Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 09.02.2016, 19:46 #1
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hebisteg hebisteg ist offline
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Lächeln 1,8er Benzin BJ 94: Gelegentlich unrunder Lauf, "verschluckt" sich während der Fahrt

Hallo zusammen. habe bei meinem Golf 3 folgendes Probelm:

- im Leerlauf läuft er ab und zu (ca. alle 10 Sek.) etwas unrund
- im Fahrbetrieb "verschluckt" er sich ab und zu und scheint nicht die volle Leistung zu haben.

Anspringen tut er normal. Habe Fehlercode ausgelesen: Drosselklappenpoti!
Nachdem ich mal den Stecker abgezogen habe war da etwas Öl drin. Habs gereinigt und dann auch nochmal den Lufteinlass und die Drosselklappe satt mit Drosselkappenreiniger gespült. Danach lief er ca. 50km ohne Probleme. Jetzt geht das Gleiche wieder los. Der Potisteckverbinder ist aber trocken. Hab auch nochmal am Vergaserflansch rumgewackelt, aber keine Veränderung der Drehzahl festgestellt.

Nebenbei war mir aufgefallen, das die Leitungen für die Motor- und die Kurbelgehäuseentlüftungen komplett dicht waren (Schlamm und Öl-/Wasserschaum) - Dank an den Vorbesitzer! Hab das mal richtig sauber gemacht und anschl. einen Ölwechsel durchgeführt. Das Öl-/Wasserschaum-Pröblem ist damit erstmal vom Tisch hoffe ich.

Was das sporadische ruckeln angeht aber leider bis jetzt keine Besserung. Sollte das Drosselklappenpoti defekt sein, dann meine Fragen:

1. Kann man das einzeln tauschen und wenn nötig neu anlernen?
2. Welchen Einfluss hat der Kühlwassertemperaturgeber auf das
Einspritzsystem? Kann es sein, dass der Geber falsche Werte an
das Drosselkappenpoti liefert und dass dadurch das Gemisch
falsch aufbereitet wird?

Der Kraftstoffdruck müsste ok sein, vor kurzem wurde eine neue Benzinpumpe eingebaut. Neue Zündkerzen BOSCH WR7LTC sind auch drin.


Danke für Eure Unterstützung


By the way: ähnliche Themen wurden hier bereits diskutiert, aber irgendwie bin ich der Lösung nicht wirklich nahe gekommen.



Geändert von hebisteg (09.02.2016 um 19:54 Uhr)
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Alt 09.02.2016, 20:29 #2
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Temperaturgeber hat starken Einfluss auf die Gemischaufbereitung. Meint der Sensor es wäre zu kalt, wird das Gemisch angefettet um den Motor schneller auf Temperatur zu bringen. Den kannst du aber messen. Starken unruhigen Lauf (manchmal auch sporadisch) hatte ich bislang durch eine kaputte Unterdruckleitung zum Bremskraftverstärker von der Ansaugbrücke aus (Motor zieht Falschluft), durch eine defekte Lambdasonde sowie durch den Temperaturgeber. uploadfromtaptalk1455046193769.jpg
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hebisteg (09.02.2016)
Alt 09.02.2016, 21:36 #3
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Zitat:
Zitat von Ov3rdos3d Beitrag anzeigen
Temperaturgeber hat starken Einfluss auf die Gemischaufbereitung. Meint der Sensor es wäre zu kalt, wird das Gemisch angefettet um den Motor schneller auf Temperatur zu bringen. Den kannst du aber messen. Starken unruhigen Lauf (manchmal auch sporadisch) hatte ich bislang durch eine kaputte Unterdruckleitung zum Bremskraftverstärker von der Ansaugbrücke aus (Motor zieht Falschluft), durch eine defekte Lambdasonde sowie durch den Temperaturgeber. Anhang 68214
Hallo Ov3rdos3d,
das hört sich plausibel an. Werde morgen mal nachmessen. Danke für den Anhang und den Tipp!
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Alt 12.02.2016, 13:43 #4
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Habe den alten Temperaturgeber mal durchgemessen. Die Werte passen exakt mit denen in der Tabelle (mehrere Temperaturen geprüft). Der scheint also i.O. zu sein.

