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Alt 22.05.2016, 10:31 #1
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Standard Golf 3 Öldruck bei hohen Öltemperatur

Hallo zusammen !
Ich fahre einen 1,8l Benziner, 300000km
Wie im Video zu sehen, fahre ich gemächlich mit 120 auf der Autobahn.
Öltemperatur unter 110°C.

Wenn ich dann auf die Landstrasse abfahre, im 5. Gang mit Drehzahlen um die 2000,
dann piepst es , die Kontrollleuchte kommt. Fahre ich schneller, schalte runter oder kuppele aus, dann geht das Piepen und die Leuchte aus.
Sachkundige Bekannte haben mir geraten, die Pleuellagerschalen zu wechseln.
Habe ich gemacht - keine Änderung.
Habe Angst, dass es zu einem Motorschaden kommt.

Vorschläge ?

Danke !

https://youtu.be/Vidf6Cusv2Y


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Alt 22.05.2016, 10:40 #2
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Öldruck prüfen lassen.......?
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Alt 22.05.2016, 11:03 #3
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Wie sehen denn deine beiden Öldruckschalter am Ölfilterflansch aus? Auch unter der Gummitülle schauen, wo die Stecker auf den Schalter gehen.

Dort hast du jedenfalls einen Schalter für Drehzahlen bis etwa 2200 Upm und einen mit einem höherem Druckwert für Drehzahlen darüber.
Laut deinem Video meckert er genau an der Drehzahlschwelle zum unteren Geber.

Daher brauchst du dir um den Öldruck bei ernsthafter Überlegung nicht wirklich Gedanken machen, denn der Motor wird kaum bei 100 Upm Drehzahldifferenz von mangehaften Öldruck auf über 1 bar Öldruck kommen.

Daher rate ich dir, erstma den Öldruckschalter für die untere Drehzahlen zu tauschen und dann nochmal zu gucken.

Und von deinem sachkundigen Bekannten würde ich mir so schnell keine nutzlosen Tipps mehr holen. 300 tkm ist zwar schon ein bisschen was, aber einfach pauschal zu behaupten, dass es die Lagerschalen wären.... naja, Glaskugellevel >9000
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Alt 22.05.2016, 11:08 #4
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Bei manchen Motoren wurde der Öldruckschalter für den oberen Druck im Zuge der Marktbeobachtung von VW gesenkt. Mein ABU z.B. hatte mal 1,4Bar (schwarz) und soll neu nur noch 0,9Bar haben. Bei anderen Motoren weiß ich, dass der Schalter 1,6Bar gegen einen 1,4Bar zu tauschen ist. Später entfiel diese Technik mit der Überwachung übrigens teilweise wieder.

Es gibt zwei Öldurckschalter. Einen 0,25Bar (Kennfarbe blau), der öffnet wenn der Druck überschritten ist. Und einen zweiten Schalter, der schließt, wenn ein bestimmter Druck erreicht wird. Dieser wird aber erst oberhalb von 2000(min überwacht.

Was hast du für eine Ölsorte drin? Problemlos laufen die meist mit 10W40 oder 10W50. 5W30 oder eine der Wassersorten 0W... ist weniger zu empfehlen. Die bauen zwar bei kalten Motoren weniger Druck auf und verbessern so den Schadstoffausstoß, aber schmieren tun die dicken Dinger besser. Deswegen schreibt VW bei den stationären Motoren auch 40er Einbereichsöl vor (z.B. bei meinem BHKW). Kannst dich gerne mal in ein Seminar dazu bei den Wärmekraftmaschinenstudenten oder wenn ein Motorenentwickler ein Extraseminar hält, setzen.

Geändert von wolfi71 (22.05.2016 um 11:20 Uhr)
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Alt 22.05.2016, 13:16 #5
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Wasserdünnes 0w... Stirbt das Märchen denn nie aus?

https://www.youtube.com/watch?v=cL6uMHqSSJ4

Die -W Kennung gibt an wie sich das Öl bei Kälte verhält, das Video sagt dazu ja mehr als Worte. Und die Datenblätter welche die Ölhersteller auf ihren Homepages haben könnte man auch mal lesen.

