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| Wörtherseefahrer |
Mittels dieser Anleitung könnt ihr den Zahnriemen und die Wasserpumpe beim AEE selbst wechseln. Wenn man dieser Anleitung nicht genaustens folgt und man sich selbst nicht 100% sicher ist, sollte man es nicht selbst machen, da es im schlimmsten Fall zu einem Motorschaden kommen kann. Ich hafte nicht dafür, dass es bei euch nicht geklappt hat. Ich schildere hier nur, wie ich es gewechselt habe. Es war mein erster Zahnriemenwechsel und ich hatte sehr viel Hilfe von Teletubby, der mir sehr viele wichtige Fragen beantwortet hat. Auch der_sammler und Bekannte sowie eine weitere Anleitung im Internet haben mir geholfen! Wer es sich also zutraut darf loslegen! Zeitaufwand: 3 Stunden (ich habe es das erste mal gemacht und 3 Stunden nur, wenn man keine größeren Probleme hat) Material: Zahnriemen, Spannrolle, Wasserpumpe, O-Ring, Fett, 4 Riemenscheibenschrauben (TN: N 014 706 7), Schleifpapier Werkzeug: Kreuz- und Schlitzschraubenzieher; 10er, 13er, 15er, 17er und 19er Nüsse; Ratsche; 19er Vielzahnnuss; 6er und 8er Inbus (bin mir nicht mehr sicher, welcher es war); Drehmomentschlüssel, Schlagschrauber, wenn Schrauben zu fest sitzen! Zuerst habt ihr diesen wunderschönen Motor vor euch: Um mehr Platz zum Arbeiten zu schaffen, nehmt ihr zuerst den Vorwärmschlauch ab. Bei mir ist das dieser silberne Schlauch. Dieser ist nur mit einer Schraubschelle auf der einen Seite befestigt. Mit einem Schlitzschraubenzieher könnt ihr diese lockern! Ihr zieht den Schlauch ab und demontiert das Ansaugrohr (ich hoffe, dass es sich so nennt). Das ist dieser Rüssel links. Die 3 Kreuzschrauben einfach heraus drehen und mit ein bisschen hin und her bewegen des Rohrs das selbe abziehen. Jetzt ist schon mehr Platz geschaffen. Als nächstes demontiert ihr die Abdeckung des Zahnriemens. Diese ist nur mit ein paar Metallklipsen befestigt. Diese mit einem Schlitzschraubenzieher öffnen und die Abdeckung abnehmen. So sollte es dann in etwa aussehen: Wenn ihr noch mehr Platz braucht, würde ich euch raten, das Rad auf der Beifahrerseite abzubauen. Nachdem ihr das gemacht habt, zieht ihr den Plastikspritzschutz des Keilriemens an der Schelle links im Radkasten herunter und nehmt ihn ab. (Der Keilriemen ist hier schon ab. Sollte aber so aussehen) Um den Keilriemen abzunehmen setzt ihr mit einer 15er Nuss an der Schraube der Spannrolle (kleine Rolle, die rechts noch ganz auf dem Bild zu erkennen ist) an und dreht diese im Uhrzeigersinn. Dann sollte sich die Spannrolle nach oben bewegen und der Keilriemen kann herunter genommen werden. Ihr zeichnet euch am besten die Laufrichtung des Riemens ein, damit dieser hinterher wieder in die gleiche Richtung läuft! Außerdem ist auf dem Bild noch die Keilriemenscheibe zu erkennen (linkes großes Rad). In der mitte des Rades ist eine große Vielzahnschraube. Diese wird gleich wichtig! Vorher schaut ihr euch aber das Nockenwellenzahnrad an (oberstes Zahnrad, auf dem der Zahnriemen liegt). Ihr findet auf dem Rad einen kleinen Punkt, den ihr am besten nochmals farbig markiert, damit er euch besser ins Auge fällt. Diese Markierung ist nämlich sehr sehr wichtig, um einen Motorschaden zu vermeiden! Auf