Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 24.07.2010, 23:22 #1
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Frage Motor stottert beim gas geben

HAllo,

ich habe ein Problem mit meinen Golf 1,8 90 PS ABS.

Folgendes Problemchen: Wenn ich ganz normal fahren, vom Gas runter gehe und dann wieder Gas gebe, ruckelt der Motor.

Wenn ich einen Gang höher schalte (zum Beispiel vom 3. in 4. Gang) ist das selbe Problem, es ruckelt evtl 1-2 Sekunden.

Egal ob der Motor kalt oder warm ist.

Habe schon im Forum gesucht, aber nichts dazu gefunden... Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.

Vielen Dank schon mal und viele Grüße aus Köln!


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Alt 24.07.2010, 23:29 #2
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Hi, habe absolut das gleiche Problem! Hatte Ende des Winters nen riesen Loch im ESD da wars extrem. Jetzt hab ich schon seit längerem nen neuen ESD und es hat sich stark gebessert, allerdings ruckelts/stottert mein 1,8 ABS immer wieder mal nach längerem (alles über 1 Tag) stehen anfänglich. Sprich nach so ca. 10-15min isses weg, kann dann aber wieder kommen wenn ich dann zB parke und dann wieder losfahre.. Im Moment stört es mich noch nicht extrem, aber ich denke mal sowas wird mit der Zeit immer schlimmer oder? Woran liegt das nun? Ich schließe mich meinem netten Vorredner einfach mal an :-)
Ebenso vielen Dank schon mal und viele Grüße aus dem kalten Schwarzwald!
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Alt 24.07.2010, 23:43 #3
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Bei mir war es damals auch so, da war die Zündspule kaputt. Immer beim beschleunigen hat das Auto geruckelt und gestottert.
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Alt 25.07.2010, 08:54 #4
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Und täglich grüßt das "Ruckeln"
http://www.golf3.de/search.php?searchid=888224
Kommt leider öffter vor.

Falschluft z.b durch einen defekten Einspritzeinheit zum Aussaugrohr "Flansch" oder ein defekter Schlauch zum Bremskraftverstärker oder durch eine defekte Ansaugrohrdichtung.

Einpritzanlagedefektes Drosselklappenpoti oder der Mircroschalter im Leerlaufstehler oder falls vorhanden LMM oder durch den Luft/Wassertempsensor

Zündungvon den Kerzen bis zum Hallgeber kann alles Schuld sein. Defekte Kerzen oder Kabel oder Verteiler oder Läufer oder Zündspule oder Hallgeber(sehr umwahrscheinlich)

Leider ist Ruckeln oder Stottern immer schwer Fern zu diagnostieren.

2 Std lessen durch dieses tolle Forum und du kannst loslegen probieren und wirst den Fehler finden.

Gruß Andre
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Alt 24.04.2013, 14:39 #5
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Hallo,

ich habe ein aehnliches Problem mit meinem ABS. Beim Gasgeben stottert mein Motor. Allerdings nur im unteren Drehzahlbereich zwischen 1200 und 2000U/min.

Im Teillastbereich, also wenn ich das Gas sanft durchdruecke, merke ich nichts. Druecke ich das Gas 3/4 durch, habe ich ein heftiges schuetteln und ruckeln, bis ich ueber die 2000U/min komme. Danach ist das Phaenomen verschwunden.

Ich weiss es ist ein bekannstes Problem, darum habe ich schon die Forensuche bemueht und auch bin auch die Reparaturbuecher durchgegangen. Folgendes habe ich bereits getan:
  • Fehler ausgelesen: Keine Fehler
  • Unterdruckschlaeuche mit Bremsenreiniger abgesprueht: Ok
  • Lambdasonde getauscht
  • Zuendspule getauscht
  • Zuendverteiler + Kabel + Zuendkerzen: Neu (1 Jahr alt) und OK
  • Unterdruckdose getestet: Kaltluftzufuhr wird beim Kaltstart geschlossen
  • Masseverbindungen ueberprueft
  • Batterie ist neu

Da es nicht besser wurde und ich nicht weiterkomme, habe ich das Diagnosegeraet angesteckt und habe Messfahrten gemacht. Seit geraumer Zeit ist mir aufgefallen, dass der Lambdawert nicht genau auf 1 liegt, sondern immer leicht darueber (~1,01). Darum denke ich, dass er immer noch irgendwo Falschluft zieht, aber ich bin mir nicht sicher wo.

