Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 26.06.2017, 16:59 #1
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Ausrufezeichen Radlager hinten-links hinüber (Ich bin Verwirtt)

Hallo,

ich bin dieses Wochenende mit meinem 3er auf der Autobahn "liegen geblieben".
Die Mitte vom linken Hinterad hat gequalmt und gestunken, gehe also davon aus, dass das Radlager hin ist, sieht aufgeplatzt aus rollt aber noch .
Kurz um, ADAC hat mich zur nächsten Werkstatt geschleppt (am Wochenende), heute bekam ich die Katastrophen-Botschaft, dass die da alles neu machen wollen, Kostenpunkt 500 - 1000 €.
Nun überlege ich da hin zufahren und das selbst zu richten.

Ursprüglich dachte ich, das es an der Vorderachse ein Problem gab, hatte nämlich schon ein komisches surren von vorne gehört.
Da war ich nun schon soweit zu wissen, was ich für den Lagerwechsel vorne brauche.
Hinten irritiert mich jetzt aber irgendwie, Vorne gibt es ja das Lager, welches zwischen Radnabe und Nabenaufhängung gepresst ist, in der Mitte ist die Antriebswelle.
(hoffe ich habe das alles richtig benannt).
Und hinten?
Sobald ich danach suche gibt es keine Naben mehr sondern nur noch Zapfen und Bremstrommeln???
Blöd ist grad da mein Auto woanders ist und ich nicht nachgucken kann.
Kann nur sagen das es ein Golf 3 1.4 Europe Edition von 1993 ist, ABS hat der wohl nicht.

Die Frage die sich mir stellt ist nun: Was genau brauche ich jetzt eigentlich?
Ein Bekannter meitne auch schon zu mir, das an manchen Autos schon ein Kommplettteil verbaut wird (er sprach von seinem Polo glaub ich).

Ich freue mich über jede hilfreiche Anwort.

Eine Nebenfrage, falls das jemand aus dem Stehgreif weis: kann ich ein ADAC + Upgrade machen und mir das gute Stück im Sammeltransport bringen lassen?


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Alt 26.06.2017, 18:27 #2
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Das ist mir auf Rügen Passiert da konnte man das Hinterrad gut 5cm hin und her schütteln
Habe das Radlager auf dem Hotelparkplatz gewechselt hinten ist das recht einfach.
Das einzige problem was auftretten kann ist das die innere Lagerschale auf dem achszapfen
fest hängt lässt sich mit ein dicken hammer und ein scharfen Meisel beheben.
Am besten ein billiges Radlager mit Kleinkram holen und selber wechseln kostet ca.
10-15€ und eine stunde Arbeitszeit dann moderat nach hause fahren und achszapfen sowie beide lager wechseln.
Wichtig Kronenmutter festziehen und soweit zurück drehen das sich die Unterlegscheibe bewegen lässt, ansonsten raucht dir das lager auch wieder ab

Wenn du ein 93er BJ hast müsste dein MKB ABD sein nicht AEX

Geändert von ruebe (26.06.2017 um 18:30 Uhr)
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Alt 26.06.2017, 19:06 #3
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Lasst endlich diesen Tipp mit der Unterlagscheibe.

Man schraubt das Rad drauf, dreht es, und zieht derweil die 24er Mutter fest. Und zwar soweit, dass sich das Rad dann mit ganz wenig Spiel kippeln lässt. Man merkt das, beim Anziehen. Erst kippelts, dann wirds weniger und irgendwann ist kein Spiel drin. Hat man den Punkt erreicht, dreht man ganz leicht die Mutter zurück, bis sich etwas Luft "ergibt". Zack, das ist der richtige Punkt.

Das Geschiss mit der Scheibe... viel zu locker und ich habe noch nie nach der Methode gearbeitet. Kein Mensch stellt das so ein.

Der Werkstatt sagste Danke, für 500€... selbst wenn du nen neuen Zapfen, Trommel usw. im Internet bestellt kommste nicht auf 500€. Im Leben nicht. Am besten beim Schrott vorbei...

Geändert von GTFahrer (26.06.2017 um 21:28 Uhr)
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Alt 26.06.2017, 20:45 #4
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Also als bei meinem Polo Mal Radschrauben abgerissen und losgedreht waren, wollte die Werkstatt zu der mich der ADAC geschleppt hat auch die Radnabe und und und tauschen und hat Preise >1000€ genannt.

Lass dir nix erzählen, ich hab nur die Schrauben rausgedreht, neue Felge neue Schrauben und alles war paletti!

Tausch das Lager, fahr nach Hause und dann schau Mal ob überhaupt sonst was kaputt ist.

Grüße
LocoFlasher
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Alt 26.06.2017, 21:13 #5
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Hallo!

Für jemanden, der weniger erfahren im Erneuern von hinteren Golf 3 Radlagern ist, möchte ich noch hinzufügen, dass der Außenlaufring des Lagers in der Bremstrommel mitgetauscht werden muss. Werkstätten pressen ihn aus und ein. Beides geht auch gefühlvoll mit einem Hammer und einem Durchschlag. Beim Einbau muss man sehr darauf achten, dass man mit dem Durchschlag nicht abrutscht, weil es sonst Riefen in der Lauffläche des Rings geben kann. Dadurch wäre das Lager vorgeschädigt und seine Lebenserwartung reduziert.