diesem Bild ist das Nockenwellenzahnrad zu erkennen. Ich habe dort einen roten Strich mit einem Lackstift auf die Markierung in dem Rad gesetzt, sodass ich die Markierung schneller finde. Des weiteren seht ihr auf dem Bild unter dem Zahnrad rechts einen kleinen Plastikpinöpel mit einer Spitze, die nach oben auf das Rad zeigt. Diese ist auch sehr wichtig, weil die Spitze jetzt gleich auf den Punkt im Nockenwellenrad, den wir gerade mit einem Lackstift farbig markiert haben, zeigen muss!! Wenn die Spitze genau auf den Punkt zeigt, ist die richtige Stellung des Motors erreicht. Um das Rad auf diese Stellung zu bringen scrollt ihr jetzt nochmal ein kleies Stückchen hoch und erinnert euch an die Vielzahnschraube auf der Keilriemenscheibe. Dort setzt ihr nun mit der 19er Vielzahnnuss an und dreht im Uhrzeigersinn an ihr. Dann dreht ihr den Motor per Hand. Bevor ihr nun das Nockenwellenrad auf die richtige Stellung bringt, dreht ihr den Motor so weit, dass man an die Schraube hinter dem Rad kommen kann. Die Schraube sieht man auf dem Bild: ![]() Diese schraubt ihr erstmal mit einer 10er Nuss ab! Danach dreht ihr den Motor so weit, dass die Spitze des Plastikpinöpels genau auf den farbig markierten Punkt zeigt. Wie gesagt, ist das sehr wichtig, denn nur dann ist die richtig Stellung des Motors gewährleistet. Wenn ihr das geschafft habt, geht ihr wieder zurück zur Keilriemenscheibe. Dort befinden sich noch 4 Sechskantschrauben. Diese Schrauben gehen unter Umständen sehr sehr schwer heraus. Bei mir gingen sie per Hand gar nicht heraus. Wir mussten einen Schlagschrauber verwenden, um sie zu lockern! Wenn ihr es aber per Hand versuchen wollt, solltet ihr mit der Vielzahnnuss in die mittlere Schraube greifen und gegenhalten, da sich die Scheibe und der Zahnriemen mitdrehen, wenn man die Sechskantschrauben lösen will. Habt ihr diese 4 Schrauben ab, zieht ihr auch die Riemenscheibe herunter. Die große Vielzahnschraube bleibt dran! Die muss nicht ab. Jetzt seht ihr eine weitere Zahnriemenabdeckung. Diese schraubt ihr auch ab (Schrauben mit 10er Nuss raus, rechts ein bisschen versteckt hinter der Spannrolle des Keilriemens und links ziemlich offensichtlich). Genau das solltet ihr jetzt vor euch haben. Die linke Rolle, die weiter oben ist, ist die Spannrolle des Zahnriemens, die ihr ja neu gekauft habt. Rechts ist das Kurbelwellenzahnrad. Oben hinter dem Kurbelwellenrad seht ihr einen Strich in der Wand des Motors (Kerbe). Wenn ihr jetzt alles richtig eingestellt habt, das heißt den Motor per Hand auf die richtige Position gedreht habt, zeigt jetzt genau auf die Kerbe ein Zahn des Kurbelwellenzahnrads, der ein bisschen anders aussieht als die anderen Zähne. Er hat keine geraden Kanten sondern ist vorne und hinten abgeschrägt. Das sieht man auf diesem Bild gut: Wenn also alles richtig eingestellt ist, zeigt dieser abgeschrägte Zahn genau auf diese Kerbe! Das ist wieder wichtig. Die zwei Markierungen, also oben am Nockenwellenrad der Punkt, den ihr angemalt habt und dieser abgeschrägte Zahn des Kurbelwellenrads müssen auf der richtigen Position stehen. Das immer wieder überprüfen! Nun kommen wir zur Spannrolle des Zahnriemens (vorletztes Bild). Ihr setzt an der