Zur Messfahrt ist mir nur aufgefallen, dass die Ansaugluft manchmal schlagartig abfaellt. Mir ist leider nicht bekannt, ob das durch die Klappensteuerung im Luftfilterkasten geschieht oder es ein Fehler des Ansauggebers bzw. Fuehlers ist. Hier ein Bsp, heute Morgen aufgenommen:
Links in blau ist die Drehzahl aufgetragen, rechts in gruen die Ansaugluft.


Mir sind 3 Bereiche aufgefallen:
  1. Bei Punkt 90 (x-Achse) ist ein Spike nach unten zu erkennen. In dem Moment sinkt die Temperatur schlagartig um 15˚C
  2. Bei Punkt 360 ist ebenfalls ein Spike zu erkennen. Die Temperatur sinkt auch hier schlagartig um knapp 10˚C
  3. Ab Punkt 300 bin ich gestanden. Das Fahrzeug ist im Leerlauf (siehe Drehzahl) gewesen und ich habe die Ansaugluft beobachtet. Sie bleibt konstant und aendert sich nur, wenn ich die Drehzahl erhoehe. Ab Punkt 420 bleibt die Temperatur auch konstant. Aber wackelt auch nicht, wenn ich die Drehzahl erhoehe und halte. Normal sollte das ja nicht sein?

Wie ich das verstanden habe, kann die Klappe im Luftfilterkasten nur zwei Zustaende annehmen:
  1. Kaltluftzufuhr von aussen zu (Ansaugluft < +35˚C)
  2. Warmluftzufuhr vom Motor zu (Ansaugluft > +45˚C)

Fragen:
  • Kann die Klappe auch einen Zwischenzustand annehmen? Halb offen?
  • Ist es moeglich, dass Falschluft ueber den Ansauggeber gelangt?
  • Meint ihr, dass etwas mit dem Ansauglufttemperatursensor nicht stimmt? (bzgl. Spikes)
  • Sollte die Ansauglufttemperatur im Betrieb konstant zwischen +35˚C und +45˚C bleiben oder wie wird das geregelt? Leider steht davon nichts in den Rep. Buechern.
  • Habt ihr noch eine Idee, woran es liegen koennte?

Noch weitere Details:
- Ich haette noch das Flexrohr im Verdacht, dass eventuell undicht sein koennte. Muss ich demnaechst pruefen
- Das Kabel am Stecker zur Lambdasonde sieht nicht sehr gut aus, aber es ist nicht durch. Die Lambdaregelung funktioniert, der Wert wird regelmaessig weitergegeben. Ich dachte da noch an Vibrationen, aber dann haette ich es im kompletten Drehzahlbereich.
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Alt 24.04.2013, 22:53 #6
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Zitat:
Zitat von Raven761 Beitrag anzeigen
Hallo,




Wie ich das verstanden habe, kann die Klappe im Luftfilterkasten nur zwei Zustaende annehmen:
  1. Kaltluftzufuhr von aussen zu (Ansaugluft < +35˚C)
  2. Warmluftzufuhr vom Motor zu (Ansaugluft > +45˚C)