Freundliche Grüße
Teletubby
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Alt 27.06.2017, 09:27 #6
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i.d.r. hat der achszapfen nicht abbekommen, da ja noch die lagerauflage drauf sitzt

es gibt angebote, MIT bremstrommel, da ist die lagerschale schon drin
das lager, die dichtungen dabei, das wäre eine mögliche wechselart, denn da braucht man (fast)
kein werkzeug dafür
und die alten beläge kannst du dann immer noch in ruhe zu hause wechseln, da die hintere bremse ja nur ein bruchteil der bremsung übernimmt

aber für 500 euro bekommt man schon einen gebrauchten Golf!!
grüssle
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Alt 27.06.2017, 09:52 #7
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Zitat:
Zitat von GTFahrer Beitrag anzeigen
Hat man den Punkt erreicht, dreht man ganz leicht die Mutter zurück, bis sich etwas Luft "ergibt". Zack, das ist der richtige Punkt.
Und wo ist da der unterschied oder meinst du ich kontroliere nicht das spiel in den ich am rad wackeln tu, es dreht sich doch bei beiden Methoden darum das die mutter ein tick zurück gedreht wird damit die lager nicht ausglühen, außerdem sollte man eh nach ein paar Kilometern
kontrollieren ob sich das lager nicht gesetzt hat und Zuviel spiel hat


Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Beim Einbau muss man sehr darauf achten, dass man mit dem Durchschlag nicht abrutscht, weil es sonst Riefen in der Lauffläche des Rings geben kann. Dadurch wäre das Lager vorgeschädigt und seine Lebenserwartung reduziert.
Ich setze die alte äußere Lagerschale auf die neue um sie einzuschlagen das geht sehr gut
vor allen wenn man den lagersitz leicht fettet und die Wahrscheinlichkeit das die neue beschädigt
wird ist gleich 0

Geändert von ruebe (27.06.2017 um 09:58 Uhr)
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Alt 27.06.2017, 10:34 #8
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Das Lager setzt sich nur, wenn die Ringe nicht bis Anschlag eingepresst wurden.

Und der Tipp mit der Scheibe ist einfach grausig. Ich weiß, der steht in den bekannten Büchern drin. Aber er ist einfach Shit. Am Anfang paar Mal nach dieser Methode eingestellt, jedesmal war das Lager viel zu locker eingestellt dadurch. Deswegen: Felge drauf, anziehen und immer wackeln. Und auf den Schraubenzieher mit der Scheibe verzichten.
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Alt 04.07.2017, 19:24 #9
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Okay, also ein Bekannter hatte mir salopp geraten fahr dir das Ding nach Hause (70 km), ein anderer sagte kannst noch mit fahren, ich hatte natürlich Bammel gehabt und beiden gesagt: " Ey, nicht das mir nachher noch das Rad abfällt !!! ", und beide sagten: "Ach quatsch, das passiert nicht!"

Was hab ich also gemacht, ich habe versucht die Kiste Heim zu fahren, und ratet mal was mir, God sei Dank im Kreisverkehr 15 - 20 km/h, passiert ist.....

Deswegen die späte Meldung, Thema Radlager war erstmal gegessen.
Überlege nun vom Schrotti ein komplettes Teil von der Fettkappe bis zum Achszapfen zu holen(also alles was aufs Ankerblech drauf kommt), die Frage ist nur, ob ich dafür irgendwas spezielles brauche?
Ist das geschraubt/ gepresst/ Geschweißt ?
Karre hat kein ABS so am Rande.

Edit:

Ach ja, sollte vielleicht noch erwähnen, dass das Rad die Bremstrommel gleich mit runter gerissen hat.

Geändert von Tha-Sin (04.07.2017 um 19:27 Uhr) Grund: Nachtrag
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Alt 05.07.2017, 15:52 #10
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Haetschi Haetschi ist offline
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Hi Tha-Sin,

Ist Dein Zapfen überhaupt unbrauchbar? Ist der Bremszylinder oder das Ankerblech beschädigt, und/oder das Handbremsseil? Bremsbacken/Mechanik sind vermutlich kaputt gell bzw. besser austauschen. Ich würde Neuteile nehmen, genauso die Bremstrommel. Dann vllt. auch die andere Seite erneuern, ansonsten kann es ungleiche Bremskraft geben. Nach dem Einfahren der Bremse auf jeden Fall mal einen Bremsentest machen lassen.

Da ist nichts gepresst oder geschweißt, ein normaler Werkzeugkoffer genügt für das meiste. Schau Dir an, wo Du Schrauben neu machen musst, das ist alles sicherheitsrelevant. Für den Achszapfen oder den Bremszylinder würd ich sie persönlich auf jeden Fall neu machen selbst wenn es nicht vorgeschrieben sein sollte. Vor dem Einbau des Achszapfens die innerseitige Fläche am Ankerblech schön glatt putzen/schleifen (genauso wie die Anlagefläche an der Zapfenbasisplatte), ansonsten steht nachher Dein Rad schief.