Ich habe aber inzwsichen einen neuen Geber eingebaut. Der zeigt auf dem Kombinstrument garnix mehr an. War damit mal bei der Vertragswerkstatt meines Vertrauens und wir sind die Punkte mal gemeinsam durchgegangen.

- Fehlerspeicher zeigt jetzt keinen DK-Poti-Fehler mehr an (Selbstheilung?)
- Kühlwassertemperatur auf 120°C (Auslesewert Steuergerät mit VW-Tester) - obwohl der Motor mal grad lauwarm 70°C war
- Wagen ruckelt immer noch.
- Zündung usw. laut Tester ok

Für uns folgte daraus: der Geber ist wohl ein Neudefekt oder der passt nicht zum Wagen (liefert falschen Wert ans SG) - also kommt der alte Geber wieder rein. Wenn das Poti wirklich defekt ist (woran ich nicht mehr glaube) dann kostet ein neuer Vergaserflansch mit Poti schlappe 600 EUR.

Ich tippe jetzt auf den Anschluss der Einspritzpumpe.

Habe mal den Stecker vom Drosselkappenpoti komplett abgezogen und den Motor gestartet. Die Symptome sind dann extrem krass: schlechter Start und nimmt kaum noch Gas an.

Werde nochmal in mich gehen... vielleicht bekomme ich die Erleuchtung
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Alt 12.02.2016, 22:23 #5
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Zündleitungen alle OK und gut isoliert? Zündspule und Zündverteiler OK? Ggf. mal mit Wassernebel ansprühen und Lauf beobachten oder ggf. Funkenflug (bei Nacht).

Lg

Stephan
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Alt 14.02.2016, 15:41 #6
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Zitat:
Zitat von Haetschi Beitrag anzeigen
Zündleitungen alle OK und gut isoliert? Zündspule und Zündverteiler OK? Ggf. mal mit Wassernebel ansprühen und Lauf beobachten oder ggf. Funkenflug (bei Nacht).

Lg

Stephan
Danke für den Tipp. Die Zündanlage wurde komplett geprüft - keine Fehler.
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Haetschi (19.02.2016)
Alt 14.02.2016, 18:23 #7
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Nachdem ich den alten (defekt vermuteten) Temperaturfühler wieder eingebaut und alle Anschlüsse am Vergaser gereinigt habe, hab ich heute nochmal eine Probefahrt unternommen. Im Fahrbetrieb ist das Ruckeln nun weg, nur im Standgas läuft er noch ein wenig unrund. Ich werde morgen nochmal einen weiteren Temperaturfühler holen und einbauen. Anscheinend liegen die Toleranzen bei diesem Teil in einem relativ weiten Bereich, was jedoch von den Regelkreisen nicht toleriert wird. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt. Letztlich bleibt noch das Leerlaufregelventil, was für den unruhigen Lauf im Standgas verantwortlich sein könnte. Es bleibt spannend...
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Alt 14.02.2016, 22:58 #8
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Zitat:
Zitat von hebisteg Beitrag anzeigen
Nebenbei war mir aufgefallen, das die Leitungen für die Motor- und die Kurbelgehäuseentlüftungen komplett dicht waren (Schlamm und Öl-/Wasserschaum) - Dank an den Vorbesitzer!
Dises Problem kommt von überwiegendem Kurzstreckenbetrieb
Zitat:

Der Kraftstoffdruck müsste ok sein, vor kurzem wurde eine neue Benzinpumpe eingebaut.
Der Kraftstoffdruck wird nicht allein durch die Pumpe gesteuert,sondern durch einen Druckregler in der Monoeinheit geregelt,diesen Druck kann man direkt mit einem T-stück in der Förderleitung vor der Einspritzeinheit messen!
Zitat:
Letztlich bleibt noch das Leerlaufregelventil, was für den unruhigen Lauf im Standgas verantwortlich sein könnte.
Bei der Monomotronic gibt es kein Leerlaufregelventil,sondern nur ein Leerlaufsteller,welcher dann die Drosselklappe entsprechend den Umständen anstellt.
Was du meinst,könnte vermutlich ein Kaltlaufregelventil sein,welches auch für besagte Probleme verantwortlich sein kann.um das zu testen kannst du einfach die Leitung verschließen,und schauen ob der Motor danach besser Läuft.
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Teletubby (15.02.2016)
Alt 18.02.2016, 19:12 #9
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Zitat:
Zitat von Golfschrauber,1,2,3 Beitrag anzeigen
Dises Problem kommt von überwiegendem KurzstreckenbetriebDer Kraftstoffdruck wird nicht allein durch die Pumpe gesteuert,sondern durch einen Druckregler in der Monoeinheit geregelt,diesen Druck kann man direkt mit einem T-stück in der Förderleitung vor der Einspritzeinheit messen!

Bei der Monomotronic gibt es kein Leerlaufregelventil,sondern nur ein Leerlaufsteller,welcher dann die Drosselklappe entsprechend den Umständen anstellt.
Was du meinst,könnte vermutlich ein Kaltlaufregelventil sein,welches auch für besagte Probleme verantwortlich sein kann.um das zu testen kannst du einfach die Leitung verschließen,und schauen ob der Motor danach besser Läuft.
Hi Golfschrauber, danke für die Tipps. Der Leerlaufsteller wäre das, was vielleicht noch als Fehler in Frage kommt. Hab heute nochmal den Vergaserflansch und die Zuleitungen mit Reiniger abgesprüht um evt. Undichtigkeiten auszumachen - aber da scheint alles ok zu sein. Zündanlage scheint 1a zu funktionieren - sauberer Abbrand der Kerzen und keine Aussetzter, Kappe, Finger und Kondenssperre sind auch ok.

Das Verrückte: als der unruhige Motorlauf auftauchte hab ich die Drosselklappe über das Anssaugrohr mit Drosselklappenreiniger satt eingesprüht, einwirken lassen und anschließend bei laufendem Motor nochmal die DK ordentlich eingesprüht. Danach lief der Kessel ca. 50km ohne Probleme. Vielleicht hängt da noch irgendwo Gammel drin. Die Kurbelgehäuse und Ventildeckel-Entlüftung führen ja auch wieder in den Vergaser, und die saßen komplett mit Schlamm und Kondensat zu. Könnt sein, das hier noch ein paar Krümel in den Vergaser gelangt sind. Am Wochenende werde ich mal zum Freundlichen gehen und dann werden wir mal die Einspritzeinheit unter die Lupe nehmen. Fehlerspeicher sind jetzt übrigens leer - nur G40, dass liegt aber wohl an der jeweiligen Stellung des Impulsgebers bei stehendem Motor.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, danke an diejenigen, die mir beistehen
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Alt 25.02.2016, 19:12 #10
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Standard Geschafft...

Nachdem nun bis auf den Austausch des Einspritzsystems alles Mögliche probiert wurde habe ich mich dazu entschlossen die alten (verschlissenen) NGK-Zündkerzen wieder einzubauen.

Was soll ich sagen: der Kessel läuft wieder. Somit lags also mit Sicherheit an den neuen BOSCH Kerzen, die mag der Motor net. Will jetzt mal schauen was der wahre Grund dafür ist. Somit Problem erstmal gelöst.




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Alt 25.02.2016, 20:05 #11
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Vergleich mal den Wärmewert der Zündkerzen untereinander,da jeder Hersteller andere Werte angibt.
Zum vergleich eine Tabelle(Link)SILENT HEKTIK Automotive Hard- & Software - Zündkerzen Wärmewerte im Vergleich
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Alt 26.02.2016, 08:07 #12
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Welche Zündkerzen hast du vom Bosch denn genommen? Es müssen halt schon die richtigen sein.


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