Fragen:
  • Kann die Klappe auch einen Zwischenzustand annehmen? Halb offen?
  • Ist es moeglich, dass Falschluft ueber den Ansauggeber gelangt?
  • Meint ihr, dass etwas mit dem Ansauglufttemperatursensor nicht stimmt? (bzgl. Spikes)
  • Sollte die Ansauglufttemperatur im Betrieb konstant zwischen +35˚C und +45˚C bleiben oder wie wird das geregelt? Leider steht davon nichts in den Rep. Buechern.
  • Habt ihr noch eine Idee, woran es liegen koennte?
Hallo,
Also,das Funktionsprinzip des Warmluftreglers basiert auf einem Bimetall.das eine Ventilkugel auf den Steuerklappenanschluss drückt,der Regler wird aber permanent durch die Düse(sichtbare Bohrung)belüftet.Durch das Bimetall hast du gewisse Ansprechzeiten,welche auch noch von dem Unterdruck und der Krümmertemperatur abhängig sind.
Prüf doch einfach mal die Dose(Unterdruckprüfung).
Die dürfte aber bei den jetzigen Temperaturen eher weniger ins Gewicht fallen.
Früher wirkte die ganze Geschichte eigentlich nur der Vergaservereisung entgegen(heute Monoeinspritzeinkeit inc.Drosselklappe).
Bei älteren Modellen(Golf 1) wurde dabei nur der Ansaugschnorchel auf Winter/Sommerbetrieb umgestellt.
Zielführend wäre vermutlich mal eine Messung mit Lambdawert,Drosselklappenstellung und Einspritzzeit.Evtl noch Lastzustand.

Geändert von Golfschrauber,1,2,3 (24.04.2013 um 23:07 Uhr)
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Alt 24.04.2013, 23:23 #7
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Herzlichen Dank für deine Beschreibung! Nach sowas habe ich den ganzen Abend gesucht, aber vergebens gesucht.

Zitat:
Zitat von Golfschrauber,1,2,3 Beitrag anzeigen
Prüf doch einfach mal die Dose(Unterdruckprüfung).
Meinst du die Unterdruckdose im Luftfilterkasten, die die Klappe steuert? Die funktioniert richtig. Bei Zündung an muss die Klappe die Vorwärmung abdrücken, im Leerlauf (kalter Motor) schließt die Klappe die Kaltluftzuführung.

Zitat:
Zitat von Golfschrauber,1,2,3 Beitrag anzeigen
Zielführend wäre vermutlich mal eine Messung mit Lambdawert,Drosselklappenstellung und Einspritzzeit.Evtl noch Lastzustand.
Bekommst du morgen! Ich habe morgen Nachmittag frei, da fahr ich dann den Motor warm und nehme ein paar Daten auf.

Was denkst du was es seini könnte?
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Alt 25.04.2013, 00:22 #8
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Zitat:
Zitat von Raven761 Beitrag anzeigen


Meinst du die Unterdruckdose im Luftfilterkasten, die die Klappe steuert? Die funktioniert richtig. Bei Zündung an muss die Klappe die Vorwärmung abdrücken, im Leerlauf (kalter Motor) schließt die Klappe die Kaltluftzuführung.
Vom Prinzip hat das nichts mit der Zündung zu tun,sondern der Regelung funktioniert rein Pneumatisch über den Unterdruck nach der DK,danach der Bimetallregler(regelt den Unterdruck mit öffnen der Düse und beimischung von Atmospärendruck über die Düse).In gewissen Grenzen kann mann diesen Regler auch einstellen,aber dazu muss die Unterdruckdose im Luftfilterkasten 100% dicht sein.D.h.sie darf bei Unterdruck,der einmal aufgebaut ist(Pumpe),nicht die Kaltluftzufuhr öffnen,und die Warmluft schließen .


Zitat:
Was denkst du was es seini könnte?
Genau kann ich das auch nicht sagen,aber ich denke,das die Ansaugluftvorwärmung erst bei Temperaturen unter ca.+10° eine Rolle spielt.
Aber wenn mann sich die Spikes nach unten am anfang so ansieht,könnte man vermuten,das da ein Kontaktproblem vom Ansauglufttemperatursensor besteht.
Wenn du die Möglichkeit hast,Temperatur zu messen(schnelle Messung ohne viel Sensormasse),mach das einfach mal parallel dazu.