Wenn Du den Bremszylinder austauschst, musst Du genau Deinen BZ-Durchmesser einbauen (besser nachmessen - da wurde viel verbaut) und nachher das Bremssystem entlüften. Vor allem erst mal beim Umbau das Bremspedal leicht blockieren, so dass der HBZ zu macht und Dir nicht alles raus läuft und die Luft überall rein kommt! Du brauchst einen Hydraulikleitungsschlüssel Größe 10/11 (mit Normalschlüssel macht man das gern rund). Danach dann entlüften. Dafür gibt es bei einer bekannten Online-Plattform Schläuche mit Gummiteil und Ventil, dann kann man das selber durch Pumpen am Bremspedal (nicht zu tief, sonst kann der HBZ kaputtgehen) mit entsprechender Zufuhr von Ersatz Bremsflüssigkeit machen. Hierbei musst Du extrem sauber vorgehen. Wenn Du Dir unsicher bist, lieber machen lassen.

Es ist alles geschraubt, musst Du aber alles einzeln ab/anbauen. Rostlöser (z.B. Liqui Moly Keramik Rostlöser, halt was besseres als WD40) erspart Dir Probleme. Bitte nicht in den Bereich, wo die Bremsen wirken, sprühen!!!

Um die Bremsbacken-Konstruktion ab/anzubauen, genaue Fotos vom Einbauzustand machen. Ein fixer Schraubstock kann von Nöten sein um die Backen-Federn-Bleche-Konstruktion zusammenzubringen.

Einziges was nicht geschraubt ist, ist die Fettkappe. Diese am besten mit einem passenden Rohr als Einbauhilfe aufschlagen. Alles andere verbeult die Kappe. Und die Lagerschalen in der Trommel! Die müssen auch geeignet ausgeschlagen, und dann neu eingepresst oder geeignet eingeschlagen werden, ohne Riefen im Lagersitz oder Lager zu machen.

Soweit ohne Garantie auf Vollständigkeit das was mir einfällt.


Lg

Stephan





Geändert von Haetschi (05.07.2017 um 16:15 Uhr)
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Alt 05.07.2017, 20:44 #11
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Hallo!

Zitat:
Zitat von Haetschi Beitrag anzeigen
Schläuche mit Gummiteil und Ventil, dann kann man das selber durch Pumpen am Bremspedal (nicht zu tief, sonst kann der HBZ kaputtgehen)...
Was bitte soll der Grund für dieses Kaputtgehen des Hauptbremszylinders sein?

Freundliche Grüße
Teletubby
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Alt 06.07.2017, 00:16 #12
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Mir ist es selber noch nicht passiert, aber die Leute sagen, wenn dieser innen (außerhalb des im Betrieb meistvorkommenden Hubbereichs) Rost oder Dreck ansetze könnte da eine Dichtung kaputtgehen, wenn ich mich richtig erinnere?

Lg

Stephan

Geändert von Haetschi (06.07.2017 um 00:18 Uhr)
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Alt 06.07.2017, 08:25 #13
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Hallo!

Zitat:
Zitat von Haetschi Beitrag anzeigen
Mir ist es selber noch nicht passiert, aber die Leute sagen, wenn dieser innen (außerhalb des im Betrieb meistvorkommenden Hubbereichs) Rost oder Dreck ansetze könnte da eine Dichtung kaputtgehen, wenn ich mich richtig erinnere?
Welche Leute sagen das?

Ob die oder Du schonmal einen Tandem-Hauptbremszylinder auseinander gehabt und in allen Einzelteilen vor sich liegen gehabt haben und sich Gedanken über das Zusammenwirken gemacht haben? Sehr wahrscheinlich nicht, denn sonst würden sie so einen Blödsinn nicht erzählen.

Einer hat damit mal angefangen, und viele andere plappern es unüberprüft nach.

Früher war es üblich, Hauptbremszylinder zu überholen. Sie waren zerlegbar, und es gab die wichtigen Innenteile wie Füllscheibe, Primär- und Sekundärmanschetten usw. als Reparatursatz. Ich habe das oft genug gemacht.

Und darüber hinaus: Selbst wenn es wirklich so wäre, dass die Innenwandung des Zylinders durch Korrosion o.ä. in einem Bereich beschädigt wäre, in den der Kolben im Normalfall nicht kommt, dann ist es doch besser, wenn das beim Entlüften der Bremse auffällt und nicht erst bei einer Bremsung bei Ausfall eines Bremskreises, die wegen des damit verbundenen Schreckes wegen des erhöhten Pedalweges und wegen der erheblich verringerten Verzögerung des Fahrzeugs eine Gefahrensituation darstellt. Oder?

Freundliche Grüße
Teletubby



Geändert von Teletubby (06.07.2017 um 08:28 Uhr)
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Haetschi (06.07.2017), Mustang80 (06.07.2017), Norner (06.07.2017), phase 3 (07.07.2017)
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