine Parallelschaltung führt also nicht zu einer Überlastung der Endstufe. Auch ändert sich der Gleichstromwiderstand dadurch nicht.

Geändert von wolfi71 (29.05.2018 um 15:41 Uhr)
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Alt 29.05.2018, 18:59 #3
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Du darfst nicht Gleichstromwiderstand mit Wechselstromwiderstand gleichsetzen. Eigentlich sollte man in Physik gelernt haben, dass ein Kondensator Gleichstrom sperrt. Die Leitfähigkeit eines Kondensators steigt mit zunehmender Frequenz. Das kann man leicht an der Formel erkennen, da sitzt nämlich die Frequenz im Nenner. Eine Spule wiederum hat mit steigender Frequenz einen zunehmenden Widerstand. Da sitzt die Frequenz im Zähler und der Nenner ist 1. Mit Frequenz ist die Kreisfrequenz gemeint 2 Pi x f.

Eine Parallelschaltung führt also nicht zu einer Überlastung der Endstufe. Auch ändert sich der Gleichstromwiderstand dadurch nicht.
Aber wenn ich zwei 8 Ohm Chassis parallel schalte, dann habe ich einen Gesamtwiederstand von 4 Ohm ?!
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Alt 29.05.2018, 19:29 #4
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Es geht ja hier auch nicht direkt um den Kondensator. Wenn ich zwei Lautsprecher parallel schalte muss ich das ohmsche Gesetz beachten. Wir gehen hier von Wechselstrom aus (logischerweise). Und das kann dann ne Endstufe schon überlasten �� Der Kondi war für mich lediglich eine mögliche Erklärung.
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Alt 29.05.2018, 19:46 #5
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Wenn du zwei normale Chassis parallel schaltest, kannst du die Endstufe überlasten., Aber bereits wenn da Töne wiedergegeben werden, ist der Widerstand so goch, dass das kein Problem mehr darstellt.
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Alt 29.05.2018, 22:02 #6
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Zitat:
Zitat von wolfi71 Beitrag anzeigen
Wenn du zwei normale Chassis parallel schaltest, kannst du die Endstufe überlasten., Aber bereits wenn da Töne wiedergegeben werden, ist der Widerstand so goch, dass das kein Problem mehr darstellt.
Habe ich das richtig verstanden ? Sie sagen also es ist möglich die Endstufe zu überlasten, jedoch nur in der Theorie und in der Praxis nicht, da sich der Wiederstand erhöht wenn ein Ton wiedergegeben wird ? Bezieht sich das auf das System im Golf aufgrund des Kondensators oder meinen sie das gilt im allgemeinen ?
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Alt 29.05.2018, 23:55 #7
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Also um zur eigentlichen Frage zurückzukommen.

Der Kondensator sorgt eigentlich nur dafür, dass der Hochtöner keine Tieftöne bekommt und basta.
Der Widerstand steigt auch etwas an, wenn die Lautpsrecher spielen das ist völlig richtig, allerdings reicht das nicht aus um eine 4 Ohm stabile Endstufe mit 2 Ohm Lautsprechern spielen zu lassen.

Die Vw Lautsprecher sind soweit ich weiß ganz normal über eine Frequenzweiche geschaltet, die aber nicht als einzelnes bauteil vorhanden ist, sondern im Hochtöner integriert.

So gesehen ist also der 1. Eingang vom Hochtöner der Anschluss für die Frequenzweiche.
Von der Frequenzweiche gehen dann 2 Anschlüsse ab, einmal zum Tiefmitteltöner in der Tür und einmal zum Hochtöner, nur dass man die Verbindung zum Hochtöner nicht sehen kann, da sie integriert ist.

Soweit zunmindest mein Kenntnisstand

Schalte also bitte nicht zwei oder mehr 4 Ohm Lautsprecher parallel an einen Ausgang deines Radios.

Grüße
LocoFlasher
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Alt 30.05.2018, 00:06 #8
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Hi,

wenn man zwei gleiche Widerstände parallel schaltet, halbiert sich die Impedanz.