Geändert von Golfschrauber,1,2,3 (25.04.2013 um 00:25 Uhr)
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Alt 25.04.2013, 06:21 #9
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Der Lambdawert kann sehr wohl von einer Undichtigkeit im Auspufftrakt kommen. Und zwar kann sich das bis hinter den Kat hinziehen. Dass er da Falschluft zieht, die sich dnan vorne auswirkt.
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Alt 25.04.2013, 17:10 #10
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Ich bin ein paar Runden gefahren und habe aufgezeichnet. Nur den Berg hoch, immer die gleiche Strecke. Ich mache die Auswertung heute Abend und stelle es hier rein.

Was mir aufgefallen ist:
- Stottern tritt nur ab einer Last von >85% auf. Darunter bleibt er ruhig
- Gaspedal war bei 50° Öffnung, also keine Volllastanreicherung
- Der Lambdawert hat mich etwas irritiert. Ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt

Nach der langen Fahrt habe ich ihn am Schluss wieder abgestellt. Der Lambdawert wollte nicht mehr unter 1,1 fallen. Ich habe dann die Lambdasonde abgezogen und alles mit Starterpilot eingenebelt. Es hat sich nichts getan...

Auspuffanlage prüfe ich die Tage mal. Vom Augenschein her ist sie bis hinten dicht. Ich weiß es gibt eine Stelle am MSD wo es rausdrückt, aber nur wenn ich den ESD komplett zu halte.




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Alt 25.04.2013, 22:47 #11
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Hallo!

Für mich hört sich das auch nach Neben- bzw. Falschluft an. Der Lambdawert > 1,000 deutet ja auch in diese Richtung. Ebenfalls das "Beschleunigungs-Loch", weil der Motor beim Beschleunigen ja bekanntlich ein etwas fetteres Gemisch benötigt.

Was ist denn mit dem Flansch unterhalb der Einspritzeinheit? Das ist das erste Teil, das mir eingefallen ist, als ich Deinen Text zu lesen begonnen habe.

Grüße
Teletubby
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Alt 25.04.2013, 23:42 #12
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Was ist denn mit dem Flansch unterhalb der Einspritzeinheit?
Den habe ich zig mal überprüft. Gewechselt wurde diese vor rund 2 Jahren.

Wie oder wo könnte ich noch nach Falschluft suchen?
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Alt 26.04.2013, 09:17 #13
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Zitat:
Zitat von Raven761 Beitrag anzeigen
Wie oder wo könnte ich noch nach Falschluft suchen?
An der Unterdruckleitung zum Bremskraftverstärker.

Bei den meisten Golf 3 gibt es dort noch einen oder zwei kleine Abzweige (z.b. für Klimaanlage), die bei Nichtgebrauch mit kleinen Stopfen verschlossen sind. Sind die Stopfen noch da?

Grüße
Teletubby
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Alt 26.04.2013, 11:09 #14
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Danke Manfred,

da schaue ich nachher mal nach. Ich bin mir inzwischen auch fast sicher, dass etwas an der Luftzufuhr nicht stimmt. Über die Diagnose habe ich jetzt ausschließen können:
  • Einspritzeinheit reagiert präzise auf den Drosselklappenwinkel --> beides i.O.
  • Lambdasondensignal reagiert umgekehrt proportional zur Einspritzzeit, daher regelt sie also mit --> i.O.

Mir ist auch aufgefallen, dass das Problem eher sporadisch ist. Das ist für mich auch ein Indiz auf Falschluft. Es könnte auch ein Wackelkontakt sein, aber dann wüsste ich nicht von was.

Hier noch ein paar Diagramme.

Lambda vs. Ansaugluft:
Wieder ist ein Spike zu sehen (Sample 650). Die Ansaugluft ist am Schluss auf 43°C gestiegen.


Lambda vs. Einspritzzeit:
Am Schluss ist der Motor ca. 2min im Leerlauf. Der Lambdawert senk sich sehr sehr langsam in Richtung 1. Und das, obwohl die Einspritzzeit, als auch die Drehzahl gleich bleibt. Der Drosselklappenwinkel ist in diesem Fall konstant bei 0,3 - 0,7°.