Mutter mit einer 13er Nuss an und Lockert diese bzw. schraubt sie ab. Danach sollte der Zahnriemen entspannt sein. Ein bisschen Spannung ist trotzdem noch drauf. Ihr müsst jetzt versuchen, die Spannrolle abzuziehen und dabei den Zahnriemen von der Rolle zu bekommen. Ich habe dafür die Rolle auf dem Gewinde vorsichtig abgezogen und immer hin und her geschwenkt, sodass der Riemen ab geht und die Rolle vom Gewinde runter kommt. Ihr könnt aber zum Beispiel auch versuchen den Riemen von dem Kurbelwellenrad zu schieben. Das habe ich aber nicht gemacht. Dabei ist es wieder wichtig, dass die Zahnräder der Nocke und der Kurbelwelle auf dem richtigen Stand stehen bleiben. Wir haben das zu zweit gemacht. Einer schaut oben und der andere zieht die Rolle unten ab und behält gleichzeitig das Kurbelwellenrad im Auge. Habt ihr die Rolle ab und den Zahnriemen runter, seid ihr fertig mit Abbauen, wenn ihr nur den Zahnriemen wechseln wollt. Es sieht dann so aus: Weiter gehts dann weiter unten, nachdem ich erklärt habe, wie man die Wasserpumpe tauscht. Die Wasserpumpe sollte allerdings immer mit gewechselt werden! Vor allem ist es nur ein Arbeitsgang. Jetzt löst ihr die restlichen Schrauben der hinteren Abdeckung des Zahnriemens. Das sind alles 10er. Sollten ohne die unter dem Nockenwellenrad,die schon zu anfang gelöst wurde, noch 3 oder 4 Stück sein. 1 oder 2 Unten am Kurbelwellenrad, eine unter dem Nockenwellenrad und eine vorne rechts vom Nockenwellenrad. Danach hält die Abdeckung noch an den Schrauben der Wasserpumpe. Das sind 13er. Diese löst ihr auch. Das ist die Wasserpumpe. Ich habe vorsichtshalber schonmal einen Eimer untergestellt, das das Kühlwasser ja herauslaufen wird, wenn die Pumpe rausgenommen wird! Ich wusste leider nicht, wie ich das vorher rausbekomme. Könnt ihr natürlich auch anders machen. Nachdem die beiden Schrauben der waPu draußen sind, könnt ihr die Abdeckung, da diese jetzt lose sein müsste, unten über die wasserpumpe heben und nach rechts wegdrehen! Keine Angst, Der Pinöpel verdreht sich dabei auch und das Zahnrad der Nocke sollte trotzdem da stehen bleiben wo es ist. Hier sieht man, wie man die Abdeckung verdrehen kann. Da sieht man auch, dass der Pinöpel nicht mehr auf den Punkt zeigt: Jetzt könnt ihr die Pumpe vorsichtig herausziehen. Das Kühlerwasser, solang es noch nicht entfernt wurde, fließt heraus. Ich habe die Pumpe um Teil drinne gelassen, sodass das Wasser nicht sofort und extrem schnell aus dem Kreislauf läuft. So kann man das meiste auffangen! Das ist die alte Pumpe von mir. Nun solltet ihr ein Loch vorfinden was so aussieht: Mit dem Schleifpapier schmirgelt ihr den Rost und die Klebereste des alten Dichtrings an der Stelle ab, an der die Pumpe aufliegt. Ich habe auch noch das kleine Stück im Loch geschmirgelt. Das macht man deshalb, damit die Wasserpumpe nicht gleich wieder undicht ist und alles nochmal neu gemacht werden muss. So ist der Untergrund glatt und die Pumpe kann sich gut an den Motor anpressen. Nachdem ihr geschmirgelt habt, wischt ihr die Stelle großzügig ab, sodass keine Reste des Rosts rumliegen. Wenn die Stelle silber ist, d.h. blank, habt ihr es geschafft. Jetzt gehts ans Zusammenbauen!! Die neue Wasserpumpe kommt