Wenn das Motoröl Betriebtemeperatur hat (100°C), erst dann ist es "Wasserdünn".

Dass wird durch die Heissviskostät, angeben in -20,-30,-40 vonn dünn nach dickflüssig u.s.w.

Wenn der Öldruck nicht stimmt kann folgendes in Frage kommen:

- Ölverdünnung durch Kurzstrecke (Benzin)
- Olverdünnung durch zu langen Wechselintervall
- Falsche, zu dünne Viskosität, für den Golf 3 ist ein -40er vorgeschrieben. Ein neumodisches -30er oder gar -20er ist einfach zu dünnflüssig.
- Motor einfach leicht verschlissen, dafür gibt es als Abhilfe dickflüssige -50er Öle, Mobil hat ein sehr gutes im Programm.
- Überdruckventil der Ölpumpe verschlissen


.... Und links auf dem Kanister darf ruhig 0w oder 5w stehen, der meiste verschleiss entteht beim Kaltstart wenn sich die Teile schon drehen und die dickflüssigen 15W- der 10W- Honigpampe nicht vernünftig schmiert. Diese Öle sind technischer Stand von 1960 oder 1970, kann man heutzuage noch in der Rasenmäher schütten.

Geändert von DERChristian (22.05.2016 um 13:20 Uhr)
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Alt 22.05.2016, 18:22 #6
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Mir ist schon klar, dass die Wärmeviskosität der zweite Wert ist, der hinter dem W. Das Grundöl ist das andere Thema. Frag trotzdem mal die Motorenbauer, was die an Öl für Motoren mit langer Haltbarkeit bevorzugen.

Andererseits sind 104° natürlich keine besonders hohe Temperatur für ein Öl. Bei etwas strammer Beanspruchung steigt das locker auf 120° an. Das ist überhaupt kein Problem für ein gutes Öl.

Was auch schon häufiger ein Grund für die Probleme war: Ölfilter verstopft und Ölverdünnung, wie von dir angesprochen. Ölverdünnung kriegt man in Griff wenn man das Öl öfter warm kriegt. Das dürfte hier aber weniger der Fall sein, weil die 100° erreicht er regelmäßig.

1960 geb es noch kaum legierte Öle, die kamen da gerade auf (sog HD-Öle). 1970 begann die Zeit der Mehrbereichsöle, damals waren die üblichen Sorte 20W-50 und 10W-30. Aber auch 20/30er Einbereichsöle waren durchaus gebräuchlich und wurden auch von der Werkstätten ab Fass eingefüllt.

Der Hauptgrund für den Einsatz der 5W und 0W Öle ist der Spritverbrauch in der Kaltlaufphase (Euro-Zyklus). Da kann man ein bisschen rausholen. Ob der Motor dann 120.000 oder 200.000km hält, das ist doch den Herstellern egal, die wollen einen geringen Verbrauch und entsprechende Abgaswerte erreichen.

Meine Golf liefen mit zuerst mit 15W-40 und dann später mit 10W-40 und damit läuft auch der ABU heute noch.

@TE:
- Wie lange ist das Öl drin?
- Wann wurde der Filter gewechselt?

Geändert von wolfi71 (22.05.2016 um 18:53 Uhr)
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Alt 23.05.2016, 11:26 #7
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Temperatur von 100° hatte ich auch am AFT, allerdings mit VDO an der Ölwanne gemessen. Völlig ok, vorher verkocht ja nichtmal Kondenswasser.

Sensor tauschen mag zwar ne Abhilfe schaffen, aber es kann auch nen Kabel oder das Instrument sein was defekt ist, wenn es nicht wirklich am Öldruck liegt.

Ich würde schnellstens mal Messen was fürn Druck anliegt, vorher ist alles nur Raterei.

Ob 5W 10W oder 15W Öl ist da doch egal, 300.000 schafft nen Golf Motor mit allen Ölen. ;-)


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