Ich weiß jetzt nicht, ob das normal ist dass die Ansaugluft so warm wird/bleibt. Eventuell ist der Lambdawert auch so hoch, weil die angesaugte Luft erwärmt ist und eventuell Abgase mit reingehen. Ist das möglich?

Lambda vs. Drosselklappenwinkel
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Alt 27.04.2013, 19:03 #15
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Hallo,

also es gibt Neuigkeiten.

Gestern habe ich vor einer 450km Fahrt noch vollgetankt. Diesmal bei Shell, letztes Mal war ich bei "Coop", eine günstigere Alternative mit der ich bisher keine schlechten Erfahrungen hatte.

Nach ca. 15min war das Ruckeln komplett verschwunden. Ich habe es auf der Autobahn noch ein paar Mal versucht und es wollte einfach nicht. Ich habe dann angenommen, dass es der warme Motorraum ist, der eventuell eine undichte Leitung hat schrumpfen lassen.
Als es dann angefangen hat zu regnen und es feuchter und kühler wurde, hatte ich damit gerechnet dass das Problem wiederkommt. Aber nein, nichts passiert. Auch heute, nach 1 Tag Standzeit war nichts. Das Ruckeln ist komplett verschwunden!

Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen
Bei den meisten Golf 3 gibt es dort noch einen oder zwei kleine Abzweige (z.b. für Klimaanlage), die bei Nichtgebrauch mit kleinen Stopfen verschlossen sind. Sind die Stopfen noch da?
Da ich eine Klimaanlage habe, sind kaum noch unverschlossene Stellen. Alles ist dicht. Ich habe es nun umgekehrt gemacht. Zu Hause habe ich noch einen Dampfreiniger gefunden. Den habe ich angefeuert, in den Ansaugrüssel gehängt und abgedichtet und ein paar Schübe Dampf reingegeben. An keiner Stelle kam dieser wieder raus.

Dann habe ich den Motor mit Klima angeschalten (mehr Last) und den Dampfstrahl über jede Stelle am Ansaugtrakt gehoben. Nichts hat sich getan und ich konnte auch nirgends ein Stelle finden, wo der Dampf eingesogen wurde.

Am Schluss habe ich den Endtopf mit Handschuhen zugestopft, bis nichts mehr rauskam. Der Motor ist ohne Murren weitergelaufen. Das heißt, die Auspuffanlage ist undicht.
Mit dem Dampf habe ich es gut lokalisieren können. Die undichte Stelle befindet sich zwischen Kat und Minikat. Da drückt er ordentlich raus.

1) Wie kann ich die Stelle dicht bekommen? Die Schelle hatte ich schon ganz gut angezogen, Auspuffpaste hatte ich auch verwendet, aber die ist bereits wieder abgebröselt. Hilft da dieses Gum-Gum?

2) Kann sich diese undichte Stelle wirklich an der Lambdasonde bemerkbar machen? Die ist doch viel weiter hinten!

Der Krümmer und das Flexrohr sind übrigens dicht! Da kam nichts raus, der Dampfnebel hat auch keine Verwirbelungen aufgezeigt. Interessant war es, als die Lüfter angesprungen sind. Ich habe die komplette Front eingenebelt. An den abgeklebten Stellen ist der Dampf nicht eingedrungen. Er hat sich tatsächlich den Weg zwischen Stoßstange und Kühlergrill gesucht.

P.S.: Habe gestern rund 30min auf der Autobahn Daten geloggt. Ich stelle das noch irgendwann woanders rein. War sehr interessant! Sobald ein SUV vor einem fährt, hat man in bis zu 100m Entfernung einen messbaren Windschatten (Einspritzzeit signifikant gesunken). Mein Verbrauch ist top, ich habe nach 4 Strichen der Tankanzeige 430km runtergespult ^^ Normal sind es höchstens 400.