Z.B. 8 Ohm parallel mit 8 Ohm, ergibt 4 Ohm.

Wenn man zwei gleiche Lautsprecher parallel schaltet (und wenn beide auch an einem gemeinsamen Verstärker-Ausgang angeschlossen sind) passiert das Gleiche.

Nun werden aber keine gleichen Lautsprecher (-Chassis) parallel geschaltet, sondern ein Tiefmitteltöner (TMT) und ein Hochtöner (HT).

Der TMT soll dabei keine hohen Töne wiedergeben und der HT tunlichst keine Tiefen.

Damit das nicht passiert, werden Frequenzweichen eingesetzt.
Ein Zweig davon, der nur tiefmittel-Töne passieren lässt, der andere Zweig nur hohe Töne.

Die Bauteile der Frequenzweiche sind über die Frequenz gesehen, widerstands-variabel. Und zwar:

- Die Spule, die nur tiefmittel-Töne passieren lässt, nimmt zu hohen Frequenzen hin einen hohen Widerstand an.

- Der Kondensator, der nur hohe Töne passieren lässt, nimmt zu tiefen Frequenzen hin einen hohen Widerstand an.

Und so können wir uns theoretisch erklären, dass der TMT und der HT zwar parallel geschaltet sein können, aber die Impedanz durch die Parallelschaltung nicht halbiert sein muss.

Denn:
beiden Chassis sind ja Frequenzweichen-Bauteile vorgeschaltet die bewirken,
dass im Bereich der Trennfrequenz, beide Chassis einen viel höheren Ohm-Wert aufweisen,
wie die Nenn-Impedanz.

Angenommen TMT und HT haben jeweils 4 Ohm Nenn-Impedanz, so kann die Anschluss-Impedanz im Bereich der Trennfrequenz, trotz Parallelschaltung, 20 Ohm betragen.
Und ober und unterhalb der Trennfrequenz wieder "4 Ohm" betragen**.

Oft übliche Sparschaltung bei Frequenzweichen von 2-Wege Car-Lautsprechern:

Nun ist in Falle des Golfs vielleicht Sache, dass der TMT gar kein Frequenzweichenzweig (Spule) vorgeschaltet ist (aber dem Hochtöner ein Kondensator).

In dem Falle wird der Umstand ausgenutzt, dass ein (TMT) LS-Chassis mit Schwingspule, zu hohen Frequenzen eine immer größer werdende Induktivität aufweist.
Und damit einen zu hohen Frequenzen hin höher werdenden Schwingspulen-Widerstand hat.

So ein LS-Chassis wird somit zu hohen Frequenzen hin dann schon von alleine leiser.
Also die Schwingspulen-Induktivität (des TMT) kann schon reichen, dass seine Impedanz auch ohne vorgeschaltet Spule hoch genug ist,
um ihm einen Hochtöner (der mit Kondensator davor) parallel zu schalten,
ohne die die gesamte Anschluss-Impedanz zu niedrig wird (bzw. "nicht halbiert wird").

Ob das tatsächlich auch so ist, muss man durch entsprechende Messtechnik heraus finden.
Wenn die Chassis (und Frequenzweichenbauteile) Serien-Ausstattung des Herstellers sind, dann hat der entsprechende Messungen natürlich unternommen.

Grüße von
ThomasG3

** der Wechselstrom-Widerstand eines LS-Chassis hat am Punkt seiner niedrigste Impedanz "die Nenn-Impedanz". Wie z.B. von 4 Ohm.
Über Frequenz gesehen, variiert der Wechselstrom-Widerstand um einige zunehmende Ohm.
ThomasG3 ist offline   Mit Zitat antwortenMit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu ThomasG3 für den nützlichen Beitrag:
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Alt 30.05.2018, 04:17 #9
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Zitat:
Zitat von ThomasG3 Beitrag anzeigen
Hi,

wenn man zwei gleiche Widerstände parallel schaltet, halbiert sich die Impedanz.

Z.B. 8 Ohm parallel mit 8 Ohm, ergibt 4 Ohm.