jetzt zum Einsatz. Ich habe die Stellen der Wasserpumpe, an denen sie aufliegt, mit Fett eingestrichen, sodass sich die Pumpe besser an den Motorblock anzieht. Ihr schiebt die Wasserpumpe nun vorsichtig in das Loch. Sie sollte auch ohne größere Probleme halten. Die hintere Zahnriemenabdeckung kann jetzt wieder zurückgeklappt werden und über die Wasserpumpe geschoben werden. Ihr zieht jetzt die 13er Schrauben der Wasserpumpe mit 20Nm fest. Danach befestigt ihr wieder die 3 oder 4 10er Schrauben der Abdeckung. Bis auf die eine, die hinter dem Nockenwellenrad sitzt. Jetzt nochmal schauen, ob die Markierungen richtig sind. Den neuen Zahnriemen könnt ihr jetzt schonmal vorsichtig auf die Zahnräder auflegen. Die neue Spannrolle schnappt ihr euch. Diese schiebt ihr vorsichtig auf das Gewinde und schiebt diesen Hacken, der am Rand der Spannrolle sitzt... ![]() ..., um diese Schraube. Bei dieser Aktion achtet ihr wieder unbedingt darauf, dass die Markierungen immernoch an den richtigen Stellen sind! Da der Zahnriemen sich auf den Zahnrädern befindet, können sich die ggf. bewegen. Also mit äußerster Vorsicht arbeiten! Wenn ihr nun den Zahnriemen wie im Bild auf der Spannrolle und allen anderen Zahnrädern liegen habt geht es ans Spannen des Riemens. Dazu nehmt ihr euch einen 6er oder 8er Inbus zur Hand. Vorne auf der Spannrolle ist neben dem Gewindestab noch ein kleines Löchlein in einer Scheibe, in das man einen Inbus stecken kann. Wenn ihr den Inbus dann im Uhrzeigersinn dreht, spannt ihr den Riemen. Aber Achtung! Es ist etwas zu beachten. ![]() Der Zeiger (an der Spannrolle im großen roten Kreis) bewegt sich während des Drehens des Inbusses mit. Diese Spitze muss genau über der Kerbe (grüner Kreis), die an dem anderen silbernen Klammerstück der Spannrolle sitzt, stehen bleiben, dann ist die richtige Spannung erreicht. Jetzt zieht ihr noch die Klemmmutter, mit der die Spannrolle befestigt wird mit 20Nm an und die Spannrolle ist fest. Ihr holt euch nun wieder die 19er Vielzahnnuss und setzt an der Vielzahnschraube auf dem Kurbelwellenzahnrad an. Ihr dreht den Motor ein bis zwei mal komplett durch und schaut, ob die Markierung am Nockenwellenrad auf den Plastikpinöpel zeigt und ob der komische Zahn am Kurbelwellenzahnrad auf die Kerbe zeigt! Dann habt ihr es geschafft und es sollte nichts kaputt gegangen sein! Während des von Hand Durchdrehens könnt ihr einen kurzen Stop machen, wenn die Schraube hinter dem Nockenwellenrad freigelegt wird und diese festziehen. Die untere Abdeckung des Zahnriemens kann jetzt wieder mit den 2 10er Schrauben befestigt werden. Wieder links ganz offensichtlich und rechts hinter der Spannrolle des Keilriemens versteckt. Danach befestigt ihr die Keilriemenscheibe auf dem Kurbelwellenrad. Diese geht nur in einer Position zu befestigen, da man noch ein kleineres fünftes Loch in der Scheibe hat und dieses auch in dem Kurbelwellenrad vorhanden ist. Auf dem nächsten Bild sieht man dieses Extraloch. ![]() Ihr befestigt die Scheibe wieder mit dem 6er oder 8er Inbus mit 20Nm, dann bekommt ihr die auch beim nächsten Wechsel leichter raus. Geändert von Red Hornet (10.06.2012 um 17:00 Uhr) | |||
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