Geändert von Raven761 (28.04.2013 um 10:52 Uhr)
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Ritschy4711 (27.04.2013)
Alt 08.05.2013, 23:26 #16
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Hallo,

ich habe nun die undichte Stelle am Minikat beseitigt. Seitdem ist er leiser, der Lambdawert stabilisiert sich auch besser.

Das Problem des Motorruckelns ist nach viel Kurzstreckenverkehr zurückgekehrt und ist teilweise schlimmer geworden. Nun kann ich jedoch den Fehler eingrenzen.

Symptom:
Auf der Autobahn und auch ein paar Tage nach den Autobahnfahrten war es ruhig. Das Problem war verschwunden.

Erklärung:
Die Zündkerzen haben doch ihre richtige Temperatur gefunden und konnten sich "freibrennen". Das heißt, Ruß und andere Ablagerungen konnten von der Zündkerze befreit werden.

Nun, nach knapp 2 Wochen Kurzstreckenverkehr ist das Stottern mit aller Gewalt zurück. Heute habe ich die Zündkerzen rausgedreht und siehe da, sie weisen unterschiedliche Kerzenbilder auf. Teils normal, teils verrust.


Ich nehme also an, dass es die Zündkerzen sind (35tkm alt). Sicherheitshalber habe ich die ebenfalls 35tkm alten Zündkabel durchgemessen. Abgesehen von einem, weisen die restlichen 3 genau einen Widerstand von 6 kohm auf was in der Toleranz ist (Soll: 5 kohm). Das letzte Kabel scheint jedoch eine Macke zu haben. Ich habe keine Verbindung feststellen können! Trotzdem läuft er auf alle Pötten. Das Kabel wird trotzdem probehalber getauscht.

Nun hat sich auch noch herausgestellt, dass die verbauten Zündkerzen ein vorgeschriebenes Wechselintervall von 30tkm haben! (Bosch WR78X). Ich bin schwer enttäuscht und befürchte, dass ich den Schaden an der oder den Zündkerzen nicht mit bloßem Auge erkennen kann.
Laut VW ist das Wechselintervall bei 60tkm für diesen Motor festgelegt. Bosch hat da aber wohl seine eigenen Gesetze.

Darum meine nächsten Schritte:
- Zündkabel tauschen
- neue Zündkerzen (diesmal NGK!)

Ich berichte dann nochmals.
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Alt 09.05.2013, 00:09 #17
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Naja,die Verruste Masseelektrode sagt nichts aus(evtl.zu kalter Motor,sprich Thermostat),das kommt evtl.vom Kaltstart.
Wichtig beim betrachten des Kerzengesichts ist,das die Kerzen direkt nach der ca.20min. Fahrt rausgeschraubt werden,und zwischendurch keine Startversuche gemacht werden!
Soweit es auf den Bildern ersichtlich ist,ist das Kerzengesicht weis-grau,d.h. mageres Gemisch.
Der Keramische Körper sollte bei Optimaler Gemischeinstellung Rehbraun sein.

Zum Wechselintervall kann ich nur sagen,das es im wesentlichen eigentlich nur um den Elektrodenabstand geht,den hat man früher bei den "Einelektrodenkezen"einfach nachgestellt.Ansonsten sind noch Ablagerungen zu beachten,die die Funkenstrecke negativ beinflussen können.

Zu den Zündkabeln wäre eine Isolationsmessung gegen den Kerzenstecker(Masse) hilfreich,aber wenn die eine Leitung schon mucken macht,würde ich gleich alle tauschen(Alterung).

Geändert von Golfschrauber,1,2,3 (09.05.2013 um 00:11 Uhr)
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Raven761 (09.05.2013), Teletubby (09.05.2013)
Alt 09.05.2013, 08:19 #18
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Danke schön. Ich frage mich nur wie es möglich ist dass die Zündkerzen unterschiedlich aussehen können. Der Motor ist in letzter Zeit nie richtig warm gefahren worden da kein Bedarf war.