Wenn man zwei gleiche Lautsprecher parallel schaltet (und wenn beide auch an einem gemeinsamen Verstärker-Ausgang angeschlossen sind) passiert das Gleiche.

Nun werden aber keine gleichen Lautsprecher (-Chassis) parallel geschaltet, sondern ein Tiefmitteltöner (TMT) und ein Hochtöner (HT).

Der TMT soll dabei keine hohen Töne wiedergeben und der HT tunlichst keine Tiefen.

Damit das nicht passiert, werden Frequenzweichen eingesetzt.
Ein Zweig davon, der nur tiefmittel-Töne passieren lässt, der andere Zweig nur hohe Töne.

Die Bauteile der Frequenzweiche sind über die Frequenz gesehen, widerstands-variabel. Und zwar:

- Die Spule, die nur tiefmittel-Töne passieren lässt, nimmt zu hohen Frequenzen hin einen hohen Widerstand an.

- Der Kondensator, der nur hohe Töne passieren lässt, nimmt zu tiefen Frequenzen hin einen hohen Widerstand an.

Und so können wir uns theoretisch erklären, dass der TMT und der HT zwar parallel geschaltet sein können, aber die Impedanz durch die Parallelschaltung nicht halbiert sein muss.

Denn:
beiden Chassis sind ja Frequenzweichen-Bauteile vorgeschaltet die bewirken,
dass im Bereich der Trennfrequenz, beide Chassis einen viel höheren Ohm-Wert aufweisen,
wie die Nenn-Impedanz.

Angenommen TMT und HT haben jeweils 4 Ohm Nenn-Impedanz, so kann die Anschluss-Impedanz im Bereich der Trennfrequenz, trotz Parallelschaltung, 20 Ohm betragen.
Und ober und unterhalb der Trennfrequenz wieder "4 Ohm" betragen**.

Oft übliche Sparschaltung bei Frequenzweichen von 2-Wege Car-Lautsprechern:

Nun ist in Falle des Golfs vielleicht Sache, dass der TMT gar kein Frequenzweichenzweig (Spule) vorgeschaltet ist (aber dem Hochtöner ein Kondensator).

In dem Falle wird der Umstand ausgenutzt, dass ein (TMT) LS-Chassis mit Schwingspule, zu hohen Frequenzen eine immer größer werdende Induktivität aufweist.
Und damit einen zu hohen Frequenzen hin höher werdenden Schwingspulen-Widerstand hat.

So ein LS-Chassis wird somit zu hohen Frequenzen hin dann schon von alleine leiser.
Also die Schwingspulen-Induktivität (des TMT) kann schon reichen, dass seine Impedanz auch ohne vorgeschaltet Spule hoch genug ist,
um ihm einen Hochtöner (der mit Kondensator davor) parallel zu schalten,
ohne die die gesamte Anschluss-Impedanz zu niedrig wird (bzw. "nicht halbiert wird").

Ob das tatsächlich auch so ist, muss man durch entsprechende Messtechnik heraus finden.
Wenn die Chassis (und Frequenzweichenbauteile) Serien-Ausstattung des Herstellers sind, dann hat der entsprechende Messungen natürlich unternommen.

Grüße von
ThomasG3

** der Wechselstrom-Widerstand eines LS-Chassis hat am Punkt seiner niedrigste Impedanz "die Nenn-Impedanz". Wie z.B. von 4 Ohm.
Über Frequenz gesehen, variiert der Wechselstrom-Widerstand um einige zunehmende Ohm.
Danke Das überschneidet sich mit meinem Wissensstand. Und es sind die Serienlautsprecher, also müsste es ja wohl passen. Da haben sie Recht Ich hab das so verbaut und die Lautstärke ist etwas geringer geworden. Ich muss also etwas mehr aufdrehen. Das deutet ja eher nicht auf eine gesunkene Impedanz hin Entweder sie ist etwas höher als 4 Ohm durch den Effekt, welchen sie beschrieben haben oder der Wirkungsgrad ist geringer.


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