Bzgl. der Kabel werde ich Bosch anschreiben. Die sind jetzt 1jahr alt und zeigen bereits Alterserscheinungen. Für mich ist das unakzeptabel.

Jetzt mal abwarten was neue Zündkerzen ausmachen.
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Alt 09.05.2013, 14:34 #19
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Nochmal von mir. Heute Morgen war das Stottern wieder weg. Ich habe probehalber das angenommene defekte Kabel ersetzt und das Problem kam auch nicht mehr wieder.

Hier auf Arbeit (ja, ich arbeite heute freiwillig), habe ich mich ins Labor gesetzt und das Kabel nochmal durchgemessen:
- Widerstandsmessung: Unendlich
- 6 V angelegt und den Strom gemessen: 0A

Die Zuendkabel sollten einen Widerstand von 5 kohm + 1 kohm haben. Der Anschluss auf der Zuendkerze selbst hat die 5 kohm, der am Verteiler 1 kohm. Ich habe diese an 2 intakten Kabeln durchgemessen. Darum hatte ich 6 V angelegt und einen Strom von 1 mA erwartet. An einem intakten Kabel war dies auch moeglich.

Fazit fuer heute:
- Zuendkabel von Zylinder 1 defekt!
- Nie mehr Bosch Zuendkabel!
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Alt 10.05.2013, 06:50 #20
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Zitat:
Zitat von Raven761 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich habe nun die undichte Stelle am Minikat beseitigt. Seitdem ist er leiser, der Lambdawert stabilisiert sich auch besser.

Das Problem des Motorruckelns ist nach viel Kurzstreckenverkehr zurückgekehrt und ist teilweise schlimmer geworden. Nun kann ich jedoch den Fehler eingrenzen.

Symptom:
Auf der Autobahn und auch ein paar Tage nach den Autobahnfahrten war es ruhig. Das Problem war verschwunden.

Erklärung:
Die Zündkerzen haben doch ihre richtige Temperatur gefunden und konnten sich "freibrennen". Das heißt, Ruß und andere Ablagerungen konnten von der Zündkerze befreit werden.

Nun, nach knapp 2 Wochen Kurzstreckenverkehr ist das Stottern mit aller Gewalt zurück. Heute habe ich die Zündkerzen rausgedreht und siehe da, sie weisen unterschiedliche Kerzenbilder auf. Teils normal, teils verrust.


Ich nehme also an, dass es die Zündkerzen sind (35tkm alt). Sicherheitshalber habe ich die ebenfalls 35tkm alten Zündkabel durchgemessen. Abgesehen von einem, weisen die restlichen 3 genau einen Widerstand von 6 kohm auf was in der Toleranz ist (Soll: 5 kohm). Das letzte Kabel scheint jedoch eine Macke zu haben. Ich habe keine Verbindung feststellen können! Trotzdem läuft er auf alle Pötten. Das Kabel wird trotzdem probehalber getauscht.

Nun hat sich auch noch herausgestellt, dass die verbauten Zündkerzen ein vorgeschriebenes Wechselintervall von 30tkm haben! (Bosch WR78X). Ich bin schwer enttäuscht und befürchte, dass ich den Schaden an der oder den Zündkerzen nicht mit bloßem Auge erkennen kann.
Laut VW ist das Wechselintervall bei 60tkm für diesen Motor festgelegt. Bosch hat da aber wohl seine eigenen Gesetze.

Darum meine nächsten Schritte:
- Zündkabel tauschen
- neue Zündkerzen (diesmal NGK!)

Ich berichte dann nochmals.
Für Mich sehen die Kerzen nach einem Gesunden Motor aus... siehe hier Google-Ergebnis für http://www.2stroke-tuning.com/images/stories/Anleitungen/zk_bild/zuendkerzenbildpr5.gifgruß HM PS: Rehbraun habe ich bei einem Golf noch nie gesehen... Bei 2Taktern ja.







Geändert von Hausmeister1984 (10.05.2013 um 07:19 Uhr)
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Raven761 (10.05.2013)
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